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Neckermann Österreich sichert sich Finanzierung

13.08.2012 | 17:30 |   (Die Presse)

Lichtblick für Neckermann Österreich: Die insolvente Grazer Versandhandelsfirma kann den laufenden Betrieb vorerst aufrechterhalten. Ein sogenannter Factoring-Vertrag wurde vergangene Woche verlängert.

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Wien/juk. Lichtblick für die Österreich-Tochter der Versandhandelsfirma Neckermann: Nachdem das in Graz ansässige Unternehmen im Juli Insolvenz angemeldet hat, scheint nun zumindest die Finanzierung des laufenden Betriebs gesichert. Ein sogenannter Factoring-Vertrag mit der deutschen Valovis-Bank wurde vergangene Woche verlängert, sagte Masseverwalter Clemens Jaufer zur „Presse“.

Das heißt, die Bank kauft die Kundenforderungen: Wenn ein Kunde eine Waschmaschine kauft, aber nicht gleich bezahlt, springt sie ein und überweist kolportierte 70 Prozent des Kaufpreises an den Händler. Sollte Neckermann trotzdem das Geld für den Einkauf oder die Zahlung von Fixkosten ausgehen, gilt als wahrscheinlich, dass die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich einen Betriebsmittelkredit gewährt. Das „finale Okay“ gibt der Bankvorstand am Dienstag. Damit erhielte Neckermann einen Kreditrahmen in Höhe von zwei Mio. Euro, sagte Markus Graf vom Alpenländischen Kreditorenverband. Ursprünglich waren 1,4 Mio. Euro anvisiert worden. „Es sieht so aus, als ob das Unternehmen zu retten ist“, sagte der Gläubigerschützer. Wie hoch die Gläubigerforderungen im Zuge der Insolvenz sind, wird sich im Oktober herausstellen. Erst dann kann auch der Kaufpreis für einen möglichen Investor bestimmt werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.08.2012)

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