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Passendes Personal zu finden ist unsere Wachstumsbremse

09.08.2012 | 18:23 |   (Die Presse)

Robert Breinl, der Geschäftsführer von qpunkt, spricht über die Schwierigkeit, Mitarbeiter zu finden, und erklärt, wann Hybridfahrzeuge die Spritfresser ablösen werden und warum für Langstreckenfahrer der Verbrennungsmotor das Maß aller Dinge bleibt.

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Die Presse: Innerhalb von vier Jahren ist die Mitarbeiterzahl Ihres Unternehmen von fünf auf 90 gestiegen. Wo liegen hier die Schwierigkeiten im Wachstum?

Robert Breinl: Die größte Schwierigkeit ist, passendes, geeignetes, gut ausgebildetes Personal zu finden. Das ist momentan die Wachstumsbremse, nicht die Aufträge sind es. In Deutschland ist es noch schlimmer. Aber auch in Österreich ist es sehr komplex, passend ausgebildete Leute zu bekommen.

Wo suchen Sie nach Mitarbeitern?

Überall. Mittlerweile sind Mitarbeiter aus 16, 17 Nationen in unserem Unternehmen tätig. Das ist durchaus bereichernd für die Firma. Wir haben jetzt aber auch begonnen, mit Universitäten in Spanien und Griechenland Kontakt aufzunehmen. Aufgrund der Wirtschaftskrise ist die Zahl an gut ausgebildeten potenziellen Mitarbeitern hoch. Zuvor haben wir schon in Kroatien und Slowenien inseriert.

Sie schreiben einen Forschungspreis aus, arbeiten mit Universitäten zusammen – ist das auch eine Variante, Personal zu akquirieren?

Auf jeden Fall. Wir arbeiten ganz eng mit der TU und der FH Joanneum in Graz zusammen. Auch in Deutschland kooperieren wir mit einigen Forschungsinstitutionen. Auf der einen Seite tun wir das, um Forschungsprojekte abzuwickeln, aber natürlich auch, um Personal zu akquirieren. Wir haben laufend fünf bis sechs Diplomarbeiten im Haus. Zusätzlich gibt es immer auch Praktikanten bei uns. Der Großteil bleibt uns auch danach erhalten. Das ist für uns als Unternehmen perfekt: Wir lernen unsere zukünftigen, potenziellen Mitarbeiter kennen, und umgekehrt lernt der Mitarbeiter die Firma kennen. Das sind Angestelltenverhältnisse, die längerfristig halten.


Werden sich E+H-Fahrzeuge im allgemeinen Gebrauch durchsetzen, oder werden diese Fahrzeuge Nischenprodukte bleiben?

Ich glaube, dass es einzig und allein von der Batterietechnik abhängig ist. Weil die Speicherdichte im Moment einfach noch nicht so hoch ist, dass sie die in Verbrennungsmaschinen gespeicherte Energiemenge darstellen kann. Sobald das der Fall ist und die Kosten etwas runtergehen, ist das auf alle Fälle eine interessante Alternative.

Können Sie den Durchbruch der Hybridtechnologie in Jahren beziffern?

Das ist ganz schwer. Wann es wirklich zu einem Ersatz kommt, weiß ich nicht. Wenn es überhaupt zu einem Ersatz kommt. Ich glaube, dass es drei Kategorien geben wird. Das eine, die E-Fahrzeuge, als Zweitfahrzeug für den Stadtbetrieb. Für Familien oder Personen, die nur ein Auto haben, werden sich die Hybridfahrzeuge durchsetzen. Und für Langstreckenfahrer wird noch lange Zeit der Verbrennungsmotor das Maß aller Dinge sein. Auch in diesem Bereich ist noch Potenzial vorhanden, etwa in der Senkung des Verbrauchs. Ich glaube, dieser kann auf ein Drittel des aktuellen Werts gesenkt werden. Das wird passieren. Ich glaube, sogar schneller, als es Batteriesysteme gibt, mit denen man 1000 Kilometer fahren kann.

Auf einen Blick: qpunkt-Geschäftsführer Robert Breinl

Robert Breinl hat qpunkt im Frühjahr 2008 gemeinsam mit vier Arbeitskollegen gegründet. Zuvor war er Abteilungsleiter bei Magna Steyr. Das Unternehmen, das Standorte in Hart bei Graz, Ingolstadt, Wolfsberg, Stuttgart und München hat, ist spezialisiert auf Thermomanagement und Aerodynamik im Automotive-Bereich und beschäftigt zurzeit 90 Mitarbeiter. Zu den Kunden zählen unter anderen Audi, Bentley oder Porsche. Für den Unternehmenserfolg ausschlaggebend ist der hypermoderne Klimatechnik-Prüfstand in Hart bei Graz. [Helmut Lunghammer]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.08.2012)

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7 Kommentare

Dass in der EU viel zu wenig Ingenieure und Naturwissenschaftler nachwachsen, betrifft nicht nur diese Firma, sondern das wird die EU in einigen Jahrzehnten zum Armenhaus machen!


Antworten Gast: Günter Ast
14.08.2012 15:27
0 0

Re: Dass in der EU viel zu wenig Ingenieure und Naturwissenschaftler nachwachsen, betrifft nicht nur diese Firma, sondern das wird die EU in einigen Jahrzehnten zum Armenhaus machen!

Das Problem ist, dass diese Firma nicht bereit ist Marktkonforme Gehälter zu zahlen. Deswegen suchen sie zum Beispiel in Kroatien.

Gast: otto f.krammer
10.08.2012 05:58
0 0

Die 1.000km-Grenze für Fahrten mit dem PKW...

sind die Ausnahme, wogegen aber solche Fahrten unter 200km sind alltäglich und das ist derzeit mit den bereits vorhandenen Batterien machbar.
Man benötigt für einen Roller dazu an die 4kWh
und für einen PKW an die 20kWh.
Viel wichtiger wäre, solche Lithiumzellen, hier in Europa zu produzieren, denn diese müssen aus Fernost, teuer und langwierig importiert werden.
Lithium als Erz gäbe es in Kärnten, aber es gibt niemand der dieses Vorkommen ausbeutet und vermarktet.
Strom für EV gibt es in Überfluss, von den vielen Windkraftwerken und der Verbundgeneral garantiert für die ersten 250.000, würde eine einzige Pumpe im Speicher Reißeck ausreichen.
evalbum.com/1 zeigt, dass es Tausende findige
Mechaniker weltweit gibt, welche bereits erfolgreich mit ihrem EV fahren.

Re: Die 1.000km-Grenze für Fahrten mit dem PKW...

Alle Hilfsmittel, die sich der Mensch baut, müssen so sein, dass sie auch die höchste zu erwartende Leistung erbringen können. Ein Fahrzeug, welches das nicht kann, ist praktisch unbrauchbar!

Für zusätzlichen Strombedarf gibt es nirgends bisher ungenützte Stromreserven, jeder Mehrverbrauch kann nur durch Einsatz von mehr fossilen Brennstoffen befriedigt werden. Das gilt natürlich auch für Elektrofahrzeuge, weshalb diese mehr CO2-Ausstoß verursachen als übliche Kraftfahrzeuge!

Antworten Antworten Gast: otto f.krammer
10.08.2012 19:48
0 0

Re: Re: Die 1.000km-Grenze für Fahrten mit dem PKW...

(Am Zensor vornbeizukommen ist orffenbar sehr schwierig!)

Sie irren wiederum, lieber periskop, denn
ich erzeuge mir meinen Fahrstrom selbst,
mittels Solarpaneel und da habe ich noch genug zum Laden meiner Speicherbatterie
mit 24V 750Ah, welche unter dem Schrank steht.
So werden es sich viele E-Fahrer ebenfalls einrichten und dazu brauch ich kein Damfkraftwerk. Sorry!
Lesen Sie einmal was es da schon an Selbstbau gibt:
http://www.evalbum.com/1
EV spart bis zu 80% Energie:
Das fürchten die Ölscheichs:
http://www.atzonline.de/index.php;do=show/alloc=1/lng=de/id=16443/site=a4e


Re: Re: Re: Die 1.000km-Grenze für Fahrten mit dem PKW...

Der Strom, den Sie zum Aufladen Ihrer Batterie verwenden, kann nicht ans Netz geliefert werden, wodurch dort eine Lücke entsteht, die nur durch den Einsatz von mehr fossilen Brennstoffen - am einfachsten durch mehr Kohle vom Kohlenhaufen neben dem Kesselhaus - geschlossen werden kann!

Auch Ihr Elektrofahrzeug verursacht daher mehr CO2 als ein herkömmliches Kraftfahrzeug!


Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: otto f.krammer
11.08.2012 16:56
0 0

Re: Re: Re: Re: Die 1.000km-Grenze für Fahrten mit dem PKW...

Sie bestehen offenbar aus einem einzigen Irrtum, lieber pERISKOP; WEIL ICH HABE KEIN NETZ!
Sie würden gut daran tun , vorher ein wenig mehr zu überlegen, bevor sie Ihre Irrtümer hier zum Besten geben.

Hobbyökonom