Umweltminister Niki Berlakovich (ÖVP) pocht weiter auf die Einführung des umstrittenen Treibstoffs E10, dem zehn Prozent Bioethanol beigemischt wird. Im Herbst soll das Gemisch erstmals angeboten, dann die Tankstellen stufenweise umgestellt werden, so sein Plan.
Laut EU-Richtlinie sei Österreich dazu verpflichtet, den Anteil der erneuerbaren Energieträger im Verkehrsbereich auf zehn Prozent zu erhöhen, erklärte Berlakovich. Das sei nur durch den Einsatz von Biokraftstoffen zu erreichen. 2011 seien fast 200.000 Tonnen Bioethanol produziert worden. Die dabei anfallenden Nebenprodukte enthalten wertvolles Eiweiß und könnten rund ein Drittel der österreichischen Soja-Futtermittelimporte substituieren, so der Minister.
"Schutzsorte" für ältere Autos
Weil die Befürchtung besteht, dass manche Motoren E10 nicht vertragen könnten, will Berlakovich eine "Schutzsorte" für ältere Fahrzeuge anbieten. Alle Modelle, die mit E10 zurechtkommen, sollen in einer verbindlichen Liste der Autohersteller veröffentlicht werden. Laut einer aktuellen Untersuchung seien derzeit 93 Prozent des österreichischen Fuhrparks E10-tauglich, heißt es in der Unterlage zur Pressekonferenz.
(APA)
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