Wien/Red. Im September hätte das nahezu fertige Gaskraftwerk der OMV im türkischen Samsun in Betrieb gehen sollen. Daraus dürfte nun aber nichts werden. Denn laut der Zeitung „Haber Turk“ kippte ein türkisches Gericht die bereits vergebene Betriebsgenehmigung, nachdem Umweltschützer Einwände gebracht hatten, wonach das Kraftwerk den Anbau von Lebensmitteln in der Region gefährden würde. Die Behörde müsse diese Einwände vor einer erneuten Erteilung der Genehmigung beachten, so das Gericht.
„Wir haben immer alle Auflagen der Behörden erfüllt“, heißt es dazu aus der OMV. Da es ein laufendes Verfahren gebe, wolle man aber nicht mehr dazu sagen und vertraue auf die „Rechtssicherheit in der Türkei“. Wie hoch die Kosten für die wahrscheinliche Verzögerung der Inbetriebnahme des Kraftwerks ausfallen werden, könne noch nicht gesagt werden. In den Bau der 870-Megawatt-Anlage an der Schwarzmeerküste investiert die OMV in Summe rund 600 Mio. Euro.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.07.2012)
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