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Berlakovich pocht weiter auf E10-Einführung ab Herbst

11.07.2012 | 12:57 |   (DiePresse.com)

Der Umweltminister will den umstrittenen Treibstoff, dem zehn Prozent Bioethanol beigemischt wird, im Herbst einführen.

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Umweltminister Niki Berlakovich (ÖVP) pocht weiter auf die Einführung des umstrittenen Treibstoffs E10, dem zehn Prozent Bioethanol beigemischt wird. Im Herbst soll das Gemisch erstmals angeboten, dann die Tankstellen stufenweise umgestellt werden, so sein Plan.

Laut EU-Richtlinie sei Österreich dazu verpflichtet, den Anteil der erneuerbaren Energieträger im Verkehrsbereich auf zehn Prozent zu erhöhen, erklärte Berlakovich. Das sei nur durch den Einsatz von Biokraftstoffen zu erreichen. 2011 seien fast 200.000 Tonnen Bioethanol produziert worden. Die dabei anfallenden Nebenprodukte enthalten wertvolles Eiweiß und könnten rund ein Drittel der österreichischen Soja-Futtermittelimporte substituieren, so der Minister.

"Schutzsorte" für ältere Autos

Weil die Befürchtung besteht, dass manche Motoren E10 nicht vertragen könnten, will Berlakovich eine "Schutzsorte" für ältere Fahrzeuge anbieten. Alle Modelle, die mit E10 zurechtkommen, sollen in einer verbindlichen Liste der Autohersteller veröffentlicht werden. Laut einer aktuellen Untersuchung seien derzeit 93 Prozent des österreichischen Fuhrparks E10-tauglich, heißt es in der Unterlage zur Pressekonferenz.

(APA)

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11 Kommentare
Gast: DerGeschmeidige
12.07.2012 07:43
1 0

E10

reine Bauernförderung... wird die Nahrungsmittelpreise weiter nach oben treiben!
Für Bioethanol wird bereits jetzt der Regenwald abgeholzt. Anbaufläche für Zuckerrohr! Co2 Bilanz?
E5 ist ja bereits in Ö. Ältere Motoren reagieren hierauf sensibel, vor allem die Einspritzung. Ethanol hat fast keine Schmierwirkung. Auch bei neueren Fahrzeugen ist eine Verschlechterung zu erwarten!
Außerdem hat dieser Alk 130 Oktan. Dadurch kann schlechterer Kraftstoff (<90 Oktan) verwendet werden um auf 95 Oktan zu kommen. Auch nicht förderlich für eine gute Verbrennung. Zu beachten ist auch eine Entmischung bei langen Stehzeiten. (Oldtimer, Zweitfahrzeug)

Re: E10 ist ein Umwelt- und Motorengift !

Biosprit ist eine einzige Schnapsidee und dient ausschließlich dazu, der Agrarlobby weitere Subventionen zuzuführen !

Berlakovich verkauft die Umwelt zum Nutzen seiner Bauern !!!!!

Die Hoffnung, daß dieser Wahnsinn verhindert werden kann, liegt bei den anderen Parteien !

Wieder ein schönes Wahlkampfthema gegen die ÖVP.

2 0

schön langsam bekommt man den Eindruck

dass wir wirklich lauter Verbrecher in der Regierung sitzen haben.

Gast: Hellboy
11.07.2012 15:35
4 0

Ja der Berli,

soll besser seinen Mund halten...

Gast: ökono-mist
11.07.2012 14:53
3 0

Einführen?


Ab Herbst wird also importiert?

P. S.: In Salzburg hingegen wird angeblich exportiert. Wohnbauförderung. Nach Bayern.

[So gleicht sich dann die Handelsbilanz (der öffentlichen Gelder) wieder einmal auf wunderbare Weise aus. Zumindest auf dem (Klo?-)Papier...]

Gast: Alles gepröllt Alter?
11.07.2012 14:53
4 0

Berlakovich pocht weiter auf E10-Einführung ab Herbst

Anfang Juli 2008 wurde die Bioethanolanlage der Agrana GmbH in Pischelsdorf bei Tulln eröffnet. Das Werk stellt eine Alternative dar, um die Biospritversorgung in Österreich zu sichern.
Mit viel Prominenz wurde das AGRANA-Vorzeigewerk in Pischelsdorf eröffnet.
Die Anlage, die mit einem Investitionsvolumen von 125 Millionen Euro errichtet wurde, hat bereits im Juni den Probebetrieb aufgenommen. Das Land Niederösterreich hat dieses Projekt mit vier Millionen Euro unterstützt.

4 0

Das muss man verstehen

schließlich ist Berlakovich in erster Linie Bauernminister und bei dem E10 Blödsinn kann man unter dem Öko-Tarnmantel schön die Bauern aber vor allem die Agrarkonzerne mit Steuerzahlergeld beschenken. Agrana und Konsorten lassen sich dann sicher im Gegenzug nicht lumpen, wenn Berlakovich nach seiner wahrscheinlichen Abwahl 2013 einen fett dotierten Beratervertrag braucht.

E10 ist jedenfalls ekelhafteste Agrar-Lobbyismus Gesetzgebung und ist weder ökologisch noch sinnvoll.

Der Bauernminister Berlakovich nimmt die Befehle von Raiffeisen gehorsamst entgegen!

Die AGRANA von Raiffeisen will eine höhere Förderung für ihren Überschußzucker! Das ist der Hintergrund!!!

Dabei ist diese Biospriterzeugung eine wirklich klimaschädigend teure Schnapsidee. In Brasilien wurden diesem Irrsinn schon riesen Flächen von Regenwald geopfert, was tatsächlich einem Klimaverbrechen gleichkommt!

CO² ist an der Erwärmung völlig unschuldig, sondern der wichtigste Pflanzenwuchsstoff !!!

Gast: flyniki
11.07.2012 13:49
6 0

er muss sich tummeln

weil nach den Wahlen wird es keinen schwarzen Bauernminister mehr geben

E 10 - Was sich in Deutschland

als Flopp herausstellte, will der Minister bei uns (verpflichtend) einführen. Das ist typisch österreichische Politik. So nach dem Motto: "Was geht uns der Nachbar an, wir sind doch die Besseren". Es gibt zwar Listen der Fahrzeughersteller, doch diese sind laut ADAC sehr lückenhaft und man darf sich auf diese Listen nicht verlassen. Weiter so, Herr Minister, die Autofahrer werden es ihnen "(t)danken".....

Gast: ckx375
11.07.2012 13:17
9 0

Ja, eine sehr geschickt getarnte ...

Bauernförderung, was vergleichbares habe ich lange nicht mehr gesehen.

Hobbyökonom