Wien ist als Standort für regionale Firmenzentralen insbesondere für die Märkte in Zentral- und Osteuropa nach wie vor sehr attraktiv - "aber die Anforderungen verändern sich laufend", sagt Leo Hauska von Headquarters Austria (HQ Austria). Zwar sei die Anzahl der Headquarters in Wien stabil, aber von den regionalen Headquarters seien nur noch rund zwei Drittel rein für CEE zuständig, sagte Hauska.
Die Wirtschaftskammer Wien hat in den letzten zweieinhalb Jahren mehr als 60 international tätige Headquarters in Wien befragt und dabei festgestellt, dass einige Standortverantwortliche gegenüber ihren Konzernzentralen immer öfter die Vorteile des Standortes Wien verteidigen müssen. Viele der Konzerne hätten nämlich in den CEE-Ländern selbstständig agierende Niederlassungen aufgebaut und die Bedeutung der regionalen Headquarters sinke wegen der modernen Kommunikationstechnologien und der virtuelle Vernetzung.
"Konkurrenz noch weit entfernt"
Dennoch sei Österreich und insbesondere Wien nach wie vor ein guter Headquarters-Standort, sagt Hauska. Auch im Vergleich zu anderen Ländern und Standorten, "wenn man jetzt beim Segment Headquarters für Zentral- und Osteuropa bleibt, da kommt niemand an Österreich und Wien derzeit noch heran." Auch die unmittelbaren Konkurrenten wie Prag, Budapest, Bratislava oder Warschau "sind noch weit entfernt von dem, wo sich derzeit Wien befindet".
Alleine in den letzten zwei Jahren hätten sich fünf internationale Unternehmen mit insgesamt mehr als 1.000 Mitarbeitern in Wien angesiedelt. Die derzeit rund 1430 ausländischen Investoren stellen laut WK-Zählung mit 102.000 Beschäftigten rund ein Fünftel der Arbeitsplätze in der gewerblichen Wirtschaft.
Anfang Oktober veranstaltet Headquarters Austria gemeinsam mit der Wirtschaftskammer in Wien den ersten europäischen Headquarters-Kongress.
(APA)
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