Eisenstadt/Red./Ag. In der Begas-Affäre orten die burgenländischen Grünen neue Ungereimtheiten rund um die Pensionsansprüche von Exvorstand Rudolf Simandl. Im Jahr 2000 soll er 21.113.517 Schilling (1,53 Mio. Euro) an „Pensionsabfertigung“ auf ein Treuhandkonto überwiesen bekommen haben. Das werfe zwei Fragen auf, so der grüne Landtagsabgeordnete Michel Reimon: Wie viele Jahre wurden damit abgedeckt? Und: Hat Simandl ab 2001 einen neuen Pensionsanspruch aufgebaut?
Im Jahr 2000 war der frühere Vorstand bereits 15 Jahre im Unternehmen. Dennoch sehe es, nach Durchsicht der vorliegenden Akten, so aus, als seien die 1,5 Mio. Euro nur die Pensionsabfindung für fünf Jahre, sagte Reimon. Aus Sicht des nunmehr zuständigen Bewag-Aufsichtsrates hat Simandl keine Pensionsansprüche mehr. Man sehe diese als „verwirkt“ an, hieß es. Im Burgenland ist die Affäre längst ein Politikum geworden. Mittwochvormittag soll die Landesregierung unter Hans Niessl (SP) den Bundesrechnungshof mit der Prüfung der Causa rund um den Landesversorger beauftragen.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.08.2012)
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