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Katholiken protestieren gegen Biosprit E10

30.07.2012 | 14:37 |   (DiePresse.com)

Die Katholische Aktion spricht von einer "besorgniserregenden Entwicklung". Der Autotank trete in Konkurrenz mit hungernden Menschen.

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Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) möchte im Herbst den in Deutschland gefloppten Treibstoff E10 einführen, der einen zehnprozentigen Ethanolanteil am Benzin hat. Aber er stößt auf heftigen Gegenwind. Umwelt- und Konsumentenschützern befürchten ökologische Nachteile und höhere Kosten für Lebensmittel. Nun hat sich auch die Katholische Aktion der Erzdiözese Wien gegen die Agrotreibstoffe ausgesprochen.

Es sei ein "ethisches, aber auch ein ökologisches, ökonomisches und soziales Problem, Lebensmittel in den Tank zu füllen", heißt es in einem Brief an Berlakovich und Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ). Die Laienorganisation warnt darin vor einer "besorgniserregende Entwicklung". Eine solche Maßnahme "gehe mit einer Ausweitung der Ackerfläche für geeignete Treibstoffpflanzen und einer Verringerung der Flächen für den Lebensmittelpflanzen-Anbau einher". Dieses Problem treffe vor allem die Länder des Südens, aber auch Österreich, warnte die Katholische Aktion.

Selbst wenn die Agrotreibstoffe von österreichischen Anbauflächen gewonnen würden, so komme es durch die Erhöhung der Beimischungsquote zu folgenschweren Flächenumwandlungen in den Ländern des globalen Südens. Damit trete der Autotank in Österreich in Konkurrenz zum Teller der hungernden Menschen, warnt die Katholische Aktion. Agrarvertreter bestreiten dies vehement.

Für E10 werden Mais, Getreide oder Zuckerrüben verwendet. Der ARBÖ befürchtet, dass durch die Beimischung von Ackerprodukten die Spritpreise weiter steigen und hat dagegen eine Online-Petition gestartet.

(APA)

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11 Kommentare
Gast: Atheist
02.08.2012 18:36
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Bin zwar - Gott sei Dank - kein Katholik.

Aber ausnahmsweise muss ich ihnen mal Recht geben und ergänzen: Auch Raps gehört nicht in den Diesel.

Dank den "Grünen"

Lebensmittel gehören auf den Teller und nicht in den Tank!

Wir können es uns leisten, das Mittagessen der Afrikaner auf der Autobahn zu verfahren. Die Afrikaner verhungern!

Gast: Robert222
31.07.2012 17:21
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Geht´s noch ein wenig blöder???

Auch die Katholiken sind für die "Verstümmelung" der Genitalien (Beschneidung) von wehrlosen Säuglingen aber protestieren gegen `
E 10????

Antworten Gast: Ex-Katholik
01.08.2012 13:36
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Re: Geht´s noch ein wenig blöder???

die Katholiken sollen ja glauben, die müssen nichts wissen...

Gast: Lukas
31.07.2012 11:57
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wenn Ethanol ein Lebensmittel ist

dann haben die Säufer unter den Katholiken wohl Angst um ihren Stoff?

ist schon klar,

dass bei uns alles kommt, was andernorts schon monate und jahre vorher passiert ist. aber vielleicht sollte man a bisssssal hinschauen, was in d passiert ist: kein mensch wollte etwas tanken, was teurer ist, dem motor schadet und nochdazu landwirtschaftliche flächen für lebensmittel nimmt.

ist einer unserer politiker wieder in brüssel über den tisch gezogen worden und muss er jetzt eine verlorene wette einlösen oder was hindert uns jetzt schon wieder am hirn-verwenden?

Gast: diegierdarfnichtsiegen
31.07.2012 06:41
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das muss unbedingt verhindert werden!!!


Gast: ein anderer gast
30.07.2012 19:18
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mei armes auto..

.. rennt net mit dem sprudel.. jetzt war ich in deutschland und hab super+ tanken müssen, und das um 1,66 euronen pro liter.. die ladung kostete 65 euro.. ich fing fast an zu heulen vor der zapfsäule.

niki fang nicht so einen blödsinn an!

Endlich

einmal eine vernünftige Aktion der Katholen!

Gast: E.T.
30.07.2012 16:33
4 1

Die Preise werden so und so weiter steigen

Ich denke, die Preise werden weitersteigen, egal was man macht.
Auch bin ich fest davon überzeugt kein einziger Mensch wird dadurch gerettet werden, wenn kein Biosprit verwendet wird. Das ist nämlich eine Sache der Verteilung und nicht des Anbaus und der Verwendung im lokalen Gebiet.

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Re: Die Preise werden so und so weiter steigen

Bin der selben Meinung. Viele Entwicklungsländer wurden mit unserem billigen Getreide von uns abhängig gemacht, der Anbau dort hat sich für die Bauern nicht mehr gelohnt, da sie mit unseren Exportpreisen nicht konkurrieren konnten. Mit den jetzt gestiegenen Weltmarktpreisen lohnt sich auch für diese klein strukturierten Bauern wieder ein Anbau und diese Länder werden dadurch vom Lebensmittel Import unabhängiger.

Hobbyökonom