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Swiss-Piloten weigern sich bei AUA einzuspringen

28.06.2012 | 19:17 |   (DiePresse.com)

Die Schweizer Piloten werden bei den Personal-Engpässen beim Übergang von der AUA zur Tyrolean nicht helfen.

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Kurz vor dem Übergang von der Austrian Airlines (AUA) zur Tyrolean weigern sich Swiss-Piloten, bei der AUA einzuspringen und Engpässe wegen dem Abgang zahlreicher Piloten und Flugbegleiter zu überbrücken. Sie berufen sich auf eine entsprechende Vertragsklausel, berichtet der "Standard". Als Ersatz für die Swiss-Piloten schicke die Swiss eine geleaste Fokker 100 der Contact Air nach Wien, die die Strecken nach Zürich und Warna (Bulgarien) fliegen soll. AUA-Sprecher Peter Thier meinte, am Ergebnis ändere das nichts: "Wir haben immer gesagt, die Swiss wird uns helfen".

Die Swiss bestätigte der Zeitung, dass sich die Schweizer Piloten auf eine Klausel im Arbeitsvertrag berufen, wonach sie nicht für andere Airlines fliegen, deren Mitarbeiter quasi in einem Arbeitskampf sind. Die kurzfristige Absage wird damit begründet, dass man erst ausloten musste, ob die Unterwanderungsklausel auch tatsächlich anzuwenden sei. Laut Kilian Kraus von der Schweizer Gewerkschaft Aeropers sei man von den Kollegen aus Österreich gebeten worden, Flüge zu unterlassen, bis die Situation bei AUA und Tyrolean geklärt sei, so die Zeitung.

Miet-Flugzeuge von der Lufthansa

Laut AUA-Sprecher sei vorgesehen gewesen, ein Flugzeug direkt von der Swiss anzumieten. Nun werde eben die Maschine der Contact Air nicht wie geplant bei der Swiss, sondern bei der AUA fliegen. Weiters würden noch vier Flugzeuge angemietet, zwei davon von der AUA- und Swiss-Muttergesellschaft Lufthansa. "Das ist der Vorteil einer großen Gruppe, dass wir uns bei Engpässen gegenseitig helfen".

Wegen des Betriebsübergangs der AUA auf den Flugbetrieb der Regionaltochter Tyrolean haben zahlreiche Piloten und Flugbegleiter die Airline verlassen. Diese Crews fehlen nun während der sommerlichen Hochsaison. Wie berichtet wurden die Kollektivverträge von AUA und Tyrolean gekündigt. Ein neuer Konzern-Kollektivvertrag soll ausgearbeitet werden.

Am 1. Juli wird das gesamte AUA-Personal in die Tyrolean verfrachtet. Auch die AUA-Flotte wandert am Papier nach Innsbruck. Das Management erhofft sich dadurch auf Personalseite Einsparungen von 45 Mio. Euro jährlich. Die Kosten des Betriebsübergangs werden aktuell mit 80 Mio. Euro beziffert, die Abfertigungen machen mit 60 Mio. Euro den Löwenanteil aus.

(APA)

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23 Kommentare

Was hier scheinbar viele überlesen haben:

Die AUA-Gewerkschaft hat bei der Swiss-Gewerkschaft INTERVENIERT, um zu verhindern, dass die Swiss aushilft!

Das ist - wie schon so einige Aktionen der Gewerkschaft (siehe "unfit to fly") - zutiefst unternehmensschädigend und spricht zudem Bände über die Betonierer-Attitüde der Gewerkschaftsbonzen.

Meiner Auffassung nach bildet wiederholtes unternehmensschädigendes Verhalten die Grundlage für eine fristlose Entlassung.

Das ist - wie schon so einige Aktionen der Gewerkschaft (siehe "unfit to fly")

Eine von vielen Lügen des AUA Vorstandes und seines Medienwuffis Thier!
Unternehmensschädigend würde ich es nennen, wenn jemand gutes und gesuchtes Personal das bereit ist einen gewaltigen Beitrag zu leisten mit viel Geld gehen läßt und noch einmal viel mehr drauflegen muß für diejenigen die gehen bzw. Bleiben, weil es das Gesetz so verlangt!
Betonierer finden sie vermutlich am Bau, da sind sie hier falsch, ausser sie wollen die Mentalität des Management als Betoniererei sehen, aber dann schreiben sie es auch so!
Ihre fristlose Entlassung stecken sie sich bitte an den Hut oder sonstwo hin! Die Lektüre der § 105 und Folgende des Strafgesetzbuches möchte ich empfehlen!

4 0

Re: Was hier scheinbar viele überlesen haben:

Wen interessiert eine Aktiengesellschaft. Wenn die nicht für ihre Mitarbeiter da ist dann braucht das niemand. Die Schweizer geben sich nicht dafür her, andere auszuspielen. Das ist sehr anständig.

Die Geschäftsleitung schädigt das Unternehmen. Die hat ja den Piloten einen nicht akzeptablen Vertrag angeboten. Und das vor der Hochsaison, so blöd muss man einmal sein. Viele haben das halt nicht angenommen. Ich bewerte das als erwartungsgemäß.

Mich würde interessieren was die ehemaligen AUA-Piloten jetzt machen.

Re: Was hier scheinbar viele überlesen haben:

zum glück zählt ihre Meinung nicht. danke f. die Solidarität der Swiss Piloten. wär schön wenn Lufthansa auch mitmachen würde.

Antworten Antworten Gast: Captain Kirk
29.06.2012 17:12
3 0

Re: Re: Was hier scheinbar viele überlesen haben:

Die Klausel, die das ermöglicht, haben wir leider nicht.
Sonst wären wir sofort dabei.
Der CEO von LH hat sich im übrigen bereits mehrfach selbst beschädigt.

Re: Re: Was hier scheinbar viele überlesen haben:

Meine Auffassung deckt sich mit der herrschenden Lehre. Wenn Sie Ihren Arbeitgeber bewusst und wiederholt vorsätzlich schädigen, ist eine Fristlose möglich.

Aber schön zu sehen, wie gewerkschaftliche Abgehobenheit die Realität vernebelt.

Blöd nur, dass ihr zuerst zu arrogant wart, euch mit den Tyrolean-Leuten auf Augenhöhe zu verständigen. Das fällt euch jetzt mächtig auf den Betonschädel.

3 0

Re: Re: Re: Was hier scheinbar viele überlesen haben:

Schädigend war doch die Geschäftsleitung und nicht die Piloten. Die Piloten haben reagiert wie es vernünftigerweise zu erwarten war. Und die Geschäftsleitung hat nicht weitergedacht. Dumme Leute, dumm gelaufen.

Antworten Antworten Antworten Gast: Kigeca
29.06.2012 16:58
4 0

Re: Re: Re: Was hier scheinbar viele überlesen haben:

dann hätte die AUA aber ihren Pressesprecher, Herrn Thier, schon öfter fristlos feuern müssen.

Und das ganze Top-Management auch gleich mit.

2 0

Re: Re: Re: Re: Was hier scheinbar viele überlesen haben:

Die Aufgabe dieses Herrn Thier ist es offenbar die Aua unmöglich zu machen. Die Lufthansa kann dann die Marke Aua auflassen und spart so viel Geld.

Gast: u8
29.06.2012 08:05
8 4

Vorbildlich

Man kann zur AUA und deren Mitarbeiter stehen wie man will - aber das Verhalten der Swiss Mitarbeiter finde ich einfach vorbildlich!

1 6

Re: Vorbildlich

Sich vor den Gewerkschaftskarren spannen zu lassen - für fragwürdige Motive? Was soll daran vorbildlich sein?

4 0

Re: Re: Vorbildlich

Es ist ein fragwürdiges Motiv andere gegenseitig ausspielen zu wollen. Sich dafür nicht missbrauchen zu lassen ist vorbildlich anständig. Es ist wohl auch nicht ganz selbstlos, weil einige Wochen später könnten die selbst das Opfer sein.

es gibt also einen engpass bei den piloten...

...und als abhilfe wird ein flugzeug von der swiss GELEAST...

das bedeutet, dass ein aua-flugzeug am boden bleibt, wo es bekanntlich ganz besonders viel geld verdient....

Antworten Gast: dsfsdfdsf
29.06.2012 09:45
6 4

sdRe: es gibt also einen engpass bei den piloten...

ja genau, das ist esd, was die betriebsrät nicht vestehen können. sie schaden der austrian wieder mal massiv und checken es gar nicht ...

3 0

Re: sdRe: es gibt also einen engpass bei den piloten...

Eine Airline, die nicht genügend Piloten hat, hat halt ein Problem. ich würde mich da nicht großartig wundern. Ich verstehe nicht dass bei der Aua nicht die Leiharbeits-Piloten vor der Tür Schlange stehen. Angeblich gibt es die ja massenhaft, die alle für ein Butterbrot fliegen würden. Hatte man ja vor ein paar Wochen so gehört.

Gast: mmmh
28.06.2012 23:19
4 1

tja

die bundesnahen hackler habens in den 70ern und 80 ern heillos überzogen. wir, die folgegeneration badet eure sache aus mit blut schweiss und tränen- wenigstens erben ein paar von uns...
respekt vor den schweizern!

Re: tja, hmmm ...

... schweizer Piloten verdienen auch besser!

Gast: b754
28.06.2012 21:43
5 4

bravo


Gast: Maraike 12
28.06.2012 20:21
9 1

Wissen die Swiss Piloten vielleicht mehr über den Wartungszustand der AUA Maschinen als wir?


Denn kannte selber, vor Jahren, einen Piloten einer bekannten europäischen Airline, der sich immer weigerte, mit bestimmten Airlines privat in den Urlaub zu fliegen.

Antworten Gast: gast464
29.06.2012 09:25
4 1

Re: Wissen die Swiss Piloten vielleicht mehr über den Wartungszustand der AUA Maschinen als wir?

ähm, die wären aber mit ihren eigenen flugzeugen eingesprungen!!! sie brauchen sich keine sorgen über den wartungszustand der aua maschinen machen. wenn in dieser firma etwas "funktioniert", dann die technik-mannschaft!!

12 1

Wenn die Gewerkschaft und der AUA-Betriebsrat

rechtzeitig die Zeichen der Zeit erkannt hätten, wäre die jetzige, dramatische Reform dieses defizitären Unternehmens nicht notwendig gewesen. Aber so lief es eben genauso wie bei Steyr-Werke, VOEST etc. und läuft noch immer so wie z.b. bei den ÖBB. Es gibt eben lernresistente Funktionäre und Politiker, welche noch immer glauben, der Steuerzahler wird bis zum Sankt Nimmerleinstag Verluste finanzieren.

Antworten Gast: Markus Trullus
29.06.2012 06:56
3 1

Re: Wenn die Gewerkschaft und der AUA-Betriebsrat

Sie nehmen mir die Worte aus dem Mund; so isset! LERNRESISTENT könnte das Wort des Jahres der zurückgebliebenen Staatsangestellten sein. Und die brauchen monatlich einen Haufen Geld von mir....

Gast: globetrotterneu
28.06.2012 20:02
9 7

swiss piloten danke

da können sich die normalen arbeiter ein beispiel nehmen.

Hobbyökonom