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AUA: Ex-Betriebsrat Minhard will gegen Pensionscoup klagen

07.08.2012 | 16:10 |   (DiePresse.com)

Den bilanzverbessernden Vorgriff durch Ausräumen unserer Pensionskasse findet der langjährige AUA-Betriebsrat fies. Dagegen möchte er jetzt vorgehen.

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Der langjährige Bord-Betriebsratschef der AUA (Austrian Airlines) Karl Minhard wird wieder für den Betriebsrat kandidieren, wenn Mitte Oktober eine neue Arbeitnehmervertretung für AUA/Tyrolean gewählt wird. Außerdem wird er jetzt die AUA klagen - wegen des bilanzverbessernden Vorgriffs auf künftig geringere Pensions- und Abfertigungspflichten. Das kündigte Minhard am Dienstag  an.

"Das Ärgste ist, dass sich die Lufthansa jetzt darüber freut, ihre Bilanz dank unserer Pensionskassen-Ausräumung verbessert zu haben", meint Minhard. "Das finde ich wirklich fies. Da geht es um Ansprüche unseres Personals auf Abfindung. Jetzt können wir klagen."

Vorige Woche hat die weiter mit Verlusten kämpfende AUA mit einem Halbjahres-Gewinn überrascht, auch ihre Mutter Lufthansa hat mit dem Sonderertrag aus Wien besser bilanziert als erwartet. Dass die AUA per Ende Juni 135 Millionen Euro an Sonderertrag in ihrer Zwischenbilanz verbuchte, lag am umstrittenen Betriebsübergang. Mit der Übertragung des Austrian-Flugbetriebs auf die billiger operierende Tyrolean wechselten die AUA-Piloten von Leistungs- auf Beitragspensionen. Auch so hohe Abfertigungen fallen künftig nicht mehr an.

Minhard als Betriebsrat nicht anerkannt

Minhard sitzt seit dem Flugbetriebsübergang dem gemeinsamen Bord-Betriebsrat von Austrian und Tyrolean vor, dessen Konstituierung Anfang Juli vom AUA-Management allerdings nicht anerkannt wird. "Nach unserer Rechtsmeinung", so Minhard, sei er aber Vorsitzender des gemeinsamen Betriebsrats, bis zur Wahl. Und er habe "auf jeden Fall vor", wieder für den Betriebsrat zu kandidieren.

Dass der Flugbetrieb "wie ein Schweizer Uhrwerk" funktioniere, wie Albrecht das sagte, liegt für Minhard nur am Arbeitseinsatz der bestehenden und früheren Crewmitglieder. Nach dem vorzeitigen Abgang von 110 AUA-Piloten, die den umstrittenen Betriebsübergang auf Tyrolean nicht mitmachen wollten, hat die AUA jetzt über den Sommer nicht nur Ersatzmaschinen samt Crews aus dem Lufthansa-Konzern angemietet, um drohende Flugausfälle zu vermeiden.

Deshalb verwahrt er sich dagegen, dass nach den zahlreichen Vorwürfen wegen eines Ausweich-Flugs nach Bratislava Samstagnacht jetzt plötzlich die Crews überbleiben sollen (>>>mehr dazu). Den Crews könne man keinen Vorwurf machen. Falsche Entscheidungen seien der Führungsmannschaft in Wien anzulasten. "Das kann sich der Vorstand an die Fahnen heften", sagte Minhard heute. "Es wird gespart, gespart, gespart, es traut sich kaum noch wer Entscheidungen treffen, weil es Geld kosten könnte."

 

(APA)

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8 Kommentare
Gast: d.k.
08.08.2012 13:15
2 1

ich werde...

... demnächst auch ein unternehmen verklagen, wenn es wagen sollte, die rechnungslegungsvorschriften ordnungsgemäß einzuhalten

... demnächst auch ein unternehmen verklagen, wenn es wagen sollte, die rechnungslegungsvorschriften ordnungsgemäß einzuhalten

Von was reden sie da?

Wie ein Uhrwerk?

Und was war neulich mit den Passagieren in Braislava?

Re: Wie ein Uhrwerk?

die bekommen keine Pension von der aua , glaube ich halt

Lieber Minhard...

...bei Deiner wirtschaftlichen Kompetenz, finde ich es gut, wenn Du an Stelle von Faymann Österreich in wirtschaftlichen Fragen im Ausland vertrittst!

Du bist der wahre Wirtschaftsexperte!

Antworten Gast: larus
08.08.2012 10:38
3 2

Re: Lieber Minhard...

ja,genau er ist der Retter der Wirtschaft,wenigstens die Gerichte sind beschäftigt,er verklagt Alles!Obwohl er gar nix zu melden hat,er ist kein anerkannter Betriebsrat mehr!Was mich wundert ist das er noch keine Kündigung ins Haus bekommen hat,ich würde ihn in meiner Firma nicht dulden,wenn sich über alles und jenes hinwegsetzt!

Obwohl er gar nix zu melden hat,er ist kein anerkannter Betriebsrat mehr!

Kein vom Management anerkannter Betriebsrat, ein Umstand der von den Gerichten aufzuklären ist, denn sonst könnte jeder Schwachkopf hergehen und machen was er will!
Kündigung geht nicht, da spricht Einiges dagegen und Entlassung erst Recht!
Larus mag in seiner Ein-Mann Firma ja der große Meister sein, aber hier geht es um Arbeitnehmerrechte und nicht um den Ego des kleinen Fußausfstampfers!
Information ist gefährlich, es könnte das Managementweltbild zum Einstürzen bringen? Oder wer setzt sich über Alles hinweg und muß vor Gericht gezwungen werden?

Re: Obwohl er gar nix zu melden hat,er ist kein anerkannter Betriebsrat mehr!

der Minhard ist mittlerweile auch nur eine Ein - Mann Firma ... alle seine Freunde sind jetzt in Abu-Dhabi ...

Hobbyökonom