Die Neubesetzung der Wiener AMS-Führung lässt weiter die Wogen hochgehen: Die nicht zum Zug gekommene bisherige Stellvertreterin Inge Friehs, die bereits eine Klage angekündigt hatte, behauptete im "Standard" (Wochenend-Ausgabe), sie sei von Widersachern aus dem Ministerium "massiv eingeschüchtert" worden. "Wenn ich mich weiter widersetze, so hieß es, würde mir Böses widerfahren", so Friehs. SP-Sozialminister Rudolf Hundstorfer hatte nach langem Tauziehen Petra Draxl aus seinem Ministerium zur neuen Geschäftsführerin des Wiener AMS bestellt.
"Ich habe der Gemeinde Wien politisch nicht ins Konzept gepasst", meinte Friehs, "und Sozialminister Hundstorfer hat sich zu ihrem Vollstrecker gemacht". Sie habe die Aussprache mit Finanzstadträtin Renate Brauner und Bürgermeister Michael Häupl (beide SPÖ) gesucht, "aber man redet nicht mit mir". Friehs argumentiert damit, dass sie aus dem Auswahlverfahren eigentlich als bestqualifizierte Kandidatin hervorgegangen sei, Hundstorfer sagt, dass in den schriftlichen Unterlagen, die für die Entscheidung geschickt wurden, keine Reihung enthalten war.
(APA)
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