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Birnbacher: Sechs Millionen für drei Wochen Arbeit

05.07.2012 | 18:09 |   (Die Presse)

Der Villacher Steuerberater Birnbacher gab vor Gericht zu, dass er für das Hypo-Gutachten nur dreieinhalb Wochen brauchte. Dafür erhielt er sechs Mio. Euro.

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Klagenfurt/Apa/Höll. „Ich verfluche den Tag, an dem ich dieses Angebot angenommen habe, weil es meinen Lebensabend völlig durcheinandergewirbelt hat“, sagte der Villacher Steuerberater und Wirtschaftstreuhänder Dietrich Birnbacher am Donnerstag vor dem Klagenfurter Landesgericht im Untreueprozess. Seit vier Jahren werde er nun schon von der Staatsanwaltschaft verfolgt, so der 71-Jährige. Birnbacher gab jedoch auch zu, dass er für das Gutachten über den Verkauf der Hypo Alpe Adria an die BayernLB im Jahr 2007 nur dreieinhalb Wochen arbeitete.

Die Expertise umfasst nur wenige Seiten und enthält peinliche Fehler. So wurden Namen falsch geschrieben. Dafür hätte er zunächst zwölf Mio. Euro kassieren sollen. Nach einem öffentlichen Aufschrei wurde das Honorar auf sechs Mio. reduziert. „Birni, wir können dir nicht zwölf Mio. Euro zahlen. Bist du auch mit sechs Mio. Euro zufrieden?“, fragte ihn der damalige Landeshauptmann Jörg Haider. Birnbacher stimmte dem „Patriotenrabatt“ zu.

 

Birnbacher verteidigt Honorar

„Wie würden Sie rückblickend Ihren Stundenaufwand einschätzen“, fragte der Richter. „Ich hab's nie ausgerechnet. Aber bei einer Wirtschaftsprüfung wird nicht nach Stunden abgerechnet, es werden fixe Honorare ausgehandelt“, erklärte der Steuerberater. Später meinte er, er wäre auf rund 2,5 Mio. Euro gekommen, wäre er nach Stunden honoriert worden.

Der Richter hielt ihm das Gesetz für Wirtschaftsprüfer vor. Dieses schließt Provisionen aus. Dagegen habe er nicht verstoßen, konterte Birnbacher. Denn er habe keine Provision, sondern lediglich ein „Erfolgshonorar“ erhalten. Er, so Birnbacher, hätte auch ein unangemessen hohes Honorar nicht hinterfragt. „Macht es für Sie einen Unterschied, ob es sich dabei um eine Privatperson oder einen Machthaber handelt, der fremdes Vermögen verwaltet?“, fragte der Richter. „Das macht keinen Unterschied“, so der Angeklagte.

Der Richter wies Birnbacher ausdrücklich darauf hin, dass ein Geständnis ein Milderungsgrund wäre. Doch das lehnte der Angeklagte ab. Stolz erklärte er, dass durch sein Mitwirken mehr als 800 Mio. Euro in die Landeskassa geflossen seien – so viel zahlte die Bayerische Landesbank für den Hypo-Anteil des Landes Kärnten. Der Prozess wird nächsten Mittwoch fortgesetzt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.07.2012)

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46 Kommentare
 
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Gast: Jetzt wird mir es klar
12.07.2012 19:04
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Strache überleg einmal!

Strache schimpft doch immer so, dass wir die Griechen finanzieren (stimmt nicht bden Österreich und Luxenburg kassieren derzeit Zinsgeld!), was hat Rstösterreich getan?
1,5 Mrd der HYPO gegeben!!
Nach dem Motto anständig und ordentlich haben wir für die gezahlt!

Mir wird langsam klar was die Sloganworte ANSTÄNDIG, ORDENTLICH, UNSER GELD FÜR UNSERE LEUT ... bedeutet!

Haben ihre Parteifreunde aus Kärnten keinen Genierer?

Wann wird Strache aufräumen?

Es gibt keinen Menschen, dessen Leistung...

...für 3 Wochen Arbeit - welcher Art auch immer die sein mag - 6 Mio. Euro wert ist. Er sollte dem Rat des Richters folgen und ein reumütiges Geständnis ablegen sowie die Summe, die er zuviel erhalten hat zurückzahlen. Ansonsten tät´ ihm ein Lebensabend im Gefängnis gut anstehen.

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Re: Es gibt keinen Menschen, dessen Leistung...

ebenso darf es keinen Vranz geben der für ~ 20 Minuten eine Mille kassieren durfte, dafür aber auch keien Anklage erwarten musste !!!?

Wenn Gerechtigkeit verlangt, dann bitte für ALLE, oder NIEMANDEN !!!!

Re: Re: Es gibt keinen Menschen, dessen Leistung...

Richtig; auch seine "Leistung" war höchstens EUR 100,-- wert.

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Steuerberater schädigen schon sehr lange das Land

und nur sehr wenige (siehe Text) können sich solche auch leisten um ebenso von all den gewollten Schluflöchern profitieren zu dürfen, welche in den selbstgestrikten Gesetzen geschrieben stehen ...


6 Millionen

für 3 Wochen Arbeit? Sind wir ein zweites Griechenland?

Re: 6 Millionen

Hehe. Und jetzt stell dir mal vor, irgendwann sagen die Deutschen: "Die Öst'reicher sollen mal anständig arbeiten, wenn sie vorher in Saus und Braus gelebt haben, und nicht demonstrieren."

Weil genau das erwarten wir von den armen Griechen auf der Strasse, die nie was von den Geldern aus den Staatsschulden gehabt haben, und jetzt gefälligst hackeln sollen, um diese zurückzuzahlen.

3 1

Re: 6 Millionen

wieviel bekam denn ein Vranz für ein Telefonat ?!

Antworten Antworten Gast: Saubermacher
12.07.2012 19:08
0 1

Re: Re: 6 Millionen

Deshalb sind ja die selbsternannten Saubermacher FPÖ/FPK/BZÖ auf die Barrikaden gestiegen und haben dagegen gewettert und geschimpft und nun machen sie es selber!

FPÖ eine wirklich glaubwürdige Partei!

Die FPÖ belügt uns systematisch und verkauft die Bevölkerung für DUMM!

Da haben sie sich aber getäuscht....

1 2

Re: Re: 6 Millionen

Es ist immer wieder dasselbe.

Wird einer aus der Schmiergeldfraktion ertappt, eilen flugs die Verteidiger herbei um mit dem Finger auf andere zu zeigen und es zu rechtfertigen mit dem Beisatz:
Der hat aber auch.....

2 0

Re: Re: Re: 6 Millionen

vielen Reiferen ist sicher noch der Pensionistenbrief und überhaupt sein gesamtes Wirken Deines Idols bestens bekannt; aber man vergisst halt schnell was die eigenen Reihen alles angestellt hatten, wenn man dafür wegen Lächerlichkeiten Andere (keineswegs bessere) anprangern darf ?!

1 0

Re: Re: Re: Re: 6 Millionen

Ich rechne nicht auf und zeige mit dem Finger auf andere.

Die 'Lächerlichkeit' von 12 Mille, wegen schlechter Optik dann auf 6 herabgesetzt?

AHA!

..anfüttern...

er wurde und sollte angefüttert werden und dann später als Parteimäzen auftreten...leider ging das in die Hosen, weil der Birni den vollen Betrag dem FA gemeldet hatte.....und beim Richter kann er nun kein Geständnis ablegen, weil dann würde sich seine Situation noch mehr verschlechtern...also weiter mauern, bis es schmalzig wird.....

Gast: Gewerke
06.07.2012 11:36
2 0

Das ist der Untershied !

kein privatunternehmen bzw. privatunternehmer würde zu solch überteuerten konditionen eine auftrag erteilen! der unterschied ist eben: ob man mit seinem eigenen geld etwas bezahlt oder für etwas haftet oder ob man als staatsnaher gehaltsempfänger(inkl. politiker) das geld der anderen bzw. der steuerzahler ausgibt !! so viel zum theme staat in unternehmen u. banken, aber "wir" hören nicht auf mit diesem unfug ! grüssi

Gutachten - gratis!

Ich verfasse freiwillig und kostenlos ein Gutachten, was man mit unseren Politikern machen sollte. Wenn's umgesetzt wird, bin ich sogar noch bereit, etwas drauf zu legen!

Antworten Gast: ökono-mist
06.07.2012 16:09
0 0

Re: Falls jemand fälschlicherweise glauben sollte, dieser Beitrag wäre von mir:


Ich lege Wert auf die Feststellung, daß ich mit "Austrian Economist" nicht identisch bin.

(Seit zwischen Politikern und windigen PR-Agenturen schwunghafter Handel mit falschen Facebook-Freunden getrieben wird, ist man durchaus geneigt, anzunehmen, daß es sich hier um einen intriganten (lautmalerischen) Versuch handeln könnte...

Es gilt die Unschuldsvermutung - oder die neuere Variante derselben: "Undenkbar, daß der liebe Helmut..."

Antworten Gast: flucht aus eu ist besser als mit ihr unterzugehen
06.07.2012 11:52
2 0

Re: Gutachten - gratis!

Habe noch richtiges Geld, wenn das durchgeht lass ich dir gerne was zukommen vor lauter Freude :)

Gast: gast45
06.07.2012 10:14
3 0

na gehst ..

das ist doch ein steuerberater .. das sind die, die bei anderen leuten auf dem cent genau ausrechnen, ob jetzt die arbeitskosten 40,45 oder 40,46 euro pro stunde ausmachen .. ist doch absurd seine rechtfertigung wenn man weisz was ein steuerberater den ganzen tag so macht :-)

könnt ja auch so gewesen sein :
servas birni, du muast uns helfen .. stellts a honorar über 12 mio, kriegst dafür 100.000 und die 12 mio lasst halt durchlaufen
ein paar monate später .. schon ärgerlich der wirbel .. also halbiere alles sind ja auch 50000 für nix ..
was soll der zurückzahlen, der hat vermutlich das geld nie gesehen ... da musz man halt die partei ersuchen die 6 mio zurückzugeben ..

Re: na gehst ..

Meinen Sie, dass sich Dr. Birnbacher in Ihrem Beispielfall die Steuer zurückhält, und für den Fall der Verjährung die dann auch noch aufteilen muss? Oder wird von den Freunden dafür gesorgt, dass keine Steuer abgeführt werden muss?

Gast: Politanalyst
06.07.2012 09:10
1 0

Birnbacher: Sechs Millionen für drei Wochen Arbeit

Eines Leistungsträgers entsprechende Arbeitsentlohnung...
Jemand muss ja die ÖVP noch wählen.

Nach Stunden 2,5 Mio. Euro

Was hat der Herr für einen Stundensatz?

Den hat er wohl von Herrn Vranitzky übernommen, der eine Million ATS für ein "Beratungsgespräch" kassiert hat.

Antworten Gast: Top of the Top Consulter
06.07.2012 09:16
4 0

...

Vranitzkys Beratungsleistung war folgende:

Auftraggeber: "Herr Vranitzky, Du Fraunz, Du kummst aus der Politik. Wie kummt man richtig zum Göld. Erzöhl mia zB Wie wird man Schilling Müllionär?"

Vranitzky: "Jo, mochen wir Sie, is seriesser. Schauen S` her. Ich sogs Ihnen schon. Aber das kostet eine Million ATS."

Auftraggeber: "Okay. Des is mir des Wisssen wert."

einfach...

...das Geld zurückgeben. Aber leider hat auch er eine schwere F60.8.

Gast: greg46
06.07.2012 00:51
4 1

Demokratie

Und es gibt noch immer Menschen die Haider verehren. Weil er sich Namen so gut merken konnte und weil er überhaupt so ein netter Bursch war. :-) Und manchmal hat er auch einen Fußball oder ein Dach für ein Feuerwehrhaus gesponstert. Natürlich alles aus seiner eigenen Tasche;-)

Demokartie würde nur dann funktionieren, wenn die Menschen klug wären.

Und wird man jetzt Herrn Martinz einsperren und Herrn Birnbacher das Geld wieder abnehmen? Oder ist das wieder nur ein Schauprozess?

15 0

ruhiger lebensabend?

ich verfluche dich, birnbacher!

das letzte das du dir verdient hast ist ein ruhiger lebensabend.

gier bekommt was gier verdient.

Re: ruhiger lebensabend?

so ein Schwachsinn . das war ein ganz normales Geschäft

 
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