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Verdienstlücke verkleinert sich langsam

12.07.2012 | 18:18 |   (Die Presse)

Statistik Austria: Der Stundenlohn von Männern ist um 27 Prozent höher als jener der Frauen.

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Wien/Apa/Red. Die Einkommensschere zwischen den Löhnen von Frauen und Männern ist immer noch groß, verkleinert sich allerdings langsam. Das geht aus der Verdienststrukturerhebung der Statistik Austria im Jahr 2010 hervor, die den Bruttostundenlohn der unselbstständig Beschäftigten in der Privatwirtschaft analysierte.

In der Privatwirtschaft verdienen unselbstständig beschäftigte Männer um 26,7 Prozent mehr als Frauen. Während der durchschnittliche Bruttostundenlohn für Männer im Jahr 2010 bei 13,99 Euro lag, verdienten Frauen nur 11,04 Euro pro Stunde. Allerdings: Im Vergleich zur Erhebung 2006 verkleinerte sich die Lücke um 2,8 Prozentpunkte – damals lagen die Männer mit 12,57 Euro noch um 29,5 Prozent vor den Frauen.

Je länger Frauen und Männer in einem Unternehmen arbeiten, desto geringer ist der geschlechterspezifische Unterschied bei ihrem Bruttostundenlohn. Im Vergleich zu Beschäftigten, die weniger als ein Jahr in einem Betrieb angestellt waren, verdienten Beschäftigte mit 30 und mehr Jahren Unternehmenszugehörigkeit fast das Doppelte.

Bei Frauen mit langer Unternehmenszugehörigkeit war der Lohnanstieg dabei stärker als bei Männern. Allerdings: Es erreichten nur rund zwei Prozent der Frauen und sechs Prozent der Männer eine Zugehörigkeit zum Unternehmen von 30 und mehr Jahren.

Grafik: Die Presse

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.07.2012)

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2 Kommentare
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Männer - Frauen; und Mütter?

Wieder einmal wird uns Männern ein schlechtes Gewissen zu machen versucht.
Was bei diesen regelmäßig wiederkehrenden Artikeln fehlt:
Die Hauptursachen für das geringere Einkommen sind:
1. Die Tatsache, daß Frauen Mütter werden und meistens einige Jahr zuhause (unentgeltlich) arbeiten und nachher zum Teil zuhause und zum Teil außer Haus arbeiten.
2. Die Vorliebe der Frauen zu Berufen, die eher lohnintensiv sind und daher schlechter bezahlt werden können (soziale Berufe, Frisörin, Gastgewerbe etc.).

Der gebetsmühlenartig vorgeschlagene Lösungsvorschlag der Linken:
Kinder in öffentliche Betreuung geben, Frauen sollen (fast) ununterbrochen in Vollzeit außer Haus arbeiten - wie zu Stalins Zeiten in der Sowjetunion.

Ich schlage vor:
Leistung der Mütter besser würdigen - auch finanziell - mit einem Müttergehalt.

schreibfreiheit.eu/?s=einkommensunterschied

Gast: 1. Parteiloser
12.07.2012 19:08
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Diese Daten sagen kaum etwas Brauchbares aus!

Es wäre auf jeden Fall zu berücksichtigen, dass die Tätigkeiten nicht die Gleichen sind

Man müsste also ein Vergleich machen, welcher auch vergleichbare Tätigkeiten umfasst.

In meinem Unternehmen ist es leider so, dass sich für viele Tätigkeiten keine Frauen bewerben, auch keine Menschen mit Behinderung. Das, obwohl es nicht um eine schwere körperliche Tätigkeit handeln würde. Dafür habe ich in der Buchhaltung und im Controlling nur Frauen, da gab es auch keine männlichen Bewerber. Jeder Aufgabe ist auch eine Grundentlohnung zugeteilt.

Es ist doch in weiten Bereichen noch immer so, dass das Image der Tätigkeiten von den Beschäftigten selbst je nach Geschlecht geteilt wird.

Warum gibt es kaum Kindergartenonkels und warum gibt es kaum Frauen am Bau? Warum gibt es fast nur Frauen im Einzelhandel aber kaum Frauen als Maschinenschlosser oder Elektriker.

Es sind doch die Vorstellungen der Menschen, auch die Verschiedenheit an Interessen, dass es nur eine geringe Vermischung bei einzelnen Berufsgruppen gibt.

Wenn man davon ausgeht, dass die Berufswahl den Menschen frei gestellt ist (Menschenrechte beachten!) dann sollte man auch die Entwicklungen der Gesellschaft nach brauchbaren Kriterien betrachten. Diese, vereinfachte Darstellung, im obigen Artikel scheint eher auch der H-H Gleichmacherabteilung zu kommen.

Hobbyökonom