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Stadtplanung: Gesetz gegen das Geschäftssterben

13.08.2012 | 16:43 |  Von Herbert Asamer, Martin Stuhlpfarrer, Eva Winroither (Die Presse)

Die Wiener Grünen arbeiten derzeit an einer Änderung der Bauordnung. Das klingt trocken, soll aber Einkaufsstraßen beleben und die Wohnungsnot lindern. Die Grünen wollen aber auch neue Wohnformen etablieren.

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Wien. Die Stadt hat ein Problem. Die Mieten steigen im privaten Sektor massiv, weil immer mehr Menschen nach Wien zuwandern, gleichzeitig stehen immer mehr Büroflächen frei, Geschäftsstraßen kämpfen ums Überleben – Geschäfte schließen.

In dieser Situation wollen die Grünen entgegensteuern – mit einer Reform der Bauordnung. Planungssprecher Christoph Chorherr zur „Presse“: „Es wird derzeit eine neue Bauordnung mit der SPÖ verhandelt. Dadurch soll es möglich sein, städtebauliche Verträge abzuschließen – unter anderem, um Erdgeschoßzonen zu beleben.“ Nachsatz: „Wir wollen vielfältige Erdgeschoßzonen, das ist auch ein Ziel für die Stadterweiterung.“

Konkret geht es um das Ziel, dass Erdgeschoße mit einer Höhe von mindestens 3,50 Metern gebaut werden. Denn unter dieser Höhe hätten Erdgeschoße keinen Sinn für ein Geschäft, so Chorherr, der als Musterbeispiel die belebte Josefstädter Straße nennt: „Wenn dort die Erdgeschoße niedriger gebaut worden wären, hätten nicht so viele Geschäfte einziehen können und die Straße wäre unbelebt.“ Es gehe aber auch um Qualitätssicherung und Freiraumgestaltung.

Verträge mit Investoren

Künftig soll die Stadt also Verträge mit Bauherrn abschließen können, um über die bestehende Flächenwidmung hinweg neue Qualitätsnormen zu vereinbaren. Denn das Problem laut Chorherr: Bisher seien Gebäude oft so gebaut worden, dass sie nicht für einen neuen Zweck nutzbar sind. Leer stehende Gebäude können oft nicht für Wohnungen oder neue Geschäfte verwendet werden. „Deshalb soll es hier Änderungen geben. Wir wollen nicht schuld daran sein, dass es in 15 Jahren keine leistbaren Wohnungen mehr gibt.“

Das Ziel ist also, dass Gebäude künftig so gebaut werden, dass sie für Büros wie auch als Wohnungen nutzbar sind – und eine belebte Nutzung im Erdgeschoß zulassen. „Das ist auch eine Maßnahme für die Belebung der Einkaufsstraßen und gegen die Einkaufszentren.“

Wie notwendig es ist, gegenzusteuern, zeigt eine aktuelle Studie der KMU-Forschung Austria. Gab es 2005 in Österreich noch 53.600 Einzelhandelsgeschäfte, sind es fast sieben Jahre später um knapp zehn Prozent weniger, nämlich 48.400 Geschäfte. Und es werden immer weniger. Im Jahr 2012 gibt es bis jetzt 2100 Geschäfte weniger als im selben Zeitraum vor einem Jahr. „Diese Entwicklung lässt sich auch auf Wien umlegen“, sagt Erwin Pellet, Handelsobmann in der Wirtschaftskammer Wien. Die zugesperrten Geschäfte hinterlassen dann oft einen heruntergekommenen Eindruck. Ein Problem laut Pellet: Alteingesessene würden oft keinen Nachfolger mehr finden.

„Wenn kleine, inhabergeführte Geschäfte schließen, sind diese Flächen oftmals für den Handel verloren“, sagt dazu Roman Schwarzenecker, Gesellschafter beim Berater Standort + Markt. Für Filialketten seien die Geschäfte zu klein. In der Folge siedeln sich nachfolgende Betriebe vom Schnellimbiss bis zum Ein-Euro-Shop an, die ihren Flächenbedarf zwar an das Angebot anpassen, aber zu keiner Verbesserung der Standortqualität beitragen.
In Wien stehen im Moment laut dem Servicecenter Geschäftslokale (einem Service der Wirtschaftskammer Wien) rund 442 Geschäftslokale leer. Dass es in Wahrheit mehr sind, davon kann ausgegangen werden. Schwarzenecker kommt in seiner Dissertation auf 800 Geschäftslokale (Zahlen aus 2011) – und das in nur 22 Einkaufsstraßen, in denen er die leeren Geschäfte eigenhändig gezählt hat.

Neue Wohnformen

Die Grünen wollen aber nicht nur Geschäftsstraßen beleben und im Bereich der Verfügbarkeit von Wohnungen Schritte setzen, sondern auch neue Wohnformen etablieren. Die Stellplatzverpflichtung soll gelockert werden, um Geld für alternative Wohnbauten freizuschaufeln – auch bei bereits gewidmeten Projekten. Bisher musste bei einem Neubau ein Parkplatz pro Wohnung vorgesehen werden. Das will Chorherr auf 0,7 Parkplätze pro Wohnung senken: „Wir wollen allgemein die Regeln flexibilisieren.“ Als Vorbild nennt der Grüne die sogenannten Bike Citys. Dort wurde die Stellplatzverpflichtung auf 0,7 Autos pro Wohnung gesenkt, mit dem frei gewordenen Geld durch den Bau von weniger Garagenplätzen erhielten die Bewohner im ersten Jahr eine Jahreskarte der Wiener Linien gratis. Dazu gibt es Carsharing-Angebote, Elektroräder und Infrastruktur für das eigene Fahrrad. „Es muss hier die Möglichkeit geben, von der Widmung flexibel abzugehen“, so Chorherr. Das Ziel sei mehr Raum und weniger Verkehr in Wien. Jene, die in einer Bike City leben, sollen sich nicht ein neues Auto kaufen, wenn ihr altes verschrottet werden muss – weil es dort Carsharing-Alternativen gibt. Chorherr: „Der Erfolg des Carsharing-Unternehmens Car2go gibt Hoffnungen, dass das funktioniert.“

Auf einen Blick
Wohnen und Einkaufen. Derzeit wird eine neue Bauordnung zwischen Grünen und SPÖ verhandelt. Die Grünen wollen Reformen, um Einkaufsstraßen zu beleben. Auch sollen Häuser künftig flexibler gebaut werden, damit Büro- auch als Wohnhäuser genutzt werden können.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.08.2012)

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184 Kommentare
10 0

Zu kurz gedacht

Grundsätzlich ist eine Bauvorschrift, welche die potentielle Nutzung ausweitet, für die Allgemeinheit erstrebenswert, auch wenn sie wesentlich teurer kommt.

Aber das löst das Problem nicht. Viele Büros, Lager, Geschäfte und Werkstätten stehen leer, weil die Nutzungsvorschriften überreguliert sind. Zum Beispiel der erzwungene Einbau von Lüftungen, zusätzlichen Feuerwänden oder sonstigen Schnick-Schnak, der sehr oft einfach der Verhütung eines rein rechnerischen Unfalls dient. Oft haben diese alten Gebäude Jahrhunderte der Nutzung überstanden, ohne dass Sinnloser weise irgendwelche überregulierten Geräteeinbauten stattfinden mussten.

Man sollte hier mal ausmisten UND auch bei den Behörden/Genehmigungen. Was man für einen Betrieb an Genehmigungen braucht....das wird Weltweit nur in der Schweiz übertroffen.

Manch einer geht dann schon am rundherum fast Pleite.

Gast: Lesenbildet
14.08.2012 18:21
9 0

Das ist einfach

Die Frau StudentenführerIn hat gezeigt wie das geht. Die Grünen Damen, und der Herr, übernehmen einfach die Läden. Das kann nur ein Erfolg werden!

0 0

Re: Das ist einfach

:)))))))))))

Die Ansammlung der Null-Nummern bei den grünInnen ist faszinierend.

Da ist der grüne Quotenmann Chorherr nicht besser als die Griechischlehrerin, die gerade ihren zweiten Berufsweg als Stadträtin für Stadtentwicklung, Verkehr, Klimaschutz, Energieplanung und BürgerInnenbeteiligung versucht.

Das sind alles nur leere UND widersprüchliche Phrasen was er hier plappert, z.B.:

"leistbare Wohnungen" UND GLEICHZEITIG "Gebäude künftig so gebaut werden, dass sie für Büros wie auch als Wohnungen nutzbar sind"

Wie soll das funktionieren, gerade flexibel zu bauen ist AM TEUERSTEN:

* Stiegen, Aufzüge und Notausgänge für die Anzahl der Beschäftigten in einem Büro
* Installationsdichte für eine Wohnnutzung
* Konstruktion die flexible Großraumbüros ermöglicht
* statisch so zu planen dass die Teilung in Wohnungen auch möglich ist
* Wasserverbrauchmessung und Heizung für einzelne Wohneinheiten
* Balkone und Freiräume etc.

Schön dass Sie das alles vorschreiben wollen, Herr Chorherr, aber wie soll das funktionieren?

Gast: Ulrich_l
14.08.2012 16:31
1 1

Querschuss

Die einen arbeiten daran ein Problem zu lösen... und dann kommt von der Bundesregierung ein Querschuss der alle Bemühungen von vorne herein zunichte macht.

Mit der neuen Mwst-Regelung für Geschäftsflächenvermietung wird es in Zukunft so gut wie unmöglich sein einen Vermieter zu finden, der einem Kleinstunternehmer, einer Tabaktrafik oder einem Arzt - ja sogar einer Bank - ein Lokal vermietet.

Gast: die Bauordnung bringt jetzt nix
14.08.2012 16:07
1 0

Vorschlag: Schilder aufstellen

es sollten einfach ein paar Schilder aufgestellt werden oder ein paar Broschüren gedruckt werden die auf das Problem hinweisen.

Aber für das Geschäft im Bild wird wohl nur die Umwandlung in einen Wohnung langfristig was bringen, sowas hab ich schon mal beobachtet. Schaufensterraus, aufmauern, Eingangstüre ev raus und auch aufmauern, zwei neue Schallschutzfenster rein und schon ist das eine schöne behindertengerechte wohnbehilfenfähige Erdgeschoßwohnung.

Gast: Stefan Grauermann
14.08.2012 15:52
15 1

Seltsam ...

... daß gerade die Grünen, die so für die Freiheit des Einzelnen eintreten, immer alles per Gesetz und "Vurschrift" regeln wollen. Demnächst kommt die Initiative für ein gesetzliches Schlechtwetterverbot. Dann für Gesundheit für alle und zuletzt, (wo kämen wir denn da hin, das wäre ja schon fast Kapitalismus), das Gesetz für Reichtum für alle.

Und ganz am Ende werden nur noch grünfreundliche Postings erlaubt - per Gesetz natürlich!

Antworten Gast: warschonmal
14.08.2012 20:21
12 0

Re: Seltsam ...

Der Durchgriff in alle Lebensbereiche - das hiess früher Kommunismus. Langsam reift die Zeit für einen neuerlichen Versuch. Auch damals gab es die blöde Masse.

Antworten Gast: warschonmal
14.08.2012 20:21
2 0

Re: Seltsam ...

Der Durchgriff in alle Lebensbereiche - das hiess früher Kommunismus. Langsam reift die Zeit für einen neuerlichen Versuch. Auch damals gab es die blöde Masse.

Antworten Gast: warschonmal
14.08.2012 20:20
2 0

Re: Seltsam ...

Der Durchgriff in alle Lebensbereiche - das hiess früher Kommunismus. Langsam reift die Zeit für einen neuerlichen Versuch. Auch damals gab es die blöde Masse.

Re: Re: Seltsam ...

hören sie doch auf zu schreiben! sie machen mir die grünen sonst noch schmackhaft, mit ihren lügen ;)

17 2

Und dem Chorherr ...

... gehört übrigens genauso wie der Vaselinekuh das Handwerk gelegt.

9 1

"weil immer mehr Menschen nach Wien zuwandern"

Tja, wenn man sich seine Wähler importieren muß ... DAS gehörte zu allererst abgestellt.

Re: "weil immer mehr Menschen nach Wien zuwandern"

was genau? auslânder gehören abgeschafft? krieg, der Leute aus ihren Ländern vertreibt? Hunger? wie genau schaut ihre Lösung aus, dass die Probleme der Welt abgeschafft werden ;) ? ne Mauer und Scheuklappen?

3 0

Re: Re: "weil immer mehr Menschen nach Wien zuwandern"

Die Probleme der Welt sind nicht die Probleme Österreichs. Und wenn sie sich dafür zuständig fühlen, dann befriedigen Sie Ihren Drang nicht auf Kosten und zum Schaden derer, die nicht am Helfersyndrom leiden.

Re: "weil immer mehr Menschen nach Wien zuwandern"

jetzt versteh' ich:alle nö-sp wähler werden nach wien importiert-doofe grüninnen!

0 0

Re: Re: "weil immer mehr Menschen nach Wien zuwandern"

Entweder Sie sind so, oder Sie stellen sich so. Beides nicht erfreulich für Sie.

Gast: werfg
14.08.2012 15:34
0 6

Uff das erste Vernünftige, das ich von den Grünen höre...

..seit sie in der Stadtregierung sind.

Gast: Kuya
14.08.2012 15:22
8 0

die Greißler und Fachgeschäfte sterben aus, so der Fachmann und Meister

. . . nur noch Diskontläden und Wegwerfgesellschaft. Was noch Qualität ist, wird nicht mehr im Westen, sondern ebenso in den Billigländern gemacht.
So die Politik, haben die Lobbyisten, die Kammern dem Freien Markt und Multis gefrönt, während die Pfründe- und Privilegienwirtschaft die Zukunft verprasste, fehlt am Land modernste Infrastruktur. Bleibt zuletzt die Landflucht in die unheimlichen Wohnghettos der Städte.

Gast: Analyst 829
14.08.2012 15:19
11 1

Studie aus Zürich widerspricht dem Grünen Chorherr diametral

"Ein oberirdischer Parkplatz in Zürich bringt 328’000 Franken Umsatz. Je näher ein Parkplatz an der Zürcher Bahnhofstrasse liegt, desto höher liegt dieser Wert. Oberirdische Parkplätze sind lukrativer als solche in Parkhäusern."

Zitat aus einer Studie veröffentlicht in der "Informationen der Basler Wirte und Hoteliers"!

Studie als PDF unter: Informationen der Basler Wirte und Hoteliers Zürich Umsatz pro Prakplatz ergoogelbar!

Es ist also blanker Unsinn die Parkplatznot zu erhöhen, indem Wohnungen noch weniger Stellpätze vorgeschrieben werden als bisher. Sinnvoller ist es da noch auf das Kellerabteil zu verzichten. Wer will sol sich eben seinen Stellplatz als Kellerabteil umbauen, wenn er kein Auto hat, aber grundsätzlich ist schon ein Stellplatz pro Wohnung zu wenig, denn da wird das eigene Auto erst wieder draussen abgestellt, wenn ein freier Parkplatz gesichtet wird und der eigene für einen Besuch oder die Frau, die schlecht einparken kann, freigehalten.

Faktum ist, dass die Parkplatznot die Geschäfte in Wien umbringt und sonst gar nichts. Ohne zahlungskräftige Kunden, die ein Auto haben, mit dem sie auch viel einkaufen, da sie einen Kofferraum haben, wo sie zwischendurch die gekaufte Ware zwischenlagern können und weiter einkaufen können, kann offensichtlich kein Geschäft überleben.

Wo ein Haus gebaut wird, sollten 3 Abstellplätze pro Wohneinheit vorgeschrieben sein. Die dürfen auch untervermietet oder bei Nachweis, dass keiner den Parkplatz braucht alsKellerabteil...

0 2

Re: Studie aus Zürich widerspricht dem Grünen Chorherr diametral

wenn ihre these stimmen würde, müssten in den fußgängerzonen die meisten leeren lokale zu finden sein. ist aber nicht so. umgekehrt müssten die reinprechtsdorfer, schönbrunner oder gumpendorferstraße florierende geschäftsstraßen sein. sind sie aber nicht. daher können sie bei einem spaziergang dort fesstellen dass sie falsch liegen.

Antworten Gast: E.T.
14.08.2012 21:33
7 1

Re: Studie aus Zürich widerspricht dem Grünen Chorherr diametral

Sie haben schon Recht mit Ihrer Meinung.

Bloß der Grünen Partei geht es ja gar nicht darum mit der Parkraumbewirtschaftung eine vernünftige Lösung zu finden, sondern einzig und alleine darum, das Auto für alle normal Sterblichen zu verbieten und Wien zur ersten Autofreien Stadt zu machen.

Wenn dazu eine Überdachung kommt und Gehsteige wie Rolltreppen laufen, die Strassen viermal so breit werden - also Fußgeher, Rollgehsteige, Radfahrer und Zubringerdienste - kann ich mich damit anfreunden, ansonsten verstehe ich nicht, warum nicht alle in die so idylischen Dörfer ziehen. Dort ist das meiste verwirklicht, wovon die Grünen träumen - ach ja, die Autos sind dort auch noch nicht verboten.

0 3

Re: Re: Studie aus Zürich widerspricht dem Grünen Chorherr diametral

das tun die leute schon. nur arbeiten fahren sie in die stadt und verpesten dort die luft der stadtbewohner während sie selbst im grünen wohnen wollen

Antworten Gast: Besserwisser
14.08.2012 16:05
1 9

Re: Studie aus Zürich widerspricht dem Grünen Chorherr diametral

So eine dumme Studie hab ich selten gelesen.

1.) Eine "Propaganda" Studie der Wirte und Hoteliers.
2.) Wahrscheinlich wurde der Gesamtumsatz durch die Anzahl der Parkplätze dividiert oder der Umsatz je Kunde herangezogen und unterstellt dass alle mit dem Auto kommen etc.. und dann kommen solchen Fantasiezahlen her

3.) Eine seriöse Studie geht von einer echten Kundenbefragung in der Innenstadt aus - laut WKO sind z.B auf der Mariahilfer Straße nur 10% "Auto-Kunden".

4.) 41% der Wr. haushalte !!! hat gar kein Auot (Quelle: statistik Austria), wobei im Einfamilienhausgebeit merh Autos / HH vorhanden sein dürften als im dicht bebauten Stadtgebiet

5.) die Stellplatzverplfichtugn von 0,7 / HH entspricht merh der Realität -mit der Mindestplicht (jeder darf auch mehr bauen, wenn er/sie glaubt) von 1 Stellplatz /HH stehen trotzdem viele Garagenplätze leer. Pro Stellplatz sind € 20. - 25.000 somit verschwendet.

6.) Mehr Autos in der STdat führen nicht zu mehr Parkplätzen sondern zu weniger, oder glauben sie dass bEsucher/ANgestellte des Geschäfttes nicht in der GEschäftsstraße parken

7.) man sieht laufen die vergammelnden Straßen kärnter, Favoriten, Mariahilfer und die "blühenden" Autobahenn Triester Str, Lasalle Straße, Gürtel wo tausende Kunden unterwegs sind , oder nicht?

Re: Re: Studie aus Zürich widerspricht dem Grünen Chorherr diametral

Ihr Autohass in Ehren, aber er trifft ebensowenig den Punkt wie die zürcher Studie. es handelt sich vielmehr um ein "sowohl als auch". nahe den großen Einkaufsstraßen gibt es ja genügend parkraum in durchaus teuren Garagen genau so wie es eine gute Erreichbarkeit durch die u-Bahn gibt. "schwächere" einkaufsstrassen haben beides nicht. das Argument, dass autofahrende Kunde kaufkräftig sind ist allerdings auch nicht von der Hand zu weisen. Shopping City Süd und Co. zeigen es vor.

Gast: Walter44
14.08.2012 15:13
8 1

SPÖ+Grüne wollten "Kultubereicherung"

Von Geschäften war keine Rede.

Gast: Baur4
14.08.2012 15:10
11 1

Warum wissen das die Geschäftsleute nicht?

"Grüner Fortschritt" ist, wenn die Waren zu den Geschäften mit dem Pferdefuhrwerk oder dem Fahrrad geliefert werden.

So ergeht es ganz Österreich wenn auch im Bund Rot-Grün regiert!

Antworten Gast: Antiradler
15.08.2012 10:03
1 0

Re: Warum wissen das die Geschäftsleute nicht?

Na, bitte nicht.

Die Pferde fressen zu viel Hafer, den brauchen die Grünen fürs Müsli und mit den Hufen beschädigen sie die Radwege, das geht gar nicht.

Aber Sklaven, die künftig die Pakete schleppen, die könnten dann durch Wien traben.


Gast: Analyst 829
14.08.2012 15:03
11 1

Geschäfte brauchen zahlungskräftige Kunden mit Auto, doch die vertreiben die Roten und Grünen systematisch aus Wien!

"Bisher musste bei einem Neubau ein Parkplatz... Das will Chorherr auf 0,7 Parkplätze pro Wohnung senken."

Genau die Parkplatznot z. B. von Wiener Wohnen verursacht 220.000 Wohnungen, 47.000 Parkplätze - also rund 0,2 Parkplätze pro Wohung - führte zu den Einkaufszentren am Stadtrand, da sämtliche Gassen in Wien durch Anreiner verparkt sind, die zwar eine Wohnung haben aber mangels Parkplatz der zur Wohnung gehört, irgendwo parken.

Je massiver die Parkplatznot, desto massiver das Sterben der Einkausgrätzeln, da die Menschen, die in der Nähe wohnen auf Grund der teuren Parkgebühren und der geringen Parkpaltzzahl sich bis an den Stadtrand quälen in leicht vermeidbaren Staus - kein Mensch würde zu den gleichen Geschäften, die es in der Nähe gibt, bis an den Stadtrand fahren. Gäbe es in jedem Einkaufsgrätzel eine Gratisgarage, die man z. B. für 2 Stunden gratis nutzen kann, fährt kaum ein Mensch bis an den Stadtrand und darüber hinaus einkaufen.

Sicher schmerzt es die Gemeinde Wien schön langsam, wenn immer mehr Geschäfte zusperren, da gibt es dann eben keine Luftsteuer mehr und was weiß der Kuckuck, was die Gemeinde Wien den Geschäften so alles abnimmt. Und öd schaut es auch aus und wohlhabende Studenten studieren auch immer seltener in Wien und daher kann man selbst mit diesen keine Gegenden mehr beleben.

Dass es einer grünen Leuchte nicht einleuchtet, dass mit einer Reduktion der Parkplätze, die letzen halbwegs zahlungskräftigen Kunden vertrieben werden ist leider klar.

Antworten Gast: Anderlecht345
14.08.2012 16:41
2 1

Re: Geschäfte brauchen zahlungskräftige Kunden mit Auto, doch die vertreiben die Roten und Grünen systematisch aus Wien!

Falsch! Falsch! Falsch!

Warum gibt es dann z.B. am Land ein Geschäftssterberben, wenn man doch dort überall gratis und noch vor dem Geschäft parken kann?

Das Auto und die entsprechenden Straßen ermöglichen dem "zahlungskräftigen" erst in das Einkaufszentrum zu fahren - oder glauben Sie es gäbe eine SCS ohne Südautobahn?

je mehr Parkplätze am Wohnort (man will ja auch nach dem Einkaufen direkt vorm Haus parken) und je mehr am Einkaufsort (deswegen bauen ja die Einkaufszentren so viele Parkplätze hin), desto leichter kauft man mit dem Auto ein, desto mehr Konkurrenz haben die lokalen Anbieter.

Der Auto Kunde zahlt im Monat 300 - 400 € für einen Klein- und Kompaktwagen und nutzt diesen dann auch aus - die dummen Geschäftsleute in ihren kleinen Stadtgeschäften glauben, dass eine Autorennbahn mit Lärm, Abgasen, permanenter Lebensgefahr vielen Parkplätzen so attraktiv ist -- die waren offenbar noch nie in einem Einkaufszentrum, diese sind rießige großzügige Fußgängerzonen!

PS: Einkaufszentren sind wegen der Größe, den Mietern (Ankermieter), der Fußgängerzone etc. genau so erfolgreich we bestimmte Einkaufsstraßen, die ebenso Fußgängerzonen sind.

Eine schmale Hauptverkehrsstraße mit 2m Gehsteigen und lauter kleinen "Drecksgeschäften" ohne Auswahl, Verkaufsfläche etc. hat da keine Chance, das wird sich durch 3,5m Räume auch nicht ändern.
Die Anforderungen der Kunden haben sich geändert!

Gast: Conrads Kommentar
14.08.2012 14:20
5 0

Man kanns aber auch so machen wir in Tokio

es gibt ganz einfach keine Autoanmeldung mehr wenn man keinen Stellplatz auf privatem Grund nachweisen kann. Die Chorherr'sche Formel von 0,7 waere das genaue Gegenteil. Denn sie geht davon aus, dass 30% der Bewohner kein Auto oder Motorrad besizten und wenn doch dann wieder den teuren und knappen Strassenraum zum Parken benutzen. Genau das ist doch das Problem in Wien - dass teurer Strassenraum vollgeparkt ist statt dem fliessenden Verlehr zu dienen. Und Geschaeftsbelebung - es ist doch schon lange erwiesen, dass Geschaefte auch deshalb sterben weil man in der Naehe nicht oder nur teuer parken kann.

Antworten Gast: Antiradler
15.08.2012 10:06
2 0

Re: Man kanns aber auch so machen wir in Tokio

Warum wohl will man Garagenplätze verknappen ?

Damit verschärft sich das Problem auf der Straße und ein Grund nach mehr Einschränkungen und mehr Geld fürs Parken zu verlangen.

Die Taktik ist doch super - selbst die Knappheit erzeugen - und dann schreien.

Gesetz gegen das Geschäftssterben?

So einfach geht's, Ideen braucht das Land :-)))

Der Staat soll sich schleich..

Wenn ich ein Gebäude baue, dann will ich selbst entscheiden, wie hoch die Räume sein sollen, und was damit gemacht werden wird.

Dass die Geschäfte sterben liegt daran, dass jeder zu den Einkaufszentren läuft und dass die Leute generell kein Geld in der Tasche haben, weil der Blutsauger Staat es bereits abgesaugt hat, bzw. der Staat die Wirtschaft bereits großteils lahmgelegt hat.


Re: Der Staat soll sich schleich..

Wenn ich ein Gebäude baue, dann will jedenfalls eine ordentliche öffentliche Zufahrt, die jederzeit für mich bereit zu halten ist und so weiter. Nocheinmal: Der Staat soll sich schleich..?

Re: Re: Der Staat soll sich schleich..

jetzt machen Sie sich nicht gleich ins Hemd vor lauter Angst vor dem freien Markt. Auch der freie Markt braucht Gesetzgebung, Gerichtsbarkeit und Exekutive und vor allem eine starke Anti-Monopolbehörde. Den Rest könnte man aber getrost einsparen. Steuerquote 10% vom BIP wäre dann genug. Z.B. Kopfsteuer EUR 2000 p.a.

Re: Re: Re: Der Staat soll ... Z.B. Kopfsteuer EUR 2000 p.a.

Würde die "Absetzbarkeit" der ESt-Gesetzgebung kompletgt unterlaufen; wie will sich der "Mittelstand" <2.500 €uronen Steuer über die Steuer-Abschreibungsmöglichkeiten zurückholen - von <2.000?, das gehjt doch nicht!

??

Mein Vorschlag: EUR 2000 pro Jahr Kopfsteuer von jedem mit Hauptwohnsitz Österreich.

Keine Buchhaltung, Abschreibung, ....

Folge: der Wirtschaftsboom des Jahrtausends. Österreich das reichste Land der Welt.

opfsteuer von jedem mit HauptwohnsitzRe: ??

Da versteht's was nicht und von solchen Leuten wird "das System" am Leben" gehalten!

Gast: jahresdieb
14.08.2012 13:31
15 0

Kebap - Pizza - Nudeln - Callshop - Wettbüro - Glücksspielautomaten - Halal Süpermaket - Kebap - Pizza - Nudeln - Türkische Hochzeitsmode - Kebap - Pizza - Nudeln - Wettbüro - Kebap - Pizza - Nudeln - Türkischer Juwelier - Callshop - Integrationsverein - Kebap - Pizza - Nudeln - Türkischer Bäcker - Callshop - Glücksspielautomaten - Kebap - Pizza - Nudeln

Die Geschäfte sterben nicht aus. Sie passen sich nur der Kundschaft an.

Gast: emma74
14.08.2012 11:39
5 0

immer öfter

werden ehemalige Geschäfte zu Arzt- oder Tierarztpraxen, was eigentlich eine sehr vernünftige Sache ist. Für Personen, die schlecht zu Fuß sind, sind sie besser erreichbar und die in Wohnungen untergebrachten Arztpraxen stehen wieder als Wohnung zur Verfügung.

Gast: 91576
14.08.2012 11:05
3 1

kein wunder

dass die geschäfte sterben, wenn alles nur mehr in shopping-centre konzentriert wird (wodurch einige wenige grundstücksbesitzer massiv abkassieren). dafür sterben die klassischen geschäftsstrassen und es siedeln sich nur mehr friseure, kebab stände und wettlokale an. und dies in einem abstand von jeweils 3 meter. die "konkurrenzklausel", wonach gleichartige geschäfte einen mindestabstand einzuhalten haben, wurde ja erfolgreich von der öbp/wirtschaftkskammer abgeschafft.

8 0

Re: kein wunder

Zocken, dafür haben die Leute anscheinend noch genügend Geld. Zusätzlich gibt es jede Menge Spielsüchtige, die ihre gesamte Sozialhilfe verspielen.

So kann man als Betreiber wirklich schnelles Geld machen.

Gast: ausgerechnet
14.08.2012 10:54
15 0

die grünen!!

ausgerechnet die grünen, die sich dafür einsetzen, dass jeder mit migrationshintergrund eine kebab-bude oder ein wettlokal aufmachen kann. und ausgerechnet die grünen kommen jetzt drauf, dass geschäfte sterben ... kein wunder, wenn die wohngegenden durch die anhäufung von kebab-läden, juwelieren, wettlokalen und bhilligs-geschäften unbewohnbar werden und die lebensqualität jährlich sinkt. man blicke nur in die ehemaligen "arbeiterbezirke". eine frau glawischnig, die in währing oder hernals wohnt, kennt diese zustände natürlich nicht.

Antworten Gast: Favoritner3652
14.08.2012 16:26
0 4

Re: die grünen!!

Was hat das mit den Grünen zu tun?

Ja nach Kundschaft und Nachfrage entstehen eben neue Geschäfte.
Billiggeschäfte wie Hofer, KIK; Lidl, entstehen in solchen Stadtvierteln wo die Nachfrage auf Grund der Einkommen eben ist.
Die "etnischen" Geschäfte entstehen, wo eine Mehrheit der Ethnie wohnt (und im Gegensatz zu den Österreichern), auf Beratung Wert legt und dem Geschäft treu ist.
Deswegen gibt es Türkische Geschäfte beim BRunnenmarkt und jüdische Geschäfte in der Leopoldsstadt und gab es böhmische Geschäfte und Lokale im 10. Bezirk.

Es sind vielfach die Migranten, die eben diese neuen Geschäfte aufmachen; ob alle "Familienbetriebe" tatsächlich einen angemessenen Gewinn erwirtschaften ist sowieso zu bezweifeln.

Es wird auch hier irgendwann eine Marktsättigung und ein türkisches Greißler und Kebabbudensterben geben.


1 0

Re: die grünen!!

Sein's doch froh, dass die Grünen lernfähig sind und das jetzt ändern wollen ....

Gast: vito c
14.08.2012 10:31
10 0

ladenöffnungszeiten

die greissler kann man ganz enfach durch eine änderung der ladenöffnungszeiten für greissler und supermärkte erreichen, nämlich weniger für den supermakt, und mehr freiheiten für den greissler, daher greissler hat nacht sund am wochenende offen. in vielen europäischen städten funktioniert das. etwa in paris, barcelona, amsterdam, rom usw.

Re: ladenöffnungszeiten, funktioniert das. etwa in paris, barcelona, amsterdam, rom usw.

Na-Ja, ich weiß jetzt nicht - bei den Abfertigungsriutalen am Flughafen.
.
Da muss ich schon am Vorabend nach Paris, damit ich morgens mein Baguette wieder bei mir z. H. in Wien auf dem Frühstückstisch genieße - doch ein bißchen viel Aufwand statt dem kurzen Weg: "Das Baguette stammt ursprünglich aus Wien, wo es Mitte des 19. Jahrhunderts mit dem Aufkommen der ersten Dampföfen erfunden wurde".

Antworten Gast: Sandler
14.08.2012 11:03
4 0

Re: ladenöffnungszeiten

Genau, 24x7 offen. Das funktioniert am besten für türkische und chinesische Familienbetriebe.

Antworten Antworten Gast: vito c
14.08.2012 13:08
0 1

Re: Re: ladenöffnungszeiten

worum gehts denn bitte?

ob es geschäfte gibt und handel und einnahmen und umsetze? oder: welcher ethnischen gruppe die betreffenden ladenbesitzer angehöhren. hey, solange es legal zugeht und die leute steuern zahlen? und ich geh jetzt auch am wochenden zu meinem türkischen bäcker, weil der eben offen hat. und das finde ich gut

Re: Re: Re: zu meinem türkischen bäcker ...

Wer sagt's denn, dass der Ihnen gehörte?

Hobbyökonom