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Ferienbeginn: Korridor verhindert Anstieg bei Spritpreis

06.07.2012 | 14:36 |   (DiePresse.com)

Die Ölmultis durften den Preissprung an der Rohölbörse in Rotterdam nicht weitergeben. Dadurch ersparten sich die Autofahrer angeblich vier Mio. Euro.

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Dank Spritpreiskorridor haben sich heimische Autofahrer vergangenes Wochenende zu Ferienbeginn in Ostösterreich einiges beim Tanken erspart, laut Autofahrerclub ARBÖ waren es insgesamt vier Millionen Euro. Von Freitag auf Samstag waren nämlich die Treibstoffpreise an der Rotterdamer Börse kräftig gestiegen. Die Mineralölfirmen durften dies aber nicht an die Endkunden weitergeben, weil nach der neuen Regelung die Preise für das Wochenende schon am Donnerstag "eingefroren" werden.

Allerdings bekamen die Autofahrer den Preissprung in Rotterdam (+2,9 Cent für einen Liter Diesel, +1,5 Cent bei Eurosuper) am Dienstag in vollem Ausmaß zu spüren, wie es in einer ARBÖ-Aussendung vom Freitag hieß.

Der nach Ostern von VP-Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner eingeführte Spritpreiskorridor gilt dieses Wochenende zum Ferienbeginn in Westösterreich vorerst das letzte Mal. Mit der Verordnung, die die Autofahrerclubs ARBÖ und ÖAMTC erkämpft haben, sollen Preissprünge zu reiseintensiven Zeiten vermieden werden. Die Mineralölindustrie wähnt darin einen Eingriff in die freie Marktwirtschaft. Konsumenten kritisieren, dass die Preise während des Korridors eingefroren bleiben, also auch nicht fallen dürfen.

(APA)

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10 Kommentare
Gast: tg
08.07.2012 23:11
0 0

Regulieren JA - aber richtig!

Es ist ein Trauerspiel wenn man sich die Regulierungsversuche der letzten Jahre ansieht. Dabei wäre eine funktionierende Regulierung nicht so schwierig:

1) Preisänderungen tagsüber müssen verboten werden, da sie die Vergleichbarkeit stark beeinträchtigen (Kunden können wegen auf und ab hüpfender Preise keinen Vergleich mehr anstellen). Ich schlage vor: Preise müssen von 0 bis 24 Uhr gleich bleiben, und bis 18h am Vorabend an die zentrale Datenbank gemeldet werden. Die Veröffentlichung erfolgt um 0 Uhr (somit ist auch gegenseitiges Abschauen der Preise unmöglich)

Eine Tankstelle die Preise nicht gemeldet hat oder mit falschen Preisen verkauft wird zumindest für diesen Tag geschlossen und bestraft.

2) Die zentrale Preisfestlegung bei Tankstellen die von Pächtern betrieben werden muss verboten werden (verbotene Preisabsprache...).

3) Strukuren die möglicherweise den Wettbewerb behindern (Großhandel und Tankstellen in einer Hand...) müssen aufgebrochen werden.

"Dadurch ersparten sich die Autofahrer angeblich vier Mio. Euro"

nein, tun sie nicht
lol :-)

weil der staat an einem hoeheren spritpreis ebenso profitieren wuerde durch hoehere steuereinnahmen.
so werden eben mehr neue schulden aufgenommen (was die autofahrer nicht sofort schmerzt, weil es eine weile dauert bis die auswirkungen sichtbar werden) um diesen steuereinnahmen-ausfall zu kompensieren.

Gast: guy fawkesII
07.07.2012 14:15
5 0

ein nasser fetzen muss her

jeder unternehmer der rechnen kann wird in einem solchen fall -preiskorridor- den durchschnittspreis höher ansetzen um nicht auf den verlusten bei solchen erhöhungen sitzen zu bleiben. d.h. defacto haben ARBÖ und ÖAMTC erreicht das wir mehr zahlen und darüber noch glücklich sein sollen...

man reiche mir einen nassen fetzen und möge gott meinem arm kraft und ausdauer verleihen damit ich den fetzen so lange schwingen kann wie es angebracht ist

dann ist ja alles i.o.

das letzte mal wolltens den preis senken jetzt erhöhen!

passt

welchem ölkonzern gehe 4mio € ab, wenn sie in summe zig 10mrd € gewinn machen pro jahr


Gast: In vollem Ausmaß, 1 Euro oder 2 Euro mehr, bei einem 60 LiterTank!
07.07.2012 00:50
4 0

das ist eine reine Ver3rsche der Bevölkerung........

....."Allerdings bekamen die Autofahrer den Preissprung in Rotterdam (+2,9 Cent für einen Liter Diesel, +1,5 Cent bei Eurosuper) am Dienstag in vollem Ausmaß zu spüren, wie es in einer ARBÖ-Aussendung vom Freitag hieß"........1,5 Cent u. 2,9 Cent???.......
das sind bei einen vollen Tank(60l), einmal 1 Euro mehr u. einmal 2 Euro mehr......und das trauen sie sich auch noch öffentlich machen, bei Benzinpreisen von jenseits der 1,40 Euro-Literpreise.......BITTE KANN MAN DIESE VER3RSCHE AUFHÖREN???
be.es: WOHIN SOLL DENN EINE FAMILIE AUF URLAUB FAHREN, WENN SIE JETZT SCHON DIESE 1 EURO od. 2 EURO MEHR ALS KATASTROPHE SEHEN SOLL, DER HUND LIEGT GANZ WO ANDERS BEGRABEN, NÄMLICH BEIM FINANZAMT, DIE LACHEN SICH NÄMLICH INS FÄUSTCHEN!

10 0

Was solls?

Da werden die Ölis halt am Donnerstag die Preise sicherheitshalber ein bissel höher ansetzen...

Propagandaartikel

„Die Mineralölindustrie wähnt darin einen Eingriff in die freie Marktwirtschaft.“

Genau das ist es selbstverständlich.

2 1

Die Ölmultis durften den Preissprung an der Rohölbörse in Rotterdam nicht weitergeben. Dadurch ersparten sich die Autofahrer angeblich vier Mio. Euro.

angeblich ja, absolut ja erneut nicht, weil die Steuern darauf diese kurze Zeit längst vorweg wettgemacht hatte.

Schwachsinn

Staatliche Preisregelungen haben noch nie dazu geführt, dass irgendetwas billiger wird.

7 0

Re: Schwachsinn

und kosten jede menge verwaltungsaufwand. profitieren tun die bureaukraten und andere einmischer und gaengler._"

Hobbyökonom