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Energiesparen: "Zeigen Sie mir Ihre Stromrechnung"

30.06.2012 | 18:07 |  von Matthias auer Und Gerhard Hofer (Die Presse)

Energieeffizienz ist nicht nur was für Öko-Freaks. "Die Presse am Sonntag" besuchte Unternehmen, die mit wenig Aufwand ihre Energiekosten radikal reduziert und viel Geld gespart haben.

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Thomas Eisenhuth geht gerne schwimmen. Abends nach dem Job entspannt er sich im Schönbrunner Bad. Vor einem Jahr lernte er so den Geschäftsführer des Bades kennen. Josef Ebenbichler jammerte über die hohen Energiekosten. Und zufällig hatte er die richtige Klagemauer erwischt. Eisenhuth ist nämlich Energieberater und betreibt eine Agentur für Energiehandel in Wien. Die beiden kamen ins Geschäft.

Juni 2012: Noch immer zieht Eisenhuth regelmäßig im Pool seine Runden. Doch mittlerweile kennt er in dem idyllischen Parkbad jede Ecke. Die erste Frage, die er damals an Ebenbichler stellte: „Zeigen Sie mir doch einmal Ihre Stromrechnung.“ Auf den ersten Blick erkannte er, dass der Stromtarif zu hoch war. Er schrieb mehrere Anbieter an, verhandelte hart. Damit ist zwar noch keine Kilowattstunde eingespart, aber ab dem kommenden Jahr wird der Strom für das Schönbrunner Bad um 20 Prozent billiger sein.

Eisenhuth erkannte auch, dass das Bad einen relativ hohen Blindstromverbrauch hatte. Damit ist – salopp formuliert – Strom gemeint, der ungenutzt verbraucht wird. 3000 Euro kostete die technische Lösung des Problems. In eineinhalb Jahren wird sie sich amortisiert haben. Die Industrieschaltuhr für die Umwälzpumpe gab es für wenige hundert Euro. Sie schaltet eine von drei Pumpen nach Betriebsschluss ab. In der Nacht genügen zwei Pumpen, um weiterhin eine Top-Wasserqualität zu gewährleisten.

„Meine Stromkosten sind um 13 Prozent gesunken“, erzählt Ebenbichler und ist froh über seine Initiative. Mittlerweile. Denn der Schritt sei nicht einfach gewesen. „Ich habe schon vor vier Jahren daran gedacht, einen externen Berater zu engagieren“, gesteht er. Aber es sei eben nicht leicht, einem wildfremden Menschen Einblick in Geschäftsunterlagen, Verträge und innerbetriebliche Abläufe zu gewähren. Beim zweiten Mal sprang Ebenbichler, der im Hauptberuf Vizerektor der Veterinärmedizinischen Universität ist, über den eigenen Schatten.

Er hat sich daran gewöhnt, dass Eisenhuth unermüdlich nach Energiefressern sucht und regelmäßig fündig wird. Er nahm sogar die Sonnenkollektoren auf dem Dach ins Visier. Alle dachten, dass sie dazu dienen, das Duschwasser aufzuwärmen. Tatsächlich funktionierten sie nicht. Das Wasser wurde die ganze Zeit mit Strom geheizt. Kleine Reparatur. Die Kollektoren sind nicht mehr nur optische Zierde.

„Es gibt nichts, womit man so schnell so viel Geld verdienen kann, wie mit Energie“, sagt Eisenhuth. Im Schnitt könne ein Mittelbetrieb in Österreich seine Energiekosten um 30 Prozent reduzieren, meint er. Auch das Schönbrunner Bad werde diesen Wert im kommenden Jahr erzielen, ist er überzeugt. Bevor man viel Steuergeld in Ökostrom stecke, sollte man mit dem Stromsparen beginnen, sagt der Mann, der sein Geld vor allem mit dem Handel mit Ökostrom verdient.

Dank der Kostenersparnis hat Josef Ebenbichler nicht nur mehr Geld für Investitionen, er wird vorerst auch ohne Preiserhöhung auskommen. Sohn Marco managt den Tagesbetrieb und manchmal erspäht er Thomas Eisenhuth auf dessen Suche nach unnützen Stromfressern.

Bleibt die Frage: Was kostet der Energieberater? „Das ist das Fairste am ganzen Deal“, sagt Ebenbichler. Denn neben einer geringen Aufwandsentschädigung besteht das Honorar aus 30 Prozent der Kostenersparnis im ersten Jahr. „Je mehr ich für meinen Kunden einspare, desto mehr verdiene ich selbst dabei“, sagt Eisenhuth.


Wenn Licht sinnlos brennt. Wenn man Roland Kuras zuhört, bekommt man das Gefühl, dass all das Gerede von der Wirtschaftskrise für die meisten Unternehmen nicht gelten kann. „Energiesparen steckt in Österreich noch in den Kinderschuhen“, sagt der Chef von Power Solution. Das Unternehmen übernimmt für Unternehmen das Energiemanagement. Zu den Kunden zählen Konzerne wie die Telekom Austria, große Hotelbetreiber wie Accor oder der Wiener Flughafen. „Fünf bis zehn Prozent der Energiekosten kann man ohne Aufwand einsparen“, meint er. „Es muss nicht das ganze Bürogebäude um sechs Uhr früh hell erleuchtet sein, nur weil die Putzfrau mit dem Aufräumen beginnt.“ Ein paar Bewegungsmelder würden reichen. Auch in Tiefgaragen, die größtenteils in Wien 24 Stunden lang beleuchtet werden.

Großes Potenzial sieht der Energieexperte im Handel, Gewerbe und in der Hotellerie. „Alleine das Licht kann in einem Hotel 20 Prozent des Stromverbrauchs ausmachen“, sagt er. Viele Manager achten auf die Klimaanlage, weil hier große Aggregate im Spiel sind. „Aber die vielen kleinen Lämpchen, die 24 Stunden lang, 365 Tage im Jahr brennen, die werden übersehen.“

Nicht mehr im Hotel Novotel Wien City, einem Vier-Sterne-Haus am Wiener Donaukanal. „Wir stellen die komplette Fassadenbeleuchtung von herkömmlichen Lampen auf LED um“, erzählt Hoteldirektorin Linda Pokorny. „Oft sind es die simpelsten Änderungen, die am meisten bringen“. Mit dem Umstieg auf LED profitiert das Unternehmen nicht nur vom geringeren Stromverbrauch, sondern auch von der längeren Lebensdauer der neuen Lampen. Früher seien die Leuchten ab dem vierten Jahr sukzessive kaputt gegangen. „Dann musste jedes Mal der Gabelstapler anrücken. Das kostet.“

Der Anstoß für das Energiesparen kam vom Mutterkonzern Accor. Mittlerweile hat die grüne Welle auch die Gäste erfasst. Jedes Handtuch, das nicht gewechselt werden muss, spart Energie. Um die Hälfte der Einsparungen pflanzt das Hotel Bäume. Das Programm kommt gut an. So gut, dass sich besonders umweltbewusste Gäste vereinzelt schon beschwert haben, wenn das Zimmermädchen ihr Handtuch doch getauscht hat, erzählt Pokorny. Bei den Effizienzprojekten gehe es aber um weit mehr als nur um ein grünes Image. „In Summe fangen wir so jedes Jahr die steigenden Energiekosten ab.“

Ihr großes Glück: Das Hotel ist neu gebaut, teure Sanierungen waren also nicht nötig. Das Aufrüsten alter Gebäude geht hingegen oft ins Geld – vor allem am Anfang. Hier kommen wir zum „größten Problem bei der Energieeffizienz“, sagt Willibald Kaltenbrunner, Umwelt- und Nachhaltigkeitsberater bei „denkstatt“. In vielen Unternehmen müssen sich Projekte innerhalb von zwei Jahren rechnen. Investitionen in Energieeffizienz verlangen aber einen weiteren Horizont.

Schokolade ohne Umweltsünde. Auch Hannes Huszar kennt das Problem. Oder besser: er kannte es. Sein Arbeitgeber, der Süßwarenkonzern Mars, hat zwar schon früh das Ziel ausgegeben, bis 2040 keinen ökologischen Fußabdruck mehr zu hinterlassen. Mit den internen Vorgaben für Rentabilität stand das aber oft in Widerspruch. Bis vor fünf Jahren. Da läutete die Eigentümerfamilie Mars die Kehrtwende ein: „Heute müssen sich Energieprojekte nicht mehr so schnell rechnen“, sagt Huszar. Er ist der technische Leiter der Mars-Fabrik in Breitenbrunn am Neusiedler See. 10.000 Tonnen Schokowaffeln produziert das Unternehmen hier jedes Jahr. Im Vorjahr leistete sich das Unternehmen einen „Energietachometer“ um 289.000 Euro. Über das Monitoringsystem weiß Huszar nun in jeder Sekunde, wo in der Fabrik die meiste Energie verbraucht wird. Der größte Stromfresser hat auch den langjährigen Fabriksleiter überrascht: die Ventilatoren der Klimaanlage. Die Lösung war vergleichsweise simpel. Statt mit voller Kraft drehen sich die Rotoren nur noch so schnell wie notwendig.

Allein seit 2009 investierte Mars am Standort 3,5 Millionen Euro in Energieprojekte. Im Mittelpunkt steht das Thema Wärme und Kälte. Denn Schokolade muss warm sein, um sich zu Naschereien formen zu lassen, aber kalt, wenn sie in die Verpackung kommt. Statt dafür jedes Mal Strom zu verbrauchen, nutzt Mars nun die Abwärme aus dem Kühlprozess. „Genauso wie beim Kühlschrank hinten heiße Luft raus kommt, ist es auch hier in der Fabrik. Nur in anderen Maßstäben. Die Wärme nutzen wir jetzt“, erzählt Huszar. Auch er vertraut auf externe Energieberater. Jede Woche kommt ein Mitarbeiter vom Europäischen Zentrum für erneuerbare Energien in Güssing für einen halben Tag in die Fabrik. „Wer den ganzen Tag Schokolade produziert, achtet in erster Linie darauf, gute Schokolade zu produzieren. Da ist es gut, wenn jemand kommt, der auf ganz andere Dinge schaut“, sagt Huszar.

Gerne erzählt er das Beispiel von der stillstehenden Produktionslinie, bei der vergessen wurde, das Licht abzudrehen. „Dann brennen 250 Lampen umsonst. In einem Jahr kostet das 15.000 Euro“, mahnt er. Warum er da noch keine technische Lösung gefunden hat? „Wenn ich überall Bewegungsmelder installiere, nehme ich den Kollegen das Denken ab“, scherzt Huszar. Energieeffizienz beginnt nämlich im Kopf.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.07.2012)

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15 Kommentare
Gast: DER WALTER
02.07.2012 09:58
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KONTAKTDATEN

Wer weiss die aktuellen Kontaktdaten von Herrn Eisenhuth?

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Wenn Licht sinnlos brennt.

in sehr vielen Gemeindebauten seit vielen Jahren sichtbar (bsw brennt das Stiegenhauslicht in der Stiege gegenüber täglich ~90 Minuten länger nach 21 Uhr), gibt es immer noch die alten Glühbirnen welche regelmässig getauscht werden müssen .... all das dafür, dass dem ebenso Wien gehörenden Konzern "Wienstrom" weiterhin beste Umsätze garantiert werden .... !

Dagegen war ich vorigen Herbst selbst dabei als in einer Genossenschaftsanlage (13 Stiegen) sämtliche Stiegenhaus- wie Aussenbeleuchtungen gegen LEDlampen ausgetauscht wurden, wovon die Mieter nun wenigstens profitieren !!!

Werbung für diese Lampen, wird ausser in D. nirgendwo gemacht, weil .... siehe oben !

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Re: Wenn Licht sinnlos brennt.

weil es auch keine heute billigst erwerbbaren Lichschaltsensore (Photozellen) in den genannten Bauten flächendecken gibt und immer noch mit uralten Zeitschaltuhren auch wenns noch so hell ist die Hofbeleuchtung geschalten werden, gibt es auch unter anderem weiterhin, Betriebskostennachzahlungen ohne Ende !

Jeder Kirchturm und jedes Regierungsgebäude werden auch weiterhin die ganze Nacht hindurch mit Hochleistungsstrahlern beleuchtet ..... aber wen störts, zahlen ja eh alles die Bürger ?!

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„Meine Stromkosten sind um 13 Prozent gesunken“

meine auch und sogar einiges mehr, trotzdem wird wegen des Ökostromgesetz Energie weiterhin teurer werden, damit einige dieser Berater weiterhin bestens verdienen können !?

Energie ist eben neben Steuern ein sehr einträglicher Wirtschaftszeig, in dem ja auch deshalb sämtliche (westlichen) Staaten tief drinn stecken und eine Privatisierung weiterhin nicht zulassen werden.

Dafür wurde halt das Datenrooming billiger ?

Ein öffentliches Sommerbad ist das scjlechteste Beispiel, das man sich denken kann!

Ein solches Bad kann sowieso niemals gewinnbringend geführt werden, es gibt auch keine Konkurrenz, und der Geschäftsführer ist sicher kein Techniker.
Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit, noch Energiesparpotenziale zu finden, dort besonders groß.

Daraus Schlüsse für Gewerbe und Industrie zu ziehen, ist völlig verfehlt. Unternehmen, die der Konkurrenz ausgesetzt sind, können schon immer nur dann überleben, wenn sie jede, auch die kleinste Möglichkeit nützen, um Kosten zu sparen. Produktionsbetriebe haben auch das nötige Know How, um jede Einsparungsmöglichkeit zu nützen.

Von einem "Energieberater", der keine Ahnung von den Bedürfnissen der Produktion hat, ist dort gar nichts zu erwarten.

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Re: Ein öffentliches Sommerbad ist das scjlechteste Beispiel, das man sich denken kann!

stimmt, aber egal, denn es gibt auch im Energiebereich KEINE wirkliche Konkurenz, da die weiterhin erfolgreich von den Grossunternehmen (welche proforma einige Tochtergesellschaften am leufen haben) verhindert werden dürfen !

Solche Energieberater erinnernm einem wohl nicht zu Unrecht an so etliche Finanzberater, welche ja auch immer für deren Kunden agierten ?!


Wenn der Strom

durch die GRÜNE deutsche Energie-Wende

um 25% teurer wird,

können da einige % Energie-Einsparung auch nicht viel helfen!

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Re: Wenn der Strom

Nur wegen der Enegiewende muss Strom nicht teurer werden.
Das wird von den Stromkonzernen nur als Argument benutzt um die Leute noch mal zusätzlich abzuzocken.
der nächste Teuerungsschub kommt dann wenn es ans Abwracken der AKW's geht.
Es ist wie bei den Benzinfirmen, es ist einfach kein Argument und keine Ausrede zu blöd um nicht für Preiserhöhungen herhalten zu müssen.

Auch unser oberster Energiewächter bläst doch in das gleiche Horn.
Aber Österreich hat tatsächlich Stomüberschuß

Österreich hat tatsächlich KEINEN Strommangel sondern einen Überschuß.
Sogar die sogenannte gesicherte Leistung übertrifft unseren Verbrauch.

Jeder der logischen Denkens mächtig ist wird sich an den heurigen Winter erinnern.
Niedrigwasser in Europa. Sogar die Franzosen mußten bei den AKW's die Leistung mangels Kühlwasser drosseln. Also wurde in Deutschland zugekauft. Die haben aber 8 Alt AKW's abgestellt. Also hatten sie auch zuwenig. Die Deuschen deckten sich wiederum in Österreich ein. Wir sind auch bei Niedrigwasser mit den alleletzten Reserven gefahren und konnten trotzdem Strom exportieren.
Solche Meldungen halten sich allerdings nicht sehr lange in der Öffentlichkeit weil sie ja das Bild was die Energiewirtschaft zeichnen möchte massiv stört.

Eins ist richtig. Verkauft man teuren Spitzenstrom und importiert dafür "billigen" Atomstrom dann bekommt die Aussage von Boltz Gültigkeit nach der man Stromimporteur sei.

Antworten Antworten Gast: Ökonomist
02.07.2012 07:05
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Re: Re: Wenn der Strom...

Meines Wissens nach hat Österreich - bis auf das nie in Betrieb gegangene Zwentendorf - kein einziges AKW, das abgewrackt werden muss. Ergodessen gäbe es also auch keinen Grund, warum der Strom deshalb in Ö dadurch teurer werden müßte. Es ist aber vielmehr so, dass auch die (noch immer mehrheitlich im öffentlichen Bestitz befindlichen) österreichischen Stromgesellschaften, selbstverständlich sofort den Strompreis mit erhöhen, wenn dies in Deutschland passiert - auch wenn dieser in längst schon abgeschriebenen Großwasserkraftwerken erzeugt wird. Hier greift die österr. Politik aber nicht ein - und kassiert über die Eigentumsverhältnisse stillschweidegend mit.....

energiesparen auf haushaltsebene

mit belustigung erinnere ich mich an all die entsetzten kommentare, als es in einem artikel hier um die umstellung auf digitale stromzähler ging.
abzocke, spionage und ähnlich lauteten die 'argumente'.

seien wir froh, dass diese poster in den im artikel erwähnten unternehmen nichts zu sagen haben, sonst könnten diese beispiele für geringeren energieverbrauch nie und nimmer zustandekommen.
und hoffen wir, dass die zahl der suderer und ewiggestrigen nicht zu groß geschätzt wird, sodass sie auch in anderen bereichen nichts verhindern können!

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Re: energiesparen auf haushaltsebene

wirds leider nie geben, da wie bereits erwähnt die grossen (samt deren angeblich billigere Tochterfirmen) Anbieter alle in staatlicher Hand sind, und dort weiterhin viel Geld ins Budget fliessen wird müssen, allein schon um die Esm-Kosten finanzieren zu können.... !

Logischerweise gewinnt ein Staat mit hoher Steuern in jedem Bereich anhand ebenso hoher Preise, ja immer am besten !

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Re: energiesparen auf haushaltsebene

Bei der Kritik an Smartmetern geht es um private Haushalte. Großverbraucher haben schon seit Jahrzenten digitale und fernablesbare Zähler im Einsatz. Bei den im Artikel erwähnten Unternehmen gab es

1. Nachlässigkeit des EVUs, denn es hätte eine Blindstromkompensationsanlage schon vor Anschluss an das Netz vorschreiben müssen.

2. Grobe Fehler in der Planung - warum wurden solche Selbstverständlichkeiten wie die Nutzung der Abwärme bei der Kühlung nicht schon früher genutzt? Wie kann es sein, dass die Solarthermie nur ein potemkinsches Dorf war? Die Antwort: Weil das was Ingenieure sagen, nie etwas zählt - man macht sich mit Empfehlungen und guten Lösungen nur unbeliebt. Jahre später stellt sich heraus, dass es besser gewesen wäre... aber dann kann sich das Management wieder mit einer "Idee" profilieren, die ohnehin schon lange Zeit vorher empfohlen wurde.

In wie fern Smartmeter für Privathaushalte und der ganze Öko-Humbug irgendwelche Probleme lösen sollen, ist mir schleierhaft, ich kenne niemanden in der Praxis der den Ideen der Öko-Esoteriker etwas abgewinnen kann - weil einfach an den Grundsätzen der Elektrotechnik nebulos vorbei argumentiert wird. Und die Naturgesetze werden sich nicht ändern, auch wenn die Grünen noch so laut schreien.

Gast: Altemanze
01.07.2012 05:57
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kennen wir...

Mein Mann ist (mit meiner Hilfe) hier als inzw. eigene kl. Firma seit 14 Jahren tätig. Bei Insidern gilt er als hochkompetent.

Ein großes Problem ist das *mangelnde* Problembewusstsein vieler Firmenführungen!
Hier wirkt oft auch die Abwehr gegen * diese grünen Besserwisser* mit...
Vor paar Monaten hatten wir die Möglichkeit, bei einem tlw. geförderten Großprojekt mitzumachen.Mehrere GROSSE Firma sollten Energiekonzeptionsberatung in Anspruch nehmen, die dann als `Leuchtturmprojekte`samt medialer Vorstellung zusätzlich ein hohes Werbepotential darstellen. Pro Berater 1 Firma, diese selbst zu finden.

Wir kennen einen Sohn der Besitzerfamilie einer extrem viel Energie verbrauchenden Großfirma.. Redeten mit ihm als Erstem. Dieser informierte den Papa & Geschäftsführung ...was war? Der Sohn war dafür. Also gingen wir davon aus, das wird was. Wir fingen an, grobe Vorkonzepte zu entwickeln, um den Firmenbetreibern gleich einen realistischen Überblick über die Einsparungsmöglichkeiten geben zu können. Dann wurden wir immer wieder hingehalten, solange, bis die Zeit für uns, andere (Groß)Interessenten zu finden, zu knapp geworden war.
Dann die kühle Absage, es hieß, vom Geschäftsführer. Dieser wollte sich schlicht nicht ZUVIEL ZUSÄTZLICHE *UNNÖTIGE* ARBEIT aufhalsen (lassen)

Kein Einzelfall...sogar trotz tlw. höchster Förderungen ( 90%) gibt es Probleme, ranzukommen, auch bei Firmen, die jeden Groschen umdrehen müssen...

Es ist 1e Vertrauenssache. * Einblick in Firmendaten*...!!

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Re: kennen wir...

Ähnliches kann ich auch berichten, mit dem Unterschied dass es dann eine politisch genehme Firma zugeschoben bekommt.

Re: kennen wir...

mit großer wahrscheinlichkeit wird dieser geschäftsführer eines tages ökonomierat und von allen leuten ob seiner großen wirtschaftlichen kompetenz gelobt werden. das gröpte lob allerdings kommt von ihm selber - natürlich. denn genau so ist er, der 'erfolgreiche' österreicher: grad nich blöd genug, um zu scheitern.

Hobbyökonom