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Erste Bank: „Das Ergebnis ist nicht brüllend“

31.07.2012 | 16:28 |   (Die Presse)

Der Gewinn des Instituts ist im ersten Halbjahr 2012 um 12,9 Prozent auf 453,6 Mio. Euro gesunken. Schuld daran sind Probleme in Rumänien und in Ungarn. Die dortigen Töchter sind tief in die roten Zahlen gerutscht.

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Wien/Höll. Vor Ausbruch der Finanzkrise, im Herbst 2006, hatte Erste-Bank-Chef Andreas Treichl die „Banca Comerciala Romana“ (BCR), die größte Bank Rumäniens, erworben. Es war eine der teuersten Bankübernahmen in Zentral- und Osteuropa. In Summe gab die Erste-Gruppe für die BCR rund vier Mrd. Euro aus. Die Beteiligung musste seitdem in mehreren Schritten abgeschrieben werden. Vergangenen Herbst machte die Erste Bank einen „Bilanzputz“ und korrigierte den Wert der Rumänien-Tochter um 700 Mio. Euro nach unten.

Wie am Dienstag bekannt gegeben wurde, gab es im zweiten Quartal 2012 eine weitere Abschreibung von 210 Mio. Euro. Damit liegt der Firmenwert der Rumänien-Tochter nur noch bei 890 Mio. Euro.

Rumänien und Ungarn sind für die Erste-Gruppe die größten Sorgenkinder. Die dortigen Töchter sind tief in die roten Zahlen gerutscht. In Rumänien gibt es bei 26,2 Prozent aller vergebenen Kredite Rückzahlungsprobleme, in Ungarn sind es 24,6 Prozent. Zum Vergleich: Der Wert in Österreich liegt bei 5,7 Prozent.

Ergebnis enthält viele Sondereffekte

In Osteuropa laufen daher Restrukturierungsprogramme. In Ungarn, wo bereits zehn Prozent der Mitarbeiter abgebaut wurden, will die Bank 2014 wieder Gewinne erzielen. In Rumänien, wo Teile des Managements ausgetauscht wurden, soll der Turnaround im nächsten Jahr geschafft sein.

Auf Grund der Belastungen in Osteuropa ist der Gewinn der Erste Bank im ersten Halbjahr 2012 um 12,9 Prozent auf 453,6 Mio. Euro zurückgegangen. In diesem Betrag sind allerdings einige Sondereffekte enthalten. So konnte das Institut durch den Rückkauf von Hybrid-Anleihen einen außerordentlichen Gewinn von 413,2 Mio. Euro verbuchen. Hinzu kommt noch ein Gewinn durch den Verkauf von Immobilien in der Höhe von 42,7 Mio. Euro.
Auf der Negativ-Seite schlägt sich die bereits erwähnte Abschreibung in Rumänien mit 210 Mio. Euro zu Buche. Hinzu kommen noch außerordentliche Belastungen von 60,6 Mio. Euro durch neue gesetzliche Bestimmungen in Ungarn. Die Bankensteuern in Österreich, Ungarn und der Slowakei kosteten in Summe 114 Mio. Euro.

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Bank ist „nicht zerschlagungswürdig“

An der Börse verlor die Aktie am Nachmittag über vier Prozent. Treichl sagte, das Nettoergebnis sei „nicht brüllend“. Er sei aber unter den gegebenen Umständen zufrieden. Das Institut habe das Schlimmste überstanden. Treichl geht aber davon aus, dass die allgemeine Wirtschaftslage „sehr schwierig“ bleiben werde.
Mit der Rückzahlung der Staatshilfe will sich Treichl Zeit lassen. Zunächst müsse Klarheit über die strengeren Eigenkapitalvorschriften, im Fachjargon „Basel III“ genannt, herrschen. Das Institut erhielt vom Bund zur Bewältigung der Finanzkrise 1,2 Mrd. Euro und zahlt dafür jährlich acht Prozent Zinsen.

Treichl hofft, dass der Ausfall der Dividende im Jahr 2011 ein einmaliger Ausreißer war. Sollte es aber wider Erwarten auch für 2012 keine Gewinnausschüttung geben, wird der Hauptaktionär der Erste Group, die Erste Stiftung, Aktien der Erste Bank „verkaufen“, so Treichl. Denn die Stiftung ist hoch verschuldet. In ihrem Jahresbericht ist von einem möglichen Aktien-Verkaufsvolumen von 150 Mio. Euro die Rede. Heuer hat sich die Stiftung bereits von 2,5 Mio. Aktien getrennt. Treichl ist nicht nur Chef der Erste Group, sondern er sitzt auch im Vorstand der Stiftung. Derzeit ist die Stiftung mit 24,8 Prozent an der Erste Bank beteiligt. Zweitgrößter Aktionär ist mit 9,7 Prozent die spanische Großsparkasse La Caixa. Treichl geht davon aus, dass die Spanier trotz der Probleme in ihrem Land an Bord bleiben werden.
Von der Diskussion über die Zerschlagung von Großbanken fühlt sich Treichl nicht betroffen: „Wir sind von der Größenordnung her nicht zerschlagungswürdig.“

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21 Kommentare

„Das Ergebnis ist nicht brüllend“

eher ist es schlagend, das Ergebnis unserer so hochtotierten, erfolgsprämienverwöhnten >Banksters!

Antworten Gast: weitblicker
01.08.2012 15:17
0 0

Re: „Das Ergebnis ist nicht brüllend“

dotiert. es heißt hochdotiert.

Re: Re: „Das Ergebnis ist nicht brüllend“

"... hochdotiert": ich bin froh, dass ich mit meiner Grundschulbildung weiß, dass dieses Wort ohne "ck" (wie eben Banane auch) geschrieben wird. :-(

Gast: Sebastio
31.07.2012 18:52
4 1

jeder bankbursche oder bankmädchen

sollte bevor er/sie in den geschützten bereich kommt wenigstens ein zwei- monate praktikum machen in einem mittelständischen privatunternehmen denen sie selbst in so einer situation den kredit fällig stellen würden,bräuchte dort gar nicht hart arbeiten sondern nur zusehen wie es so ist in der realen welt !! ps: aber die grössten deppen sind wir ---> die nettozahler die wir uns dies alles gefallen lassen von diesen blitzgneissern !!

0 1

Re: jeder bankbursche oder bankmädchen

warum sind sie dann ein selbst ernannter depp? es steht ihnen frei banker "im geschuetzten bereich" (?) zu werden. dann waeren sie, gehen wir davon aus, dass ihre annahmen stimmen, nettoempfaenger und alles ist gut.

Re: Re: jeder bankbursche oder bankmädchen

Sie verstehen da 'was nicht. "Banksters" sind nicht jene Schreiberlinge und Berater(-innen), die sich hinter "der Bud'l" für die Gagen der Vorstände und AR abstrampeln!

0 0

Re: Re: Re: jeder bankbursche oder bankmädchen

das ist mir bewusst. dem sebastio aber nicht...

Gast: Test Again
31.07.2012 18:37
2 0

Der Papa wird schon richten...

...und die Nationalbank schaut zu!

Schotter Schotter Schotter

Gast: b754
31.07.2012 18:31
2 0

im große töne spucken ist er ja der größte

aber was ist mir unserem geld hr treichl

1 2

Re: im große töne spucken ist er ja der größte

das liegt bei der ersten und wirft zinsen ab. gar nicht wenig. fuer uns alle.

das liegt bei der ersten und wirft zinsen ab. gar nicht wenig. fuer uns alle.

Mal ehrlich: Halten Sie es persönlich für ein gutes Investment jemandem Geld zu leihen, der seine Unfähigkeit, damit umzugehen, bereits unter Beweis gestellt hat (wieso sonst könnte eine Bank Hilfe benötigen) und dafür weder Sicherstellungen noch Stimmrechte noch Firmenanteile zu bekommen?

Wenn Sie die Zahl 100 durch die Verzinsung dividieren erhalten Sie die Anzahl von Jahren, die die Bank ohne Hilfe überstehen muss, damit das Steuergeld Ihrer Kinder nicht futsch ist. Das ist unter den gegebenen Umständen (siehe wieder: keinerlei Sicherstellung) pure Zockerei.

Gast: nomoney
31.07.2012 17:57
4 1

Was glaubt die Rotznase eigentlich

das ist unser Steuergeld, her damit und Bank dicht machen. Der spinnt wohl, glaubt kann uns weiter mit einer Pleitebank an der Nase herumführen. Wie immer natürlich gilt die Unschuldsvermutung :)

Re: Was glaubt die Rotznase eigentlich

8% Zinsen - wo kriegt der Staat so viel für Geld, das er mit 2% leiht?

Re: Re: Was glaubt die Rotznase eigentlich

a) Die 8% werden gezahlt, wenn die Bank Gewinn macht. Muss also nicht immer sein.

b) Risiko: Eine Bank, der das Geld ausgeht, kann (per Def. - s. Geschäftsmodell) nicht wirtschaften. Dort die zukünftige Wirtschaftsleistung Ihrer Kinder reinzustecken ist riskant.

c) Die Bank verlangt für einen Kredit eine Sicherstellung. Warum ist das umgekehrt wohl nicht der Fall?

d) In ein Unternehmen ohne Anteile, Stimmrecht oder Sicherstellungen zu investieren ist Spekulation. Spekulation mit geliehendem Geld ist ein No-Go.

e) Die Bank kann Geld zu 0,75% aufnehmen. Will aber das zu 8% weiter behalten. Raten Sie mal, warum;-)

Gast: Wirtschaftler
31.07.2012 17:33
4 1

Wie immer:

..........Ausgeschlossen hat der Erste-Chef, dass sein Haus in europäische Zins-Manipulationen verstrickt sein könnte.
So,so so..... mir ist etwas anderes bekannt.... !!!
Sein letzter Satz wiegt vom Wahrheitsgehalt genausoviel wie seine Ankündigung vor Monaten, dass er das von der Republik zugeschossene und geborgte Kapital schon vorvorvorgestern zurückzahlen wollte. Und jetzt sagt er natürlich etwas anderes...
Einem Bänker würde ich nie ein Kind anvertrauen...soviel zum Vertrauensbarometer.

Karten auf den Tisch Hr. Treichl...


....wie groß ist die Gefahr, daß die Erste Group Pleite geht.

Der Verdacht liegt nahe.

6 1

Gib der Taschenpfändung einen Sinn

Sucht Treichl's Vermögen zur Wiedergutmachung!

Enteignen und Einsperren

die Bagage!

3 0

Re: Enteignen und Einsperren

bravo!

"Freiwillig verkauft in der Region derzeit niemand eine Bank, wenn er nicht muss."

Natürlich nicht. Man findet ja immer irgendeinen Hirni, der für sein Kapital kein Stimmrecht oder sonst irgendwelche Arten von Beteiligung einfordert.

... hat siuch stets mit der ganzen Wahrheit schwer getan doch eine Meile besser als die Maddoffs und Diamands

Tu felix Austria, am besten ncht zuviel reden und mehr halten,, zuviele traurige Stopries liegen auch in Deinem Keller. Wenigstens die Verliebtheit in Ungarn, dabei das gesunde grosse Polen uebersehen, das zahlt man als fescher Donaulaender.

Hobbyökonom