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"Mein Gott, warum soll ich in Kärnten investieren?"

06.08.2012 | 15:49 |   (DiePresse.com)

Investoren meiden Kärnten, berichtet ein Tourismusberater. So mancher fürchtet offenbar, sich "in einem Untersuchungsausschuss wiederzufinden".

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Keine kärntenfreundliche Stimmung herrscht derzeit unter Investoren aus anderen Ländern: "Wir haben negative Rückmeldungen von Investoren", sagte der international tätige Tourismusberater Manfred Kohl aus Villach am Montag. Erst am Montag habe er in Salzburg ein Gespräch mit einem bayerischen Unternehmer geführt, der in Österreich auch schon abseits des Tourismus investiert habe, und der habe gemeint: "Mein Gott, warum soll ich in Kärnten investieren?" Der Bayer sorge sich, "unter Umständen in politische Schlagzeilen zu geraten, mich in einem Untersuchungsausschuss wiederzufinden oder ich soll etwas zahlen", so Kohl. "Das ist brandgefährlich für den Wirtschaftsstandort", sagte der Berater.

Absprung "in aller Stille"

"Zu Zeiten Jörg Haiders als Landeshauptmann waren zwar auch Investoren skeptisch, aber nicht dermaßen ablehnend wie jetzt. Bei Haider gab es auch welche, die sagten, 'der taugt mir, da investiere ich'; das sehe ich jetzt überhaupt nicht mehr", so Kohl. Ein Problem sei, dass das Abspringen von Investoren "in aller Stille" erfolge: "Es sagt doch kein Investor vor der Presse, dass er jetzt nicht mehr in Kärnten investiert; der Politiker würde ohnehin immer sagen, das stimmt nicht - wir erleben das aber", so der Fachmann.

Zum Kärntner Tourismusmarkt im derzeitigen politischen Durcheinander an sich meinte Kohl, dass es bis auf Ausnahmefälle "keine Korrelation zwischen einer Urlaubsentscheidung und politischen Turbulenzen" gebe. "Da haben wir noch nie einen Zusammenhang messen können - solange nicht ein Sicherheitsproblem entsteht."

"Außenauftritt ist derzeit ganz schlecht"

Etwas anders sieht das die Fachgruppensprecherin der Hotellerie in der Wirtschaftskammer Kärnten, Eva Hoffmann: "Die politische Misere ist für Stammgäste sehr wohl ein Thema", sagt sie und forderte eine "komplette Erneuerung" der politischen Landschaft. Sie sei zwar keine Verfassungsexpertin, aber sie empfehle, "schön langsam den Landtag von außen aufzulösen". Denn: „Der Außenauftritt des Landes ist derzeit ganz schlecht", so Hoffmann. Allerdings sei die "Situation derzeit noch nicht buchungsentscheidend".

Offenbar sind aber manche Touristen schon jetzt verunsichert: Laut "ORF Kärnten" bekam ein Hotelier am Wörthersee kürzlich ein E-Mail, das ihm "zu denken gab". Ein (ehemaliger) Gast schrieb, er wolle Urlaub in Kärnten machen, die politische Situation hindere ihn aber daran. Er wollte wissen, ob Kärnten überhaupt noch sicher ist. Es sei nicht schön, was gerade in diesem Land passiere und viele Leute in Deutschland würden so denken wie er.

Vergleich mit Italien

Helmuth Micheler von der Tourismusregion "Klopeiner See - Südkärnten" sind heuer noch keine negativen Reaktionen Micheler erklärte, die Politik habe eher wenig Einfluss auf das Buchungsverhalten von Touristen - und verglich Kärnten mit Italien: In der Regierungszeit von Silvio Berlusconi habe es schließlich auch keine Einbrüche im Tourismus gegeben.

(APA)

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16 Kommentare
Gast: Marandana
07.08.2012 12:05
1 0

gääähhhn !alles schon dagewesen,ein alter hut ....

politik möchte wirtschaft machen ,politik mischt sich in die wirtschaft ein --- > am ende not u. elend !! diese formel ist schon sehr alt u. ist für die ewigkeit,sollte schon im kindergarten spielend erklärt werden !!

Gast: Der, dem es auffällt
07.08.2012 06:54
0 0

Warum sind viele Schriftzüge BLAU

Ein Wahnsinn was die Erlauben!
Wartet noch 5 Jahre, dann wird das Problem Kärnten ein noch größers! Es ist ja komplett veraltert wenn die Jungen Menschen abwandern!
Es fehlt an kreativen Köpfen und Leuten die etwas bewegen wollen!
Ich würde dort auch mit keiner Firma Geschäfte machen! Wer weiß mit wem die verbandelt sind!

Gast: Johann der Erste
06.08.2012 19:15
3 1

Korrupter und fremdenfeindlicher Süden!

Fahre seit 5 Jahren nicht mehr nach Kärnten, das was die letze Zeit aufgekommen ist, ist doch schon jahrelang bekannt, inkl. Nazirülpser, EU- Bashing, blau oder orange, oder doch blauorange es bleibt das selbe korrupte Lumpenpack! Einem besoffenem Landeshäuptling und Verkehrsrowdy Denkmähler und Marterl zu setzen, zeigt was von den Kärntnern zu halten ist!

Antworten Gast: Kärntner mit Leib und Seele
06.08.2012 20:25
1 0

Re: Korrupter und fremdenfeindlicher Süden!

Wow, Volltreffer!

Sie haben komplett Recht, es ist ein Sumpf der seines gleichen sucht!
Es wandern pro Tag 8 Personen ab, öffentliche Aufträge nur bei guter Kenntnis der Kärntner Politiker und für Firmen die sehr nahe der FPÖ&FPK sind!
Mehr als 60% der Bevölkerung versteht den Kult um das HAIDER Marterl nicht!
Hätte er nicht gesoffen und wäre er nicht suizig gefährdet gewesen, würde er heute vor dem Richter aussagen!
Aber putzen sich seine Freunde Ragger, Dörfler, Xanter, Scheuchs, Megymoric, Dobernig an ihm ab, weil er schweigt ja sowieso!

Gast: b754
06.08.2012 18:56
2 0

der stronach investiert halt für ein schönes seegrundstück

und die flick für eine verlegung der strasse und der haselsteiner soll ja auch sehr aktiv sein denne waren die falotten gerade recht

Re: der stronach investiert halt für ein schönes seegrundstück

und der Rest des Wörthersees gehört dann Glock

Mein Gott, da trifft sich ein unbedeutender Tourismusberater...


...mit einem anonymen Unternehmer.....

....und daraus wird eine Story konstruiert.

Schauen sie sich mal die Referenzliste diese "internationalen" Tourismusberaters an. Wenn man Eisenstadt schon als internationale Destination sieht, oje.

Das ist derart schlechter Journalismus, oder neue Blattlinie.

Antworten Gast: Unternehmer
06.08.2012 20:29
1 0

Re: Mein Gott, da trifft sich ein unbedeutender Tourismusberater...

Ich würde auch nicht nicht in Kärnten investieren!
Nehmen Sie an ein großer Konzern wie eine AGRANA, SIEMENS, ABB... und wie sie alle noch heißen, kommen drauf, sie haben bei einer Firma etwas bestellt und diese Firma steht mit den Skandalbrüdern in Kontakt?
So etwas geht nicht!

Antworten Antworten Gast: zuseher
07.08.2012 09:02
0 0

Re: Re: Mein Gott, da trifft sich ein unbedeutender Tourismusberater...

So wie Sie schreiben ist Ihre Großinvestition ein Krügers Bier!

Niemand investiert weltweit freiwillig in Touristikprojekte. Die meisten Hotels sind stark überschuldet, die verbleibenden werden von den Banken drangsaliert.

2 0

Wieso auch?

Warum sollte man erwarten, dass Jahre anhaltender Misswirtschaft, Korruption und Skandalen ein "investitionsfreundliches Klima" schaffen? Oder war es so überraschend, dass tatsächlich doch mehr aufgeflogen ist als gedacht?
Betrügern und Lügnern glaubt man eben nicht, die Wirtschaft lernt das meist schneller als die Politik.

Gast: b754
06.08.2012 15:32
4 0

hoffentlich machen das viele so

ich bin ein weißensee fan aber solange diese bagage etwas zu sagen hat werde ich keinen fuß nach kärnten setzen eine andere möglichkeit gibt es leider nicht mehr

Re: hoffentlich machen das viele so

Also ab in die Türkei, oder nach Ägypten, Mallorca oder Sizilien. Dort gibt es keine Korruption, dafür perfekte Demokratien..
Übrigens: In Deutschland sagte eine gewisse Frau Merkel klipp und klar, dass das vor einer Wahl Versprochene nach einer Wahl bei ihr nicht gilt.
http://www.youtube.com/watch?v=qibXdmj2GqM

Antworten Gast: ovi
06.08.2012 15:57
1 1

Re: hoffentlich machen das viele so

versuchen Sie's doch zu trennen ... einerseits das wunderschöne Bundesland, andererseits die grausigen Politbonzen ...

was kann der Weißensee dafür?

Antworten Antworten Gast: Huni
06.08.2012 17:54
1 1

Re: Re: hoffentlich machen das viele so

Warum sollte man in einem korruptionsverscheuchten Land buchen? Vielleicht müssen ja sogar Hotels oder Betriebe "Extra-Steuern" zahlen, wie in anderen korrupten Ländern...

Antworten Antworten Gast: b754
06.08.2012 17:05
2 0

Re: Re: hoffentlich machen das viele so

entwerde die kärntner machen druck oder es gibt alternativen genug billigflüge inklusive

wen wunderts

bei einer politischen Führung ,die ihre Parteibezeichnung wechselt wie Unterwäsche
zudem einer Bundespartei angehört,die nicht müde wird auf die Europäische Union zu schimpfen
kein Investitionsklima

Hobbyökonom