Die Raiffeisen Zentralbank (RZB) und die Erste Bank erfüllen laut Helmut Ettl, Chef der Finanzmarktaufsicht (FMA), die neuen Kapitalvorschriften, berichtete das Ö1-"Mittagsjournal" am Samstag. Europäische Großbanken müssen, um für künftige Krisen besser gerüstet zu sein, ihre Eigenkapitalreserven ab 1. Juli von vier auf neun Prozent aufstocken. "Die österreichischen Banken haben bereits die Hürde übersprungen. Jetzt wird in der Folge natürlich beobachtet, ob diese Vorgaben in der Zukunft auch eingehalten werden", sagte Ettl.
Um die geforderte Eigenkapitalquote zu erreichen, musste die RZB knapp 2,1 Milliarden Euro aufbringen. Man habe die Vorgaben sogar übertroffen, meinte RZB-Generaldirektor Walter Rothensteiner: "Wir wissen noch nicht genau, wie viel wir über diesen neun Prozent sind, aber ein paar Zehntel darüber werden mit Sicherheit herauskommen." Auch die Erste Bank Group hat die Vorgaben der Europäischen Bankaufsichtsbehörde (EBA) erfüllt, bestätigte ein Sprecher. Sie hatte einen Kapitalbedarf von knapp 700 Millionen Euro.
(APA)
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