Inge Friehs, die im Rennen um die Leitung des Wiener Arbeitsmarktservices (AMS) unterlegen ist, kann beweisen, dass Druck von oben auf sie ausgeübt wurde. Das bekräftigte die ehemalige stellvertretende Wiener AMS-Chefin jedenfalls am Montag im Gespräch mit der APA. Mit der Vorlage der Unterlagen will Friehs aber noch warten - unter anderem deswegen, weil sie plant, in der Causa eine Klage einzubringen.
"Alles, was ich in Interviews gesagt habe, kann ich beweisen", versicherte sie. Wobei Friehs bestätigte, dass die Wiener SP-Vizebürgermeisterin Renate Brauner sie nicht direkt aufgefordert hat, von einer Kandidatur abzusehen: "Sie hat mir ein Gespräch verweigert, unmittelbar hat sie keinen Druck ausgeübt." Es sei ihr aber berichtet worden, dass das Rathaus gegen ihre Bestellung sei.
Friehs plant Schadenersatzklage
Friehs bereitet nun eine Schadenersatzklage vor. Ihrer Ansicht nach hätte sie als Erstgereihte gemäß Stellenausschreibungsgesetz zum Zug kommen müssen. Ein Verfahren könnte jenen drohen, die in die Entscheidung eingebunden waren - dem Sozialministerium genauso wie dem Verwaltungsrat. Derzeit, so betonte Friehs, werde die Klage ausgearbeitet.
Von der Rechtfertigung der Betroffenen werde es auch abhängen, ob sie die Beweise veröffentlichen werde, erklärte die einstige AMS-Vizechefin. Rechtsmittel, die bewirken könnten, dass die Besetzung neu aufgerollt wird, gibt es laut Friehs übrigens nicht.
(APA)
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