Genf/Dpa. Der neueste Welthandelsbericht der Welthandelsorganisation WTO zeigt es schwarz auf weiß: China hat Deutschland als Exportweltmeister überholt. Auf China entfallen 10,4 Prozent des globalen Exportvolumens. Deutschland liegt mit den USA gleichauf auf dem zweiten Rang. Bei den Importen führen hingegen die USA mit einem Anteil von 12,3Prozent. Österreich hat mit seinen Aus- und Einfuhren jeweils ein Prozent am Welthandel.
Die WTO registriert eine Zunahme indirekter protektionistischer Maßnahmen, mit denen vor allem krisengebeutelte Staaten versuchen, ihre eigene Wirtschaft zu schützen. Solche Handelshemmnisse treffen exportabhängige Volkswirtschaften besonders stark, heißt es im aktuellen WTO-Bericht.
Schutzzölle oder Exportsubventionen sind den meisten WTO-Mitgliedern verwehrt. Deshalb greifen sie etwa zu Importverboten wegen mutmaßlicher Sicherheitsprobleme oder gesundheitlicher Schäden der Konsumenten. Als Beispiel für unerlaubten Protektionismus nennt die WTO den im Frühjahr von Russland verfügten zeitweiligen Importstopp für Schweine aus der Europäischen Union.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.07.2012)
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