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Fall Birnbacher: Landesholding schließt sich Prozess an

23.07.2012 | 21:01 |   (DiePresse.com)

Die Kärntner Landesholding schloss sich als Privatbeteiligten an die Anklage gegen ÖVP-Obmann Martinz und den Steuerberater Birnbacher an.

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Die Kärntner Landesholding (KLH) hat Montagabend in einer Sitzung des Aufsichtsrates beschlossen, sich als Privatbeteiligte dem Strafprozess in der "Causa Birnbacher" anzuschließen. Konkret geht es um die Anklage gegen der Ex-Aufsichtsrat-Chef der Holding und ÖVP-Obmann Josef Martinz und der Villacher Steuerberater Dietrich Birnbacher. Ein Privatbeteiligtenanschluss gegen die ebenfalls angeklagten Holding-Vorstände Hans-Jörg Megymorez und Gert Xander erfolgte nicht.

SPÖ fordert Abberufung der Vorstände

Der Aufsichtsratsbeschluss fiel mit den Stimmen der FPK und der ÖVP, die SPÖ enthielt sich der Stimme. Sie verlangte nämlich die Abberufung der beiden Vorstände und in der Folge den Privatbeteiligtenanschluss an alle vier Angeklagten in der "Causa Birnbacher".
Die Abberufung von Megymorez und Xander wurde nicht debattiert. Deshalb habe man sich der Stimme enthalten, erklärte SPÖ-Aufsichtsrat Reinhart Rohr.

Aufsichtsratsvorsitzender Achill Rumpold (ÖVP) ortete hingegen ein "skandalöses Verhalten" bei der SPÖ. "Es stellt sich die Frage, ab diese Agieren der Sorgfaltspflicht eines Aufsichtsrates entspricht", so Rumpold. Er habe die Entscheidung "fernab aller parteipolitischen und medialen Zurufe" herbeigeführt. Seine Vorgehensweise habe er von Experten absichern lassen. Der Privatbeteiligtenanschluss der Holding an seinen Parteichef Josef Martinz sei keinesfalls als Vorverurteilung zu verstehen, so Rumpold. Als Privatbeteiligtenvertreter wird im Prozess künftig der Vizepräsident der Kärntner Rechtsanwaltskammer, Bernhard Fink, fungieren.

Schaden von sechs Millionen Euro

In der "Causa Birnbacher" ortet Staatsanwalt Andreas Höbl einen Schaden von rund sechs Millionen Euro zulasten der Holding. Die vier Angeklagten müssen sich wegen Untreue verantworten. Birnbacher hat bereits ein Geständnis abgelegt, seine Mitangeklagten bekennen sich weiterhin nicht schuldig. Es geht bei dem Verfahren um das Millionenhonorar, das Birnbacher für seine Tätigkeiten beim Verkauf der Kärnten Hypo an die BayernLB im Jahr 2007 kassiert hatte. Der Prozess wird am Mittwoch am Landesgericht Klagenfurt fortgesetzt (mehr dazu...).

(APA)

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3 Kommentare
Gast: Rigor mortis
24.07.2012 08:22
0 0

Der Birnbacher!

Wird sich noch wünschen, er hätte sich auf das "schnelle Geld" nie eingelassen!

Gast: Aus Klagenfurt
24.07.2012 07:33
1 0

Der FPK Sumpf soll endlich abtretten und dann Neuwahlen!

Sonst wird das nix!

Die Vorstände klagen sich jetzt selber an?

Es sollten die Leute zur Verantwortung gezogen werden, die damals als die 12 Mio in der Landesregeirung beschlossen haben.

Dörfler muss doch das gewusst haben als LHstv als HAIDER die 12 Mio fixiert hat oder ist er nur Marionette gewesen???????

Dobernig muss es doch auch gewusst haben???

Rücktritt und dann schleunigst Neuwahlen!

Gast: africano
23.07.2012 21:34
0 0

Hass allein gegen Martinz ,ist zu wenig.

Wie ich die Lage einschätze, ist dies nur ein Ablenkungs manöver um von den Echten Problemen abzu lenken.

Hobbyökonom