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Stadtplanung: Gesetz gegen das Geschäftssterben

13.08.2012 | 16:43 |  Von Herbert Asamer, Martin Stuhlpfarrer, Eva Winroither (Die Presse)

Die Wiener Grünen arbeiten derzeit an einer Änderung der Bauordnung. Das klingt trocken, soll aber Einkaufsstraßen beleben und die Wohnungsnot lindern. Die Grünen wollen aber auch neue Wohnformen etablieren.

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Wien. Die Stadt hat ein Problem. Die Mieten steigen im privaten Sektor massiv, weil immer mehr Menschen nach Wien zuwandern, gleichzeitig stehen immer mehr Büroflächen frei, Geschäftsstraßen kämpfen ums Überleben – Geschäfte schließen.

In dieser Situation wollen die Grünen entgegensteuern – mit einer Reform der Bauordnung. Planungssprecher Christoph Chorherr zur „Presse“: „Es wird derzeit eine neue Bauordnung mit der SPÖ verhandelt. Dadurch soll es möglich sein, städtebauliche Verträge abzuschließen – unter anderem, um Erdgeschoßzonen zu beleben.“ Nachsatz: „Wir wollen vielfältige Erdgeschoßzonen, das ist auch ein Ziel für die Stadterweiterung.“

Konkret geht es um das Ziel, dass Erdgeschoße mit einer Höhe von mindestens 3,50 Metern gebaut werden. Denn unter dieser Höhe hätten Erdgeschoße keinen Sinn für ein Geschäft, so Chorherr, der als Musterbeispiel die belebte Josefstädter Straße nennt: „Wenn dort die Erdgeschoße niedriger gebaut worden wären, hätten nicht so viele Geschäfte einziehen können und die Straße wäre unbelebt.“ Es gehe aber auch um Qualitätssicherung und Freiraumgestaltung.

Verträge mit Investoren

Künftig soll die Stadt also Verträge mit Bauherrn abschließen können, um über die bestehende Flächenwidmung hinweg neue Qualitätsnormen zu vereinbaren. Denn das Problem laut Chorherr: Bisher seien Gebäude oft so gebaut worden, dass sie nicht für einen neuen Zweck nutzbar sind. Leer stehende Gebäude können oft nicht für Wohnungen oder neue Geschäfte verwendet werden. „Deshalb soll es hier Änderungen geben. Wir wollen nicht schuld daran sein, dass es in 15 Jahren keine leistbaren Wohnungen mehr gibt.“

Das Ziel ist also, dass Gebäude künftig so gebaut werden, dass sie für Büros wie auch als Wohnungen nutzbar sind – und eine belebte Nutzung im Erdgeschoß zulassen. „Das ist auch eine Maßnahme für die Belebung der Einkaufsstraßen und gegen die Einkaufszentren.“

Wie notwendig es ist, gegenzusteuern, zeigt eine aktuelle Studie der KMU-Forschung Austria. Gab es 2005 in Österreich noch 53.600 Einzelhandelsgeschäfte, sind es fast sieben Jahre später um knapp zehn Prozent weniger, nämlich 48.400 Geschäfte. Und es werden immer weniger. Im Jahr 2012 gibt es bis jetzt 2100 Geschäfte weniger als im selben Zeitraum vor einem Jahr. „Diese Entwicklung lässt sich auch auf Wien umlegen“, sagt Erwin Pellet, Handelsobmann in der Wirtschaftskammer Wien. Die zugesperrten Geschäfte hinterlassen dann oft einen heruntergekommenen Eindruck. Ein Problem laut Pellet: Alteingesessene würden oft keinen Nachfolger mehr finden.

„Wenn kleine, inhabergeführte Geschäfte schließen, sind diese Flächen oftmals für den Handel verloren“, sagt dazu Roman Schwarzenecker, Gesellschafter beim Berater Standort + Markt. Für Filialketten seien die Geschäfte zu klein. In der Folge siedeln sich nachfolgende Betriebe vom Schnellimbiss bis zum Ein-Euro-Shop an, die ihren Flächenbedarf zwar an das Angebot anpassen, aber zu keiner Verbesserung der Standortqualität beitragen.
In Wien stehen im Moment laut dem Servicecenter Geschäftslokale (einem Service der Wirtschaftskammer Wien) rund 442 Geschäftslokale leer. Dass es in Wahrheit mehr sind, davon kann ausgegangen werden. Schwarzenecker kommt in seiner Dissertation auf 800 Geschäftslokale (Zahlen aus 2011) – und das in nur 22 Einkaufsstraßen, in denen er die leeren Geschäfte eigenhändig gezählt hat.

Neue Wohnformen

Die Grünen wollen aber nicht nur Geschäftsstraßen beleben und im Bereich der Verfügbarkeit von Wohnungen Schritte setzen, sondern auch neue Wohnformen etablieren. Die Stellplatzverpflichtung soll gelockert werden, um Geld für alternative Wohnbauten freizuschaufeln – auch bei bereits gewidmeten Projekten. Bisher musste bei einem Neubau ein Parkplatz pro Wohnung vorgesehen werden. Das will Chorherr auf 0,7 Parkplätze pro Wohnung senken: „Wir wollen allgemein die Regeln flexibilisieren.“ Als Vorbild nennt der Grüne die sogenannten Bike Citys. Dort wurde die Stellplatzverpflichtung auf 0,7 Autos pro Wohnung gesenkt, mit dem frei gewordenen Geld durch den Bau von weniger Garagenplätzen erhielten die Bewohner im ersten Jahr eine Jahreskarte der Wiener Linien gratis. Dazu gibt es Carsharing-Angebote, Elektroräder und Infrastruktur für das eigene Fahrrad. „Es muss hier die Möglichkeit geben, von der Widmung flexibel abzugehen“, so Chorherr. Das Ziel sei mehr Raum und weniger Verkehr in Wien. Jene, die in einer Bike City leben, sollen sich nicht ein neues Auto kaufen, wenn ihr altes verschrottet werden muss – weil es dort Carsharing-Alternativen gibt. Chorherr: „Der Erfolg des Carsharing-Unternehmens Car2go gibt Hoffnungen, dass das funktioniert.“

Auf einen Blick
Wohnen und Einkaufen. Derzeit wird eine neue Bauordnung zwischen Grünen und SPÖ verhandelt. Die Grünen wollen Reformen, um Einkaufsstraßen zu beleben. Auch sollen Häuser künftig flexibler gebaut werden, damit Büro- auch als Wohnhäuser genutzt werden können.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.08.2012)

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184 Kommentare

Re: Re: Re: zu meinem türkischen bäcker ...

Wer sagt's denn, dass der Ihnen gehörte?

0 0

Re: Re: ladenöffnungszeiten

Der österreichsiche Greissler stellt dann eben bei Bedarf auch einen Chinesen oder Türken in sein Lokal, oder?

Antworten Antworten Gast: Otto I
14.08.2012 11:55
0 1

Die sind halt tüchtiger

als die Österreicher.

Das Modell

für Geschäfte ohne Fahrzeug-Zufahrtsmöglichkeit wird sich wohl auf Souvenirshops, Trafiken und ähnliches beschränken müssen. Obwohl auch dort Warenanlieferung mit Fahrzeugen wohl Grundbedingung ist.

Und die Idee mit den reduzierten Parkplatzflächen je Wohnung soll wohl mehr Fahrzeuge auf die Fahrzeugbewirtschaftungsflächen der Stadt bringen?

Antworten Gast: Besserwisser
14.08.2012 16:30
0 2

Re: Das Modell

41% der Wiener Haushalte hat kein Auto!!
(Stat. Austria: Ausstattung der privaten Haushalte)

Die Stellplatzverpflichtung von 1 Stellplatz / Haushalt ist eine dumme, teure Pflicht, die der Nachfrage nicht entspricht. Viele der so zwangsweise errichteten Garagenplätze um 20 - 25.000 € Stück stehen leer.

0,7 heißt nur dass man 0,7 mind. bauen muss - wenn ein Eigentümer glaubt mehr sind notwendig / sinnvoll / verkauf oder vermietbar, dann darf es auch mehr sein!

Antworten Gast: 666T
14.08.2012 09:55
0 8

Blödsinn.

In Wien haben immer weniger Leute Autos, viele pfeifen auch auf den Führerschein. Und mit dem Auto - geht wirklich niemand einkaufen. Das ist doch eine Qual.

Antworten Antworten Gast: E.T.
15.08.2012 13:43
0 0

Re: Blödsinn.

Ein Auto in Wien sein eigen nennen oder einen Führerschein haben sind zwei paar Schuhe.

Eigentlich vergibt jeder eine Chance der den Führerschein nicht macht - es gibt auch Situationen, wo dieser nützlich sein könnte -etwa im Urlaub, bei einer Fahrt ins Spital fahren, etc......


Antworten Antworten Gast: gast1984
14.08.2012 10:43
5 0

Re: Blödsinn.

Sicher fahren Leute mit dem Auto einkaufen, wie soll man sonst z.B. einen Wocheneinkauf für eine Familie transportieren?
Fahren sie einmal in die Shoppingcity oder ein sonstiges Einkaufszenrum und sehen sie sich den dortigen Parkplatz an!

Am Land geht ohne Auto sowieso nichts mehr weils immer weniger kleine Nahversorger gibt.

Antworten Antworten Antworten Gast: XFH2323
14.08.2012 11:56
1 8

Normale Bürger

bringen die Einkäufe mit dem Sackerl heim. Nur Shopoholics brauchen dafür ein Auto.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: gast1984
14.08.2012 14:57
3 0

Re: Normale Bürger

Als Single ists kein Problem. Mit Familie geht so ein Einkauf gar nicht oder nur unter größten Schwierigkeiten.

4 0

Re: Normale Bürger

Für den Wocheneinkauf einer Familie brauchst aber als "Sackerl" zumindest den Geschenkesack des Weihnachtsmanns.
Und einen Gewichtheber als Träger.

Nur Single-Bobos mit zuviel Flausen und zuwenig Sinn für die Realität Anderer kommen auf sowas.

Antworten Antworten Antworten Gast: emma74
14.08.2012 11:43
2 0

Re: Re: Blödsinn.

also in Wien gehen im innerstädtischen Bereich durchaus auch Familienmütter und -väter zum absolut parkplatzfreien Billa/Spar/Hofer ums Eck. Halt nicht einmal die Woche, sondern öfter, weil der Weg dorthin auch nicht weiter ist als von einem noch zu suchenden Parkplatz

Re: Das Modell

in wien hat jeder 2.haushalt(3.ew.)ein auto;die hälfte der garagenplätze(trotz fremdvermietungen)stehen-auf kosten der mieter,denen das"pickerl"übrigens billiger kommt-leeeeer...

Antworten Gast: XQ7
14.08.2012 09:50
0 4

Wer ist so wahnsinnig

mit dem Auto in der Stadt einkaufen zu fahren?

Re: Wer ist so wahnsinnig

Seit die Emanzipation das ermöglichte - haben ja schon fast alle eine Lenkerberechtigung, die Emanzen :-)))

No parking - no business.


Antworten Gast: Peter Trammm
14.08.2012 09:58
0 4

Aber ja, die Fußgängerzonen

sind alle leer. Die Geschäfte dort sind nicht die teuersten Lagen der Stadt. Sonst noch Blödsinn parat?

Antworten Gast: Hartwohl Keiner
14.08.2012 09:56
0 4

Schauen Sie sich mal den von Kunden

überfüllten Naschmarkt an. In dessen Nähe es keine Parkplätze gibt.

0 3

Re: Schauen Sie sich mal den von Kunden

schon was von "U-Bahn" gehört?

Antworten Antworten Antworten Gast: Hartwohl Keiner
14.08.2012 11:57
0 1

Genau.

Das meine ich ja, der Vorposter wollte aber krampfhaft belegen, dass sowas ohne Parkplätze nicht ginge. Und das ist nachweislich völlig falsch.

Antworten Gast: garlic
14.08.2012 09:47
0 3

Re: No parking - no business.

Im Gegenteil.
Unattraktiv sind die Straßen mit viel Verkehr und entsprechend permanent umparkenden Autos.
Bspe.: Lerchenfelderstraße, Neustiftgasse.
Ökonomisch tot und völlig unattraktiv.

0 0

Re: Re: No parking - no business.

Deshalb gibt es wohl auch bei allen (funktionierenden) Einkaufsstraßen und Shoppingcenters Parkgaragen neben der öffentlichen Anbindung...weil das so unattraktiv ist!

Ich frage mich wie Sie Familieneinkäufe bzw einen größere Einkäufe nach Hause transportieren?
Großgeräte und Möbel kann man sich ja auch liefern lassen, aber Wocheneinkäufe oder Wintergarderobe z.B. für zwei Kinder? Ernsthaft? Da stehen Sie dann mit 5 Einkaufssackerln in der
U-Bahn, uU noch samt Kindern?

Zum Glück gibt's Amazon, die schicken einem alles nach Hause!
Geschäftssterben? Tja, wenn einem das Leben schwer gemacht wird...

Gast: joseph
14.08.2012 09:17
3 1

stellplätze

stellplätze zu verringern ist wohl das dümmste.

wenn ein autofahrer nicht stehen bleiben kann, kann er auch nichts besorgen und weicht in einkaufszentren mit großparkplätzen aus.

besser ist pro wohnung mit zwei autos zu rechnen und entsprechende garagenplätze verpflichtend einzuführen.


Antworten Gast: Trammm
14.08.2012 11:59
0 3

Und deswegen

florieren die Fußgängerzonen wie toll und die autofreundlichen Strassen verlieren ein Geschäft nach dem anderen. Sie sollten sich mal die Realität da draussen ansehen. Autostrassen sind tot. Völlig tot. Die Leute wollen dort nicht einkaufen.

0 0

Re: Und deswegen

Wie kann man immer Fußgängerzonen in der Innenstadt, wo sich täglich tausende Touristen durchwälzen, die nichts anderes zu tun haben, als "Paradebeispiel" heranziehen?

Die sind nicht repräsentativ für die ganze Stadt und am Kohlmarkt geht der typische Österreicher auch nicht einkaufen! Zugegeben, den normalen Bedarf an Gucci-Kleidung und Cartier-Schmuck kann man notfalls auch mit der U-Bahn heimbringen. Mit dem Rad wird's schon ein wenig schwieriger, denn das braucht einen Fahrradständer! Aber nicht notwendig, denn im und rund um den ersten Bezirk gibt's Parkplätze in Parkgaragen und auch so...

Antworten Antworten Gast: joseph
14.08.2012 20:24
0 0

Re: Und deswegen

da kennen sie die meidlinger hauptstrasse nicht. diese verelendet !

Gast: ZARA
14.08.2012 09:16
1 16

Klar! Jetzt hängt den dummen Schwarzen, der Gewerbetreibenden-Partei, dumm das Ladl runter.

Kein Wunder, dass keiner mehr die Blauen und Schwarzen wähltund wir die Stadtregierung machen. Wel GRÜN eben besser ist und die Menschen dahinterstehen.
Wir bringen Wien wieder zum Blühen!

Antworten Gast: E.T.
15.08.2012 13:47
0 0

Re: Klar! Jetzt hängt den dummen Schwarzen, der Gewerbetreibenden-Partei, dumm das Ladl runter.

Lernen Sie schon mal Holz hacken und einen Bären erlegen, damit Sie künftig in der ach so grünen Stadt überleben können.

0 0

Re: Klar! Jetzt hängt den dummen Schwarzen, der Gewerbetreibenden-Partei, dumm das Ladl runter.

ist das jetzt ernst gemeint????

2 0

Re: Klar! Jetzt hängt den dummen Schwarzen, der Gewerbetreibenden-Partei, dumm das Ladl runter.

falsch - zum GLÜHEN !

Re: Klar! Jetzt hängt den dummen Schwarzen, der Gewerbetreibenden-Partei, dumm das Ladl runter.

Ihre großartige Stadtregierung ist zu blöd,
eine Schwimmhalle zu sanieren,detto eine U-Bahnstation(Josefstadt).usw.......
Wenn's dann doch einmal gelingt sind die Kosten das drei-bis vierfache vom Normalpreis.
Soweit zur SPÖ-Grünpatie!

Re: Wir bringen Wien wieder zum Blühen!

Das einzige was hier wirklich blüht sind die Höhen der Gebühren und Abgaben, kombiniert mit skurrilen Ideen, wie man Bürgerwillen umgehen kann.

14 0

2015-Wien nach den Grünen


Die Hernalser Hauptstrasse, die Reinprechtsdorferstrasse und viele andere voll mit Ramschläden , Kebabbuden ,Handyshops , Wettbureaus und Ein-Euro-Läden, die sind aber alle 3,5m hoch (genial, das ist die Lösung !!)

Auf 1,4 Parkplätzen parken zwei Car2go-Smarts,aus denen man dann leider nicht mehr aussteigen kann.
Leider stehen sie in der Kurzparkzone (obwohl ringsum alles frei ist),daher haben sie ein schönes Strafmandat an der Windschutzscheibe.

Die Strassen sind verdreckt (sind sie jetzt schon) und man hört kaum mehr ein Wort deutsch.

An den Fahrradständern hängen die Skelette von "ausgebandelten" Fahrrädern.
Auf den Gehsteigen sieht man Radfahrer und Kinderwagen schiebende Hijabdamen.

Die Einkaufszentren in den angrenzenden niederösterreichischen Gemeinden verzeichnen höchste Umsätze,da kein normaler Wiener mehr in seiner Stadt einkaufen geht.

WIEN IST ANDERS !!

Der Schmarrn kann nur von den Grünen kommen

Durch eine Änderung der Bauordnung das Greisslersterben aufhalten??????????????

Wundert mich, dass man nicht mit einem Greisslerbeauftragten beginnt.

7 0

0,7 Parkplätze

Seit wann bitte brauchen Geschäfte (außer vielleicht die besagten 1€ Laden) keine Parkplätze? Ist den Grünen immer noch nicht aufgefallen, dass gerade weil man nirgendwo mehr stehen bleiben kann, keiner mehr zu kleinen Geschäften einkaufen geht...
Ich hab wirklich nix gegen Fahrradständer zusätzlich, aber statt sich endlich mal für eine sauberere Zukunft einzusetzen und zB in Stromtankstellen bei Parkplätzen zu investieren um Elektrofahrzeuge in der Stadt wollen sie den Individualverkehr einschränken!?
Wirklich eine tolle Idee, da werden dann bestimmt viele in die neuen 3,5m hohen Geschäfte gehen! Die Vergangenheit zeigt ja ganz deutlich, dass Menschen nur zu bereitwillig für die Umwelt (oder was auch immer den Grünen da vorschwebt) auf komfortable, individuelle Fortbewegung verzichten...

Ach und übrigens, auch Car-Sharing Fahrzeuge brauchen einen Parkplatz oder kommt der 0,7 Parkplatz daher, weil das einzig erfolgreiche Car-Sharing Modell auf Smarts setzt? Na hoffentlich will der zukünftige Geschäftsbesitzer dann nicht zwei Kunden gleichzeitig haben...

Antworten Gast: emma74
14.08.2012 22:51
0 0

Re: 0,7 Parkplätze

ich frag mich, wie man für ein so so überhaupt nicht mir der Realität in Einklang zu bringendes Posting so viele positive Bewertungen bekommen kann...

Antworten Gast: Besserwisser
14.08.2012 16:34
0 0

Re: 0,7 Parkplätze

Geschäfte brauchen "Immer" parkplätze:

Deswegen
Kärnter Straße, GRaben, Kohlmarkt (das Goldene U)
Mariahilfer Straße
Favoriten Straße im 10.
Meidlinger Hauptstraße

alles tot

und Florierend, dort werden die teuersten Mieten gezahlt und siedeln sich alle an auch die Luxuslabels:
Triester Straße
Reinprechtsdorfer Str.
Lasallestraße
Innere Favoritenstraße
Neustiftgasse/Burggasse
Gürtel

hoppla, doch nicht so?!?

Sie liegen falsch!

Antworten Gast: emma74
14.08.2012 11:46
0 0

Re: 0,7 Parkplätze

auf die Mariahilferstraße fahren nur völlig Wahnsinnige mit dem Auto, trotzdem eine der teuersten Geschäftslagen Wiens. Um Kleidung, Bücher, Kleinelektronik oder ähnliches zu kaufen, braucht man doch kein Auto

Als die Fußgängerzonen

eingeführt wurden, malten auch alle die Apokalypse an die Wand. Das Gegenteil war der Fall!

Die Entwicklung macht Sinn

Denn in dem von der Stadtregierung vorgesehen Verkehrskonzept lassen sich in den Einkufsstraßen nur jene Dinge erwerben welche einfach in der Bim oder am Rad transportiert werden können. Das ist nun einmal der Kebab und die Billighandtasche sowei ein Handy.
Wer käme auf die Idee ein Sofa, einen Fernseher, eine Gartenliege, einen kleinen Kugelgill in einer der Einkaufstraßen zu erwerben um dann in einer Bim ohne Transportnetze über den Sitzgelegenheiten (ja das gab es einmal) diese nach Hause zu transportieren. Das ergibt dann nun einmal den Mix aus Chinafetzen, Taschengeschäften und Handyshops aufgelockert durch Wettbüros und Kebabhäuser.
Ich fordere eine Politik der besten Köpfe statt eine Politik der besten Parteisoldaten.

12 0

kann man sich ein gesetz gegen dumme politiker wünschen?


Antworten Gast: abcdefghijklmnop
14.08.2012 10:21
2 0

Re: kann man sich ein gesetz gegen dumme politiker wünschen?

da würden aber die Arbeitslosenzahlen ordentlich in die höhe schießen, wenn plötzlich die gesamte ö. Politikmafia aufgelöst wird.

Nur der HIGHFI würde uns erhalten bleiben, der ist kein Sesselkleber wie die anderen, der ist ein Kloschüsselkleber!

Gast: blauer Weana
14.08.2012 06:48
2 3

naja

man sollte diesen Vorschlag mal in Ruhe überlegen, reflexartig auf die Grünen losgehen ist jedenfalls falsch.

jedenfalls haben wir definitiv zuviele 1Euroshops und Schnellimbisse ...

hmm, sehe ich da sowas wie einen blaugrünen Schulterschluß ?

Träumer

Ich halte Christoph Chorherr für einen realitätsfernen Träumer. Das Fahrrad ist bestenfalls für die Bezirke innerhalb des Gürtels geeignet (E-Rad, Mariahilfer Berg etc.). Wer am Schafberg o.ä. wohnt fährt nicht mit dem Rad zur Arbeit nach Liesing. Von Penzing bis Hernals gab es früher Unmengen Geschäfte, Werkstätten, Betriebe, und damit Arbeitsplätze. Wenn man heute ein ehemaliges Gasthaus in Ottakring revitalisieren möchte, braucht man sehr viel Geld, das kaum zu verdienen ist, gewaltige Auflagen für Küche, WCs, Lüftung, Heizung etc. Wenn du einen Knecht beschäftigst, gilt die Arbeitnemerschutzverordnung, da kannst dir gleich die Kugel geben.

Re: Träumer

Sie sagen es. Die Planwirtschaft zeigt ihre tollen Früchte!

Antworten Gast: dein persönlicher Beamter
14.08.2012 06:51
0 0

Re: Träumer

es gibt Übergangsbestimmungen für Betriebe welche schon früher Arbeitnehmer beschäftigt haben.

Am besten sofort kostenlose Beratung (z.B Behördensprechtag am Bezirksamt) in Anspruch nehmen, BEVOR man auch nur irgendeinen Vertrag unterschreibt

Gast: Spirit of Ethanol
14.08.2012 03:02
8 0

Das Fahrrad rettet die Welt....

Ich würde es mal mit Infrastruktur versuchen, das Zauberwort heißt Straßenbahn (inzwischen haben die Grünen ja ebenso wie der Rest zur genüge bewiesen nix davon hören zu wollen), das andere sind Mietpreise die jedes Jungunternehmen von vorneherein zum scheitern verurteilt.

Das der neue 25er gleich die interessanten Geschäftsstraßen großzügig umfährt war dann ohnedies eine Planung wie es Schilda nur all zu würdig ist.

Schildbürger
http://de.wikipedia.org/wiki/Schildbürger

verdächtiger grünkommunistischer neusprech:

"alternative wohnbauten"

was ist denn damit gemeint?

Re: verdächtiger grünkommunistischer neusprech:

Kommunen natürlich :-----)

Antworten Gast: Bärenfalle...
14.08.2012 06:58
9 1

Re: verdächtiger grünkommunistischer neusprech:

Co2-neutrale Wohnklos mit Nasszelle gemäß Agenda 21 Vorgaben.

Ziel ist es, umweltfreundlich natürlich, möglichst viel besteuerbares Nutzvieh auf möglichst kleinem Raum unterzubringen.

Natürlich in vollkommener Abhängigkeit von der staatlichen Infrastruktur inkl. Transport.

So wie im Ex-Ostblock halt vorgeführt.


Gast: Besucher
14.08.2012 00:23
1 0

Gast

Das ist die Wirtschaftspolitik der EU und der Rest der Welt. Die kleine sterben und die großen werden noch größer. Das kann man nicht mehr rückgängig machen.

Hobbyökonom