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Fleisch- und Wursthändler Zellinger ist insolvent

13.07.2012 | 16:44 |   (DiePresse.com)

147 Mitarbeiter sind von der Insolvenz betroffen. Den Gläubigern wird eine Quote von 30 Prozent angeboten. Die Firma soll weitergeführt werden.

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Der Fleisch- und Wursthändler Zellinger Filialbetriebs GmbH & Co KG sowie der Fleisch- und Wurstwaren-Produzent- und Händler Franz Zellinger GmbH, beide mit Sitz in Steyr, sind insolvent. Insgesamt sind 147 Mitarbeiter betroffen. Das Sanierungsverfahren wurde am Freitag im Landesgericht Steyr eröffnet, wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) und der Kreditschutzverband (KSV) von 1870 in Presseaussendungen mitteilten.

Die Zellinger Filialbetriebs GmbH & Co KG mit ihren 15 Zweigstellen in Steyr, Linz, Wels und Bad Hall beschäftigte zuletzt 103 Dienstnehmer. Den 46 Gläubigern wird eine Quote von 30 Prozent angeboten. Laut KSV stehen 920.000 Euro Passiva rund 350.000 Euro Aktiva gegenüber. Die Franz Zellinger GmbH, die neben dem Filialbetrieb auch Kunden in ganz Österreich beliefert, beschäftigte zuletzt 44 Mitarbeiter. Auch hier wird den Gläubigern - 87 an der Zahl - eine Quote von 30 Prozent angeboten. Die Passiva betragen laut KSV rund 1,91 Mio. Euro, die Aktiva 640.000. Der AKV berichtete von Gesamtpassiva beider Unternehmen in der Höhe von 1,5 Mio. Euro.

Weiterführung der Firmen ist geplant

Als Insolvenzursachen wurden Umsatzrückgänge in den Jahren 2011 und 2012 sowie ein zu hoher Personalstand angegeben. Bis 2010 waren beide Firmen in der Gewinnzone. Als die finanzierende Hausbank eine Ausweitung des Kontokorrentkreditrahmens zur Finanzierung der Löhne und Gehälter sowie des Urlaubszuschusses Anfang Juli verweigerte, sei die Zahlungsunfähigkeit eingetreten, so die Kreditschützer. Eine Weiterführung der Unternehmen wird beabsichtigt.

(APA)

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13 Kommentare
Gast: "Exfleischer"
18.07.2012 08:43
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Strukturopfer

Wie wird sich die Spirale jetzt weiterdrehen? Mehr Umsatz mit weniger Personal oder.........in zwei Jahren werden dieselben Probleme das Eigenkapital des Unternehmens vernichtet haben.ich wünsche viel Glück!!!

Gast: exkunde
16.07.2012 17:34
0 0

voll krass

ist voll krass, wie schnell das geht. aber bei all dem gejammer ob firma weiter besteht oder nicht, wer denkt dabei an die armen angestellten. müssen um arbeitsplätze zittern, um ausstehende löhne bangen, wissen nicht wie die miete bezahlt wird, die kinder satt werden. aber wichtig ist für die verantwortlichen nur, wie die firma fortbestehen kann

Antworten Gast: Selfmade Man
16.07.2012 18:45
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Re: voll krass

ihr gejamer ist höhnisch im übersozialstaat u. wohlfahrtsstaat österreich !! bei "dem"arbeitslosengeld,kindergeld,wohnbeihilfe,medizinischer rundum versorgung,gratis- schulbildung etc. etc. könnte man sogar meinen das geld wurde abgeschaftt in österreich,aber ihre aussage ist wohl nur ein ergebnis von 40 jahren rot-schwarzem sozialismus ! ps: sie sollten wirklich einmal ein land besuchen(aber nicht als tourist der nur zum klotzen kommt) wo mütter ihre kinder nicht satt kriegen u. dann noch einmal überlegen ob die situation wirklich zum zittern ist im schönen österreich !!

Gast: Analyst 829
16.07.2012 15:39
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3 Filialen und ein Hauptsitz für Familienbetriebe optimal

Ohne den Betrieb genau zu kennen, kann man sagen, dass 15 Filialen eine sehr schwierige Größe sind. Man hat die Vorteile eines übersichtichen Familienbetriebs mit bis zu 3 Filialen nicht mehr aber im Einkauf noch nicht die Vorteile eines großen Konzerns, der die Lieferanten erpressen kann und Geld allein für das Hereinnehmen eines Proddukts ins Sortiment abverlangen kann.

Natürlich können auch sehr große Betriebe wie z. B. Schlecker in Konkurs gehen, aber das ist die große Ausnahme und bedarf grober Mangementfehler.

Mit 15 Filialen kann man sich hingegen praktisch keinen Fehler leisten.

Meiner Meinung nach gehört das Österreichische Konkursrecht, insbesondere der Ausgleich neu geregelt.

Die Schuldner können sich bei einem Ausgleich die bezogenen Waren und Leistungen behalten und das Unternehmen wird dann ganz normal weiter gefürht. Aber es kommt sehr häufig auch (muss in dem Fall natürlich nicht sein) zu einem Missbrauch des Ausgleichs und daher schlage ich vor, dass Betriebe, wenn die alten Eigentümer z. b. 30 % Ausgleichsquote bieten, von jemanden anderen übernommen werden können, der den Gläubigern z. b. 40 % Ausgleichsquote bietet.

Damit werden die Gläubiger besser gestellt und der Missbrauch des Ausgleichs birgt für jeden Unternehmer, der das tut, das große Risiko einer feindlichen Übernahme zum Schnäppchenpreis und der Schuldner muss sich bemühen wirklich eine möglichst höhe Ausgleichsquote zu bieten, damit kein anderer locker überbietet.

Gast: wurstesser
15.07.2012 22:16
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unverständlich

wie kann man bei dem schuldenstand noch an
eine weiterführung denken da es meistens
auch bei einem 2 anlauf zu einem desaster
kommt aus vorbei muss auch aus vorbei sein

Gast: Lady90
14.07.2012 10:19
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Kein Wunder

Es musste so kommen.
Wenn man 2010 schon sieht, dass es bergab geht, dann muss ich frühzeitig was ändern und nicht sich 2012 wundern.

Gast: Igor Stransky
14.07.2012 06:01
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Jetzt kann er sich wenigstens voll der Quantenphsik widmen


Gast: ex kunde
14.07.2012 02:02
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wie geht das bei den wucherpreisen

für eine ordinäre leberkässemmel € 3,20 zu verlangen und dann in konkurs gehen...

Schade

Gerade der hatte noch echte Wurst und ziemlich gute Produkte zu bieten. Dafür können die Ramschnahrungsmittelgroßhändler wieder einen Erfolg für sich verbuchen - und die Bevölkerung macht mit, "weil die wurst beim liedl gleich gut ist, gelle und nur 20 cent pro Kilo kostet." Es gab mal Zeiten, da war Ö noch eines der wenigen Länder, in denen man gute Lebensmittel kaufen konnte. Vorbei ist vorbei. Nicht mal blecken nützt was, weil es niemanden mehr gibt, der noch Stolz in seine Produkte steckt.

hmm

da nutzt wieder einmal einer der armen wirtschaftstreibenden, die möglichkeit sich günstig von seinen schulden zu erleichtern. und dann gehts gut saniert munter weiter.

als privater würde man min. 7 jahre am existenzminimum dahinvegetieren um sich anschließend mühsam wieder etwas aufbauen zu können.

aber wie heißts immer: gehts der wirtschaft gut gehts uns allen gut ;)

Re: hmm

alles ok laut geltendem recht ;-)))) toll oder!


Gast: b754
13.07.2012 17:18
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hat den auch die fekter fertig gemacht


Re: hat den auch die fekter fertig gemacht

wieder a bissl paranoid heute oder eh naturtrüb ?

Hobbyökonom