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"Daily": Zweifel am "Revival des Kaufmanns"

01.08.2012 | 10:26 |  Von Herbert Asamer (DiePresse.com)

Schlecker-Investor Rudolf Haberleitner träumt von einem Revival des früheren Kaufmanns. Ein Handelsexperte hat große Zweifel und rechnet damit, dass Filialen verschwinden werden.

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Der Schlecker-Investor Rudolf Haberleitner ist von einem erfolgreichen Neustart der von ihm übernommenen Dorgeriemarktkette Schlecker überzeugt. Er will den Schlecker-Nachfolger „daily" mit einem nach eigenen Angaben in Europa einzigartigen, völlig neuen Nahversorgerkonzept in den Kampf mit den großen Lebensmittelhändlern und Drogeriefilialisten schicken. Neben dem bisherigen Drogeriesortiment sollen Lebensmittel, Zeitschriften und umfassende Dienstleistungen angeboten werden. Haberleitner denkt dabei an eine Putzerei, einen Copyshop und auch an eine Postpartnerschaft. „Die Leute sollen bei uns Sachen machen, die sie zu Hause nicht können", so der neue Eigentümer. Er spricht von einem Revival des früheren Kaufmanns, wo die persönliche Betreuung des Kunden im Vordergrund stand.

Überraschend kommt für viele Experten, dass Haberleitner alle 900 Standorte in Österreich erhalten und auch den 3000 Schlecker-Mitarbeiterinnen weiterhin eine Beschäftigung bieten will . Denn das österreichische Unternehmen war für ihn immer gut geführt. Den Grund für die Misere sieht er im fehlenden Handlungsspielraum eines patriachalisch geführten Betriebes.

Zuviele Geschäfte in Österreich

Handelsexperte Peter Schnedlitz von der Wiener Wirtschaftsuni hingegen hegt große Zweifel an der erfolgreichen Umsetzung der Haberleitner-Pläne. In Österreich gebe es viel zu viele Geschäfte, vor allem die Lebensmittelbranche sei „overstored", so Schnedlitz. So könne er sich nicht vorstellen, wo Platz für diesen neuen Geschäftstyp mit Nahversorgerfunktion sein solle.

Am meisten überrascht ist der Handelskenner, dass Haberleitner alle 900 Standorte weiter betreiben möchte. Denn Schlecker ist derzeit an Standorten, die oftmals von etablierten Filialisten aufgegeben wurden, sei es weil das Einzugsgebiet zu gering oder die Geschäftsfläche zu klein war. Aber gerade diese beiden Faktoren hält der Handelsvorstand der WU für ein erfolgreiches Handelskonzept für unabdingbar. 500 Standorte halte er für eine wohlfundierte Nahversorgerfunktion für möglich. Für Schnedlitz ist eine 1:1 Lösung unrealistisch, ein Schnitt unausweichlich. Geschäftsflächen unter 250 Quadratmeter wie in vielen Schlecker-Filialen werfen bei einem geringen Umsatz zu wenig ab. „Da ist dann betriebswirtschaftlich betrachtet das Ende der Fahnenstange erreicht", führt Schnedlitz im Interview im Ö1-Morgenjournal weiter aus. Denn in zahlreichen Filialen werde sich der wenige Umsatz auf den zu kleinen Flächen nicht einmal für einen Arbeitsplatz rechnen.

Die von Haberleitner geforderte Mietreduktion sei kostenmäßig nicht wirklich relevant. Mietkosten von zwei bis vier Prozent vom Umsatz können nicht das Hauptproblem sein, sagt Schnedlitz. Und 20 Prozent von zwei Prozent bringe nicht wirklich viel, so Schnedlitz. Für ihn könne diese Forderung auch eine taktische Maßnahme sein, um bei Nichteinwilligung der Vermieter Filialen dann doch aufzugeben. Denn alle Filialen werden nicht zu halten sein, ist der Handelsexperte überzeugt.

VIDEO: Pläne für "Daily"

Der Käufer der angeschlagenen Drogeriemarktkette Schlecker hat große Pläne für das Unternehmen, das künftig unter dem Namen "Daily" läuft.

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97 Kommentare
Gast: Roberta 123
01.08.2012 19:37
4 1

2511 Pfaffstätten

Schlecker ist das einzige Geschäft am schönen, alten Hauptplatz. Einen breit sortierten Daily würde ich sofort annehmen und fast täglich irgendwas einkaufen (nur hier im Haus schon zwei Familien).

gut für Konsumenten

Konkurrenz belebt das Geschäft. Für uns Konsumenten ist das nur gut.

Würde aber auch bezweifeln, dass man mit diesem Multifunktionsshop genug verdienen kann, um alle notwendigen Mitarbeiter zu zahlen. Zu wenig Supermärkte und vor allem Diskonter haben wir ja nicht. Der Zuzug in die großen Städte hält auch unvermindert an. Die verbleibenden Omas haben wahrscheinlich nicht genug Kaufkraft.

Zweifel darf durchaus sein, aber...

...dieses Konzept ist doch einen Versuch wert. Besser als Zusperren allemal. Und wenn's nicht klappt, zumindest etwas Neues probiert.


Antworten Gast: nicholasblarney
01.08.2012 22:54
0 0

Re: Zweifel darf durchaus sein, aber...

Einen Wersuch wert wäre ein seriöses Konzept mit einem seriösen Betreiber, aber nicht die Aktivitäten eines Dampfplauderers.

ich

denke mal, das gerade in gemeinden, wo es mit der nahversorgung krankt (oberes gailtal z.B. wo es in manchen (größeren) gemeinden keinen spar o.ä. gibt und die leute aufs auto angewiesen sind) sicher sinn macht so einen kleineren dienstleister anzusiedeln, den man auch zu fuss erreichen kann..meine oma möchte sich nicht mehr ins auto setzen und in den nachbarort fahren, da sie zu unsicher ist - ist daher auf die nachbarn angewiesen, da es im ort schon seit jahren keinen lebensmittelhändler gibt.

Antworten Gast: international_
01.08.2012 19:06
2 1

Re: ich

das ist ja sehr schön, dass ihre oma nicht mehr an den stadtrand fahren will, aber ein geschäft, das nur von diesen omas leben soll, wird sich nicht rechnen.

wenn nicht auch sie bereit sind, beim nahversorger einzukaufen (und zwar nicht nur, wenn sie einmal was vergessen haben), wird es wohl kaum zu schaffen sein. sonst hätten die bestehenden nahversorger nicht fast alle aufgegeben.


Antworten Antworten Gast: nicholasblarney
01.08.2012 22:55
0 1

Re: Re: ich

Genau, und mit unseren Omas macht er gleich im ersten Jahr 10 Millionen Gewinn.

Das extrem hohe Preisniveau in Österreich

ist ohnehin auf umsatzschwache Nahversorger zugeschnitten. Also warum soll dieses Konzept nicht funktionieren?
Dass größere Einkaufszentren nicht mehr wissen wohin mit ihren Gewinnen erkennt man daran, dass sie innerhalb eines Jahrzehntes zweimal neue und noch größere Glaspaläste um hunderte Millionen bauen. Die alten Monsterhallen stehen dann verwaist in der Gegend rum. Wenn es aber darum geht einer Verkäuferin um 50 Euro mehr im Monat zu zahlen ist der Umsatz natürlich zu schwach.

1 0

Re: Das extrem hohe Preisniveau in Österreich

hohe steuern und abgaben verteuern auch die Produkte, ich hoffe sie verstehen das.

Antworten Gast: international_
01.08.2012 19:13
2 2

Re: Das extrem hohe Preisniveau in Österreich

sie haben vom handel offensichtlich nicht sehr viel ahnung!
die einkaufszentrenpaläste bauen nämlich in den meisten fällen nicht die händler, sondern immobilienvermieter. die händler sind dort lediglich mieter - und zahlen meist recht hohe mieten, die die rentabilität der geschäfte recht bescheiden halten!

und bezüglich des gehalts dürfen sie auch nicht vergessen, dass 50,- monatlich für die verkäuferin durch die hohen lohnnebenkosten in österreich der firma mehr als das doppelte kosten!

Handelsexperte Peter Schnedlitz ...

ist eine akad. niete.

erst mal nen würstelstand (oder kebab-stand) selber führen, dann kann er mitreden.

diese kundenfernen "experten" haben kein gespür für zukünftige trends und konsumentenwünsche.

Antworten Gast: Vogel Strauss
02.08.2012 12:04
0 1

Re: Handelsexperte Peter Schnedlitz ...

Und was genau ist nun der Unterschied zu dem Herrn Haberleitner?? OT: Hätte jetzt fast Haberzettl geschrieben ...

der kleine aber feine unterschied ...

der haberleitner rettet vorerst mal 4000 arbeitsplätze,

und der schnedlitz quasselt davon, daß die trotzdem schon bald auf der straße stehen werden.

Antworten Gast: nicholasblarney
01.08.2012 22:58
3 2

Re: Handelsexperte Peter Schnedlitz ...

Nun, dasselbe könnten Sie über Haberleitner schreiben.

Wenn Daily

eine klare Positionierung verfolgt, eine übersichtliche und nachvollziehbare Produktpalette anbietet und die Marktkommunikation einfach und frequentiert erfolgt, steht diesem Projekt nichts mehr im Wege. Mitbewerb belebt das Geschäft und wenn die REWE Gruppe und Spar wirklich so gut sind wie sie immer angeben zu sein brauchen die sich auch nicht in die Hosen sch..... Der Lebensmittelhandel braucht einen klaren Mitbewerbsschub. Allein Tschechien, Ungarn oder die Slowakei haben auf die Einwohnerzahl mehr Lebensmittelgeschäfte als Österreich. Dass sich Firmen wie Tesco, Carrefour nicht auf den Markt trauen hat damit zu tun, dass eine Zurückhaltung bzw. traditionelle Einstellung seitens der Kunden vermutet wird. Aber ich bin mir sicher, dass es genug Kunden gibt, die sich gerne anderswo umorientieren. Alleine aufgrund der Auswahl und der Preise. Dass die hohen Preise in Österreich aufgrund der Mautsituation entstehen ist ein Irrtum. Ich kaufe das gleiche Produkt z.B Zuckermelone statt um 1,99 beim Billa um genau 1 Euro am Markt und der Lieferant ist derselbe. Genau so die Erdbeeren, Paprika, Tomaten...und und und. Wir brauchen eine liberale Marktpolitik (was Arbeitsplätze sichert und Arbeitsplätze schafft) und keine Restriktionen. Alleine dadurch profitiert der Bürger.

0 1

Die meisten Schlecker-Läden

sind viel zu klein für ein interessantes Sortiment. Sie waren ja ursprünglich nur für eine Produktgruppe angemietet.
Bis auf einige spezielle Standorte wird das nie funktionieren.

Gast: Zyni
01.08.2012 16:43
4 3

So lange

im Merkur, Hofer, Lidl, Billa (weniger) die Kassierschnepfen Dir den Einkauf vom viel zu kurzen Kassenende auf den Boden schmeißt, besteht noch Hoffnung für einen Deli Market.

Gast: Eine Schnapsidee pur
01.08.2012 16:39
3 1

Die Zuschussmillionen werden mit Sicherheit unauffindbar irgendwohin verschwinden


Antworten Gast: nicholasblarney
01.08.2012 23:00
1 0

Re: Die Zuschussmillionen werden mit Sicherheit unauffindbar irgendwohin verschwinden

Sie haben den Kern dieses Konzeptes verstanden!

Gast: Alle sagen, JA DAS WÜRDE FEHLEN.....und KEINER geht hin!
01.08.2012 15:51
5 0

Die Wahrheit ist....

....ALLE wollen einen Nahversorger und KEINER(zuwenige) gehen hin.........der Einzige Kontakt zu diesen "gewünschten" Nahversorgern besteht darin, dass sie ihn vom Auto aus grüßen, wenn sie vom Billa-Einkauf nach Hause fahren, weil der Nahversorger soviel zu tun hat, dass er vor dem Geschäft steht und die vorbeifahrenden Ortsbewohner grüßen kann, aber dafür, könnte man einen Bären auch hinsetzen, der muss zumindest nach dem Nahversorger(ALB)traum KEINE Insolvenz anmelden......Die Wahrheit ist ein Hund und die Menschen sind verlogen, das habe ich nicht erfunden, aber es ist so!

Re: Die Wahrheit ist....

leider auch realität...

Gast: ich geh' dort sicher hin und schau' mir das an
01.08.2012 15:36
7 1

Wenn WU-Professoren alles wüssten...

die Idee mit der Mindestfläche pro Geschäft ist ja nachvollziehbar. Aber: viel wichtiger ist, dass der neue Eigentümer ein Angebot und eine Atmosphäre schafft, die uns dazu bewegt, dort gerne hingehen und einkaufen zu wollen. Den gedanklichen Zugang, den ich bisher gelesen habe, finde ich gut.

Ich wünsche dem neuen Eigentümer und den mitübernommenen Angestellten viel Erfolg!

0 0

Re: Wenn WU-Professoren alles wüssten...

der Eigentümer ist entweder ein Wunderwutzi oder er lässt es andere machen. man kann sich nämlich nicht in jedem Geschäftsbereich auskennen. Und Berater sind eben Berater.

Der Zweifel ist berechtigt, nur ist die Misere im mangelndem Wettbewerb aufgrund fehlender Kartellrechtlicher Konsequenzen zu suchen ...

... denn warum sind die Supermärkte in Ö soviel teurer als bei uns ?

1 0

Re: Der Zweifel ist berechtigt, nur ist die Misere im mangelndem Wettbewerb aufgrund fehlender Kartellrechtlicher Konsequenzen zu suchen ...

Weil bei uns im wesentlichen ein Duopol vorherrscht, REWE und Spar den Markt kontrollieren. Ein wenig besser als ein Monopol natürlich, aber von "freiem Wettbewerb" kann keine Rede sein.

Und diese Situation führt natürlich geradezu zwangsläufig zu Problemen. Gut, woanders wären das Probleme, hier gibt es zwar Hausdurchsuchungen in der REWE-Zentrale wegen Verdacht auf illegale Preisabsprachen, aber (natürlich) nicht zu einer Anklage.... soweit ich mich erinnere war die Begründung sinngemäß dass "die Lage zu kompliziert sei" und endete mit einem Vergleich.
Eigentlich ein Wahnsinn, aber auch ein treffendes Sittenbild dieses Landes.

Darüber hinaus besteht (ebenfalls natürlich) ein wohl ausgezeichnetes Verhältnis mit der Politik; bekannt ist jedenfalls, dass das AMS Arbeitslose zum "Praktikum" an den REWE-Konzern quasi verkauft.... wobei verkauft ja eigentlich nicht zutrifft, denn das REWE zahlt ja keinen Cent dafür; das macht das AMS, das im Gegenzug weniger Arbeitslose in seiner Statistik aufführen kann.
Das freut doch gleich die Gewerkschaft und die Partei. Und wer will denn schon Politik gegen solche Freudenspender machen?

0 0

Re: Re: Der Zweifel ist berechtigt, nur ist die Misere im mangelndem Wettbewerb aufgrund fehlender Kartellrechtlicher Konsequenzen zu suchen ...

wenn sie die Beziehung REWE - AMS beweisen können, wäre das ein Skandal erster Güte!

0 0

Re: Re: Der Zweifel ist berechtigt, nur ist die Misere im mangelndem Wettbewerb aufgrund fehlender Kartellrechtlicher Konsequenzen zu suchen ...

Oder kurz gesagt: Das Konzept wäre vielleicht sogar vielversprechend - in jedem anderen Land!

In Österreich sollte Herr Haberleitner wohl ehest eine Liste von Personen und Institutionen zusammenstellen, die er hinreichend schmier.... ich meine mit denen er sich in traditionell sozialpartnerschaftlicher Weise verständigt.

Non sequitur.

Mangelnder Wettbewerb und ein hohes Preisniveau sind Idealbedingungen für einen Markteinstieg.

Wenn die Zweifel also berechtigt sind (was ich im Übrigen auch glaube), dann jedoch sicher nicht aus diesem Grund.

Antworten Gast: Österreicher
01.08.2012 15:49
4 1

... denn warum sind die Supermärkte in Ö soviel teurer als bei uns ?

Sie meinen mit "bei uns" wohl Deutschland. Auch ich bin nicht begeistert, dass z.B. ein bekannter österreichischer Fruchtsaft in einem Supermarkt in einem kleinen Kaff in Bayern € 1,78 kostet, und dasselbe Getränk bei uns durchwegs € 1,99. Sicher sind es nicht nur die 10% Mwst. hier vis-a-vis 7% in D. Die Lohnnebenkosten in Ö sind extrem hoch. Die Einkaufsmengen in Ö sind kleiner als in D. Und wahrscheinlich machen die Lebensmittelhändler hier ganz einfach fettere Gewinne.

Aber: oftmals ist die Qualität der Produkte einfach besser. Man kann kaum österreichische Freilandhendln mit den traurigen Hähnchen aus D vergleichen. Wir gelten ja als "Einkaufsregalpatrioten", und das kommt wohl einfach daher, dass viele österr. Lebensmittel einfach besser schmecken als vergleichbare Produkte aus anderen Ländern.

Das kommt zustande aufgrund unserer kleinräumigen Landwirtschaft, die wir uns gerne viel kosten lassen, und diese kleinen Betriebe müssen einfach bessere Qualität produzieren als die Riesenfarmen.

Die gute Qualität der Rohstoffe ist sicher auch ein Geheimnis des Erfolgs der österr. Gastronomie.

Eine bezahlte Werbeeinschaltung

der Agrarmarkt Austria Marketing GesmbH.

Die Österreicher gelten auch nicht als "Einkaufsregalpatrioten", sie haben vielfach einfach keine andere Wahl.

Antworten Antworten Antworten Gast: Österreicher
01.08.2012 16:16
2 0

Re: Eine bezahlte Werbeeinschaltung

oft haben wir aber eine Wahl! Haben Sie schon einmal die viel billigeren Hähnchen beim Lidl gekauft und verarbeitet? Hart und geschmacksarm. Gerade beim Lidl, den es ja bei uns fast überall gibt, können Sie massenweise billigere Produkte aus Deutschland kaufen. Wie ich vor 6 Jahren wieder zurück nach Ö gekommen bin, hab' ich mich da durchgekostet und kann Ihnen nur eines sagen - beides probiert (teurere österr. Produkte und billigere aus D), kein Vergleich!

Ich will noch ein Schäuferl nachlegen: gerade unsere Biolebensmittel sind es, die an Österreich so gut sind. Teuer, aber gut.

Wer billiger kaufen will oder leider muss, hat meiner Ansicht nach sehr wohl die Wahl.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Errh, ja
01.08.2012 21:21
0 0

Re: Re: Eine bezahlte Werbeeinschaltung

Als ob die 6 Wochen alten Masthendln bei uns nach irgendwas schmecken würden...

Kaufmann im Dorf

den Kaufmann im Dorf, der einfach alles hat (auch Schrauben und Nägel) gibt es noch häufig in Österreich. Aber diese Betriebe sind meist Fam.Betr. ohne fixe Angestellte und betreiben zusätzlich ein Gasthaus, Holz- und Baustoffhandel mit Transport etc. Die Kombi mit Gasthaus ist besonders gut, weil da kann man auch Sonntags einkaufen (von hinten, vorne ist zu)

Grobe Zweifel

Im burgenländischen See winkel gibt es 5 Schleckerfilialen, alle unweit von Frauenkirchen. Dort gibt es Billa, Hofer Spar und Penny (Lidl?). In manchen Dörfern gibt es kleine Geschäfte (Adeg, nah und frisch) Ich kann mir nicht vorstellen, dass es da genug Umsatz gibt um Miete, Energie und Angestellten zu bezahlen. Als Nahversorgung, speziell für ältere Menschen ohne Auto könnte ich mir eher mobile Supermärkte, die mit LKW von Dorf zu Dorf fahren, vorstellen Solche Systeme haben sich bereits bewährt.

Antworten Gast: der-mit-dem-huhn-tanzt
01.08.2012 14:55
2 2

Re: Grobe Zweifel

Da gibt es garantiert genug Umsatz und Gewinn für 24/7 convenience stores.

Die Ihre Oma freut sich sicher, wenn sie nur mehr bis ans Eck zum Family Mart laufen muss, um ihren täglichen Bedarf zu decken.
Das kann sie dann auch 24/7 machen.
Und wenn es auch der Oma vom Nachbarn gut gefällt, dann sind es im Dorf schon zwei, die dort regelmässig einkaufen gehen.

Schaun Sie sich einmal einen convenience store in Malaysien oder Thailand an.
So klein können die Dörfln dort gar nicht sein, dass es keinen 7/11 gibt. Und die machen richtig Geld...

Bei uns sind es halt fest in Händer dmeist nur Ottomanen oder Leute vom indischen Subkontinent, die diese Geschäftsidee haben.

Wünschen wir diesem Herrn viel Glück, dass er sich gegen die blockienrde Gewerkschaft durchsetzen kann und wir nicht mehr immer bis zur nächsten Autobahntankstelle fahren müssen, wenn wir um 19:35 noch ein Packerl Chips fürs Hauptabendprogramm kaufen wollen.

Antworten Antworten Gast: international_
01.08.2012 19:25
1 0

Re: Re: Grobe Zweifel

ohne ihren optimismus bremsen zu wollen: ein 24/7 store erfordert mitarbeiter, die zu sehr ungünstigen zeiten arbeiten wollen - das kostet zuschläge für sonntags- oder nachtarbeit (ganz abgesehen von den gesetzen).

in südasien sind halt die löhne und arbeitsbedingungen andere, aber bei uns müsste so ein laden deutlich teurer sein, als normale geschäfte um überleben zu können. das wäre dann aber wieder nicht konkurrenzfähig.

dann möchte ich auch noch sehen, wieviele kunden ein laden im maria lanzendorf (dort gibts z.b. einen schlecker) und ähnlich großen orten zwischen 20h und 6h früh hätte!

ihr beispiel ist so, als würden sie einem österreichischen schneidermeister empfehlen in konkurrenz zu südasiatischen
t-shirtproduzenten zu treten.


Re: Re: Grobe Zweifel

Chips sind nicht gesund, schon garnicht von einer Tankstelle an der Autobahn

Antworten Antworten Antworten Gast: der-mit-dem-huhn-tanzt
01.08.2012 15:50
2 0

Re: Re: Re: Grobe Zweifel

Chips sind auch nur ein Beispiel. Kein gutes, muss ich gestehen...

Aber Sie haben es erfasst. Wenn jeder mit dem Auto abends zur Tankstelle fahren muss, stellen Sie sich die unnoetigen CO2 Emissionen vor.

Abgsehen von den Arbeitsplätzen die geschaffen werden.

Wo sind da die Nachteile?

Re: Re: Re: Re: Grobe Zweifel

na Schau, alles klar.

Gast: Selfmade Man
01.08.2012 12:42
6 2

Natürlich,Redefreiheit für alle !

ein experte von der uni der wahrscheinlich noch nie auf eigene rechnung etwas riskiert hat (ausser vielleicht einen pauschalurlaub den man im voraus bezahlen muss) erklärt einem investor was geht u. was nicht !! na ja wie gut geschützte gehaltsempfänger wirtschaftlich sind sehen wir eh' tagtäglich in den staatsnahen unternehmen u. banken u. im öffentlichen bereich allg. , aber das perverseste an der sache ist ist das wir schon das jahr 2012 schreiben u. der theoretiker- schmäh noch immer einigeht in austria !! wirtschaft kann man nicht studier'n wirtschaft kann man nur machen u. leben, ich wünsche den investoren alles gute,gute geschäfte u. wenn möglich werde ich kunde sein !! auch wird man nur wissen ob ein geschäft ein "geschäft" ist/war wenn man es gemacht hat oder ob eine aktie gewinn macht kann man erst sagen nachdem man sie gekauft hat ---> war immer so u. ist so,nur durch den übersozialstaat meinen viele das sie auch aus dem geschützten bereich heraus wissen wo es lang geht bzw. meinen sie sie hätten auch als privatwirtschatler eine chance gehabt, ja wenn sie welche geworden wären !!

Re: Natürlich,Redefreiheit für alle !

sehr vielen Theoretikern fehlt das Kapital um selbstständig ein Geschäft zu machen. Leider gibt es vielzu viele Hasardeure, die mit zuwenig Kapital und viel Risiko "Geschäfte" machen. Arm sind dann nach 3 Jahren die Gläubiger, die bei Konkurs um ihr Geld umfallen. Zweifel sind sehr wohl von Fachleuten, auch ohne eigene Erfahrung angebracht. Ihnen passiert ja sowas niemals.?

Antworten Antworten Gast: Selfmade Man
01.08.2012 14:05
2 1

Re: Re: Natürlich,Redefreiheit für alle !

also sie möchten schon voher viel kapital bevor sie ein geschäft aufmachen bzw. selbstständig zu arbeiten beginnen,reich heiraten oder sich um ein erbteil bemühen wär hier ein tipp,oder aber auch z.b als politker bei einem bankendeal mitschneiden!? also ich musste zuerst viel schuften um so- "viel" geld zu verdienen um mich selbstständig machen zu können um in weiterer folge wirklich kapital anzuhäufen um weitere investitionen zu tätigen !! ich weiss nicht ob ich wenn ich schon von haus aus kapital gehabt hätte nicht doch gleich in alleine- arbeitende projekte investiert hätte,denn für mich ist die wirtschaft da um geld zu verdienen u. nicht um mir arbeit teuer zu kaufen !! u. zu ihrer frage am schluss: meine überschrift lautet ja "redefreiheit für alle" u. so meine ich es auch ,aber auf wen oder was ich höre ist meine angelegenheit bzw. jedem seine, u. glauben sie mir(fast) jeder unternehmer ist skeptisch wenn von theoretikern bzw. vom staat oder von staatsnahen institutionen "etwas" kommt !!

Gast: der-mit-dem-huhn-tanzt
01.08.2012 12:34
6 5

7/11 on the way to Austria?

Schafft es endlich ein tüchtiger Geschäftsmann in Österreich das äusserts erfolgreiche convenience store Konzept durchzusetzten?
Wenn ja, dann sind ihm Milionen sicher.
Es gibt nicht geil-eres als einen 7/11, Lawson, Family Mart oder Circle K store an der Ecke zu haben.
Nur er wird leider scheitern, der gute Mann. Grund unsere unflexiblen Gewerkschaften und noch unflexibleren arbeitsscheuen Arbeitskräfte.

Und dann ist wieder nicht mit convenience stores. Bleiben nur die Tuer.ken Gemüsehändler. Lassen wir halt nicht-Österreicher das Geschäft machen

Re: 7/11 on the way to Austria?

Sie scheinen ja schon lange aus Österreich weg zu sein, sonst wüßten Sie, dass aussschliesslich die Höhe der Parteispende für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens maßgeblich ist.

Antworten Antworten Gast: der-mit-dem-huhn-tanzt
01.08.2012 14:13
3 0

Re: Re: 7/11 on the way to Austria?

Sie wissen ja dann sicher an wen in der spö oder bei gewerkschaftsbund der nette herr eine spende abgeben muss, um die roten zum schweigen zu bringen

Antworten Gast: zetto
01.08.2012 12:55
6 1

Re: 7/11 on the way to Austria?

Kann nicht nachvollziehen, was an 7/11 und Co. so klasse sein soll.

Ramschläden US-amerikanischer Prägung mit relativ uninteressantem angebot - oder gehts Ihnen nur um die Öffnungszeiten?

Antworten Antworten Gast: nicholasblarney
01.08.2012 23:06
0 0

Re: Re: 7/11 on the way to Austria?

Ich habe diese 7/11-Läden in Kopenhagen kennengelernt und muß sagen, das waren die einzigen, wo ich im Laufe eines ganzen Jahres genau zwei Mal etwas gekauft habe, weil Angebot und Qualität unter jeder Sau waren.

Re: Re: 7/11 on the way to Austria?

Nach langen Recherchen und Studien von Experten habe ich herausgefunden, dass in Österreich niemand aufgrund der Öffnungszeiten Verhungert ist.Es ist aber bewiesen, dass in den USA schon Geschäfte zusperrten, weil es um Mitternacht zuwenig Kunden gab

Antworten Antworten Gast: der-mit-dem-huhn-tanzt
01.08.2012 13:15
5 4

Re: Re: 7/11 on the way to Austria?

Lawson und Family Mart sind ja japanisch. Wissen Sie das nicht?

die öffnungszeiten sind doch toll oder?
und arbeit gibt es dann auch genug für alle.
man muss halt flexibel sein, wenn's anders nicht geht.
die Özel-mir am eck macht es vor.

Re: Re: Re: 7/11 on the way to Austria?

Ueber den Atlantik muessen Sie erst gar nicht - in Polen sind die Oeffnungszeiten schon lange liberalisiert. Lage und Kundenkreis regeln die Oeffnungszeiten dann. Einzige Ausnahme - an kirchlichen Feiertagen bleibt geschlossen.


Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: der-mit-dem-huhn-tanzt
01.08.2012 16:08
1 1

Re: Re: Re: 7/11 on the way to Austria?

Polen kenn ich nicht. Was aber auch nichts macht...

Wenn es so ist wie Sie als Pollenkenner sagen, dann ist ja Polen noch nicht verloren.

Einzige die Sonntagsregelung ist alles andere als liberal.

In Pollen war Kirche und Gewerkschaft immer schon ein und dasselbe.

Hobbyökonom