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"In manchen Schlecker-Filialen kein Klopapier mehr"

17.07.2012 | 15:23 |   (DiePresse.com)

Die Warenbestände sind am Kippen. 300 von 930 Österreich-Filialen müssten geschlossen werden, sagt der mögliche Investor Stumpf und dämpft die Erwartungen.

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Der Linzer Finanzinvestor Recap um Anton Stumpf dämpft die Erwartungen, die angeschlagene Drogeriekette Schlecker-Österreich zu retten. Die Besprechung mit der Masseverwaltung von Schlecker-Deutschland am vergangenen Donnerstag hat "uns von der Motivation etwas genommen", sagte Stumpf. "Schlecker ist derzeit wertlos. Mit viel Arbeit und viel Glück kann man die Arbeitsplätze retten."

Die Zeit für Schlecker drängt: Der Warenbestand pro Schlecker-Filiale würde hierzulande im Schnitt nur mehr 50000 Euro betragen, in manchen sogar nur mehr 20000 Euro. Notwendig wären aber Waren im Wert von 85.000 bis 90.000 Euro, erklärte Stumpf. "In manchen Filialen gibt es sogar kein Klopapier mehr." Schlecker-Österreich habe bis maximal Anfang August Zeit. Schlecker benötigt laut dem Finanzinvestor sofort 20 Millionen Euro für Warenlieferungen.

Schleckers Chance liegt am Land

Laut dem Sanierungskonzept von Stumpf sollen nach einer "strukturierten Insolvenz" rund 300 der 930 Schlecker-Filialen geschlossen werden. Damit würden rund ein Drittel der rund 3000 Mitarbeiter ihren Job verlieren. "Schlecker hat eine strategische Funktion am Land, aber nicht in der Stadt", zeigte sich der Finanzinvestor leicht zuversichtlich. Der Kaufpreis soll über einen Markenlizenzvertrag hereingebracht werden. Das Konzept will Stumpf mit einem nicht näher genannten "Systempartner" stemmen.

Großer Knackpunkt des anvisierten Deals könnte ein Darlehen für Warenlieferungen der Insolvenzverwaltung an Schlecker-Österreich werden. Laut dem Finanzinvestor wolle der Insolvenzverwalter von Schlecker-Deutschland, Arndt Geiwitz, den Kredit von rund 28 Millionen Euro "cash und besichert" retour. Man werde diese Forderung aber nicht akzeptieren. Stumpf will nun bis Ende der Woche sein Konzept präzisieren und dann wieder an den deutschen Insolvenzverwalter Geiwitz schicken. Dann heiße es: "Take it or leave it."

(APA)

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