21.05.2013 16:11 Merkliste 0

52 Volksbanken und ÖVAG schließen sich zusammen

29.06.2012 | 15:41 |   (DiePresse.com)

Nach monatelangem Ringen sind die Verträge unter Dach und Fach. Ein Zusammenschluss war angeblich Voraussetzung für weitere Staatshilfen.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die bisher selbstständigen regionalen österreichischen Volksbanken schließen sich nun zu einer Kreditinstitutsgruppe zusammen. Nach monatelangem Ringen ist es der nach einem Milliardenverlust teilverstaatlichten Österreichische Volksbanken-Aktiengesellschaft (ÖVAG) gelungen, die Haftungsverträge mit den regionalen Volksbanken unter Dach und Fach zu bringen. Wie die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) am Freitag mitteilte, wurde der Zusammenschluss von 52 Kreditinstituten des Volksbankensektors angemeldet.

Nach den Milliardenverlusten der ÖVAG hatten auch die Behörden wechselseitige Kreuzgarantien zwischen den regionalen Volksbanken verlangt, bei denen die Institute auch für das Spitzeninstitut ÖVAG haften. Die damit verbundenen Durchgriffsrechte waren einigen Volksbanken aber ein Ärgernis. Widerstand war vor allem aus einigen Tiroler Volksbanken gekommen. Dem Vernehmen nach war der Zusammenschluss Voraussetzung für die weitere staatliche Hilfe.

 

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

4 Kommentare
Gast: Stachel1
03.07.2012 16:22
0 0

Die Genossenschafter sind Anteilseigner der Volksbanken

und nicht der ÖVAG. Daher hätten sie auch nicht zur Schadensgutmachung herangezogen werden können. Jetzt wo der Volksbankensektor als Ganzes ein Haftungsverbund ist, schaut es anders aus. Allerdings ist die Haftung der Genossenschafter lt. Satzung sehr begrenzt, da kommt nicht viel heraus. Die Genossenschafter sind üblicherweise die Kreditnehmer, also Häuslbauer, Autokäufer, kleine Gewerbetreibende etc., Millionäre sind da kaum drunter. Außerdem werden die Haftungen in Zukunft noch weiter begrenzt werden.
Beim Konsum mußten die Genossenschafter auch nichts zahlen, weil man den Konsum nicht in Konkurs gehen hat lassen, sonder in einen Ausgleich

Gast: Stachel1
03.07.2012 16:21
0 0

Die Genossenschafter sind Anteilseigner der Volksbanken

und nicht der ÖVAG. Daher hätten sie auch nicht zur Schadensgutmachung herangezogen werden können. Jetzt wo der Volksbankensektor als Ganzes ein Haftungsverbund ist, schaut es anders aus. Allerdings ist die Haftung der Genossenschafter lt. Satzung sehr begrenzt, da kommt nicht viel heraus. Die Genossenschafter sind üblicherweise die Kreditnehmer, also Häuslbauer, Autokäufer, kleine Gewerbetreibende etc., Millionäre sind da kaum drunter. Außerdem werden die Haftungen in Zukunft noch weiter begrenzt werden.
Beim Konsum mußten die Genossenschafter auch nichts zahlen, weil man den Konsum nicht in Konkurs gehen hat lassen, sonder in einen Ausgleich

Welch Schaden wäre entstanden, wäre die ÖVAG in Konkurs gegangen?

Offenbar ist es ein Mantra, daß kein Kreditinstitut, sei es auch noch so unnötig und unfähig, in Konkurs gehen darf. Wäre die ÖVAG weg, niemand würde sie vermissen.
Sonderbar, daß das was in der sonstigen Wirtschaft gilt, nämlich daß nur der Tüchtige überlebt, für die Kreditinstitute nicht gilt.In den USA ist es selbstverständlich, daß Institute untergehen. Offenbar haben die den Begriff Marktwirtschaft besser verstanden.

Gast: ckx375
29.06.2012 18:01
1 0

Eine geniale Strategie !

Allerdings kopiert ihr hier unseren guten alten Sonnenkönig (Kreisky) liebe ÖVPler. In den 70 Jahren hat man auch die ständig ineffizienter werdenden Voest-Alpine Teile "fusioniert" (weil in der Summe dann kein ganz so großes Minus mehr da war), bis dieser Moloch so groß war dass er ganz Österreich in den Abgrund gerissen hätte. Die Schulden von damals zahlen wir noch heute!

Wie wie Geschichte weiter geht? Als nächstes Fusion/Übernahme durch die Raiffeisen-Genossen und dann die große Ausgliederung als "Bad-Bank" auf Kosten des Steuerzahlers.

Wieso lässt man diese kleine Bank nicht PLEITE GEHEN? Warum werden die Genossenschafter nicht stärker in die Verantwortung genommen?

Hobbyökonom