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AMS-Konflikt: Leitl lädt Hundstorfer aus

28.06.2012 | 17:30 |   (DiePresse.com)

Der Sozialminister bestellt Bewerberin aus dem Haus statt der Bestqualifizierten als Wiener AMS-Chefin. Christoph Leitl reagiert empört, er sei für „Packelei und Postenschacher" nicht zu haben.

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Wien/ett. Die lange hinausgeschobene Klärung der Führung des Arbeitsmarktservice (AMS) Wien führt zu einer schweren Verstimmung zwischen Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl und Sozialminister Rudolf Hundstorfer - ein Duo, das sich sonst über schwarz-rote Parteigrenzen hinweg gut versteht. Der Wirtschaftskammerchef protestierte am Donnerstag mit einer beispiellosen Aktion dagegen, dass Hundstorfer die stellvertretende Wiener AMS-Leiterin, Inge Friehs, die auch in einem Gutachten bestens abgeschnitten hat, übergangen hat. Statt ihr wurde mit Petra Draxl, Abteilungsleiterin im Sozialministerium, die Drittgereihte bestellt.

Leitl lud Hundstorfer, der beim Kammerparlament hätte sprechen sollen, daraufhin kurzfristig aus. Denn er, Leitl, sei für „Packelei und Postenschacher" nicht zu haben. Es sei zwischen den Sozialpartnern vereinbart gewesen, dass die Erstgereihte genommen werde.

Protokoll belegt Reihung

Hintergrund ist ein monatelanges Hin und Her. Der aus dem Wiener Rathaus kommende Minister stand dabei, wie schon seit längerem kolportiert wird, unter massivem Druck aus der Wiener SPÖ. Diese befürchtete, wie aus AMS-Kreisen und von SPÖ-Gewerkschaftern zu hören ist, dass Friehs Widerstand gegen bestimmte Förderwünsche leisten könnte. Die Gewerkschaftsvertreter waren gespalten: Bei den Privatangestellten gab es ebenfalls Widerstand.

Am 1. Juli werden die Leiterposten auf Bundes- und Landesebene für sechs Jahre neu besetzt. Nur die Entscheidung für das Wiener AMS war im zuständigen AMS-Verwaltungsrat auch am 12. Juni offen geblieben. Damit landete die Entscheidung beim Sozialminister. AMS-Vizechefin Friehs hat als Favoritin gegolten. Schließlich wurde sogar ein Gutachten eines Personalberaters eingeholt, bei dem ihr das beste Zeugnis ausgestellt wurde. Der „Presse" liegt ein Protokoll des AMS-Verwaltungsrats vor. In diesem wird vermerkt, der Vorsitzende des Verwaltungsrates, Stefan Potmesil aus dem Sozialressort, habe ausgeführt, das Präsidium habe „folgende Reihung" vorgenommen: Hinsichtlich der Landesgeschäftsführung Wien habe diese „Friehs, Mitter (AK-Arbeitsmarktexperte), Draxl" gelautet.

Dass Arbeiterkammer-Mann Gernot Mitter nicht den Wiener AMS-Chefposten erhalten hat, wird so begründet: Erstens hätte die Nichtberücksichtigung einer besser gereihten Frau und die Bestellung eines Mannes nach außen hin einen ganz schlechten Eindruck vermittelt. Zweitens wäre in diesem Fall eine Anfechtung durch Friehs wesentlich chancenreicher.
Im Sozialministerium wurde der „Presse" erklärt, in den Unterlagen, die Minister Hundstorfer übermittelt worden seien, sei keine Reihenfolge vorgelegen. Zugleich wurde im Büro Hundstorfer behauptet: „Mit Parteipolitik hat das nichts zu tun."

AMS-Vizechefin Friehs will klagen

Das Gegenteil ist jedoch laut Leitl der Fall. Er ist verstimmt, weil nicht die Bestqualifizierte den Posten erhielt. Friehs will klagen, weil sie laut Stellenausschreibungsgesetz als Bestgereihte hätte zum Zug kommen müssen.

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127 Kommentare
 
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Ich bin dafür....

...dass man (schwer)kranke, hoch qualifizierte Menschen mit 60 noch umschult. Zu Verkäufern des "Megaphon" vor Supermärkten beispielsweise....

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die sog. 'sozialdemokraten'

üben sich in 'sozialdiktatur'.

im sinne des dunkelrotlinksgrünen lagers:
'zahlen sollen die anderen'.

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...

ich finds witzig, dass diese luegen noch jemand glaubt, dabei sind nicht nur zahlen dazu, sondern auch statistiken gefaelscht und auch die intention, die darin besteht die gruppenstraftaten der im "sozialwesen" beschaeftigten nicht nachweisbar zu machen.

Perfekt

Wenn ein ausländischer Journalist Informationen über Österreichs Politiklandschaft wünscht, sei ihm diese Farce empfohlen:

Österreich wie es leibt und lebt, ein perfektes Abbild "gelebter Realpolitik".

Was für ein Zufall,

... dass gerade der Wahlkampf beginnt.
Womöglich gemeinsam geplanter Streit für uns Stimmvieh.
Oder gibts eine Differenz in Abkassierfragen? z.B. EMS EFSM Parteifinanzierung ...

Mit 50 gekündigt

aber mit 48 noch umschulen! Ihr habt sie nicht mehr ALLE! Freundschaft!

Die einfachste Massnahme wäre,

... die SPÖ Klientel den ASVG Pensionisten anzugleichen
ÖBB Gemeindebedienstete Beamte mit Zuverdienst. ..
Aber wir wissen, dass es nie um die Sache geht.

Gast: Schnauze voll
03.07.2012 09:41
5 0

Die lügen wie gedruckt damit die Nichtarbeiter eine höhere und längere Rente beziehen können

Die,die niemals gearbeitet haben sagen zu den Arbeitern arbeitet länger. Ich glaube ich spinne.
Man sollte einmal eine Studie machen wer da wirklich so lange lebt, sicher kein Arbeiter.

Re: Die lügen wie gedruckt damit die Nichtarbeiter eine höhere und längere Rente beziehen können

schaun´s es is doch ganz einfach:
die gscheiten leben von den dummen und die dummen von der arbeit!
war immer so, wird sich nicht ändern!

Gast: Hans M..
03.07.2012 09:13
1 1

Wir ASVGler kommen alleine locker durch

Nocheinmal haut alle Politiker,Beamten und Bauern raus und unsere Pensionen sind locker gesichert.

Diese drei Obengenannten sollen eine eigene Rentenversicherung gründen jedenfalls uns nicht mehr länger auf der Tasche liegen das sagt ein Mann der 48 Jahre gearbeitet hat und immer noch hilft.

Mit ihrer eigenen Rentenkassa können die dann ihre eigene Luxuspension erhöhen wie sie wollen.

na ja , was will man von einem der als Häupl-Nachfolger

gehandelt wird erwarten. Jedenfalls auch einer von denen der nach dem Bawag-Skandal mit einem Superposten belohnt wurde Die SPÖ ist durch und durch kor...., äh, sorry verhabert!! Hauptsache anderen Parteien werden ans Licht gezerrt in dessen Schatten sich die SPÖ gut in Deckung bringen kann.

also die spö

macht der ehemaligen komm unistischen partei in der sowjetun ion alle ehre....das einzige was denen noch fehlt ist ein "mächtiger direkter unter dr ückungs apparat" wie der kgb oder fsb...

SPÖ oder nepotismuspartei Österreich

was will man beim inseratenkanzler erwarten?

oder gar von Nepotismus-Rudas?

3 0

diese "Sozialpartnerschaft" und das Wahlrecht ist der Grund WARUM in Österreich nichts weitergeht!!! Es ist unmöglich etwas zu machen OHNE dass ALLE etwas dazuzusagen haben, oder sich querlegen, meisten wegen lapalien oder EGO problemen! selten sind die diskussionen sachlich und am ende werden die s.g. "Öst. Lösungen" als Erfolg verkauft, wobei diese keine sind!!!


approps pensionen

dieses wochendende war in der tageszeitung "Österreich" ein bericht vom happypeppy staribacher.
der ist 92.

ich dachte mir, o.k. gut, dass es mit 92 noch so fit hergehen kann, aber bekommt der noch die alte ministerpensionen, die er nicht mehr zur vollen gänze ausschöpfen kann.

nicht missverstehen, aber auf der einen seite werden die pensionen gekürzt und vielleicht bekommt er noch seine zahlungen für die enkerl auf rücken der gesellschaft.

Re: approps pensionen

Finde ihren Gedankensanstoß nicht so schlecht!
Komischerweise betreffen alle Sparaktionen immer nur die ASVG-Versicherten.
Das mit dem Geld hinausschmeißen, in höheren Beamtenkreisen, ob pensioniert oder nicht muss sich auch ändern.
Ein Minister bekommt in seiner Amtszeit (seiner Qualifikation entsprechend) ein sehr großzügiges Gehalt, ebenso Sekretäre oder NRA, etc.
Da wird es auch wohl möglich sein, ein sozial gerechtes System einzuführen.
Denn die ganzen Nutznießer dieses Systems, bräuchten diese gewaltigen finanziellen Zuwendungen eigentlich nicht!

Wenn man an gewisse Minister wie Strasser, Grasser und Rauch-Kallat denkt, die dem Steuerzahler sehr viel Geld gekostet haben, werden diese dann noch fürstlich mit einer oder gleich mehreren Pensionen belohnt.
Und da würden einige Milliarden Euros einzusparen sein!

Antworten Gast: Robin H.
03.07.2012 07:55
0 3

Re: approps pensionen

Schauerlich, was sie da verzapfen.

ausladen

ich würde ja mittlerweile die ganze regierung ausladen.

Re: ausladen

es ist ja alles so schlecht

der hundstorfer ist eine ausgabe von vorgestern .....

wird aber fallweise sogar als "hoffnung der spö" bezeichnet.

wer in "wien heute" die neue ams-wien chefin gesehen und gehört hat, weiß:

das war die drittgereihte - und hundstorfer hat die schlechteste bestellt.

Re: der hundstorfer ist eine ausgabe von vorgestern .....

Juhu, ein weiterer Schritt in Richtung "Schilda".

Sowas nennt sich "Sozialminister", OH wie wohltätig bzw.gemeinnützig, dem Gemeinwohl dienend- ist er, dieser "soziale" Minister, aber wenn man die Kreisky Ära kennt, weiß man wies geht....unbedarfte Freunderlwirtschaft der Inkompetenz und Postenschacher!

Salve
mamba13

Gast: b754
02.07.2012 20:23
3 2

der hr leitl den ich mit meiner zwangsmitlgliedschaft durchfüttern muss regt sich auf weil die spö övp methoden anwendet


Antworten Gast: UKW
02.07.2012 20:52
2 0

Re: der hr leitl den ich mit meiner zwangsmitlgliedschaft durchfüttern muss regt sich auf weil die spö övp methoden anwendet

Ha, Ha, der war gut. Das ist echt der Witz des Tages: Genosse "b754" ist Zwangsmitglieder der Wirtschaftskammer. "b754" ist ein böser Selbständiger. Ein Blutsaaugender Kapitalist.

1 0

Wenn b754 Kammerumlage bezahlt

dann bin ich der Wiedergänger von Cäsar - es sei denn Leitl fordert auch von Sozialhilfeempfängern und AA wie "b754" neuerdings einen Obolus für seine Cocktailempfänge roter Bonzen in luftigen Höhen in der Belletage in 1040.

Gast: uburoi
02.07.2012 19:52
0 0

schön kurs halten!

das wird möglicherweise noch sehr lustig!

schau ma mal.

Gast: UKW
02.07.2012 19:34
4 1

Ja, Ja, der ehemalige Capo von der Gewerkschaft der Wiener Gemeindebediensteten

Hat für die roten, beamteten Rathausbeamten auf Steuerzahlerkosten jede Menge Privilegien mit seinen roten Brüdern vereinbart. Und jetzt rückt der Herr "Sozialminister" den ASVG-Invaliiden an die Pelle. Richtig Sozial der Herr Rudolf. Und die Genossen von der Arbeiterkammer kassieren weiter Zwangsbeiträge von den ASVG-Versicherten, aber schweigen zu den Machenschaften Ihres roten Genossen.

Mittlerweile sollte jedem klar sein: Wer das nächste mal wieder die Roten wählt, schaufelt sein eigenes Grab. Sofern er nicht Beamter ist, denn die haben in allen Parteien große Lobbyisten.

 
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Hobbyökonom