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Treichl: "Behalten jede Form von Kapital, die wir haben"

31.07.2012 | 13:28 |   (DiePresse.com)

Das vom Staat eingeschossene Partizipationskapital werde vorerst nicht zurückgeführt, sagt Erste-Chef Treichl. Die Unsicherheiten seien derzeit hoch.

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Für den Chef der Erste Group, Andreas Treichl, sind die Unsicherheiten für die Banken derzeit so hoch, "dass wir jede Form von Kapital behalten, die wir haben". Auch das vom Staat eingeschossene Partizipationskapital (PS-Kapital).

Heuer gebe es jedenfalls keine Rückführungspläne für das PS-Kapital. Man sei gut beraten, einen Zeitpunkt abzuwarten, an dem man zumindest das Gefühl habe, dass die regulatorische Seite einen klaren Weg einschlage. "Wir warten auf ein Regelwerk, das für fünf oder zehn Jahre Gültigkeit hat und wissen nicht einmal, wer der Regulator sein wird", sagte Treichl am Dienstag bei der Halbjahrespressekonferenz.

"Freiwillig verkauft derzeit niemand eine Bank"

Ein Angebot für die zwei auf dem Markt befindlichen österreichischen Staatsbanken Kommunalkredit und Hypo Alpe Adria werde er "definitiv nicht" legen, bekräftigte Treichl. Ausgenommen vielleicht die Serbien-Bank der Hypo, wenn damit dem Eigentümer Republik Österreich ein Dienst erwiesen werden könne. Über diese Andeutung hinaus äußerte er sich aber nicht weiter.

In Osteuropa sieht Treichl viel Bewegung auf dem M&A-Markt für Banken. Vor allem was kleine Institute betreffe, für die es Verkaufsauflagen gibt. "Freiwillig verkauft in der Region derzeit niemand eine Bank, wenn er nicht muss." Das werde auch in nächster Zeit so bleiben. Das erkläre auch, warum sehr angeschlagene Banken trotzdem an ihrem Osteuropa-Engagement festhielten.

"Wir sind nicht zerschlagungswürdig"

Von der russischen Sberbank, die als einige der wenigen Großbanken momentan als Banken-Käuferin auftritt, erwartet Treichl auch in Zukunft einiges an Transaktionen. Sie laboriere nicht an Problemen, an denen westeuropäische Banken wegen der Eurokrise litten, habe hohe Feuerkraft und sei auch regulatorisch kaum eingeschränkt, findet Treichl. Die könnte die Gunst der Stunde nutzen.

Von der neu aufgeflammten europäischen Debatte um die Zerschlagung von Großbanken fühlt sich Treichl nicht betroffen. "Wir sind von der Größenordnung her nicht zerschlagungswürdig." Ausgeschlossen hat der Erste-Chef, dass sein Haus in europäische Zins-Manipulationen verstrickt sein könnte.

(APA)

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21 Kommentare

„Das Ergebnis ist nicht brüllend“

eher ist es schlagend, das Ergebnis unserer so hochtotierten, erfolgsprämienverwöhnten >Banksters!

Antworten Gast: weitblicker
01.08.2012 15:17
0 0

Re: „Das Ergebnis ist nicht brüllend“

dotiert. es heißt hochdotiert.

Re: Re: „Das Ergebnis ist nicht brüllend“

"... hochdotiert": ich bin froh, dass ich mit meiner Grundschulbildung weiß, dass dieses Wort ohne "ck" (wie eben Banane auch) geschrieben wird. :-(

Gast: Sebastio
31.07.2012 18:52
4 1

jeder bankbursche oder bankmädchen

sollte bevor er/sie in den geschützten bereich kommt wenigstens ein zwei- monate praktikum machen in einem mittelständischen privatunternehmen denen sie selbst in so einer situation den kredit fällig stellen würden,bräuchte dort gar nicht hart arbeiten sondern nur zusehen wie es so ist in der realen welt !! ps: aber die grössten deppen sind wir ---> die nettozahler die wir uns dies alles gefallen lassen von diesen blitzgneissern !!

0 1

Re: jeder bankbursche oder bankmädchen

warum sind sie dann ein selbst ernannter depp? es steht ihnen frei banker "im geschuetzten bereich" (?) zu werden. dann waeren sie, gehen wir davon aus, dass ihre annahmen stimmen, nettoempfaenger und alles ist gut.

Re: Re: jeder bankbursche oder bankmädchen

Sie verstehen da 'was nicht. "Banksters" sind nicht jene Schreiberlinge und Berater(-innen), die sich hinter "der Bud'l" für die Gagen der Vorstände und AR abstrampeln!

0 0

Re: Re: Re: jeder bankbursche oder bankmädchen

das ist mir bewusst. dem sebastio aber nicht...

Gast: Test Again
31.07.2012 18:37
2 0

Der Papa wird schon richten...

...und die Nationalbank schaut zu!

Schotter Schotter Schotter

Gast: b754
31.07.2012 18:31
2 0

im große töne spucken ist er ja der größte

aber was ist mir unserem geld hr treichl

1 2

Re: im große töne spucken ist er ja der größte

das liegt bei der ersten und wirft zinsen ab. gar nicht wenig. fuer uns alle.

das liegt bei der ersten und wirft zinsen ab. gar nicht wenig. fuer uns alle.

Mal ehrlich: Halten Sie es persönlich für ein gutes Investment jemandem Geld zu leihen, der seine Unfähigkeit, damit umzugehen, bereits unter Beweis gestellt hat (wieso sonst könnte eine Bank Hilfe benötigen) und dafür weder Sicherstellungen noch Stimmrechte noch Firmenanteile zu bekommen?

Wenn Sie die Zahl 100 durch die Verzinsung dividieren erhalten Sie die Anzahl von Jahren, die die Bank ohne Hilfe überstehen muss, damit das Steuergeld Ihrer Kinder nicht futsch ist. Das ist unter den gegebenen Umständen (siehe wieder: keinerlei Sicherstellung) pure Zockerei.

Gast: nomoney
31.07.2012 17:57
4 1

Was glaubt die Rotznase eigentlich

das ist unser Steuergeld, her damit und Bank dicht machen. Der spinnt wohl, glaubt kann uns weiter mit einer Pleitebank an der Nase herumführen. Wie immer natürlich gilt die Unschuldsvermutung :)

Re: Was glaubt die Rotznase eigentlich

8% Zinsen - wo kriegt der Staat so viel für Geld, das er mit 2% leiht?

Re: Re: Was glaubt die Rotznase eigentlich

a) Die 8% werden gezahlt, wenn die Bank Gewinn macht. Muss also nicht immer sein.

b) Risiko: Eine Bank, der das Geld ausgeht, kann (per Def. - s. Geschäftsmodell) nicht wirtschaften. Dort die zukünftige Wirtschaftsleistung Ihrer Kinder reinzustecken ist riskant.

c) Die Bank verlangt für einen Kredit eine Sicherstellung. Warum ist das umgekehrt wohl nicht der Fall?

d) In ein Unternehmen ohne Anteile, Stimmrecht oder Sicherstellungen zu investieren ist Spekulation. Spekulation mit geliehendem Geld ist ein No-Go.

e) Die Bank kann Geld zu 0,75% aufnehmen. Will aber das zu 8% weiter behalten. Raten Sie mal, warum;-)

Gast: Wirtschaftler
31.07.2012 17:33
4 1

Wie immer:

..........Ausgeschlossen hat der Erste-Chef, dass sein Haus in europäische Zins-Manipulationen verstrickt sein könnte.
So,so so..... mir ist etwas anderes bekannt.... !!!
Sein letzter Satz wiegt vom Wahrheitsgehalt genausoviel wie seine Ankündigung vor Monaten, dass er das von der Republik zugeschossene und geborgte Kapital schon vorvorvorgestern zurückzahlen wollte. Und jetzt sagt er natürlich etwas anderes...
Einem Bänker würde ich nie ein Kind anvertrauen...soviel zum Vertrauensbarometer.

Karten auf den Tisch Hr. Treichl...


....wie groß ist die Gefahr, daß die Erste Group Pleite geht.

Der Verdacht liegt nahe.

6 1

Gib der Taschenpfändung einen Sinn

Sucht Treichl's Vermögen zur Wiedergutmachung!

Enteignen und Einsperren

die Bagage!

3 0

Re: Enteignen und Einsperren

bravo!

"Freiwillig verkauft in der Region derzeit niemand eine Bank, wenn er nicht muss."

Natürlich nicht. Man findet ja immer irgendeinen Hirni, der für sein Kapital kein Stimmrecht oder sonst irgendwelche Arten von Beteiligung einfordert.

... hat siuch stets mit der ganzen Wahrheit schwer getan doch eine Meile besser als die Maddoffs und Diamands

Tu felix Austria, am besten ncht zuviel reden und mehr halten,, zuviele traurige Stopries liegen auch in Deinem Keller. Wenigstens die Verliebtheit in Ungarn, dabei das gesunde grosse Polen uebersehen, das zahlt man als fescher Donaulaender.

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