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Felderer: Ökonomen-"Brandbrief" nicht unterzeichnet

16.07.2012 | 09:40 |   (DiePresse.com)

Er sei durch ein Missverständnis auf die Liste jener rund 200 Ökonomen gelangt, die den Weg der EU in eine Bankenunion massiv kritisieren.

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Der Vorsitzende des Staatsschuldenausschusses, Bernhard Felderer, hat - entgegen anderslautender Medienberichte - den "Brandbrief" der Ökonomen rund um den deutschen ifo-Chef Hans-Werner Sinn gegen den Europäischen Stabalitätsmechanismus (ESM) nicht unterzeichnet. Dies sei ein Missverständnis gewesen, erklärte Felderer am Mittwoch am Rande der Vorstellung des Ausschuss-Berichts zu den öffentlichen Finanzen 2011.

Er habe mit seinen Kollegen telefoniert und dabei erklärt, dass er die Zweifel hinsichtlich einer Bankenunion im Euroraum teile. Daraufhin sei er auf die Liste der Unterzeichner gekommen, dies sei aber mittlerweile wieder korrigiert worden.

"Schon kritisch gegenüber dem ESM"

Grundsätzlich sei er "schon kritisch gegenüber dem ESM". Er kritisiere, dass die Banken direkt aus dem ESM finanziert werden sollen. Den Brief hab er er aber vor allem deshalb nicht unterzeichnet, da dort nicht zwischen den Bankenhilfen und den Hilfen für die maroden EU-Staaten unterschieden werde. Denn bei letzteren sei man "nicht ohne Erfolg", meinte er.

(APA)

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13 Kommentare

Wer sich privat so verhielte, müsste zu Recht enteignet

werden. Die EU pisst auf ihre Bürger.

Und

ich hatte mir schon gedacht: Da schau' her, der ist doch nicht so ... wie du immer dachtest. Aber nix da - er ist es doch!

Da hat er recht, sich ja nichts anderes als zum politisch korrekten bekennen.

Immerhin würde ihm das den Job kosten können und man weiß ja nie, wie die EU mit EU-Gegner demnächst umgehen wird...

In diesem Sinne: "Sie wollen meinen Gedanken? Lesen Sie mein Parteibuch."

der mann ist ein einziges mißverständnis ...

der natur - von geburt an.

kann seine gosch'n nicht halten, nicht in pension gehen, sich nicht zurückhalten.

er nimmt sich sooo wichtig - hat aber gar nichts zu sagen.

wen interessiert, ob und wenn ja, warum er auf irgendeiner liste steht.

von 200 idioten, die das gegenteil beschwören von 170 anderen idioten, allesamt sogenannte "wirtschaftswissenschafter" und "wirtschaftsweise".

wirtschaft war, ist und wird niemals ne wissenschaft sein, denn sie handelt und wird bestimmt vom menschen, von über 7 milliarden individuen in dieser globalisierten welt.

und jeder intelligente mensch weiß, daß sich individuen nicht rational verhalten, sondern emotional. und solches bauchverhalten läßt sich nicht in mathematische formeln gießen, läßt sich nicht vorhersagen und nicht berechnen.

alles klar - herr felderer & konsorten?

0 1

Re: der mann ist ein einziges mißverständnis ...

schon lange nicht mehr so etwas dummes gelesen.

wiederholungen bewirken ...

keinesfalls die richtigkeit.

14 1

Alles was in diesem "Brandbrief" steht ist schlicht richtig.

Unwissenschaftlich? Sicher, aber was hat(te) die Wissenschaft anzubieten? Factum est: wir Pensionisten und der Mittelstand werden das Desaster der Pleitestaaten/banken zahlen müssen.

Lincoln

„Man kann das ganze Volk eine Zeit lang täuschen und man kann einen Teil des Volkes eine ganze Zeit täuschen, aber man kann nicht das ganze Volk die ganze Zeit täuschen.“ (Abraham Lincoln)

Re: Lincoln

Sehr gutes Posting, langsam ist es bei uns so weit.

20 1

Jetzt ist ihm wohl eingefallen, dass er noch Chef des Staatsschuldenausschusses ist. Diesen Posten könnte er ja verlieren, also muss er schnell und heftig zurückrudern!


Ja, ich hätte Herrn Felderer auch für mutiger gehalten !!

Aber so ist es mir auch immer ergangen. Mit geradlinigem Mut ist man die längste Zeit Politikberater gewesen! Biegsamkeit ist in der Politik gefragt !!!

Gast: radius
11.07.2012 14:16
19 0

Solche Feiglinge beraten unsere Politiker falsch.

Das kommt eindeutig raus, die Unterscheidung zwischen Banken- und Staatenhilfe. Eindeutig.

21 1

Missverständnis....

Alles klar. Ein wenig Druck an der richtigen Stelle und unsere Politiker und Funktionäre fallen um. Mut sieht jedenfalls anders aus.

Hobbyökonom