Verluste in Osteuropa belasten Erste Bank

31.07.2012 | 10:21 |   (DiePresse.com)

Die Erste Group machte trotz hoher Verluste in Rumänien im ersten Halbjahr einen Gewinn von 453,6 Mio. Euro. Ein Großteil geht auf Anleihedeals zurück.

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Hohe Verluste im Ausland haben die Erste Group im ersten Halbjahr belastet. In Rumänien machte die Bank 140,5 Millionen Euro Verlust, in Ungarn verlor sie 72,7 Millionen und in der Ukraine 17,8 Millionen Euro. In Rumänien musste die Tochter BCR noch weiter abgeschrieben werden (210 Millionen Euro). Auch die neue Bankensteuern schlugen zu Buche.

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Wie die Erste Group am Dienstag früh mitteilte, weist die Halbjahresbilanz dennoch einen Nettogewinn von 453,6 Millionen Euro aus (ein Rückgang um 12,9 Prozent). Die Bank verdankt diesen Gewinnausweis nach den hohen Abschreibungen im Osten im wesentlichen Einmal-Effekten wie dem Rückkauf von Hybrid-Anleihen, was der Bank 413,2 Millionen Euro für die Ergebnisrechnung brachte, zudem gab es Verkaufsgewinne von Immobilien (42,7 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis lag bei 1,75 Milliarden Euro, ein Rückgang um 11,2 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2011.

Rumänien soll 2013 positiv bilanzieren

Im Ausblick hielt der Vorstand fest, dass im Gesamtjahr mit einem leicht unter Vorjahr liegenden Betriebsergebnis zu rechnen ist. Die Risikokosten sollten auf etwa zwei Milliarden Euro zurückgehen, obwohl in Rumänien der Kreditvorsorgebedarf 2012 seinen Höhepunkt erreichen dürfte. 2013 soll die rumänische Tochter BCR wieder in schwarze Zahlen zurück kommen.

Die von der europäischen Aufsicht vorgebebene Quote von hartem Kernkapital (Pflicht waren neun Prozent bis Ende Juni) hat die Erste mit 9,9 Prozent mehr als erfüllt, wie weiter berichtet wurde.

(APA)

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24 Kommentare
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Toll gemanaged dieser Spitzenmanager.

Das Einzige das ein Treichl die letzten Jahren gut hinbekommen hat,
ist seine eigene Gehaltserhöhung.

Da hat er sich satte ca. 100% "erwirtschaftet".

"Es gilt die Unschuldsvermutung",
ist wohl auch hier angebracht.

Antworten Gast: weitblicker
31.07.2012 16:44
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Re: Toll gemanaged dieser Spitzenmanager.

also, ganz ehrlich...

wenn ich mir andere österreichische und international tätige banken sowie die heutigen nachrichten über ESM & co so ansehe, hat man den managern der erste wohl nicht viel vorzuwerfen.

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Geht alle unterm ESM

damit wir wenigstens ein Teil unseres Geldes behalten.


Nicht zu feig...

...aber vielleicht zu blöd gewesen? :))

Aber Millionen verdienen - Versagerpartie!!!


Gast: 3OO
31.07.2012 12:00
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ja ...

wenn es so einfach wäre könnte ja "jeder" eine bank aufmachen !! unterkommen konnte (vor einiger zeit) natürlich "jeder" bei der bank ,fussballer die für den ortsansässigen verein spielen,bürgermeisterkinder,kinder von leuten die schon in der bank waren/sind,kinder vom grossbauern,leute die in der richtigen partei sind usw usw., wirtschaftliche kentnisse waren nicht so wichtig u. das rächt sich eben jetzt,glück für die schmähbanker ist dass man der breiten masse verklickern kann dass das ausland die schuld hat hat an dem ganzen not u. elend,u. wie man sieht u. hört ist das völkchen ist aufgesprungen auf den zug, in wirklichkeit müssten in einer öffentlichen anhörung die verantwortlichen banker einmal hieb u. stichfest(ohne larifari- statements) erklären wie sie gedenken aus diesem not u. elend jemals wieder herauszukommen bzw. richtige wirtschaftler(eben aus der privatwirtschaft) um hilfe u. rat bitten !!

Gast: ovi
31.07.2012 11:28
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wie jetzt?

wie ist das jetzt mit dem treichl-bonus?

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Milliardenverluste

sind doch egal, zahlt eh der Steuerzahler .. also Gewinne fleißig weiterauszahlen und ja keine Rücklagen bilden ..... beschi**ene Bankenmafia!!

Gast: Wau1212
31.07.2012 10:39
2 1

Rücklagen

Diese Bank soll Rücklagen zu bilden. Nicht Gewinne auszahlen un kurze Zeit später die Hand aufhalten.

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Verluste in Osteuropa belasten Erste Bank... Haie können beissen... Autos können kaputt gefahren werden... Flieger können abstürzen... Sportler können versagen... Geld kann gestohlen werden... Leute können keine Ahnung haben... usw.


Realitätsverweigerung

Vor 2 Monaten war alles rosig:

Ostexpansion ist Erfolgsstory
http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/763969/Banken-nicht-besorgt-ueber-Herabstufung

Bankster & Politer lügen wenn Sie den Mund aufmachen.

Gast: speedlink
31.07.2012 10:18
3 0

Die EU-Erweiterung war vor allem ein Geschäft für Banken

Die EU-Erweiterung war vor allem ein Geschäft für Banken. Manche in der Politik
haben zuerst auf den EU-Beitritt, dann auf die EU-Erweiterung gedrängt- manche Politiker haben wirklich naiv-ideologisch an politische Ideen wie Zusammenhalt etc geglaubt, andere hatten auch Bankenwachstum im Auge, den Banken selbst aber ging es vor allem um das Geschäft.

Diese haben enorm profitiert, da zuerst viel Geld in den Osten (eben über Banken) geflossen ist, viel Infrastruktur (oft sind große Baufirmen im nahen Bankenverhältnis) und viele weitere Projekte getätigt wurden, haben Banken massiv profitiert.

- jetzt wo der Euro Probleme macht, nachdem die Finanzwirtschaft die Krise bewusst ausgelöst hat,
Banken dank der Politiker auf Steuerkosten gerettet wurden, dürfen die Bürger einspringen. Auch hier geht es wieder um vorgetäuschte Gemeinschaft.

Bürger dürfen haften und bezahlen, Banken aber schreiben deren Verluste einfach von der Steuer ab und investieren dank ESM etc munter weiter.
Da sind die Boni kassierenden CEOs und Manager noch im Vordergrund zu sehen. Den Bankbesitzern im Hintergrund freut es am meisten.

(Staats)Bankensektor

Wie viel Geld hat die Erste von der EZB (fast)zinslos bekommen?
Wie viel davon hat sie in Staatsanleihen investiert?

Dieses parasitäre Geschäft der Banken zu Lasten der Sparer und Steuerzahler sollte beendet werden.

Staatshilfen, Staatsregulierungen und Steuern wohin man blickt. So ist der Untergang gesichtert und nur eine Frage der Zeit.

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Re: (Staats)Bankensektor

Der, wie Sie es ausdrücken (fast) zinsenlose Kredit, war zu 7 % verzinst. Sie hätten zu einem solchen Zinssatz nie und nimmer eine Kredit aufnehmen wollen, wo doch der EURIBOR gegen 4,5 % zu dieser Zeit tendierte. Bitte bedenken Sie diese Tatsache bei solchen Kommentaren.

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Da haben wir sie, die gewaltigen Vorteile der Ostöffnung für uns Österreicher.

Am Anfang kassieren die Bonzen was geht, am Schluß räumt der Steuerzahler die Leichen weg.

Genau wie die gewaltigen Vorteile der EU für alle Österreicher. Haargenau so.

Gast: Prager Schinken
31.07.2012 09:30
3 0

Ceska Sporitelna ... alles in einem Sack

Die auch heute veröffentlichten Resultate von Česká spořitelná - der grössten Bank Tschechiens seit paar Jahren Tochter der Erste - sprechen über andere Realität. Der Titel vom Artikel sollte anders lautet: Mit Ausnahme von Tschechien geht es der Erste nicht gut, besonders in Osteuropa. Servus nach Wien.

Gast: 1. Parteiloser
31.07.2012 09:07
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Passt doch genau zu den Märkten!

Die, je nach Land, sehr verschiedenen Resultate entsprechen doch sehr genau dem jeweiligen Marktumfeld. Es ist doch inzwischen klar, dass das gesamte Marktumfeld für Banken schwieriger geworden ist.

Ich bin der Meinung, dass ein Gewinn von 450 Mio. in 6 Monaten ein sehr schönes Ergebnis ist. Das gilt unter der Prämisse, dass die Bilanz auf Basis von Handlungen von sorgfältigen Kaufleuten erstellt worden ist.

Eine Eigenkapitalrendite von 6% (Hochgerechnet für 2012) ist durchaus in Ordnung und nicht übertrieben. Ackermann wollte ja 20% nur durch Umbuchungen und Zockereien erreichen.

Die Gesamtkapitalrendite von ca. 0,4% passt auch zum Geschäftsmodell.

Die Erste zeigt Daten einer Bank, welche sich wieder in den Dienst der Gesellschaft stellt. Eine Bilanz, welche wieder nachvollziehbar ist. Eine Bilanz, welche einer Bank für die Gesellschaft entspricht. Diesen Trend müsste man eigentlich sehr positiv sehen.

Beim Ausblick fehlt mir allerdings die Aussage, dass die internen Verwaltungskosten dem Markt besser angepasst werden.

Mit Bilanzricks hat man noch positiv bilanziert...


....was heißt das auf deutsch?

Um die Erste stehts nicht gut und die Wahrscheinlichkeit, daß der Steuerzahler zur Kasse gebeten wird, ist sehr hoch.

... belasten Erste Bank?

Na, wenn Treichl für AR steht, gibt doch fette Erfolgsprämien ohne Rücksicht auf Verluste!
.
Erst wenn der letzte Bankster festsitzt, werden die Bürger wieder Vertrauen in das Funktionärswesen gewinnen!

Re: ... steht, gibts doch ...

der (G)Eifer :-(

Und- was hat die Allgemeinheit davon ?????

Was bringt das ? Dass Banker viel Geld einstreifen, wissen wir mittlerweile.......aber was geschieht mit den vielen Millionen? Werden die jetzt dem Staat zur Verfügung gestellt ?????

Gast: Hemingway
31.07.2012 08:05
4 0

Es besteht der Verdacht, dass die Bank(en) mit dem Geld der Sparer spekulieren , den Geldgebern -den Sparern- für dieses Geld aber fast keine Zinsen bezahlen.


Re: ... aber fast keine Zinsen bezahlen?

Verstehen Sie nicht oder sind Sie so schwer von Begriff:

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