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Die AUA fliegt nun als Tyrolean

01.07.2012 | 18:08 |   (Die Presse)

Der Flugbetrieb der Austrian Airlines ist seit Sonntag in die eigene Tochter Tyrolean eingegliedert. Der Betriebsrat kämpft weiterhin gegen diesen Betriebsübergang.

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Positives Symbol für den Betriebsübergang bei der AUA war am Sonntag ein Baum vor der AUA-Zentrale am Flughafen Wien. Auf diesen hängten die Mitarbeiter ihre bisher blauen Halstücher und roten Krawatten (AUA) sowie ihre grünen Halstücher und grünen Krawatten (Tyrolean). Künftig werden alle Mitarbeiter der heimischen Fluglinie einheitlich rot-silberne Tücher und Krawatten tragen. Dadurch soll auch die bisher offen sichtbare Unterscheidbarkeit beendet werden.

Denn seit Sonntag ist nun in Kraft, was die AUA-Führung während der zähen und schlussendlich gescheiterten Verhandlungen mit dem Betriebsrat während des Frühjahrs als „Plan B“ angekündigt hatte. Der Flugbetrieb der AUA ist nun Teil der Tochter Tyrolean. Bei der AUA selbst ist nun nur mehr die Verwaltung und die Technik beheimatet.

Wie mehrfach berichtet, mussten die Mitarbeiter diesem Übergang zustimmen, ansonsten galten sie als gekündigt. 110 Piloten und 214 Flugbegleiter verließen daraufhin das Unternehmen – zum Teil mit Abfertigungen von bis zu 500.000 Euro.

Das befürchtete Chaos im Flugbetrieb blieb aber dennoch aus, da sich die AUA schon im Vorfeld Hilfe von ihrer Mutter Lufthansa und anderen Fluglinien organisiert hatte. So wurden fünf Flugzeuge von Lufthansa, Augsburg Airways, Contact Air und Welcome Air samt Personal angemietet, um auch im Sommer alle Flüge bedienen zu können. Zudem werden auch 30 der gekündigten Piloten als Freelancer bis November weiterhin eingesetzt.

 

Betriebsrat blitzt vor Gericht ab

Der Betriebsrat der AUA will den Betriebsübergang dennoch weiterhin zu Fall bringen und hat daher mehrere Klagen eingebracht. „Im schlimmsten Fall für das Unternehmen müsste er komplett zurückgenommen werden“, so AUA-Bordbetriebsratschef Karl Minhard zur „Presse“. Am Wochenende war er jedoch mit einem ersten Antrag bei Gericht abgeblitzt. So wollte der Betriebsrat durch eine einstweilige Verfügung sichergestellt haben, dass er auch nach dem Betriebsübergang für das AUA-Personal zuständig ist. Laut AUA-Führung ist ab sofort nämlich nur mehr der Tyrolean-Betriebsrat zuständig. Dies bedeute auch, dass es keine temporären Freistellungen für Betriebsratstermine und Diensthandys gibt.

Minhard will daher am Mittwoch in einer Sitzung aus beiden Betriebsräten die Funktionen innerhalb des Betriebsrats neu verteilen lassen. Ob der Tyrolean-Betriebsrat dabei mitmacht, sei noch nicht klar, sagt deren Sprecherin Alexandra Patzal: „Zuerst müsste es genau abgesprochene Regeln für die Zukunft geben.“ Die ehemaligen Tiroler sind nämlich nummerisch sowohl beim Betriebsrat als auch bei der Belegschaft dem AUA-Personal unterlegen und befürchten, überstimmt zu werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.07.2012)

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38 Kommentare
 
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Verzockt

Tja, Herr Minhard.

Weg ist es, das Diensthandy.

Weg ist sie, die Freistellung nach Lust und Laune.

Und: weg ist sie, die Unkündbarkeit.

Und, nicht zu vergessen: weg ist sie, die fette AUA-Abfertigung.

Ich würde sagen: you do the math.

Re: Verzockt

Dafür kriegt er aber eine neue Krawatte.

Antworten Antworten Gast: Vielflieger sen.
02.07.2012 11:17
2 2

Re: Re: Verzockt

ob er die überhaupt wert ist,da er ja jetzt nicht mehr unkündbar ist,auf was warten!

Re: Re: Re: Verzockt

Im Moment sieht es eher so aus als würde das Management endlich mal eine auf die Nase bekommen!

Gast: Santa
02.07.2012 09:55
3 1

Wichtig sind schwarze Zahlen und nicht die Wahl von Betriebsräten


Gast: Kopf durch die Wand
02.07.2012 09:48
4 2

Typisch

Manch sind somachtgeil, dass sie nicht einmal aufgeben können wenn sie eindeutig verloren haben und den Leuten denen sie helfen sollten durch ihre Sturheit höchstens noch Schaden zufügen können!

Gast: gast 443778
02.07.2012 09:24
8 0

Krawattenfarbe

ENDLICH!!
Die Probleme der AUA sind gelöst.
ALLE Piloten tragen nun einheitliche Krawatten!!

Antworten Gast: Vielflieger sen.
02.07.2012 10:14
4 0

Re: Krawattenfarbe

ja die hängen am Baum der Gerechtigkeit ; ))))die einheitlichen Uniformen hätten schon zu Zeit des Übergang von Lauda kommen sollen.

Betriebsrat

es kann nicht sein dass der Tyrolean Betriebsrat über das dazugekommene AUA Personal bestimmt.
Eine Neuwahl wird den Tirolern schon zeigen wer in Zukunft hier das sagen hat !!

Re: Betriebsrat

Genau diese Arroganz hat die AUA an den Rand des Konkurses geführt.

Wir Steuerzahler haben jahrelang Ihr überzogenes Gehalt bezahlt, und mit 500 Millionen Mitgift für die Übernahme durch die Lufthansa dafür gesorgt, dass Sie heute überhaupt noch einen Job haben.

Also verschonen Sie uns bitte mit Ihren Überlegenheitsfantasien. Vielmehr wäre eine gesunde Portion Demut angesagt.

Wir Steuerzahler

SIE sind DIE Steuerzahler?
Die Steuerzahler haben unsere Gehälter bezahlt? Ich wußte nicht das wir Beamte sind!
Reden sie immer soviel Blech?
Oder darf ich sie im Umkehrschluß für die absolut katastrophale Fehlentscheidung der Anbindung an LH verantwortlich machen?
Schuld an der Krise ist immer noch die Arroganz und Unfähigkeit des AUA Management!
Jan Albrecht, oder der "Mann" der glaubt "Recht ist was ich sage!"

Antworten Gast: Vielflieger sen.
02.07.2012 09:26
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Re: Betriebsrat

am besten für alle wäre ein Ende mit diesem Theater alle Flugzeuge verkaufen und nur mehr eine Lufthansa!In Österreich geht es nicht anderers da keiner dem anderen traut oder was vergönnt! Machts dicht den Laden!werter Airbus 320 dann braucht keiner dem anderen zeigen wos langgeht,und außerdem zeigt auch das die Lufthansa!DENN NUR DIE HAT DAS SAGEN! KAPIERT!!!!sich bin ich nicht ; )

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Interessante Demokratieauslegung

Der Tyroleanbetriebsrat weiss nicht ob er bei einer Neuaufstellung des Betriebsrats mitmacht, da die Tyroleanbelegschaft nummerisch kleiner ist und damit zu befürchten wäre, dass er in den Gremien überstimmt werden würde. Haaaallooooo!!! Aufwachen! 1. leben wir in einer Demokratie! Arbeitnehmervertreter werden demokratisch gewählt. 2. Hat das Personal des ehemaligen Auaflugbetriebes wohl ein anrecht auch von jemand vertreten zu werden, dem sie ihr Vertrauen aussprechen. 3. Tyrolean hat NICHT die Aua übernommen oder gekauft, sonder die LUFTHANSA! Die Lufthansa diktiert! Die Tyrolean hat lediglich als Mittel zum Aushebeln des Aua KVs und dessen Pensionssystems gedient. 4. Wäre gerade der Tyroleanbetriebsrat gut beraten konstruktiv zu verhandeln, damit es bald einen funktionierenden Betriebsrat gibt, denn die Welcomeair, die gerade seitens des "Aua operated by Tyrolean Managements" aufgebaut wird ist keine Gefahr fürs ehemalige Austrianpersonal, sondern fürs Tyroleanpersonal!

Antworten Gast: Vielflieger sen.
02.07.2012 06:48
7 5

Re: Interessante Demokratieauslegung

werter Adi,entweder sind sie so ein Betonschädl von der Aua oder sie haben verschlafen um was es hier geht.UM Macht und nix Anderes mehr! Dem Minhard soll noch VERTRAUEN ENTGEGENGEBRACHT WERDEN ::LÄCHLE::::UND TRÄUME WEITER! Und die Tyrolian hat es sich sicher nicht gewünscht diese marode Aua aufzunehmen,noch dazu mit diesen arroganten Kollegen,die sind arm drann mit diesen Leuten!

Antworten Antworten Gast: br
02.07.2012 09:52
3 4

Re: Re: Interessante Demokratieauslegung

Naja, eigentlich wurde die marode Tyrolean anno dazumal von der AUA übernommen. Swarovsky hat damals sicherlich nicht gerade die cashcow seiner Unternehmen verkauft.

Antworten Antworten Antworten Gast: Vielflieger sen.
02.07.2012 11:14
4 1

Re: Re: Re: Interessante Demokratieauslegung

@br da können sie sehen wie schnell sich das Blatt gewendet hat,mit vernünftigen Löhnen und korrekten Mitarbeitern konnte sich das zu einem gesunden Betrieb entwickeln.

@br da können sie sehen wie schnell sich das Blatt gewendet

Bei VO wurde expandiert, Kostenrechnung und Co sind variabel, was denken sie wie da gearbeitet wurde?

4 2

Re: Re: Interessante Demokratieauslegung

Na dann bin ich ja beruhigt, dass die marode Aua jetzt von der liquiden und mit einer fetten Kriegskassa ausgestatteten Tyrolean übernommen wurde. Wachen sie bitte endlich auf. Irgendwo kommt es mir vor, dass dieser Zufall der Tyroleanexistenz, den sich der Lufthansakonzern zu nutze gemacht hat, um einen KV auszuhebeln bei einigen Tirolern plötzlich Imperiale Gelüste weckt. Ich vertrete hier keinen Minhard, aber das ehemalige Aua-Lauda Personal hat Anspruch auf eine Belegschaftsvertretung die auch von ihr gewählt wurde.

Antworten Gast: Tero4
01.07.2012 23:36
9 4

Es gibt einen gewählten Tyrolean-BR

und der AUA-BR existiert nicht mehr. Und bis zur nächsten Wahl reicht auch jener der Tyrolean.

Antworten Gast: Günsspitze
01.07.2012 23:35
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Warum habe ich bloss das Gefühl,

dass die Arbeitsgerichte demnächst sehr viele "Mobbing"fälle in die Einlaufstelle kriegen. Von arroganten AUA-Mitarbeitern, denen nun gezeigt werden wird, was sie wirklich sind ....

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Re: Warum habe ich bloss das Gefühl,

Wenn alle Dash 8 zur Welcomeair wandern und der Katzenjammer bei euch gross sein wird, werden glaube ich alle ehemaligen Aua-Laudakollegen natürlich mit dem von EUCH gewählten Betriebsrat Schulter an Schulter marschieren. Wirtschaftlich gesehen würde ich als Vorstand einen Flieger nach dem anderen zur Welcomeair verschieben, weil die eben wesentlich günstiger den Regionalflugbetrieb abwickeln.

Antworten Antworten Antworten Gast: Vielflieger sen.
02.07.2012 10:11
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Re: Re: Warum habe ich bloss das Gefühl,

das kann ich mir vorstellen das ihnen werter Adi das gefallen würde Aug um AUg Zahn um Zahn!Jetzt den Tirolern an den Kragen,ja die waren es die euch in die schwarzen Zahlen fliegen haben lassen,die waren es warum ihr heute so dasteht,die waren es......PFUI ehrlich gesagt zum erbrechen dieses Verhalten von der AUA!Mir kommt schon Zorn hoch wenn ich nur an Bord gehe und diese arroganten Gesichter von einigen sehe!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: AUAFan
03.07.2012 09:59
0 0

Re: Re: Re: Warum habe ich bloss das Gefühl,

Wenn Sie sich an Bord einer AUA-Maschine so unwohl fühlen, fliegen´s bitte mit einer anderen Airline

Re: Re: Re: Warum habe ich bloss das Gefühl,

das wird's nicht spielen. spätestens dann wenn weitere Flieger stehenbleiben und die Mutter Lufthansa keinen Ersatz schicken kann wie derzeit einen Langsteckenflieger, dann wird man sicher wieder weiterverhandelt.

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Re: Interessante Demokratieauslegung

Ja, sowas ungerechtes, die Mehrheit hat die Mehrheit bei den Stimmen. Da das nun schon abgeschlossen ist, müssten die logisch den Betriebsrat neu wählen. DAs ist ja jetzt eine ganz andere Firma.

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Die Leute vom Bertriebsrat

Die Leute vom Betriebsrat sollen arbeiten und nicht vom Nichtstun leben.

Nur wer viel arbeitet kommt weiter und wird es zu was bringen.

Nur Nichtstun, und an den Anderen herumnörgeln, das funktioeniert einfach nicht und kann nicht gut gehen.


 
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Hobbyökonom