Die Begas-Affäre beschäftigt momentan nicht nur Wirtschaftsprüfer und Medien sondern auch die Staatsanwaltschaft (StA) Eisenstadt. "Es gibt eine polizeiliche Anzeige und erste Ermittlungen gegen den Ex-Chef Rudolf Simandl", teilte der Leitende Staatsanwalt Wolfgang Swoboda mit. Derzeit werde untersucht, "ob hier ein Finanzvergehen durch die Privilegienwirtschaft oder ob Untreue vorliegt", erklärte Swoboda. Die Ermittlungen könnten Jahre dauern.
Die Wirtschaftskriminalisten müssten sich durch einen "Wust von Strukturen fressen", so der Leitende Staatsanwalt. Ermittelt werde bereits seit Mitte April, als Simandl fristlos entlassen worden war. Derzeit konzentrieren sich die Experten auf ihn. "Dass die Möglichkeit besteht, dass sich das alles ausweitet, ist aber allen bewusst".
Die Aufarbeitung sei "höchst mühsam". Man müsse die Historie der Begas untersuchen, auch interne Regelungen und Traditionen im Unternehmen müssten unter die Lupe genommen werden, ebenso Beziehungsgeflechte, erklärte Swoboda. Deshalb gehe er auch davon aus, dass man bei der Ermittlungsdauer wohl kaum von "Wochen oder Monaten sondern eher von Monaten oder Jahren sprechen muss".
(APA)
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