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Supermärkte senken Preise von Milchprodukten

23.07.2012 | 12:19 |   (DiePresse.com)

Nach Diskonter Hofer reduzierten auch Spar und die Rewe-Gruppe ihre Preise. Der Druck auf Molkereien und Bauern wird weiter steigen.

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Nachdem der Diskontriese Hofer als erste Kette die Preise für Topfen, Sauerrahm, sowie länger haltbares Schlagobers beziehungsweise Vollmilch um vier bis zehn Cent gesenkt hat, haben die Spar Österreich AG und die Rewe Group AG am (heutigen) Montag damit begonnen, die Preise mancher Milchprodukte zu senken. Die verschiedenen konkurrierenden Spar- bzw. Rewe-Supermärkte senken die Preise für Topfen, Sauerrahm und (länger frischer) Vollmilch.

Bei Spar werden einige Milchwaren der Eigenmarke "Spar" um vier bis zehn Cent günstiger, bei den Rewe-Geschäften Billa, Merkur, Suterlüty und Adeg einige "Clever"-Milchprodukte im selben Ausmaß. Bei Hofer wurde Speisetopfen von 75 auf 69 Cent gesenkt, Magertopfen von 65 auf 59 Cent, Länger haltbares Schlagobers von 95 auf 85 Cent, Sauerrahm von 59 auf 55 Cent und länger haltbare Vollmilch von 95 auf 89 Cent. Käse hält derzeit also - abgesehen von Aktionen - noch seinen Preis; genau so wie Eiscreme.

Milchüberschuss

"Die Preissenkung kommt zustande, weil es derzeit einen Milchüberschuss gibt und daher die Molkereien den Bauern einen niedrigeren Milchpreis auszahlen", sagte eine Spar-Sprecherin. Von Hofer hieß es - unter anderem auf die Frage, wie lange mit tieferen Preisen gerechnet werden konnte - knapp: "Wir ersuchen um Verständnis, dass Hofer keine Informationen über strategische Preispolitik veröffentlicht." Laut der Spar-Sprecherin müsse man "die Molkereien fragen".

"Der Milchmarkt ist in den vergangenen Wochen unter Druck geraten", sagte Helmut Petschar, Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM). "Wenn der Druck auf die Molkereien weiter steigt, wird es letztendlich auch für die Bauern schwieriger werden; 2011 halbierte sich das Ergebnis der Molkereien bereits nahezu, weil die Preise teilweise nicht verdient wurden", erklärte Petschar.

Preise für Bauern bereits gesunken

Der Butterpreis fiel in Österreich vor wenigen Monaten schon flächendeckend um 20 Cent pro 250 Gramm, so Petschar. Bei der Frischmilch ist es noch nicht so weit. "Österreich ist nach Deutschland auch das günstigste Land bei Frischmilch. In Italien kostet ein Liter um 20 bis 30 Cent mehr als bei uns; auch in Slowenien, Ungarn, Tschechien ist die Milch teurer."

Die Bauernmilchpreise seien in den vergangen Wochen in Österreich bereits gesunken: Derzeit erhalten die heimischen Milchbauern zwischen 34 und 36 Cent brutto pro Liter Milch. "Und bei uns darf man nicht vergessen, dass wir eine andere Topographie als zum Beispiel Deutschland haben und daher die Logistik aufwendiger ist. Auch hat Österreich die strengsten Lebensmittel- und Tierschutzgesetze", so der VÖM-Präsident.

 

(APA)

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59 Kommentare
 
12

Uiii

Der erste Deflations-Domino-Stein kippt soeben.

Antworten Gast: cdo
24.07.2012 09:03
0 0

Re: Uiii

1 produkt macht keine deflation,

im technikbereicht hat man quasi immer deflation durch den vergleichsweise schnellen weiterentwicklungen

Gast: Gast Kommentar
23.07.2012 22:04
0 2

exzellente Milchprodukte am Bauernmarkt

Milchprodukte in den Supermärkten, auch jene der Bioschiene sind jämmerlich geschmacklos im Vgl. zu den guten Produkten der Bauern und Bäuerinnen auf den Märkten - z.B. in Wien. Kosten zwar gut das Doppelte aber ein Rahm z.B. ist geschmacklich derart exzellent, dass er sowohl Lebens- als auch Genussmittel ist. Passt wunderbar zu Brot oder Semmel.
Wie hoch dabei die Produktionskosten sind und der Gewinn, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Fakt ist der Standler auf dem Markt ist meistens schnell ausverkauft, aber gegen Vorbestellung läufts wunderbar, auch noch knapp vor Marktschluss.

Gast: Free
23.07.2012 18:22
1 0

strengsten Lebensmittel- und Tierschutzgesetze

Ich lach mal - die schwarzen Bünde haben immer ihr Klientel auf Kosten der Kunden versorgt.
Jetzt machen die Konzerne die Preise und die schwarze Klientelpolitik auf Kosten der Kunden kann sich zum Teufel scheren.

Re: strengsten Lebensmittel- und Tierschutzgesetze

Legen Sie Ihre Parteibrille ab.In der Agrarwirtschaft der EU hat eine Partei aus einem Kleinstaat in den Bergen wo relativ wenig erzeugt wird, absolut nichts zu sagen.
Die Preise macht der Markt.

Antworten Antworten Gast: Freier Marktteilnehmer
24.07.2012 11:40
0 0

Re: Re: strengsten Lebensmittel- und Tierschutzgesetze

"nichts zu sagen" --> gott sei dank,denn man bedenke die westliche welt wäre so wie sich die agrargenossen inkl. angeschlossener staatshilfe- bank( natürlich auch mithilfe der wähler bzw. der kunden) das in österreich (her)gerichtet haben ......

Viel Milch

wird von Bergbauern geholt und das mag teuer sein. Aber man sollte nicht vergessen, dass gerade die Bergbauern es sind, die die Natur nachhaltig pflegen. Jene Natur, die die Städter so lieben wenn sie dort Urlaub machen. Und diesen Bergbauern, die 7 Tage in der Woche arbeiten und neben der Viehwirtschaft auch die Landschaft pflegen, diesen Bauern will man nun für die Milch noch weniger geben. Ist es so wichtig, wenn die Preise im Supermarkt um einige Cent fallen? Für den einzelnen Endverbraucher kaum, für die Bergbauern kann das tragisch ausgehen.

Re: Viel Milch

Schwachsinn der Bauer ist so unnötig wie die Pest. Bauern
leben sehr stark von Subventionen.

Antworten Antworten Gast: Zenzine
24.07.2012 08:10
0 0

Re: Re: Viel Milch

Aha? Und wer produziert dann die Milch, wenn es keine Bauern gibt, Sie Schlauberger?

Glauben Sie, die Kühe füttern und melken sich selbst?

Völlig falscher Ansatz

Wenn wir wollen, dass die Bergbauern die Flächen da oben pflegen, dann müssen wir das direkt zahlen, nicht über den Milchpreis.
Am besten indem wir dort Urlaub machen, zu den Hütten wandern und ordentlich konsumieren.

Von einem hohen Milchpreis profitieren nämlich wieder nicht die Bergbauern sondern vor allem die großen Betriebe im Flachland.

Gast: super
23.07.2012 17:00
1 7

milch


ist für menschen ab 2 jahren eingentlich ungenießbar (bis dahin auch nur muttermilch). das ist erwiesen.
pasteurisierte milch ist auch für sehr viele krankheiten verantwortlich, obwohl sie so schön weiß ist.
aber ein großer wirtschaftszweig hängt daran. also weiter so wie bisher....

Antworten Gast: Zenzine
24.07.2012 08:15
0 0

Re: milch

Das stimmt schlichtweg nicht. Durch eine Mutation unserer Erbanlagen ist es den meisten Menschen in Europa und Nordamerika möglich, Milch zu verdauen. Und zwar deshalb, weil sie das Enzym Lactase, das den Milchzucker spalten kann, noch produzieren.

Eigentlich war es ursprünglich so, dass ab dem Zeitpunkt, ab dem keine Muttermilch mehr notwendig war, auch die Produktion dieses Enzyms eingestellt wurde. Bei vielen Menschen ist das heute auch noch so - die haben dann die sog. Lactoseunverträglichkeit.

Bitte informieren Sie sich vorher, bevor Sie Unsinn schreiben.

Re: milch

Milch ist vor allem ein Rohstoff den man vielseitig verwenden kann. Trinken tue ich die auch nicht, höchstens kleine Mengen im Kaffee.

Die meisten ernährungsbedingten Krankheiten würde ich eher dem Zucker und dem Getreide anhängen. Davon wird nämlich viel mehr konsumiert.

Die Bauern

begreifen es immer noch nicht wohin sie ihr Bauernbund geführt hat!

Re: Die Bauern

Die unternehmerischen Bauern die ich kenne lassen sich von ihren Kennzahlen führen. Wohin eine Partei sie führen möchte ist denen schon immer völlig egal.

Gast: Judith22
23.07.2012 15:48
1 0

Das ist der Freie Markt!!

Wie auch alle anderen Wirtschaftstreibende müssen sich auch die Bauern an den Markt anpassen.

Sinnlose Überproduktion ist sicherlich der flasche Weg. DIe Kunden und Steuerzahler brauchen für dieses Fehlverhalten nicht aufkommen.

Milch ist für viele

Erwachsene eh nicht gesund

und

eigentlich nur Baby-Nahrung.

Kuhmilch

ist keine Babynahrung. Definitiv nicht.


in Deutschland kostet Milch und Schlagsahne die Hälfte!

generell ist D viel billiger, aber Schlagobers um 99 cent ist eine Frechheit!

0 0

Re: in Deutschland kostet Milch und Schlagsahne die Hälfte!

nach Deutschland fahren.......

Gast: Halbwissen
23.07.2012 14:32
3 1

Wie wäre es mit folgenden Überschriften !

Handel bietet Computer günstiger an !
Computerfirmen geraten unter Druck.

Tankstelle bieten Benzin günstiger an !
Ölfirmen ...

Re: Wie wäre es mit folgenden Überschriften !

Die Computerhersteller und Tankstellen haben den Strukturwandel schon großteils hinter sich.

Gast: der Österreicher
23.07.2012 14:10
5 0

..unsere Mikrobauern...


..zuerst Jammern, das es eine Milchquote in der EU gibt, dann jammern weil sie aufgehoben wurde (auf drängen der LWM, dann wieder jammern, weil kein Geld für viel zu viel Ware,

Aber Förderung kassieren, für Produktion, Nichtproduktion, Absatz, Verbraucherverarsche, Pauschalierung, fast keine Steuern zahle, Steuerbegünstigungen lukrieren, Nixtun (Förderung zur Sicherstellung eines geregleten Einkommens) -- sagens das mal einen Arbeiter.

..und das bei einem Unternehmer der er sein sollte...

Ach ja, da war doch noch eine Meldung vor kurzem: Landwirtschaft hat 34 % mehr Einnahmen. Wohl durch höhere Förderungen

Gast: Milchbubi
23.07.2012 14:02
5 4

Milchpreis

Traurig zu sehen, wie hier die kleinen Betriebe, welche nicht nur auf Optimierung auf Kosten der Tiere bedacht sind, in die Knie gezwungen werden.

Ich persönlich hätte lieber Nahrungsmittel aus der Umgebung, welche auch noch Geschmack haben und könnte dann getrost auf halb reifes Gemüse und Obst und Fleisch mit Transportwegen, die direkt oder indirekt subventioniert werden, verzichten.

Tomaten, Gurken, Speck, Kren, Apfelstrudel,... (never ending story) sind doch geschmacklich viel besser, wenn man sie, bzw. die Zutaten vom Garten oder aus der Umgebung bezieht. (Ob noch alle den guten Geschmack einer gelungen Tomate aus dem Garten kennen?)

Meiner Meinung sollte es ein Umdenken geben, weg von Monokultur hin zu Artenvielfalt (Ursorten) und Mischkulturen.

Das Verhältnis, was man für Energie, Telekommunikation, wohnen und Co. aufwenden muss, steht doch in keinem Verhältnis mit der Wertigkeit von gutem Essen.

Jedoch zählen viel mehr die Gedanken, "alles was neu ist ist gut", "alles was der Optimierung dient ist besser" und "Die Lebensmittel kommen vom Supermarkt" ist das non + ultra.

Nachhaltigkeit geht aufgrund der Gier einiger, und Beeinflussung und Knechtschaft der Masse leider unter.

Re: Milchpreis

Lieber Milchbubi,

Sie haben natürlich völlig recht, aber das gibt es doch glücklicherweise seit einigen Jahren: Bio-Produkte im Supermarkt (es war vor ca. 20 Jahren undenkbar, Eier, Milch und Fleisch von artgerecht gehaltenen Tieren einfach im Geschäft zu kaufen, von Bio-Gemüse aus der Umgebung war keine Rede).
Sie müssen die etwas teureren, aber wesentlich besseren Lebensmittel aber auch KAUFEN und mit einem kleineren Sortiment zufrieden sein, denn das Angebot an saisonalem Obst und Gemüse sowie Bio-Fleisch- und Milchprodukten ist natürlich nicht so vielfältig.

Re: Re: Milchpreis

Bioprodukte sind nicht besser. Sie werden nur anders produziert. In der Tierhaltung bedeutet dies hier und da einige Zentimeter mehr im Stall und eventuell verpflichtende Aufzeichnungen über den Weidegang von Rindern.

bio ist also nicht anders, nur teurer.

 
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Hobbyökonom