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Ein Wirtschaftswunder namens Österreich

29.06.2012 | 18:45 |  FRANZ SCHELLHORN (Die Presse)

Österreichs Unternehmen zählen heute zu den wettbewerbsfähigsten der Welt. Das war nicht immer so. Der Weg nach oben begann in der Ära Kreisky. Ausgerechnet.

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Gute Presse
Die Presse will mit dieser Sonderausgabe einmal bewusst im Positivem tun, was wir immer unbewusst im Negativem tun: das andere ausblenden.

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Als der Sowjetführer Nikita Chruschtschow vom österreichischen Bundeskanzler wissen wollte, wie es das nachkriegsgeplagte Land denn schaffte, wirtschaftlich so schnell auf die Beine zu kommen, antwortete Julius Raab: „Wissen Sie, was das deutsche vom österreichischen Wirtschaftswunder unterscheidet? Das deutsche ist hart errackert. Das österreichische ist wirklich ein Wunder.“ Ob sich dieser Wortwechsel tatsächlich so zugetragen hat, wie der „Spiegel“ im Februar 1960 berichtete, ist nicht restlos geklärt.

Außer Streit steht hingegen, dass das österreichische Wirtschaftswunder des Jahres 2012 ganz andere Züge trägt als jenes aus der Zeit des Wiederaufbaus. Das Wunder von heute liegt nicht so sehr darin, aus nichts viel zu machen. Wundern darf man sich vielmehr darüber, dass es die in einem überbürokratisierten Hochlohnland angesiedelten Unternehmen schaffen, im globalen Wettbewerb mit Konkurrenten zu bestehen, die in einem wesentlich wirtschaftsfreundlicheren Umfeld operieren. Stellvertretend für das neue österreichische Wirtschaftswunder stehen die vielen konkurrenzfähigen Dienstleister und die unzähligen mittelständischen Industriebetriebe, die enormes Risiko genommen und mit Exportquoten in der Gegend von 95 Prozent eine ganze Reihe von globalen Nischenmärkten erobert haben. Der Großteil des heimischen Wohlstands wird längst weit hinter den Landesgrenzen erwirtschaftet.

Und dieser Wohlstand ist beachtlich: Österreich generiert mittlerweile die dritthöchste Wirtschaftsleistung pro Kopf in Europa (siehe Grafik). Dieser ökonomische Aufstieg ist auch nicht passiert, er wurde von den Unternehmern und deren Belegschaften hart erarbeitet.

 

Schnalzende Produktivitätspeitsche

Wirklich begonnen hat die Schwerarbeit in den 1970er-Jahren. In dieser Zeit wurde nicht nur den Unternehmern das Leben über stark steigende Steuern und Sozialabgaben schwer gemacht, es fiel auch eine der folgenreichsten Entscheidungen in der heimischen Wirtschaftsgeschichte: die Anbindung des „weichen“ Schilling an die „harte“ Deutsche Mark. Österreich hatte also seine erste Hartwährungsunion, lange bevor überhaupt jemand an den Euro dachte. Eine Entscheidung übrigens, die vom seinerzeitigen Finanzminister Hannes Androsch (SPÖ) und der Nationalbank vorangetrieben, vom damaligen Bundeskanzler Bruno Kreisky und der Industriellenvereinigung aber verbissen bekämpft wurde. Kreisky war alles suspekt, was sein einstiger Günstling ausheckte und die Industrie fürchtete um ihre mühsam aufgebauten Marktanteile.

Nicht ganz zu Unrecht, schließlich hatten Österreichs Betriebe plötzlich zu deutlich höheren (deutschen) Preisen anzubieten. Eine Anpassung, an der die Anbieter aus den neuen deutschen Bundesländern noch heute scheitern. Während dort von blühenden Landschaften nicht viel zu sehen ist, wirkte die „Produktivitätspeitsche“ in Österreich wahre Wunder: Die Wirtschaft passte sich den erschwerten Bedingungen an, nicht zuletzt dank einer pragmatischen Gewerkschaftsführung, die den strukturellen Aufholprozess der Wirtschaft mit vergleichsweise maßvollen Lohnrunden unterstützte.

Die Hartwährungspolitik wurde trotz vehementer Kritik beibehalten und damit auch der hohe Druck auf die Unternehmen und ihre Beschäftigten, die Wettbewerbsfähigkeit sukzessive zu steigern. Eine Hochrisikostrategie, die sich letztlich zum Wohl aller bezahlt gemacht hat: Heute wird fast nirgendwo in der Welt so produktiv gearbeitet wie in österreichischen Unternehmen. Eine Entwicklung, die ohne die Anbindung an die DM nicht möglich gewesen wäre. Und ohne die hohen Produktivitätssteigerungen der heimischen Wirtschaft wäre der österreichische Sozialstaat wiederum längst pleite.

So aber steht das kleine Österreich heute immerhin für die dritthöchste Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung in der EU. Das wiederum bedeutet, dass der jährlich erwirtschaftete Wohlstand der Österreicher um knapp 30 Prozent über dem EU-Schnitt liegt – und um beachtliche acht Prozent über jenem der Deutschen. Kein schlechter Wert für ein Land, das sich nicht gerade als Wirtschaftsnation versteht und dessen Bevölkerung hinter einer starken Wirtschaft noch immer eine ausgebeutete Arbeiterschaft vermutet.

Wie attraktiv aber die österreichischen Arbeitgeber mittlerweile sind, lässt sich auch daran ablesen, dass Österreich heute zum Fluchtland Nummer eins für deutsche „Gastarbeiter“ geworden ist. Wer hätte es jemals für möglich gehalten, das Wiener Schnitzel von deutschen Kellnern serviert zu bekommen? Ein derartiger Luxus fällt freilich nicht vom Himmel. So etwas muss man sich schon „errackern“.

Grafik: Die Presse

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.06.2012)

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75 Kommentare
 
12 3

dieser simple fakt (erfolgreich durch hartwaehrungspolitik) ein schlag ins gesicht fuer alle fiat-keynesianisten, die glauben nur durch abwertung der waehrung und kreditausweitung konkurrenzfaehig sein zu koennen

deutschlang war jahrzehntelang exportweltmeister mit einer der haertesten waehrung der welt, die bestaendig gegenueber dem dollar aufwertete und ist trotz sozialistischer elemente und trotz mehr urlaub als in anderen laendern eines der produktivsten laender weltweit

ein fakt, den politiker heutzutage in oesterreich, schweiz und deutschland ignorieren.

ich hab mich schon oft gewundert, warum simbabwe nicht weltmeister ist, wirtschaftlich gesehen, wo die doch ihre waehrung so schoen ausweiten - da waere es doch fuer die industrie so billig, dort zu produzieren ...
funktioniert offenbar doch nicht, weil nur hartwaehrungslaender stabilitaet bieten, die langfristig orientierte investoren anziehen und auch den wohlstand des volks heben bzw deren kaufkraft (was wiederum gut ist fuer die wirtschaft)

man moege traeumen, was erst moeglich waere mit einem goldstandard - amerika hat es ausprobiert und diese "goldenen jahre" im wahrsten sinne des wortes waren gepraegt von unglaublicher prosperitaet (trotz damaliger rekordsteuerquote)

Gast: Reflector
30.06.2012 20:28
2 5

Hört die Signale, auf zur letzten Schlacht!

Nichts gegen die österreichischen Wirtschaftstreibenden und Betriebe

Aber ...

Schellhorn hat wohl eine Runde Gehirnwäsche in einer der Parteilzentralen gwonnen.

So, wenns wieder trocken ist dann mal wieder ein bisserl nachdenken.

BIP ist nicht gleich Wirtschaftsleistung und schon gar nicht Wohlstand.

Umsatz ist nicht Gewinn.

Und Kreditgeblähter Umsatz ist daher noch weniger Gewinn.

Es mag sein, dass Ö das 3. höchste BIP pro Kopf in der EU hat. Nur im BIP stecken auch Schulden, sogar sehr viele.

Und es sagt nur marginal etwas über die Producktivität aus. Je mehr Schulden um so weniger Produktivität steckt im BIP.

Und wenn man die Schulden wirklich, also mit allen Auslagerungen und Versprechungen (Frühpensionen!) in die Zukunft, bilanziert und ebenso die Verschuldung des privaten und der Frimen miteinbezieht wird das BIP eigentlich schon bald ein Verlust.

Dieser wird nämlich jährlich durch neue Kredite abgedeckt.

Dann wird klar warum unser BIP so hoch liegt.

Und dass ehemalige DDR Bürger auch nach Ö arbeiten kamen ist verständlich, aber noch kein Indiz dafür, dass wir den 'Erzfeind' D in Punkto Produktivität und Lohn überholt hätten.

Und stimmt es nicht irgendwie nachdenklich, dass an 4 .Stelle dieses 'Wohlstandindikatorrankings' Irland kommt ????? ...

Warum sind die dann 2011 unter einem der vielen € Rettungsschirmchen abgetaucht, wenns denen ohnehin so gut geht?

Rätsel über Rätsel ...

0 1

Re: Hört die Signale, auf zur letzten Schlacht!

Wo haben Sie den ganzen Unsinn, den Sie hier verbreiten, wohl aufgeschnappt?

"BIP ist nicht gleich Wirtschaftsleistung"

Das BIP misst aber sehr wohl die Produktion von Waren und Dienstleistungen im Inland nach Abzug der Vorleistungen. Es ist in erster Linie ein PRODUKTIONSINDIKATOR.
Das Bruttoinlandsprodukt errechnet sich als Summe der Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche zuzüglich
des Saldos von Gütersteuern abzüglich Gütersubventionen.

"Kreditgeblähter Umsatz ist daher noch weniger Gewinn."

Was ist "Kreditgeblähter Umsatz"? Ich kenne nur einen kreditfinanzierten Umsatz und warum soll der keinen Gewinn bringen?

"Nur im BIP stecken auch Schulden, sogar sehr viele."

Welche Schulden sollen im BIP stecken?

"Je mehr Schulden um so weniger Produktivität steckt im BIP."

Was hat die Produktivität mit der Finanzierung zun tun? Produktivität ist das Verhältnis von Output und Input!


Gast: uburoi
30.06.2012 19:15
1 0

idiotenplunder namens "kakanien"?

möglicherweise funzen bezahltmediale parolenschleuderungen genau richtig.
schau ma mal.
*kicher*

"Und ohne die hohen Produktivitätssteigerungen der heimischen Wirtschaft wäre der österreichische Sozialstaat wiederum längst pleite"

Ja, Gott sei Dank sind wir sooo produktiv. Nicht auszudenken wo wir sonst stünden. Wohl unmittelbar vor dem Staatsbankrott.

Tatsächlich gab es gerade unter Herrn Kreisky zwei der zitierten Produktivitätswunder. 1. während der ersten Ölkrise mitte der 70er, 2. während der zweiten Ölkrise anfang der 80er. Ein weiteres folgte dann in den 90er Jahren, genau genommen zwischen 91 und 97. Und daran war wirklich vieles wunderlich..

In genau diesen Phasen haben wir beispielsweise gegenüber der Schweiz stark aufgeholt. Während diese voll von besagten Wirtschaftskrisen erfasst wurde, ging Österreich übers Wasser. Also zumindest was die Produktivität und das Wirtschaftswachstum anging.

Ganz im Gegensatz zu dieser erfeulichen Entwicklung standen allerdings andere Indikatoren. Reallöhne, Beschäftigung oder Steuereinnahmen (insbesondere jene der Umsatzsteuer) gaben allesamt empfindlich nach, gerade so als hätte sich die relativ gute Konjunkturlage nicht bis zu diesen Indikatoren hin durchgesprochen. Oder als wäre die wahre Wirtschaftsentwicklung Österreichs eher in den Statistiken der Schweiz nachzulesen...

Es sollte eigentlich jedem zu denken geben. 1997 war das Budget genau so defizitär wie 1991. Dazwischen lag das große Sparpaket mit 120 Mrd Schilling, und insgesamt Steuer und Abgabenerhöhung von 160 Mrd. Die Wirtschaft wuchs währenddessen genau so schnell wie im langjährigen Schnitt. Wie passt das wohl zusammen???

"Dritthöchste Wirtschaftsleistung pro Kopf in Europa"

Falsch. Nur in der EU. Die Schweizer und die Norweger liegen noch deutlich höher.

Gast: Felix Mendelssohn Tausendwasser
30.06.2012 17:32
1 4

Gute Nachrichten. Wir können den Euro nicht retten. Aber zumindest ihren Samstag.

Und den Sonntag vielleicht auch noch. Am Montag gibt's dann den frisch gedruckten neuen Schilling mit Umwechselkurs 1:1. Freut euch, Schafsvolk.

0 0

Re: Gute Nachrichten. Wir können den Euro nicht retten. Aber zumindest ihren Samstag.

"...dann den frisch gedruckten neuen Schilling"

Wenn Sie Falschgeldproduzent sind, dann fälschen´s den EURO, weil den Schilling gibt es am Montag nur in Uganda und Tansania!

Gast: Heimgekehrter Steuerzahler
30.06.2012 16:31
2 1

Wir sind nicht Pabst!

Ha!

Ihr Miesmacher in dieser Kommentare-Sektion, Ihr sollt Österreich nicht miesmachen, nur seine noch immer überbordende Bürokratie und die Steuerlast. Ich bin vor sieben Jahren familienbedingt von der Amerikanischen Westküste wieder nach Österreich zurückgekommen, und die Umstellung auf ein Höchststeuerland und die vertrottelte Bürokratie war ein Schock. Aber die österr. Privatwirtschaft funktioniert - meistens. Manchmal nicht. Aber dann kann man ja seine Lieferanten in der EU via Internet finden, und weiter geht's. Insgesamt: Wir sollen nicht nur elend jammern, wir können was. Wir haben noch immer in vielen Ecken und Enden Verbesserungsbedarf. Aber - wir sind gar net so deppert. Wir sollen endlich auch einmal anerkennen, dass wir was z'sammbringen. Wir müssen aber unsere Politiker dazu bringen, dass sie endlich wirklich reformieren im Sinne von: Bürokratie abbauen. Schaffen wir das???

Das Wirtschaftwunder Österreich passiert auf Schulden, die auch einmal bezahlt werden müssen

Hat unsere Jugend eine Zukunft wenn ESM und Fiskalpakt Österreich in die Pleite führen?

http://www.wienerzeitung.at/meinungen/gastkommentare/468638_Entscheidungen-die-die-Welt-veraendern.html

Gast: Die Wahrheit macht frei
30.06.2012 14:54
7 7

Was soll diese ekelhafte Propagandalawine,

das ist ja nicht auszuhalten.

Wir leben auf Pump und die Schulden werden immer grösser!
Die verblödete Politik gibt aber immer mehr Geld aus als sie hat und vermeint noch, sie tut etwas Gutes.

Re: Was soll diese ekelhafte Propagandalawine,

Was Sie so stört ist dieser schleimige Stil des Artikels wie er etwa in alten Geographie-Schulbüchern zu finden ist. Diese Lobhudelei auf unsere Wirtschaft.

1 0

Re: Was soll diese ekelhafte Propagandalawine,

"Wir leben auf Pump und die Schulden werden immer grösser!"

Ja die Republik Österreich, aber nicht die Wirtschaft!

Re: Re: Was soll diese ekelhafte Propagandalawine,

Die wird bald dafuer bezahlen muessen!!

Re: Was soll diese ekelhafte Propagandalawine,

Sie sagen es: Die Pensionen sind nicht mehr gesichert, die Jugendlichen finden keine Lehrstellen und Menschen mit 40 keine Arbeit mehr, die Post holt man mittlerweile beim Trafikanten und die Semmeln bei der Tankstelle. Das einzige Wunder das ich in Österreich erkenne, ist das sich die Bevölkerung diese parasitären Politgangster und Lobbyisten gefallen lässt.

0 0

Re: Re: Was soll diese ekelhafte Propagandalawine,

Dass die Post beimTraffikanten geholt wird, liegt doch an der Privatisierung.
Die Jugendarbeitslosigkeit ist in Österteich im Vergleich sehr gering.
Damit will ich die vielen Probleme nicht schön reden, aber diese Sucht des Verteufelns und Schlecht- Redens ist schon ein bemerkenswert masochistischer Zug!

2 2

Re: Re: Was soll diese ekelhafte Propagandalawine,

all jene die arbeiten wollen finden etwas, auch die Lehrlinge bis auf die Unvermittelbaren und die die nicht arbeiten wollen. aber um die brauchen wir uns nicht zu sorgen, die leben ohnehin vom Staat und das nicht schlecht!

Antworten Antworten Antworten Gast: Hutbürger
30.06.2012 17:27
1 0

all jene die arbeiten wollen finden etwas

stimmt, - man braucht sich bloß auf Schuldeneintreiber umschulen lassen oder was im Security-Bereich machen, und schon läuft's wieder. Man darf halt nicht zimperlich sein (anderen gegenüber).

hä? "Der Weg nach oben begann in der Ära Kreisky. Ausgerechnet."


also wirklich nicht. als treuer leser ihrer kommentare weiß ich, dass sie das nicht ernst meinen können. der kreisky hat die schulden erfunden, hat uns verschuldet, verschuldet, verschuldet, und darüber hinaus milliarden neue schulden angehäuft. und alles auf pump!

unsere kinder, und unsere kindeskinder und unserer kindeskinder kinder werden noch abzahlen müssen was der böse schulden-bruno (copyright "die presse") uns da aufgebürdet hat. 50 generationen minimum wird das dauern!

darüber hinaus hat er das geld zu fenster rausgeworfen für sozialitische zwangsbeglückung wie schulen, spitäler, unis, straßen, so unnützes zeugs halt. braucht ja heute keiner mehr, aber auf den schulden (hab ich die schon erwähnt?) sitzen wir immer noch.

na ja, und so nebenbei hat er weiter alles bürokratisiert und überreguliert, und die wirtschaft durch konsfikatorische hochsteuersätze ruiniert, wo die "leistungsträger" weit mehr als die heute üblichen 50% spitzensteuersatz zahlen mussten. die folgen, kapitalflucht, explodierende arbeitslosigkeit, sind ja bekannt. dieser ö-sozialismus hat uns kaputt gemacht und in die pleite geführt, bis uns schüssel und KHG etwas luft verschafft haben durch markwirtschaftliche reformen, davon zehren wir heut noch.

davor und danach war alles ein einziges desaster, so hab ichs hier schon zig mal gelesen.

dadaran glaub, und davon geh ich nicht ab!


1 0

Re: hä? "Der Weg nach oben begann in der Ära Kreisky. Ausgerechnet."

Wer braucht schon Schulen, Spitäler, Strassen, Ausbunde des Sozialismus...

Re: Re: hä? "Der Weg nach oben begann in der Ära Kreisky. Ausgerechnet."


sie habens erfasst. was nichts kostet ist nichts wert, und wer eine öffentliche schule, oder eine staatliche krankenversicherung braucht, ist ein minderleister,um den man sich nicht viel zu scheren braucht.

leistungsträger wie KHG, graf ali & co. haben genug cash um sich das alles privat am freien markt zu kaufen. und um diese dynamischen entrepreneurs sollte es eigentlich gehen, nicht um die masse der geringverdienenden transferempfänger.

Antworten Gast: 1. Parteiloser
01.07.2012 10:18
0 0

Re: hä? "Der Weg nach oben begann in der Ära Kreisky. Ausgerechnet."

Schauen Sie sich die Staatsschuldenentwicklung nach der jeweiligen Kanzlerschaft einmal genauer an. Sie werden erkennen, dass das Schuldenmachen unter Kreisky zwar schon ungesund hoch war, der Vranitzky den Wahnsinn aber dann doch auf einen neuen Höhepunkt getrieben hat. Auch die Darstellung der besseren Budgetzahlen durch die Kanzlerschaft Schüssels basierten vorwiegend auf Ausgliederungen und Leasingfinanzierungen, notwendige strukturelle Korrekturen sind kaum erfolgt. Das Versagen der früheren Regierung wurde dann aber 2008 erheblich übertroffen und durch den korrupten Inseratenkanzler auf einen neuen Rekord getrieben. Da wird nun auch schon fast 4 Jahre regiert, die strukturellen Disbalancen nur erweitert anstatt reduziert. Sparpakete folgten Sparpakten, Steuererhöhungen folgten Steuererhöhungen, die kalte Progression frisst die Einkommen von Massen. Das Resultat Januar bis Mai 2012 schaut dann so aus:

https://www.bmf.gv.at/budget/akthh/2012/201205hauptueberblicke.htm

Ausgaben:.31.202,6 Mio. Euro (+6,7%!)
Einnahmen:24.170,9 Mio. Euro (-0,3%)

Interessant ist, dass trotz dem vollen Abkassieren der kalten Progression weniger in die Staatskassen fließt. Die Menschen verdienen anscheinend noch weniger als 2011 und konsumieren offensichtlich auch weniger als 2011. Die unkontrollierten (auch in vielen Bereichen unnötigen!) Staatsausgaben haben dann zu folgender Situation geführt:

Defizit:...7.032 Mio. Euro (5 Monate!)

Ohne Länder, Gemeinden, Ausgliederungen!

also waren schüssel/grasser auch sozialisten...


...und davor und danach auch alle? ist ja wahnsin, das REICH DES MARKTES hat also noch nie existiert?!

sind ja faszinierende einsichten!

frag mich nur, warum die menschen nicht gegen den elenden sozialo-kommunismus, mit seinen "unkontrollierten staatsausgaben", der uns seit 10.000 jahren beherrscht und uns speziell in ö so verelendet hat, aufbegehren und sagen: SCHLUSS DAMIT! schluss mit staatlichen eingriffen, wir wollen die freie unverfälschte marktwirtschaft!

wann werden die staatssklaven da draußen endlich klar sehen? wenn sie alle ein presse-abo haben, und sich den schellhorn/hayek-newsletter schon zum frühstück reinziehen? oder ist das utopie?

ps: verwenden sie nie eine straße die auf pump gebaut wird, das kann böse enden! ASFINAG, nein danke!


Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
01.07.2012 11:43
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Re: also waren schüssel/grasser auch sozialisten...

In Österreich existiert tatsächlich nur ein kleiner freier Markt. Dsas wird auch sichtbar, wenn Sie die Parteinkontrolle über die jeweiligen BIP Anteile betrachten.

Österreich hat ja schon 52% des BIP an Staatsausgaben, welche zu 100% von der Staatlichkeit kontrolliert werden.

Dazu kommen noch etwa 20% an den Staatsunternehmen, vor allem Versorger. Natürlich hat die Staatlichkeit (=Parteien, weil Parteienwahlrecht) auch die Kontrolle über die privatisierten Unternehmen behalten. Das ging soweit, dass es auch börsennotierte Unternehmen voll betroffen hat (Flughafen Wien, Telekom).

Nicht zu verachten sind auch die Genossenschaften, etwa 10% des BIP, traditionell Parteihochburgen, weil ja auch die Ö Bankenlandschaft so organisiert ist.

Was noch vom freien Markt übrig bleiben würde, und nicht dem Grundbedarf der Menschen entspricht, wird dann mit einem Fördervolumen von mehr als 15 Mrd. Euro gefügig gemacht.

Es ist eine Planwirtschaft durch die Hintertür, also ein Kommunismus durch die Hintertür.

Dien Effekte sind auch schon bekannt. Mehr als 1 Mio. Menschen offiziell in Armutsgefährdung. Schon 2,7 Mio. steuerpflichtige Menschen (von ca. 6,5 Mio.) müssen mit weniger als 786.- Euro (14/12) pro Monat leben.

Dieser elendige sozialo-kommunismus dient den Parteien nur zum Ausrauben der Österreicher. Die Grausigen buchen ja auch noch Ruhegenüsse bis über 100.000.- Euro unter Soziales und treiben so die Mitmenschen noch mehr in die Armut!

Gaddafi Schicksale?

Re: Re: also waren schüssel/grasser auch sozialisten...


diagnose bei ihnen: schwere überdosis schellhorn!

Wozu diese Aktion "Gute Presse"?

In einer Zeit, in der alles drunter und drüber geht, Politiker ihr Unvermögen zeigen und jede Menge Korruptionsfälle aufgedeckt werden, bemüht sich die PRESSE nur Gutes zu berichten. Nicht dass es nichts Gutes gäbe aber diese Lobhudelei kann für die Zeitung Negatives bewirken. Wer nimmt denn dieses Blatt noch ernst, wenn es sich für angeblich so viel Positives prostituiert, aber den Bürgern die Wut auf die, anscheinend nun doch durchgeknallten Politiker, unter den Nägeln brennt? Hat die PRESSE vom ORF gelernt, der im Mittagsjournal in erster Linie nur jene Stimmen zu Wort kommen ließ, die insbesondere im Fall ESM alles eitel wonne sehen? In Zeiten wie diesen brauchen wir einen kritischen Journalismus, der die Verfehlungen aufzeigt und der sich kein Blatt vor den Mund nimmt. Vor der Politik kuschen sollte längst der Vergangenheit angehören und Lobhudelei sollte nie ein Thema sein, die Politiker könnten das sonst auf ihre Weise missbrauchen.

 
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