Die heimischen Autofahrerclubs ÖAMTC und ARBÖ haben am Montag in Aussendungen die Wirksamkeit der Spritpreisverordnung von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) begrüßt, die am vergangenen Wochenende zum dritten Mal in Kraft war. Laut ÖAMTC haben sich die Auto- und Motorradfahrer an den drei Wochenenden fünf Millionen Euro erspart. Nach ARBÖ-Berechnungen waren es alleine am vorvergangenen Wochenende vier Millionen Euro. Nun müsse die Verordnung evaluiert werden.
Laut ÖAMTC wäre der Preis pro Liter ohne Spritpreisverordnung am vergangenen Wochenende um zwei Cent höher gelegen. Die Spritpreise in Österreich seien gleichgeblieben, während die Rotterdamer Notierungen einen Sprung nach oben machten, hieß es vom ARBÖ. Beide Clubs sprachen von "positiven Rückmeldungen" ihrer Mitglieder bezüglich der stabilen Preise.
Rasche Evaluierung gefordert
Beide Autofahrerclubs forderten nun eine rasche Evaluation der Verordnung - "um den Erfolg der Verordnung beurteilen und die Konsequenzen für zukünftige Reisewochenenden ableiten zu können", wie es ÖAMTC-Fachfrau Elisabeth Brandau ausdrückte. Das Wirtschaftsministerium hatte angekündigt, die Verordnung nach ihrer dritten Gültigkeit - also nach dem vergangenen Wochenende - evaluieren zu wollen.
Alleine der Fakt, dass der Vergleich zwischen teureren und günstigeren Tankstellen übers Wochenende nachzuvollziehen war, gab den Fahrern die Möglichkeit, eine günstige Zapfsäule anzusteuern, so der ARBÖ. "Noch nie war ein derart genauer Kostenvergleich über so lange Zeiträume möglich", sagte Sprecher Thomas Woitsch.
Die Argumente mancher Anbieter, sie hätten durch die Verordnung Preissenkungen nicht an die Kunden weitergeben können, ließen die Clubs nicht gelten: Erfahrungswerte würden zeigen, dass Spritpreise an Wochenende bisher so gut wie nie gesenkt worden seien, auch wenn die Rotterdamer Preise im Vorfeld gesunken waren.
(APA)
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