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Österreichs Wirtschaft wuchs 2011 um 2,7 Prozent

13.07.2012 | 11:58 |   (DiePresse.com)

Die Statistik Austria attestiert der heimischen Wirtschaft für 2011 ein reales Wachstum von 2,7 Prozent. Das ist deutlich höher als der EU-Schnitt.

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Die österreichische Wirtschaft ist laut Statistik Austria 2011 real um 2,7 Prozent gewachsen. Die bisherigen Berechnungen des Wifo hatten einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3 Prozent ergeben. Österreichs Wirtschaft sei damit aber deutlich stärker gewachsen als der Schnitt der Euroländer bzw. der EU-Länder, wo es jeweils ein Plus von 1,5 Prozent gab. Das BIP zu laufenden Preisen lag damit 2011 bei rund 301 Milliarden Euro (nominell plus 5,0 Prozent) oder 35.710 Euro pro Einwohner.

Die Herstellung von Waren und das Energiewesen waren mit einem realen Wachstum von 8,5 Prozent bzw. 9,4 Prozent maßgeblich für das Plus in der heimischen Wirtschaftsleistung. Auch die Bauwirtschaft legte um 3,5 Prozent real zu. Rückgänge gab es nur in wenigen Bereichen, darunter der Bergbau (minus 3,4 Prozent) und die öffentliche Verwaltung (minus 0,7 Prozent).

Prognose nach unten revidiert

Im Vergleich zur letzten Veröffentlichung des OeNB-Konjunkturindikators wurde die Prognose für das zweite Quartal 2012 geringfügig um 0,1 Prozentpunkte nach unten revidiert. Im Vergleich zum zweiten und dritten Quartal des Vorjahres erwartet die Nationalbank im Jahersabstand eine Steigerung von jeweils 0,5 Prozent.

Dies bedeutet, dass das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) Ende September um nur einen halben Prozentpunkt über den Vorjahr liegen wird. Die im erst Juni erhöhte OeNB-Prognose für das Gesamtjahr 2012 geht aber davon aus, dass die Wirtschaftskraft drei Monate später um 0,9 Prozent über dem Ende 2011 liegen wird. Um dieses Ziel zu erreichen, müsste sich die Konjunktur zum Jahresausklang merklich beleben.

Für den Euroraum lassen sowohl die vorliegenden harten Fakten als auch die Vertrauensindikatoren für das zweite Quartal sogar einen leichten Rückgang erwarten, schreibt die Nationalbank. So sanken im Euroraum zuletzt die Industrieproduktion und das Absatzvolumen im Einzelhandel, darüber hinaus signalisiert der Einkaufsmanagerindex ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung.

"Überdurchschnittliche Performance"

Österreich zähle zwar zu den Ländern mit einer noch überdurchschnittlichen Performance, die "heimische Wirtschaft kann sich jedoch nicht gänzlich von den internationalen Entwicklungen abkoppeln, wobei die Exportwirtschaft am unmittelbarsten von dem schwierigen außenwirtschaftlichen Umfeld getroffen wird". Im März seien die (nominellen) Güterexporte erstmals seit 2009 im Jahresabstand wieder leicht gesunken. Die Nationalbank rechnet damit, dass sich diese Entwicklung weiter fortsetzen wird. Die Wirtschaftsforscher vom Wifo rechnen in ihrer jüngsten Prognose noch mit einem Ansteigen der Exporte von 3,5 Prozent im jahr 2012.

Ein ähnliches Bild ergebe sich für die Industrie. "Die Industrieproduktion konnte seit Jahresbeginn 2011 nur noch geringfügig gesteigert werden und der aktuelle Einkaufsmanagerindex signalisiert eine Stagnation".

Relativ günstig entwickelte sich bisher dagegen der Arbeitsmarkt. Mit 4,1 Prozent habe Österreich die mit Abstand niedrigste Arbeitslosenquote in der EU, die Vorlaufindikatoren - wie offene Stellen und beabsichtigte Kündigungen gemäß Frühwarnsystem - "lassen (aber) eine Abschwächung der Arbeitsmarktdynamik in den kommenden Monaten erwarten". Die aktuell rückläufige Inflation werde aber die Realeinkommen stützen und damit ein moderates Wachstum des privaten Konsums in den kommenden Monaten ermöglichen.

"Angesichts der jüngsten Fortschritte zur Lösung der europäischen Schuldenkrise" erwartet die Nationalbank keine Verschärfung der Krise, "sie stellt jedoch einen wichtigen Risikofaktor für die weitere Konjunkturentwicklung dar".

 

(APA)

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8 Kommentare
Gast: 145öpo
14.07.2012 13:06
0 0

Schulden

In den deutschen Wirtschaftsnachrichten, steht, dass österr. Komunen 20 Milliarden € nicht ausgewiesener Schulden haben, man kann gratulieren, alles schön unter dem Tepich gekehrt, wo bei Wien am stärksten verschuldet ist.

Alles wird gut.

Ihr Propaganda-Ministerium.

Gast: 1. Parteiloser
13.07.2012 13:24
5 0

Bitte, wo ist diese "Leistung"?

"Die Herstellung von Waren und das Energiewesen waren mit einem realen Wachstum von 8,5 Prozent bzw. 9,4 Prozent maßgeblich für das Plus in der heimischen Wirtschaftsleistung"

Diese Aussage zeigt den Wahnsinn der BIP Berechnung doch deutlich auf. Das war eine rein preisgetriebene Leistung, bei einer Volumenbetrachtung wurde das niemals geschafft.

Dazu kommt noch, dass als Teuerungsrate die geschönten Daten vom VPI herangezogen wurden und nicht die Teuerungsrate des wöchentlichen Einkaufs.

Betreffend der Schrumpfung beim der Verwaltung handelt es sich vermutlich wieder im erhebliche Ausgliederungen, wenn auch nur in den Ruhegenuss.

Wie deppat diese BIP ist, das kann man auch sehen wenn man diese "Leistung" auf die Haushalte in Österreich umlegt. Es würde bedeuten, dass jeder Haushalt im Durchschnitt eine Leistung von 83.611.- Euro erbracht hätte. Dann müsste auch jeder Haushalt im Durchschnitt diese Leistung zur Verfügung haben (abzüglich der Bruttoinvestitionen!).

Nur, Österreich muss schon mehr als 1 Mio. Menschen in Armutsgefährdung verwalten und hat mehr als 1/2 Mio. Menschen in manifester Armut!

Wo bitte ist diese "Leistung"?

Re: Bitte, wo ist diese "Leistung"?

stellen Sie bitte keine derartigen Fragen. fangen Sie bitte nicht zu denken an und - bitte - bleiben Sie im System (in der Matrix). und lesen Sie ein Wirtschaftsbuch;-)
Genau so ist es nämlich. BIP Berechnung immer nach den aktuellen Preisen!
aber wer glaubt dem BIP noch? it's the Economy, st.pid!

0 3

Re: Bitte, wo ist diese "Leistung"?

Bitte ein wirtdchaftsbuch lesen! Bitte!

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
13.07.2012 16:59
0 0

Den Korruptionsanteil am BIP habe ich noch vergessen!

Da geht in Österreich, nach Meinung TI, um einen direkten jährlichen Korruptionsschaden zwischen 3.000 und 6.000 Mio. Euro, kommen vorwiegend durch unsaubere Geschäfte im Dunstkreis der Parteien. Obwohl bekannterweise volkswirtschaftlich sehr schädlich wird auch dieser Schaden als Leistung im Rahmen der BIP Berechnung berücksichtigt.

Eigentlich geht auch der indirekte Korruptionsschaden, verursacht durch den kranken Poster- und Amterlschacher, voll in die BIP Berechnung als volkswirtschaftliche Leistung rein. Dieser Schaden muss in Österreich mit min. 10% vom nominellen BIP angesetzt werden, wahrscheinlich sogar mehr als 20%.

Österreichs schönes BIP wird also auch von der schönen Korruption, dem Posterl.- und Amterlschacher nach oben getrieben. So gesehen ist das die Leistung der Regierung, weil es deren Tagesgeschäft ist.

Leider sind diese Anteile beim BIP ein gewaltiger Schaden für Österreich und die Österreicher.

Hat Österreich ein SchadensBIP?

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
13.07.2012 16:58
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Re: Re: Bitte, wo ist diese "Leistung"?

Habe ich doch schon gemacht, sogar viele Bücher gelesen.

Da steht dann bei der BIP Berechnung drinnen, dass die Verwendung von 2,2 Lehrpersonen pro Schulklasse das BIP um Milliarden noch oben hebt auch wenn die Absolventen immer weniger können.

Das steht dann auch drinnen, wenn Österreich einen Tunnel mit 10 mm Durchmesser und 5 mm Länge bohrt, und diese Bohrung 5 Mrd. Euro kostet, das BIP um diese 5 Mrd. Euro nach oben geht. Das gilt auch dann, wenn dieser Tunnel niemals verwendet werden kann (zB Bahnhof St. Anton am Arlberg um 2 Mrd. ATS).

Das steht auch drinnen, wenn Ö die Verwaltungskosten um 50 Mrd. erhöht, das dann auch das BIP um 50 Mrd. höher ist, auch wenn die Verwaltungsleistung keine Steigerung hat.

Da steht auch drinnen, dass eine Verdopplung der Kammern, welche absolut Nutzlos sind, das BIP um Milliarden nach oben treiben würde.

Da steht dann auch drinnen, dass der Warenkorb mit der Realität des Lebens kaum etwas zu tun hat.

Das steht dann drinnen, wenn man sinnerfassend lesen kann, dass das BIP eine reine theoretische Rechengröße ist, welche mit Leistung gar nichts zu tun hat, mit Wohlstand gar nichts zu tun hat. Nur, diese Kennzahl wird laufend genau zu diesen Aussagen missbraucht.

Haben Sie die Bücher schon gelesen?

Haben Sie auch die Bedeutung der Aussagen, nach kritischer Hinterfragung, auch begreifen können?

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
13.07.2012 16:01
0 0

Nach dem BIP ist auch die Korruption eine volkswirtschaftliche Leistung!

Da geht in Österreich, nach Meinung TI, um einen direkten jährlichen Korruptionsschaden zwischen 3.000 und 6.000 Mio. Euro, kommen vorwiegend durch unsaubere Geschäfte im Dunstkreis der Parteien. Obwohl bekannterweise volkswirtschaftlich sehr schädlich wird auch dieser Schaden als Leistung im Rahmen der BIP Berechnung berücksichtigt.

Eigentlich geht auch der indirekte Korruptionsschaden, verursacht durch den kranken Poster- und Amterlschacher, voll in die BIP Berechnung als volkswirtschaftliche Leistung rein. Dieser Schaden muss in Österreich mit min. 10% vom nominellen BIP angesetzt werden, wahrscheinlich sogar mehr als 20%.

Österreichs schönes BIP wird also auch von der schönen Korruption, dem Posterl.- und Amterlschacher nach oben getrieben. So gesehen ist das die Leistung der Regierung, weil es deren Tagesgeschäft ist.

Leider sind diese Anteile beim BIP ein gewaltiger Schaden für Österreich und die Österreicher.

Hat Österreich ein SchadensBIP?


Hobbyökonom