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Erfundene Interviews: Post entschuldigt sich

06.08.2012 | 12:56 |   (DiePresse.com)

Die Post AG warb mit teils frei erfundenen Postler-Interviews. Post-Chef Georg Pölzl spricht von einer "internen Panne".

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Der Generaldirektor der österreichischen Post AG, Georg Pölzl, hat sich laut ORF Salzburg schriftlich bei jenen Postlern entschuldigt, deren größtenteils frei erfundene Werbe-Interviews Ende Juli in Gratis-Wochenzeitungen für Aufregung gesorgt hatten. Ein Post-Sprecher bestätigte der APA das Schreiben, in dem Pölzl von einer "internen Panne" spricht, wenn die Betroffenen - laut Gewerkschaft an die 100 Briefträger - vor der Veröffentlichung der Werbeinterviews samt ihrem Bild nicht informiert wurden.

Der Generaldirektor findet es laut ORF auch bedauerlich, dass die Panne nicht intern aufgearbeitet wurde. Am Ende des Briefs schreibt Pölzl dann aber: "Es freut uns daher besonders, dass viele von Ihnen Ihre Einwilligung erteilt bzw. erneuert haben, an der nächsten Erscheinungsrunde wieder teilzunehmen."

"Eine Panne"

In der "ersten Runde" war jeweils nur die erste Frage - und zwar nach dem genauen Zustellgebiet - individuell beantwortet worden, die restlichen Antworten waren österreichweit gleich abgedruckt und nicht im Voraus den 100 Betroffenen gezeigt worden - "wegen einer Panne", wie es hieß.

"In den Interviews finden sich Aussagen, die von den Betroffenen gar nicht gemacht wurden", kritisierte ein Sprecher der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten vor rund zwei Wochen, nachdem er "zahlreiche Beschwerdebriefe" erhalten hatte.

"Stehen nicht an, uns zu entschuldigen"

Man habe mit den Interviews unter anderem die "immer wiederkehrende Sorge, die Post könnte nicht mehr täglich zugestellt werden, ausräumen" wollen, hatte ein Post-Sprecher kurz nach deren Erscheinen erklärt.

"Wir werden uns nicht davon abhalten lassen, die Leistungen des Unternehmens ins rechte Licht zu rücken", schrieb Pölzl weiter. "Gleichzeitig stehen wir aber nicht an, uns bei all jenen zu entschuldigen, die sich in dieser Aktion nicht wiederfinden. Sie können stolz darauf sein, was Sie täglich tun und leisten."

(APA)

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8 Kommentare
Gast: Nepomuk
07.08.2012 11:49
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ZUM LACHEN - WENN ES NICHT SO TRAURIG WÄRE


Die österreichische Post betreibt Lohn-Dumping.

Aktuelles Inserat Sommer 2012:

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Urlaubsersatzkräfte dringend gesucht!

Wir suchen DRINGEND engagierte und tatkräftige Urlaubsersatzkräfte (m/w) für die Briefzustellung Region: WIEN, NÖ, BGLD und SZB!

* 40 Wochenstunden MO-FR
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* Zuverlässigkeit und genaues Arbeiten

Gehalt: EUR 821.20,-- brutto/Monat
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Ich war selbst vor Jahrzehnten Sommeraushilfe bei der Post. Hochgerechnet mit dem Inflationsindex entspricht das damalige Entgelt heute EUR 1.300,--.

Herr Pötzl:
Das ist kein Praktikum mit Taschengeld für Schüler.

Das ist ganz normale Arbeit mit 40 Std.-Woche.




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Re: ZUM LACHEN - WENN ES NICHT SO TRAURIG WÄRE

Bei den eigenen Gagen sind die organisierten Anstandsverweigerer nicht so zimperlich.

Pölzl spricht von einer "internen Panne"

Schon wieder.

So läuft es in allen Medien - nennt sich

nur Manipulation!

Gast: Georg von Max
06.08.2012 15:24
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Das ehemalige Mäxchen lügt wie gedruckt, was?

Die Post bringt allen was

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offensichtlich auch mit Lügen.

Damit scheint Ex-Mäxchen Pölzl kein Problem zu haben -- naja, Lügen gehört zur Arbeit eines Top-Managers oder eines Politikers. Derartige Charakterzüge muß man wohl in solchen Positionen haben.

Antworten Gast: globetrotterneu
06.08.2012 15:50
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Re: Das ehemalige Mäxchen lügt wie gedruckt, was?

das haben sie von der spö jahre lang gelernt.

was daran ist eine entschuldigung?

Wieso sollten fehler, die öffentlich begangen wurden intern abgehandelt werden? Oder wäre der vorstand auch bereit sein foto mit einem nicht autorisierten ihm in den mund gelegten interview in zeitungen wiederzufinden?
Wenn ihm diese widerlichen methoden wirklich leid täten, dann würde er sich ohne wenn und aber und vorheriges hintreten auf berechtigt empörte (wieviel ja im nachhinein zustimmen) entschuldigen. Das würde aber einen anderen stil voraussetzen.

Weder eine Überraschung noch eine Peinlichkeit!


So ist sie mal, unsere geliebte Post.

Halbwahrheiten, getürkte Aussagen, Hinwegsetzen über persönliche Rechte der Mitarbeiter.

Hobbyökonom