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ÖIAG: Zweikampf um den Chefsessel

02.08.2012 | 16:49 |   (Die Presse)

Ex-AUA-Vorstand Peter Malanik und der ehemalige ÖVP-Politiker Herbert Paierl haben gute Chancen für den Posten des ÖIAG-Chefs. Die Wahl ist am 7. September. Die Zukunft der ÖIAG ist indes völlig offen.

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Wien/Eid/APA. Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen und zuletzt soll es mehr Ab- als Zusagen gegeben haben. Der Bewerberkreis für den Posten des ÖIAG-Chefs, den der Aufsichtsrat der Staatsholding ab nächster Woche bei Hearings unter die Lupe nehmen wird, ist daher überschaubar. Die Kür erfolgt erst am 7. September, weil eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung in der Ferienzeit nicht zustande käme, wurde der „Presse“ aus ÖIAG-Kreisen bestätigt.

Beim Match um die Nachfolge von Markus Beyrer, der die ÖIAG in Richtung Brüssel zur Businesseurope verlässt, scheint alles auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Ex-AUA-Vorstand Peter Malanik und dem früheren steirischen ÖVP-Landesrat Herbert Paierl hinauszulaufen. Beide haben sich beworben.

Malanik, der dem bürgerlichen Lager zugerechnet wird, gilt auch in der roten Reichshälfte und damit bei den ÖIAG-Betriebsräten als akzeptabel. Er habe viele Jahre in der teilstaatlichen AUA gearbeitet, die unter ÖIAG-Aufsicht stand. Die Privatisierung der AUA sei zudem auch in seine Vorstandsära gefallen, heißt es. Außerdem habe Malanik als Arbeitgebervertreter in den KV-Verhandlungen auch Sozialpartner-Qualitäten bewiesen – ein Punkt, der bei den Betriebsräten besonders zählt.

Abgewinkt haben indes Siemens-Personalchefin Brigitte Ederer, Ex-Lufthansa-Boss Wolfgang Mayrhuber, Ex-OMV-Chef Wolfgang Ruttenstorfer und WU-Vizerektorin Regina Prehofer. Noch ist aber nichts entschieden, und Insider schließen eine Überraschung nicht aus.

Die Crux an dem hoch dotierten Job besteht darin, dass die Zukunft der ÖIAG, die derzeit die Staatsanteile von Post, Telekom Austria und OMV verwaltet, völlig offen ist. Die Bandbreite reicht von Auflösung (SPÖ) bis Kompetenzerweiterung (ÖVP).

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.08.2012)

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3 Kommentare

Verbrecher

Verbrecher bleiben Verbrecher

Gast: 1. Parteiloser
03.08.2012 08:44
1 0

Irgendein Parteibonze wird schon weiter Abwirtschaften!

Die ÖIAG, eine Staatsholdung, zeigt schon lange nur die grausigen Auswirkungen von Staatswirtschaften. Staatswirtschaften sind immer Planwirtschaften und entwickeln sich immer zu Mangelwirtschaften. Da geht es um das Interesse der Partei(en), also dem Posterl- und Amterlschacher und sonstigen Geld rausziehen.

Nicht nur die AUA wurde abgewirtschaftet, auch das Eugenkapital bei den Unternehmen ist im Schrumpfen, nur die Schulden steigen und steigen.

In den Unternehmensbilanzen schaut das dann so aus:

Post, Eigenkapitalentwicklung
2006: 821 Mio. /
2007: 874 Mio.
2008: 741 Mio.
2009: 674 Mio.
2010: 691 Mio.
2011: 702 Mio.
Das auch nur, weil die Filialen im Eigentum verkauft wurden und alles nun gemietet wird.

Telekom, Eigenkapitalentwicklung:
2006: 2.823 Mio.
2007: 2.565 Mio.
2008: 2.155 Mio.
2009: 1.614 Mio.
2010: 1.477 Mio.
2011: 883 Mio.
In 5 Jahren das Unternehmen um satte 2.000 Mio. Euro geschädigt!

Die grausigen Parteibonzen brauchen aber keine ÖIAG zum Verwirtschaften des Volksvermögens, die können das sogar noch bei börsennotierten Unternehmen mit Minderheitsbeteiligung wie der Flughafen Wien deutlich machte. Verbund, EVN, ORF, ÖBB, etc. sind als Ö Staatsunternehmen sogar im Ausland beim Verwirtschaften des Volksvermögens, obwohl diese dort gar nichts zu suchen haben. Da geht es inzwischen um Milliarden, welche die Parteibonzenmanager verzockt haben (zB Poweo F durch den Verbund).

Alles sofort privatisieren, anders sind die Unternehmen nicht zu retten.

Gast: ÖIAG-Auflösung gefordert
02.08.2012 20:42
1 0

Die ÖIAG ist längst tot. Lang lebe die Atrappe zum Abkassieren durch ÖVP-Günstlinge.

Bei der Telekomcausa hat die ÖIAG ihre teure Inkompetenz bewiesen.

Hobbyökonom