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Ladenschluss: Sonntagsverbot ist rechtens

11.07.2012 | 18:24 |   (Die Presse)

Der Verfassungsgerichtshof hält das Verbot der Sonntagsöffnung trotz "gesellschaftlichem Wandel" nicht für verfassungswidrig. Lugner hatte gemeinsam mit anderen Händlern Beschwerde beim VfGH eingebracht.

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Wien/Apa. Richard Lugner ist beim Verfassungsgerichtshof abgeblitzt: Das Verbot für Händler, am Sonntag ihre Geschäfte aufzusperren, ist nicht verfassungswidrig. Das hat der Verfassungsgerichtshof nun entschieden, wie VfGH-Präsident Gerhart Holzinger gestern erklärte. Das Verbot der Ladenöffnung am Sonntag sei nach wie vor mit einem öffentlichen Interesse auf Wahrung und Erhalt der Wochenendruhe zu rechtfertigen.

Lugner hatte gemeinsam mit anderen Händlern vor ziemlich genau einem Jahr Beschwerde beim VfGH eingebracht. Dafür hatte er sogar ein Gutachten vom bekannten Verfassungsrechtler Heinz Mayer erstellen lassen. Darin hatte Mayer argumentiert, dass das Verbot des Verkaufs am Sonntag ein Eingriff in die Erwerbsfreiheit sei: Das derzeitige Öffnungszeitengesetz beschränke den Unternehmer in der Zeit, in der er seine Waren anbieten kann.

 

Lugner wollte sonntags öffnen

Lugner wollte an fünf bis sechs Sonntagen im Jahr aufsperren. Laut Öffnungszeitengesetz dürfen Geschäfte aber nur von Montag bis Freitag von sechs bis 21 Uhr und an Samstagen von sechs bis 18 Uhr offen halten – insgesamt also bis zu 72 Stunden pro Woche. An Sonntagen müssen die Läden zu bleiben. Allerdings gibt es eine Reihe von Ausnahmen – etwa in Bahnhöfen, wo jedoch nur wenige Produkte (Reiseproviant, Souvenirs) verkauft werden dürfen.

„Die derzeitige Regelung ist verfassungskonform“ sagte der VfGH-Präsident gestern. Dem VfGH sei bewusst, dass die Entscheidung für bestimmte Geschäfte etwa am Bahnhof eine „gewisse Härte“ darstellt. Der Gesetzgeber dürfe aber das Ziel – die Wochenendruhe zu sichern – verfolgen. Richard Lugner meinte im Gespräch mit der „Presse“, man müsse den VfGH-Entscheid „natürlich zur Kenntnis nehmen“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.07.2012)

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161 Kommentare
 
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Krankes Konsumverhalten!!!

Auch falls die Sonntagsregelung etwas mit der katholischen Kirche zu tun hätte, finde ich es gut zumindestens einen Tag der in der Woche frei zu halten, um dem kranken, kaufsüchtigen Verhalten der Österreicher nicht nachzugeben.
Für die meisten geht es nur darum, ihre eigenen Bdeürfnisse, zu denen leider auch das "Shopping" gehört rund um die Uhr befriedigen zu können.

Gast: Konservativer
12.07.2012 12:27
1 5

Die Minderleister und die Fundi-Christen haben gewonnen.

Gegen die Sonntagsöffnung zu sein bedeutet, man hat unter der Woche ausreichend Zeit zum Einkaufen. Klartext: Minderleister.

Damit hat Österreich auch bewiesen, dass keine Trennung zwischen Kirche und Staat herrscht.

Ich wäre dafür, allen Gegnern der Sonntagsöffnung jeden Sonntag den Strom und das Wasser abzudrehen. Am Tage des Herrn braucht man das ja auch nicht.

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Re: Die Minderleister und die Fundi-Christen haben gewonnen.

Wenn irgendwann alle am Sonntag arbeiten ist Sonntag auch "unter der Woche". Es sollte halt einen Tag in der Woche geben an dem soziale Kontakte mit hoher Wahrscheinlichkeit möglich sind.

Bei manchen Berufen geht es nicht anders. Der Handel gehört nicht dazu.

Es gibt Leute, die haben Freunde und Verwandte, mit denen sie gerne ihre Zeit verbringen wollen.

Gast: gasti
12.07.2012 08:39
4 3

der vfgh sollte mal zur kenntnis nehmen dass wir im 21. jh. leben


Eine tolle Lobbyingarbeit der Katholischen Kirche

die zwar auch am Sonntag gerne Strom, Wasser, Medizinische Versorgung, Gasthäuser und Fernseher nutzt, aber Einkaufen - he, das geht zu weit!

Da kann man nur den Kopf schütteln.

Re: Eine tolle Lobbyingarbeit der Katholischen Kirche

was den Einen die Religion ,ist den Anderen der Konsum ,sozusagen der schnöde Mammon
sehen Sie einen Unterschied ?
beides ist mit Verstand anzuwenden

Antworten Gast: Na klar
12.07.2012 09:00
3 2

Re: Eine tolle Lobbyingarbeit der Katholischen Kirche

Wenn Sie unbedingt nur am Sonntag shoppen gehen können setzten Sie sich hinters Internet oder machen Sie einen Job wo sie mit viel Freude als Vorbild am Sonntag und am Feiertag arbeiten, aber lassen Sie all den anderen ihre wohlverdiente Ruhe!

Antworten Antworten Gast: Konservativer
12.07.2012 12:29
2 1

Re: Re: Eine tolle Lobbyingarbeit der Katholischen Kirche

Wie kommen Sie Katholiban eigentlich dazu, für andere zu entscheiden, wann diese ihre Ruhetage begehen wollen?

Es gibt Menschen, die am Sonntag sehr gerne arbeiten würden, und die Katholiban haben dieses MENSCHENRECHT aus fundichristlichen Gründen soeben verwehrt.

Kehren Sie gefälligst vor Ihrer eigenen Türe und mischen Sie sich nicht in die Angelegenheiten anderer ein.

Antworten Antworten Antworten Gast: Na klar
12.07.2012 14:24
0 0

Re: Re: Re: Eine tolle Lobbyingarbeit der Katholischen Kirche

Niemand hindert Sie daran an einem Sonntag zu arbeiten, aber wir lassen uns nicht von Ihnen das zwingen!
Der einzioge der sich in die Angelegenheit andere einmischt sind Leute wie Sie, die den anderen Vorschriften macht und sich in deren Sachen einmischt.
Alos halten Sie einfach ihren dummen Mund, wenn sie zu wenig Intelligenz für argumentative Diskussionen noch für passenden Umgang besitzen!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Konservativer
12.07.2012 23:50
1 0

Re: Re: Re: Re: Eine tolle Lobbyingarbeit der Katholischen Kirche

"Alos halten Sie einfach ihren dummen Mund"

Jetzt wird er hysterisch.

:-)

Re: Re: Re: Re: Re: Eine tolle Lobbyingarbeit der Katholischen Kirche

Das wird er immer, wenn ihm die Argumente ausgehen ;).

Re: Re: Re: Re: Eine tolle Lobbyingarbeit der Katholischen Kirche

Abgesehen davon das sie kein einziges Argument für das Öffnungsverbot am Sonntag gebracht haben, was verstehen sie unter passenden Umgang?

Das man sich gegenseitig beschimpft (dumm, unintelligent...)?

Niemand will sie dazu verpflichten am Sonntag zu arbeiten, Sie wollen es allen verbieten. (Ausser natürlich Straßenbahnfahrern, Wirten und anderen Dienst-leistern ohne die der Tag des Herren dann wohl doch zu unbequem werden würde.)

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Na klar
12.07.2012 17:31
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Eine tolle Lobbyingarbeit der Katholischen Kirche

Dann lesen Sie die unteren Beiträge!

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Eine tolle Lobbyingarbeit der Katholischen Kirche

Aber "halten Sie Ihren dummen Mund" bezeichne ich auch nicht gerade als passenden Umgang.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: rosendorn
14.07.2012 17:29
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Eine tolle Lobbyingarbeit der Katholischen Kirche

Aber "Katholiban" ist passend?

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Eine tolle Lobbyingarbeit der Katholischen Kirche

Nein, ebenfalls nicht. Stammt ja auch nicht von mir der Ausdruck!

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Re: Re: Re: Eine tolle Lobbyingarbeit der Katholischen Kirche

Österreich ist halt traditionell christlich und daher ist hier Sonntag der traditionelle Feiertag. In Israel ist es der Samstag. Im Prinzip ist es egal, welcher Tag es ist. Es soll halt einheitlich sein, sodass die Wahrscheinlichkeit groß ist, am freien Tag der Woche auch soziale Kontakte pflegen zu können - ein Privatleben haben zu könenn - und nicht jeder irgendwann seinen freien Tag in der Woche hat. Ist das so schwierig zu begreifen.

Wenn Sie rund um die Uhr arbeiten wollen, dann tun Sie es einfach. Sie werden vielleicht niemandem abgehen.

Re: Re: Re: Re: Eine tolle Lobbyingarbeit der Katholischen Kirche

Niemand will rund um die Uhr arbeiten. Nur, weil man sonntags arbeitet, arbeitet man ja nicht auch noch die restlichen 6 Tage die Woche. Man hat nur an einem anderen Tag frei.

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Re: Re: Re: Re: Re: Eine tolle Lobbyingarbeit der Katholischen Kirche

Das ist wohl auch der Knackpunkt. Man hat mit hoher Wahrscheinlichkeit an einem anderen Tag frei als jene, mit denen man vielleicht gernde die freie Zeit verbringen möchte.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Eine tolle Lobbyingarbeit der Katholischen Kirche

Das wäre aber leicht zu lösen, indem eben jeder sonntags arbeitet. Dann kann man sich z.B. ausmachen, dass beide mittwochs frei haben. So kann man die freie Zeit wieder gemeinsam verbringen. Er erfordert halt mehr Organisation und die freie Zeit verschiebt sich.

das wäre doch eine

ideale einstiegsfrage an die bevölkerung im rahmen unserer neuen direkten demokratie!! ein bindenende volksabstimmung zu den sonntagsöffnungszeiten.

ich wette mein vermögen drauf wie das ausgeht:
SONNTAG IST OFFEN!! PUNKT.

fein dass die richter unsere, in wahrheit mehrheitliche meinung zu diesem thema, boykottieren :-(

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Re: das wäre doch eine

Die Handelsketten werden das sicherlich wünschen, weil das dann wieder einen großen Schwall kleinerer Familienunternehmen zur Aufgabe zwingen wird.

Antworten Gast: montagsfrau
12.07.2012 09:47
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Re: das wäre doch eine

Das würde doch wohl sehr von der Formulierung abhängen!

Wenn es darum geht (und nur darum kann es gehen!), dass das Sonntagsarbeitsverbot für ALLE Berufsgruppen fällt, dann wette ich:

SONNTAG IST ZU!! PUNKT.

Antworten Antworten Gast: Konservativer
12.07.2012 12:30
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Das war aber nicht die Fragestellung.


Antworten Antworten Antworten Gast: Na klar
12.07.2012 14:25
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Re: Das war aber nicht die Fragestellung.

Aber eine logische Folge von ihrem wunsch. haben also wie üblich mal wieder nicht mitgedacht!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Konservativer
12.07.2012 23:51
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Re: Re: Das war aber nicht die Fragestellung.

Logik ist eine Ihrer vielen Schwächen, stimmt's?

 
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Hobbyökonom