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Das Geschäft mit der Energiesparmasche

21.07.2012 | 17:38 |  von Eva Steindorfer (Die Presse)

Hersteller von Elektrogeräten animieren dazu, alte Geräte auszutauschen. Zu teuer, zu energiefressend, heißt es. In manchen Geräten steckt sowieso ein eingebautes Ablaufdatum. Geplante Obsoleszenz heißt der Zauber.

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Da steht er, im Herzen seines Reiches, und posiert mit dem Fuß auf einer Waschmaschinentrommel, als hätte er diese eben erfolgreich bei der Jagd erlegt. Der Lagerraum im Keller eines riesigen Werkstattkomplexes ist bis zur Decke mit Dingen gefüllt, die das unkundige Auge als Elektroschrott klassifizieren würde. Sie sind feinsäuberlich sortiert und zum Teil beschriftet wie paläontologische Fundstücke. Doch diese Teile sind keineswegs museumsreif und auch kein Schrott. Jedenfalls nicht, wenn es nach Sepp Eisenriegler geht. Denn sein Reparatur- und Servicezentrum R.U.S.Z. haucht auch hoffnungslosen Fällen von Haushaltsgeräten wieder Leben ein. Und zwar nicht nur Waschmaschinen, sondern allem, was man sich so vorstellen kann, vom Flachbildschirm bis zum Radiogerät aus den Fünfzigerjahren.

Das R.U.S.Z gibt es schon seit 14 Jahren. Neuerdings spült die Nachhaltigkeitswelle aber hin und wieder Vertreter der Medienzunft an seine Tore in Wien-Hütteldorf – was Eisenriegler schon ein bisschen genießt. Was wäre ein Missionar ohne sein Publikum? Der Grund für das gesteigerte öffentliche Interesse am R.U.S.Z. hat einen schwer aussprechbaren Namen: geplante Obsoleszenz. Die Idee, die dahintersteckt, ist so einfach wie perfide: Hersteller bauen in ein Produkt absichtlich einen Defekt ein, damit dieses vorzeitig, meist pünktlich nach Ablaufen der Garantiefrist, kaputt wird. Die Leute schmeißen es weg, kaufen ein neues, der Konsum wird angekurbelt, die Wirtschaft freut sich. Eigentlich eine feine Angelegenheit, schließlich braucht es unser aller locker sitzende Brieftasche, um das Rezessionsmonster, das sich im Euroraum breitgemacht hat, in Zaum zu halten. Langlebige, grundsolide Geräte, die einen ein halbes Leben lang begleiten, fördern nicht gerade den Konsum.


Drucker stellt sich tot.Eisenriegler gehört jedoch zur Fraktion der Nachhaltigkeitsfetischisten. Der Englisch- und Geografielehrer, der seinen Beruf aber nie ausgeübt hat – „Ich hätte mich sicher nicht an den Lehrplan gehalten und mich mit der Schulleitung zerstritten“ –, kann viele Beispiele nennen, bei denen der Verschleiß eines kaputtgegangenen Geräts ganz eindeutig absichtlich herbeigeführt wurde. Zum Beispiel den Brother-Drucker HL-3040CN: „Die Tonerkartusche hat ein mechanisches Zählwerk eingebaut, das nach rund 2500 Ausdrucken meint, die Kartusche sei leer. Wenn die Zählmechanik per Hand zurückgestellt wird, kann man problemlos weiterdrucken. Diesen Eingriff haben wir pro Kartusche schon drei Mal wiederholt. Der Drucker druckt noch immer.“ Dasselbe gelte auch für diverse Epson-Drucker. Oder, ein Schlag ins Gesicht der Apple-Fans: „Bei den MacBooks Air und Pro sind die Akkus so konzipiert, dass sie nicht von normalen Usern ausgetauscht werden können. Apple verrechnet für den Austausch 129 Euro.“

Und die Hersteller arbeiten auch mit anderen Tricks. So komme es oft vor, dass Kunden ihre Handys mit Wasserschäden ins Geschäft brächten, und dort würde ihnen erklärt, dass der Programmwahlschalter kaputt sei. „Das ist gleichbedeutend mit einem irreparablen Schaden, stimmt aber meistens nicht.“ Wenn dann doch repariert wird, dann kommt das den Kunden meistens teurer als der Neukauf: „Bei einer Waschmaschine kostet es im Schnitt viermal mehr, sie mit Ersatzteilen reparieren zu lassen, als sich ein neues Billigprodukt anzuschaffen.“

Eisenrieglers erklärter Feind ist die Lobby der Haushaltsgerätehersteller. Diese habe es geschickt verstanden, sich die Energiesparbemühungen der Konsumenten zunutze zu machen. Man werbe mit Slogans wie „Hau weg den Dreck“ und zeichne mit weinenden Steckdosen und fett gefressenen Kühlschränken ein Bild vom energie- und geldverschlingenden, umweltschädigenden, alten Gerätemonster im Vergleich zum blitzblanken, sauberen Energiesparer.

Tatsächlich hat sich in den letzten Jahrzehnten in Sachen Energieeffizienz bei Hauhaltsgeräten viel getan. Und bei manchen Kühlschränken beispielsweise, die älter als zehn Jahre sind, zahlt sich ein Wechsel erwiesenermaßen aus, für die eigene Brieftasche wie für die Umwelt. Doch auch das Energiesparpotenzial der Geräte ist nicht unbeschränkt erweiterbar. Und die kolportierte Zehn-Jahres-Rechnung lasse sich auch nicht auf alle anderen Geräte umlegen, sagt Eisenriegler. Das Auswechseln einer Waschmaschine zahle sich demnach nicht nach zehn, sondern erst nach 20 Jahren aus.

Falsch gerechnet. Denn wenn man zum Energieaufwand des Geräts auch noch die kompletten Umweltauswirkungen dazurechnet, die einerseits die Verschrottung des alten und andererseits die Produktion des neuen Geräts mit sich brächten, dann sehe die Sache schon ganz anders aus. „Der europäische Fachverband der Haushaltsgerätehersteller(CECED, Anm.) betreibt bewusste Fehlinformation“, sagt Eisenriegler. Der CECED arbeitet übrigens mit der EU eng zusammen, was die Einhaltung der 2020-Regeln zum Thema Energiesparen betrifft.

Im nächsten Raum in den Kellern des R.U.S.Z. erschlägt einen ein scheinbar wild zusammengewürfeltes Sammelsurium von Kleinstelektronik, in dem vermutlich nur Habib Amann weiß, wo welches Teil zu finden ist. „Servus, Chef“, sagt er, während er mal aus dem einen, mal aus dem anderen Korb ein Rätsel aus Metall, Plastik und bunten Drähten fischt. „Alles Ersatzteile, die zum Teil im Handel gar nicht mehr erhältlich sind“, erklärt Eisenriegler. So kommt es, dass die Mitarbeiter des R.U.S.Z auch in der Lage sind, „Nostalgiegeräte“ zu reparieren.

Oben, im Erdgeschoß, stehen Eumig-Radios mit integrierten Schellakplattenspielern aus den späten Fünfzigerjahren friedlich neben Flachbildschirmen der neuesten Generation. Im Gegensatz zu den alten Röhrengeräten werden die neuen Flachfernseher „schneller kaputt“. Während bei den alten Geräten oft nur „ein Tupfer mit dem Lötkolben“ genüge, um sie zu reparieren, seien die flachen Patienten kosten- und materialintensiv. „Tja, reich werden kann man mit diesem Geschäft nicht“, sagt Eisenriegler. „Im Jahr 2003 waren wir sogar mit 30.000 Euro verschuldet. Gerettet hat uns die Gründung der Trashdesignmanufaktur.“ Eisenriegler weist auf einen Beistelltisch in der Eingangshalle, der aus drei übereinandergeschichteten Waschmaschinentrommeln und einer Glasplatte besteht.

In der Manufaktur und im Tochterunternehmen DRZ, dem Demontage- und Recycling-Zentrum, arbeiten im Schnitt 60 sogenannte „Transitarbeitskräfte“, also Langzeitarbeitslose, die wieder an den Arbeitsmarkt herangeführt werden sollen.

Das R.U.S.Z selbst ist seit 2008 privatisiert und finanziert sich zu 70 Prozent mit Reparaturarbeiten und zu 30Prozent über den Verkauf von Secondhandgeräten. Die Kundschaft ist bunt gemischt: „Unsere langjährigen Stammkunden sind aus der Nachkriegsgeneration“, sagt Eisenriegler.

Pimp my Waschmaschine. Aber die Jungen hätten die Idee des nachhaltigen Konsumierens wirklich verinnerlicht. Dementsprechend populär seien derzeit Selbsthilfeplattformen im Internet, bei denen Kunden die Gebrechen ihrer Geräte melden können und Tipps austauschen (siehe Kasten). Eisenriegler hat da so seine eigenen Methoden. Er repariert nicht nur, er motzt auch auf. Für sein Lieblingsstudienobjekt, die Waschmaschine, hat er ein eigenes Tuning entwickelt: „Damit können wir ein Gerät der Kategorie C in KategorieA umwandeln.“ Er verrät auch sein Geheimnis: „Wir sorgen dafür, dass in den sensiblen Waschphasen, wenn aufgeheizt wird, weniger Wasser zuläuft. Das spart 30 Prozent Wasser und 20 Prozent Strom.“ 150 Euro verlangt er dafür. Wenn das R.U.S.Z. so etwas kann, sollte das den Herstellern auch gelingen. Sollte man meinen.

Hilfe zur Selbsthilfe

Eine deutsche Online-Plattform, bei der Konsumenten Gebrechen von Geräten melden können:
www.murks-nein-danke.de

Ein Online-Reparaturnetzwerk, bei dem Experten sich austauschen können:
www.ifixit.com

Filmtipp: „Kaufen für die Müllhalde“. Ein Dokumentarfim von Cosima Dannoritzer (Arte, 2010).

Der Link zum Reset der Epson-Drucker, die fälschlicherweise angeben, die Tonerkartusche sei leer:
http://ssclg.com/epsone.shtml

www.rusz.at, www.repanet.at, www.reeuse.org

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.07.2012)

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46 Kommentare
 
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Re: Obsoleszenz

Wenn dann gehört man mit diesen Apple-Sachen höchstens der Prolo-Kaste an. Die haben das selbe Schicksal wie Lacoste und Nike.

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können die auch

glühbirnen reparieren?

je jünger die sind, desto schneller geben sie den geist auf.

ist aber sicher nicht absicht.

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Re: können die auch

Glühbirnen kann man manchmal noch reparieren indem man sie - an Strom angeschlossen - so dreht, dass die freien Enden aufeinandertreffen und dann miteinander verschmelzen. Dann funktioniert die Lampe wieder.

rofl

So weit zur Theorie...
Und das habens ausprobiert?

Gast: Feinsteyn
22.07.2012 00:35
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Auch ...

Philips und Osram haben uns mit "toller" Lobbyarbeit in Brüssel die "Energiesparlampe" aufgezwungen und die Glühbirnen verbieten lassen.
Bezahlen darf der Konsument den zig-fach höheren Verkaufspreis, Quecksilberbelastung bei erlogener, verzeihung optomiert langer Lebensdauer....

Danke EU, danke SPÖVP, danke grüne KlimaschwindlerInnen!!!

Antworten Gast: Bärenfalle...
23.07.2012 06:49
0 0

Re: Auch ...

Ich habe so viele Glühbirnen auf Vorrat gekauft, der wird die EU überleben.

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Re: Auch ...

dann nehmen Sie doch LED Lampen.
in der EE Verordnung steht nichts vom zwang auf Energiesparlampen.

Re: Auch ...der Badezimmerstrahler

gibt ein schönes oranges Licht. Gut als Ersatz für die Glühlampe geeignet.

Gast: Gääähn
22.07.2012 00:07
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Gääähn

Wie sehr prostituiert man sich, um die Verkaufszahlen zu fördern. Schwachsinn!

ist wie bei autos

die 50er 60er und 70er jahre - da sind die modelle noch von jedem "blechschuster" reparierbar.
heute muessen elektronische bauteile ausgetauscht werden, die ab tag x so nicht mehr produziert werden

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Re: ist wie bei autos

Ich denke am besten waren die Autos Anfang der 1990er-Jahre. Besser haltbar und noch nicht so sehr komplett über Computer gesteuert.

Noch in den 1970er-Jahren war es die Regel, dass die großen Reparaturen mit 50.000 km beginnen. Gerostet sind die auch nahezu alle extrem flott. Heute kann man mit einem Auto problemlos 100.000km fahren ohne großartige Reparaturen.

Ärgerlich sind selbstverständlich die Vorprogrammierungen die zu einem bestimmten Zeitpunkt den Besuch einer Vertragswerkstätte fordern und von einem normalen Automechaniker kaum mehr repariert werden können.

Dass die Autos früher besser gewesen wären sagen nicht einmal Oldtimer-Fans.

Antworten Gast: ökono-mist
21.07.2012 23:34
3 3

Re: "ist wie bei autos"


Möglich wird das durch einen massiven, praktisch unverwüstlichen Rahmen, von dem man die gesamte Karosserie abschrauben, abheben, und so perfekt sanieren, kann (gibts jetzt leider nur mehr bei Geländewagen).

Heutzutage verzichtet man auf diesen Rahmen, prodziert nur mehr "selbsttragende Karosserien" - und bekommt dafür - ganz im Sinne der Obsoleszenz-Spekulanten - unsanierbare Rostnester, welche von den Straßenmeistereien (in weiser Gewinnabsicht...?) mit viel Streusalz genährt werden...

Das bringt wiederum Mehrwertsteuer (von an sich schon hochpreisigen Produkten!), Sondermehrwertsteuer alias NoVA und Außenhandelsdefizite...

Land der Händler - zukunftsreich?

Antworten Antworten Gast: nestbeschmutzer
22.07.2012 09:07
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Re: Re: "ist wie bei autos"

Es gibt eine Antwort darauf: Alu Karosserien- wie die von AudiA8, Aston Martin Rapide, Jaguar,... da rostet nix. Oder Handgefertigte wie RR Gost, etc. Nur: die entsprechende Portokasse sollte man dzu haben...

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Re: Re: "ist wie bei autos"

Rostnester? Ein bisserl Schimpfen ist ja nett, aber im Vergleich zu früher rosten die Schüsseln kaum mehr. Es gibt vielleicht jede Menge anderer Probleme aber Rost wohl wenig. Abgesehen davon war ein Auto früher mit 10 Jahren und 100000 km schon reichlich bedient. Ich persönlich habe den Eindruck, dass dies nun etwas besser wurde. Abgesehen von zwei Motorschäden bei weit unter 100.000 km ;-). Aber der erste war Ende der 90er und der Zweite 2005. Beide in nicht frischen Autos. Also war wohl nicht alles früher so viel beser.

Antworten Antworten Antworten Gast: ökono-mist
22.07.2012 12:42
2 0

Re: Re: Re: "ist wie bei autos"


Da könnten Sie schon recht haben: Die Rostprobleme betrafen eher die erste Generation der - nun auch bereits in die Jahre gekommenen - "Selbsttragenden" (und haben wohl auch etwas mit der massiven Ausweitung der Salzstreuung zu tun) - ab der Mitte der Neunzigerjahre ging's mit der Qualität mancher Produkte wieder deutlich bergauf.
Deshalb hat man sich wohl auch seitens der EU für eine Monopolisierung der (Original-)Ersatzteilversorgung stark gemacht - was dann zum Schlag ins Wasser wurde, weil es den wirtschaftlichen Freiheitsrechten widersprach.
Fein ausgedacht war's aber: Wenn der Umsatz nicht wunschgemäß verläuft, drehen wir einfach die Ersatzteilversorgung ab, verbieten anderen (billigeren) Herstellern quasi das Produzieren - und zwingen die Bürger generell zum ressourcenverschwendenden Neuwagenkauf.
Strukturen verändern wäre besser - weil nachhaltiger! Und es würde auch die Konsumentenmoral erhöhen. Das organisierte Wegwerfen vor der Zeit hat ja auch verheerende psychologische Langzeitauswirkungen.

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Re: Re: Re: Re: "ist wie bei autos"

Ersatzteile von Drittherstellern für die Karosserie sind sicherlich unkritisch. Ich hatte aber schon schlechte Erfahrungen mit Teilen am Motor gemacht, was mich letztlich ungleich mehr an pausenlosen Reparaturen gekostet hatte, weil der Fehler jahrelang nicht gefunden wurde. Es war eine elektronische Steuerung von einem Dritthersteller, die angeblich ident mit dem Original war. Den Fehler hatte dann erst ein intelligenter Mechaniker gefunden.

Manche Teile müssen im Original verwendet werden, weil die Nachbauten nicht korrekt funktionieren. Dumme Mechaniker wissen halt nicht welche das sind.

Gast: pan-tora
21.07.2012 22:37
3 0

achtung - werbung!

ich habe dort schon oefter geraete (waschmaschine, fernsehr, verstaerker, kaffeemaschine) reparieren lassen - schraege mitarbeiter aber sie leisten gute arbeit und die reparaturen sind nicht teuer...

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Normalerweise ....

gehört das angezeigt denn das ist Betrug am zahlenden Kunden!!
Diese Firmen betrügen ..... so einfach schaut's aus!

http://www.murks-nein-danke.de/murksmelden/

Antworten Gast: ökono-mist
21.07.2012 22:35
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Re: "Normalerweise ...."


Sie haben recht: sowas ist das klassische organisierte (Wirtschafts-)Verbrechen - und Ihre Definition des Sachverhalts ist die einzig mögliche - und auch juristisch lupenreine!
Trotzdem wird sie innerhalb der auf undurchsichtger Regierungs-(oder sagen wir besser imperialistischerer Zwei-Staatschef-)Gesetzgebung basierenden Europäischen Union keinen Richter finden -
ist man doch dort gerade dabei, dieses betrügerische System als wirtschaftliche EU-("Staats"-)Doktrin zu installieren&etablieren. (ESM als finanzielle Grundlage für immer neue Wegschmeiß-Diktate = Enteignung der europäischen Völker!)
Daher mein Vorschlag: Man sollte den europäischen Pleitestaaten bloß kein gutes Geld mehr aufdrängen (in der Hoffnung auf unmoralische Umweg-Gewinne der o. a. Art), sondern sie in die FREIE REPARATURWIRTSCHAFT entlassen. Man müßte den von ihren Regierungen (und der weihnachtsmännischen EU) Verblendeten nur nachhaltig vermitteln, daß echter Wohlstand weder von Moden noch vom Alter der privaten Investitionsgüter abhängt (sondern ausschließlich von deren Funktionstüchtigkeit) - und auf Dauer auch nicht durch Verschwendungswirtschaft aufrechtzuerhalten ist.

Nur: Ein solcher 180°-Paradigmenwechsel ist von Politikern, die derart (a)sozialisiert worden sind, wohl kaum zu erwarten. Vor solchen demokratiepolitischen Kardinalproblemen verschließen sie lieber Augen und Ohren - und überlassen die Verdünnung der Probleme ihren - mit Ersatzteilen bestens versorgten - Gelddruckmaschinen...

Gast: Baur4
21.07.2012 19:35
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Nicht nur bei den Elektrogeräten

Eine alte Wohnhaussiedlung wurde saniert und mit 20 cm "Styropor" gedämmt. Die neuen Fenster bekamen eine Zwangsbe- und Entlüftung. Nun zahlen die Bewohner höhere Heizkosten wir vor der Sanierung.

Aha...

"So komme es oft vor, dass Kunden ihre Handys mit Wasserschäden ins Geschäft brächten, und dort würde ihnen erklärt, dass der Programmwahlschalter kaputt sei."

Na dann...

 
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Hobbyökonom