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Geringe Warenbestände bei Schlecker-Filialen in Wien

19.07.2012 | 14:48 |   (DiePresse.com)

Vor allem in den Außenbezirken Wiens sind von vielen Produkten nur wenige Stück vorhanden.

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Die Österreich-Tochter der insolventen deutschen Drogeriemarktkette Schlecker hat laut Branchenkreisen mit knappen Warenbeständen zu kämpfen. Bei einem Lokalaugenschein in Wiener-Filialen ließ sich das bestätigen. Bei beliebten Produktgruppen wie zum Beispiel Zahnpflege, Shampoos oder Deos sind von vielen Marken nur zwei bis drei Stück erhältlich. Vor allem Warenbestände in den Wiener Außenbezirken sind im Vergleich zu jenen in den inneren Bezirken auffallend niedrig. Der Finanzinvestor Josef Stumpf sagte kürzlich, dass der Warenbestand pro Schlecker-Filiale im Schnitt nur mehr 50.000 Euro, in manchen sogar nur mehr 20.000 Euro betragen soll.

Einzig Regale für Spezialartikel wie Babynahrung, Haarfärbemittel oder Katzenfutter waren halbwegs gut gefüllt. Wichtige Produktgruppen wie Spülmittel- und Reinigungsmittel sowie Waschpulver sind fast zur Gänze ausverkauft. Verkäuferinnen in vier besuchten Filialen sprachen von deutlichen Lieferschwierigkeiten. Die Eigenmarke "Schlecker" ist, laut einer Verkäuferin, gar nicht mehr erhältlich.

Mitarbeiter "schlecht informiert"

In einer Filiale in einem Wiener Außenbezirk erklärte eine Schlecker-Mitarbeiterin, dass fehlende Produkte sofort von der Zentrale bestellt werden, Lieferungen kämen jedoch nur unregelmäßig und man könne nicht sagen welche Produkte und wie viel Stück angeliefert werden. Die Mitarbeiter fühlen sich auch vom Management schlecht informiert. Über die Zukunft der Mitarbeiter werde nur per Fax kommuniziert, sagte eine Filialmitarbeiterin.

Nach der Insolvenz von Schlecker-Deutschland im Jänner, konnte das operative Geschäft der Österreich-Tochter mit rund 900 Filialen und 3000 Mitarbeitern bis jetzt aufrechterhalten werden. Laut dem Sprecher des deutschen Schlecker-Insolvenzverwalters, Arndt Geiwitz, soll eine Entscheidung über die Zukunft der Österreich-Tochter noch im Juli fallen.

 

(APA)

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1 Kommentare
Gast: podiru
20.07.2012 16:46
0 0

Schade

bald stehen ein paar tausend leute ohne arbeit da.
aber keinen interessierts!

Hobbyökonom