23.05.2013 14:32 Merkliste 0

Shopbetreiber fordert 19 Mio. Euro von Flughafen Wien

12.07.2012 | 15:45 |   (DiePresse.com)

Der insolvente Shopbetreiber Sardana führt das Konkursverfahren auf eine Kampagne gegen ihn zurück und fordert nun Schadenersatz vom Flughafen.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Der insolvente Shopbetreiber am Flughafen Wien, Rakesh Sardana, führt das eröffnete Konkursverfahren (mehr dazu ...) gegen drei seiner Firmen auf eine langjährige Kampagne gegen ihn zurück. Diese Kampagne habe unter dem früheren Flughafen-Vorstand Herbert Kaufmann und seinem damaligen Mitarbeiter Julian Jäger, dem jetzigen Vorstand, begonnen und gipfle nun im Konkursverfahren, ließ Sardana am Donnerstag über seinen Sprecher ausrichten.

Sardana werde den Konkurs mit allen Rechtsmitteln bekämpfen, so der Sprecher zur APA. So habe Sardana beim Flughafen per Brief bereits Gegenforderungen von über 19 Millionen Euro gestellt. Das sei der Schaden, der durch die Kampagne entstanden sei.

Flughafen: Keine rechtlichen Ansatzpunkte

Der Flughafen Wien bestätigte gegenüber DiePresse.com den Erhalt des Briefes und weist den Inhalt auf das schärfste zurück. Für die Gegenforderungen gebe es weder faktische noch rechtliche Ansatzpunkte, sagte ein Sprecher. Die Vorwürfe gegen Jäger seien erst aufgekommen, nachdem Sardana die Kündigung seiner Verträge angedroht worden sei, hieß es vom Flughafen.

Nach APA-Informationen hat Sardana neben dem Flughafen Wien auch Ausstände bei der niederösterreichischen Gebietskrankenkasse, dem Finanzministerium, der Stadt Schwechat und bei mehreren Lieferanten. Sardana hätte im Terminalneubau Check-In 3 (Skylink) 18 Prozent der Shopflächen betreiben sollen, der Ausbau ist nach Darstellung des Flughafens aber nicht wie vereinbart erfolgt. Im Juni brachte der Airport eine Räumungsklage ein und beantragte Konkurs. Heute Donnerstag ist laut KSV gegen drei Sardana-Firmen das Konkursverfahren eröffnet worden.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

Hobbyökonom