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Fonds kauft Schlecker Österreich

31.07.2012 | 06:27 |   (DiePresse.com)

Der Wiener Fonds TAP 09 übernimmt die schwer angeschlagene Drogeriemarktkette. Angeblich sind weder Kündigungen noch Filialschließungen geplant. Die Kette soll aber einen neuen Namen erhalten.

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Die angeschlagene Drogeriemarktkette Schlecker Österreich hat in letzter Sekunde  doch noch einen Käufer gefunden. Der in Wien ansässige Fonds TAP 09, dessen Managementgesellschaft von Rudolf Haberleitner geführt wird, übernimmt alle 900 Filialen in Österreich und weitere 450 Läden in Italien, Polen, Belgien und Luxemburg.

Es soll weder zu Kündigungen noch zu Filialschließungen kommen. Die Drogeriemarktkette soll demnach unter neuem Namen zu einem Nahversorger ausgebaut werden. In Österreich beschäftigt Schlecker rund 3000 Mitarbeiter in 900 Filialen.

Aus dem Rennen sind damit der Linzer Finanzinvestor Recap um Anton Stumpf, Ex-dm-Manager Manfred Laaber und die MTH-Gruppe (u.a. Libro, Pagro) um den österreichischen Industriellen und Ex-Politiker Josef Taus. Schlecker Deutschland schlitterte bereits im Jänner in die Insolvenz und wurde im Juni abgewickelt. Rund 25.000 Beschäftigte verloren ihren Job.

Mietverzicht gefordert

Die Vermieter der Schlecker-Filialen hat der neue Eigentümer in einem Brief um Zugeständnisse gebeten: Entweder die Mietzahlungen für sechs Monate auszusetzen oder eine Absenkung der Miete um 20 Prozent zu akzeptieren.

Der Fonds TAP 09 investiert laut Homepage in "Unternehmen mit Substanz und Restrukturierungsbedarf im Finanz- und Ertragsbereich".

(APA)

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12 Kommentare
Gast: stoffel01
31.07.2012 09:11
3 0

alles gute

ich persönlich freu mich für "schlecker" und vorallem für die schleckerfrauen, dass das unternehmen weitergeführt wird. ich wünsche den Mitarbeitern und dem neuem eigentümer alles gute!
ich werde weiterhin zu schlecker gehen

Gast: watanabe
31.07.2012 08:57
1 1

Mit 3000 Beschäftigten

hat man schon ein einigermaßen taugliches Erpressungsinstrumentarium an der Hand. 3000 Arbeitslose mehr machen sich in den Statistiken gar nicht gut. Da wir schon die Politik über Umwege für die Mietkosten aufkommen.

Von der Wirtschaft wird nur noch gedroht. Freilich wird das Wörtchen "Druhung" elegant durch "Warnung" ersetzt, damit es nicht so nach Erpressung riecht.

Letztenendes schaud das dann immer so aus: Lieber Arbeitnehmer, entweder du akzeptierst Lohnkürzungen, längere Arbeitszeiten, schlechtere Arbeitsbedingungen etc. oder wir müssen dich freisetzen (welch schöner Euphemismus).

Liebe Politiker, entweder ihr macht und aktzeptiert dies und das und jenes oder wir hängen euch tausende Arbeitslose um.

Antworten Gast: Der Auslacher
31.07.2012 12:18
0 0

Re: Mit 3000 Beschäftigten

"Druhung" ?
"schaud" ? ^^

Also bitte..

... aber einen neuen Namen erhalten.

"Lecker"?
.
Schade, dass der Taus nicht zuschlägt, hat wohl zu wenig Kröten im Teich. :-(

Gast: seewolf
31.07.2012 08:53
1 0

Glückwunsch

Das hätte man in Deutschland mit einer anderen Politik bestimmt auch hin bekommen. Aber unsere sind gegenüber den Österreichern Beratungsresistent. Und bei Euch ruft keine Verdi zum Einkaufsboykott auf.

Gast: Viel Erfolg!
31.07.2012 08:40
1 0

Der Gedanke an die Geschichte...

Die Latte und die Hürde sind hoch ist die Firma ja wegen ihrer Personalpolitik letztendlich gescheitert, und die Vorzeichen beginnen schlecht, zwar wird über Mietzinsforderungen geredet (kurzfristig sicher notwendig, und für die Vermieter noch allemal billiger als Jahrelanger Leerstand) aber kein Wort über die Personalpolitik.

Angesichts dessen das viele Filialen von einer Person geführt wird, kommt einiges auf den neuen Inhaber zu, das im Lebensmittelbereich die Platzhirschen Konkurrenz bekommen wäre schöne, dafür braucht es sicher keine 300 Wurschtsorten und auch keine 25 Sorten Spinat im Kühlregal, irgendwie drängt sich da der Gedanke an die alten Filialen von Meindl auf, die in etwa die Größe von den jetzt übernommen Filialen haben, auf...

Gast: so viele kluge menschen hier
31.07.2012 07:51
3 1

Entweder die Mietzahlungen für sechs Monate auszusetzen oder eine Absenkung der Miete um 20 Prozent zu akzeptieren.

Das fängt ja gut an ...

Re: Entweder die Mietzahlungen für sechs Monate auszusetzen oder eine Absenkung der Miete um 20 Prozent zu akzeptieren.

Na was glauben Sie? Dass die dieses marode Unternehmen einfach so mir nix dir nix übernehmen?

Da gehts drum Kohle zu verdienen, wie in so vielen anderen Bereichen auch.

Außerdem: was kosten dem Staat 3.000 Arbeitslose?

Antworten Antworten Gast: so viele kluge menschen hier
31.07.2012 09:29
0 0

Re: Re: Da gehts drum Kohle zu verdienen, wie in so vielen anderen Bereichen auch. Außerdem: was kosten dem Staat 3.000 Arbeitslose ?

Die Vermieter sind aber Private - und nicht der Staat. Auch die Vermieter müssen "Kohle verdienen". (Sie haben ja auch die Unkosten - Instandhaltung, Versicherungen etc.).

Von einem Vermieter einfach zu verlangen (oder zu "bitten"), 20% mit dem Preis runterzugehen - oder 1/2 Jahr ganz auf Mieteinkünfte zu verzichten (obwohl es ja aufrechte Verträge geben wird) : ich möchte kein Besitzer einer Immobilie sein, die an Schlecker vermietet worden ist.


Re: Re: Entweder die Mietzahlungen für sechs Monate auszusetzen oder eine Absenkung der Miete um 20 Prozent zu akzeptieren.

Bruno dem Sonnenkönig waren ein paar Millionen Staatsschulden weniger wichtig als tausend Arbeitslose.

Wer hat's erfunden ?

Re: Re: Außerdem: was kosten dem Staat 3.000 Arbeitslose?

Gar nix!

Bekommen ja Geld aus der Arbeitslosenversicherung, welche aus den Beiträgen (Prämien) bezahlt werden!

(oder meinen Sie, eine Brandschadensversicherung läge auch dem Staat in der Tasche?)

Mal sehen

ob das wirkliche oder möchte gern Wunderwuzis sind.

Hobbyökonom