Wien/Apa. Finanzministerin Maria Fekter und die Finanzmarktaufsicht (FMA) liegen im Clinch. Der Umstand, dass die FMA-Chefs Helmut Ettl (SP) und Kurt Pribil (VP) die Einlagensicherung für die Sektorbanken infrage stellten und der Ministerin damit in den Rücken fielen, habe zu einem gewissen Vertrauensverlust zwischen Ministerin und Aufsehern geführt. Das berichtet der "Kurier". Auch habe die FMA im Hintergrund gegenüber Brüssel Bedenken am Sanierungsmodell für die ÖVAG geäußert, was Fekter endgültig verärgert habe.
Die FMA-Führung loszuwerden dürfte für die Ministerin aber nicht ganz einfach werden. Eine Neubesetzung müsste durch den Ministerrat und koalitionärer Wirbel zwischen Rot und Schwarz wäre in diesem Fall programmiert. Zudem dürfte Ettl, dessen Vertrag Anfang 2013 ausläuft, einer der engsten wirtschaftspolitischen Berater von SPÖ-Kanzler Werner Faymann sein.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.08.2012)
WirtschaftswachstumDas Plus und Minus der EU-Länder im ersten Quartal
KreativDie Welt der Werbung
Cash-KaiserDiese Firmen horten am meisten Bargeld
''Plagiarius''Dreisteste Fälschungen ausgezeichnet

