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Fischler: "Große Betriebe brauchen keine Einkommensstütze"

13.08.2012 | 18:14 |  JEANNINE HIERLÄNDER (Die Presse)

Ex-Landwirtschaftskommissar und -minister Franz Fischler sieht im Interview mit der "Presse" Steuergeschenke für Großbauern kritisch und findet das SPÖ-Ansinnen, Förderungen für Bauern zu kürzen, sachlich falsch.

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Die Presse: Die SPÖ will die Förderungen für die Bauern kürzen und anders verteilen. Verstehen Sie dieses Ansinnen?

Franz Fischler: Das verstehe ich nicht ganz, und es ist auch sachlich falsch. Bei einem Teil der Förderungen kann Österreich überhaupt nicht bestimmen, ob sie anders verteilt werden, weil sie zu hundert Prozent aus der EU-Kassa kommen.

Der Rechnungshof hat kürzlich kritisiert, dass in Österreich zu viel Geld an die Bauern ausgeschüttet worden sei – freiwillig.

In der zweiten Säule, aus der unter anderem die Umweltzahlungen kommen, wurden laut dem Rechnungshof manche Projekte überfördert. Das ist durchaus eine Überprüfung wert. Aber es gibt EU-weit Übereinstimmung, dass die Mitgliedstaaten ab 2014 viel genauer nachweisen müssen, ob die Förderbeiträge ökonomisch gerechtfertigt sind. Da muss Österreich keinen Alleingang starten.

Die heimischen Bauern leben zum Teil von diesen Förderungen, viele müssten ohne sie zusperren. Ist diese Subventionspolitik noch zeitgemäß?

Da ist in Österreich aber keine Ausnahme. Eines müsste man korrigieren, nämlich dass die Grenzen der Förderung nach oben offen sind. Ich bin sehr dafür, dass man Obergrenzen einführt. Das habe ich schon seinerzeit als Kommissar versucht. Weil die Philosophie der Förderungen so nicht erklärbar ist. Zum einen dienen die Förderungen dazu, die Kosten für die öffentlichen Güter, die die Landwirtschaft erzeugt, abzudecken. Zweitens sind die Förderungen in weiten Teil Europas ein wesentlicher Teil des Einkommens der Landwirte. In Betrieben, wo das nicht der Fall ist, gibt es auch für eine Einkommensstützung keine Rechtfertigung.

Wenn nur die gefördert werden, die wenig verdienen, ist das aber nicht gerade ein Anreiz für effizientes Wirtschaften.

Aber ein großer Betrieb macht auch so Gewinne. Auch ein Großbetrieb sollte Geld dafür bekommen, dass er öffentliche Güter produziert, wie beispielsweise Umweltleistungen. Aber eine Einkommensstützung ist da nicht notwendig. Diese zwei Dinge muss man auseinanderhalten.

Trotz der Einkommensstützung hat seit dem Jahr 1999 ein Fünftel der Betriebe zugesperrt. Das sieht so aus, als würden die Subventionen ihren Zweck verfehlen.

Die Einkommenshilfe für kleine Betriebe braucht es. Dass es eine gewisse Strukturentwicklung braucht, ist die andere Sache. Wichtig ist, dass die Politik dafür sorgt, dass es zu keinen Brüchen kommt, dass nicht schlagartig zigtausende Landwirte zusperren. Das wäre fatal, auch für die Umwelt und die Regionen. Aber ein gewisser Strukturwandel ist durchaus vernünftig. Ich sehe kein Argument dafür zu glauben, dass die momentane Struktur in der Landwirtschaft die einzig richtige für die Zukunft ist.

Neben den Förderungen werden die Bauern auch durch die steuerliche Pauschalierung begünstigt, ein klares Steuergeschenk, meinen Kritiker. Ist das gerechtfertigt?

Für die größeren Betriebe ist die Pauschalierung eine Art Steuergeschenk. Aber das stimmt nicht in jedem Fall. Viele Bauern würden besser aussteigen, wenn sie von sich aus auf die Pauschalierung verzichteten und Buch führten. Ich würde längerfristig dafür plädieren, dass die Landwirte Buch führen. Weil sie auf diese Weise auch einen klareren ökonomischen Überblick über ihre Betriebe bekommen würden. Ich glaube nicht, dass man den Landwirten einen so guten Dienst erwiesen hat, indem man die Grenze für die Pauschalierung noch einmal hinaufgesetzt hat. Ein völliges Abschaffen würde ich aber für einen Unsinn halten, bei kleinen Betrieben macht das keinen Sinn. Wo man die Grenze zieht, ist eine politische Frage, da lege ich mich nicht fest.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.08.2012)

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157 Kommentare

Re: Re: Re: Re: Agrarförderungen sind nichts anderes als Preisstützungen für Lebensmittel

An alle die den Bauern die Fördermittel am liebsten persönlich aus den Händen reißen wollten, machst mal die Arbeit eines Bauers ein Jahr lang! Kein bezahlter Urlaub, bei 35 Grad im Schatten Obst ernten und dann fürs Kilo 40 Cent! bekommen. nicht ganz so lukrativ wie so mancher hier denkt!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: mir kommen die Tränen
14.08.2012 07:45
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Agrarförderungen sind nichts anderes als Preisstützungen für Lebensmittel

Auch andere arbeiten, und können sich keinen Urlaub leisten.

Der Bauer kann ja auch aufhören; es wird wohl einen Grund geben warum er weitermacht, bei dieser ach so schwerer Arbeit! Da gibts Geld ohne Arbeit - genannt Förderungen, sogar das Papierchen füllt ihm eine Sekretärin der LWK aus!

Ok, Herr Schieder. Ich nehme Sie beim Wort, aber fangen Sie eventuell zuerst einmal HIER an !


nicht nur die Subventionen für die Bauern...

auch die für alle anderen Sparten gehören gestrichen!

Re: nicht nur die Subventionen für die Bauern...

Z.B. für die Windfloder,die Vögel und Fleudermäuse killen!

Antworten Antworten Gast: Fupp Zwo
13.08.2012 17:31
0 0

Und auch für die Kohle- und Atomkraftwerke

die Menschen killen.

Gast: Fatalist
13.08.2012 11:51
4 1

Alles nur Blah-Blah

Die ÖVP verlangt dann zum Gegenzug einen Selbstbehalt beim Arzt, und dann ist wieder ruhe im Stall!
Die haben doch alle kein Rückgrat!

Alle Subventionen kürzen!

jede Subvention ist ein widernatürlicher Eingriff in den Ablauf der Wirtschaft und führt zu Verwerfungen!

3 0

Re: Alle Subventionen kürzen!

Die Verwerfungen sind dabei geplant, weil diese können einige/wenige für sich nutzen.

3 5

Vorschlag

Alle Ministerien nach der nächsten Wahl umdrehen! Dann wird vielleicht einmal ausgemistet. Auch wenn ein roter Finanzminister eine gefährliche Drohung darstellt, viel schlimmer kanns nicht werden!M

ÖVP schläft schon wieder

Wenn in der ÖVP Bundesparei noch irgendjemand politisch denken sollte - was offensichtlich nicht der Fall ist - müssten jetzt einige Alarmglocken läuten.
Die ÖVP ist mit ihrer Liebe für Raiffeisen-Agrar-Großkonzerne in eine Sackgasse geraten, die ihr kaum Stimmen und noch weniger Sympathie bringt.
Wenn es die SPÖ schafft, die große Anzahl der kleinen Bauern, die hart arbeiten und um das Überleben kämpfen, für sich zu gewinnen, hat sie einen wichtigen Schritt in Richtung Wahlsieg gemacht.

Re: ÖVP schläft schon wieder

Die Bauern sind recht wenige Prozent der Bevölkerung. Das ist schon mal keine große Zahl. Wenn dann nur ein kleiner Teil zur SPÖ wechseln würde, was eher unwahrscheinlich ist weil nach der ÖVP weit abgeschlagen auf dem 2. Platz bei der Wählergunst der Bauern eher bei FPÖ/BZÖ zu suchen sind, ist das eine recht kleine Zahl. Bei den Bauern kann die SPÖ nichts gewinnen. Jede andere Partei auch nicht, dazu sind die Bauern einfach viel zu wenige.

10 3

Der Schieder sollte sich einmal selbst bei der Nase nehmen

Wieviele Transfergelder werden in AT mit der Gießkanne (ungerecht und ineffizient) verteilt?

Da gäbe es ein enormes Einsparpotenzial.

Bauern sind, mit ganz wenigen Ausnahmen, in der Regel keine Besserverdiener.

2 0

Merhr Transparenz zu den Förderungen würde helfen

Gab es da nicht einmal eine Datenbank?

Die Agrarpreise steigen. Förderungen werden daher in einigen Jahren nur mehr für Sondergebiete (z.B. Bergbauern) erforderlich sein.

6 0

ende der förderungen

bin für sinnvolle förderung
also der kleinen und der bergbauern
bin für korrektur der einkommenssteuer nach oben, besonders aber für einbeziehung der förderungen aus brüssel in die einkommenssteuer
die ÖVP wird sich bei der nächsten wahl wundern

Re: ende der förderungen

Was soll daran sinnvoll sein, Kleine und Bergbauern zu fördern? Die sind meistens sowieso Nebenerwerbsbauern, haben also ein weiteres Einkommen und den eigentlichen Zweck, die Sicherung der Nahrungsversorgung, den erfüllen diese Kleinen auch nicht so richtig. Biobauern wegen der geringen Erträge schon gar nicht.

Antworten Gast: gast neu
13.08.2012 12:41
1 1

Re: ende der förderungen

auch der franzi sollte sich vorher informieren

auch die förderungen müssne in die einkommensteuererklärungen rein

aber die dummen roten plappern nur das nach was die ak und die gewerkschaft vorplappern

Immer für die anderen

Warum packeln Rot und Schwarz nicht mal kreativ: Die Sozis wissen am besten, wie man bei den Bauern sparten kann, die "Konservativen", was man den ÖBB und Pensionisten wegnehmen kann. So schnell könnte man gar nicht schauen, hätte Österreich trotz Hilfen für Pleite- und Wackelstaaten einen Budgetüberschuss.

8 10

Förderung

Ich verstehe nicht warum jedes kleine Bäuerlein immens gefördert wird.
In meinem Ort haben der Fleischhauer, der Tischler, die Schuhhandlung, die Drogerie usw aufgegeben, weil es einfach nicht mehr wirtschaftlich war.
Wenn ein Bauer seine Landwirtschaft aufgibt, scheint es eine Katastrophe zu sein. Zudem werden eh nur mehr soviele Rinder (in Mutterkuhhaltung) gehalten, die notwendig sind, um die Förderung zu erhalten.
Dafür zahlen sie fast keine Kirchensteuer, fast keine Hundesteuer und erhalten zusätzlich ein mehrfaches an Stipendien als ein Arbeiterkind.
Und dazu wird der fast steuerfreie Agrardiesel getankt.
Einfach ungerecht.

Re: Förderung

Ich zahle gar keine Kirchensteuer und verdiene recht gut.
Außerdem kann ich mir nicht recht vorstellen, dass die Bauern steuerfreien Diesel bekommen. Selbst die geringe Steuererleichterung die es in den letzten Jahren gab, ist vermutlich Geschichte.

Antworten Antworten Gast: werbistdu
13.08.2012 16:47
0 0

Re: Re: Förderung

Richtig:
Steuerfreier Diesel für Bauern ist ein Schmäh der Roten Neider.

Es gibt aber steuerbegünstigten Diesel, je nach Grundgröße des Betriebes, und dieser Diesel reicht sicher nicht, um auch noch das Auto zu tanken, wie die Roten immer lügen

Antworten Antworten Antworten Gast: Schparanzer
13.08.2012 17:36
0 1

Bei den übergrossen Traktoren

der Bauern reicht es nicht, das ist klar...

Re: Re: Re: Förderung

Lesen lernen - Ich habe geschrieben fast steuerfreier Diesel. Außerdem bin ich kein Roter sondern eine Rothaut. Und was ich angeführt habe ist nur die Spitze des Eisbergs.

ein nächstes kapitel der trilogie a la friedmann

den staat privatisieren, sämtliche staatlichen förderungen auf ein minimum zurückschrauben und ein fallen der staatlichen preiskontrollen. auch österreich kommt dem endziel des freien marktes näher, mal sehen, ob der stronach dabei mitmacht. es wird ungemütlich werden.

Re: ein nächstes kapitel der trilogie a la friedmann

gratuliere, sie haben gerade offenbart, dass sie friedman nur vom hören-sagen kennen.

typisch..

....Klassenkampf für Rot und Schwarz!

Leider haben beide Parteien nicht das notwendige Gefühl, mit diesem Thema, vernünftig umzugehen.

Für SPÖ gibt es nur Klassenkampf, für die ÖVP gibt es nur zu Tode fördern, bis der Beutel leer
ist!

Ich kann nicht verstehen, warum die Firma RAUCH(Fruchsafthersteller), letztes JAhr 7 Mio EURO Förderung aus dem Agrartopf erhalten hat und andererseits viele kleine landwirtschaftliche Betriebe schliessen mußten, wie immer bekommen die großen reichlich, die kleinen verhungern!

Liebe SPÖ, bringt auch noch den Rest der Landwirte um, so wie Ihr es immer geschafft habt, alles zu runieren, dass nenne ich so wie EUER KANZLERKASPERL, soziale Gerechtigkeit!

Die wirtschaftliche Kompetenz des Kanzlers, reicht über das Niveau der Spatzenpost nicht hinaus!


Re: typisch..

Fa Rauch kann ich erklären. Die Fa RedBull lässt bei Rauch produzieren. Damit der überteuerte EU Zucker verwendet wird und nicht der billige brasilianische Zucker, erhält Rauch den Preisunterschied mehr oder weniger ausgeglichen. Somit wird die EU Zuckerindustrie unterstützt und die Brasilianer auf ihrem billigen Zucker sitzen.

Re: Re: typisch..

Danke für die Info, dass wußte ich nicht!

Re: Re: Re: typisch..

Somit werden durch die Förderung Arbeitsplätze geschaffen oder erhalten. Durch die andere landwirtschaftliche Förderung wird lediglich der Reichtum der Bauern erhöht.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Zwet Gran
13.08.2012 17:41
0 0

Die Arbeitsplätze

würde es ohne Förderung auch geben, nur halt dann in effizient wirschafteten Betrieben statt in agrarkommunistischen Produktionstätten, die keiner mehr braucht. Die Raffeisen Agrana würde halt deutlich weniger staatlich bezahlten Gewinn machen ...

Re: Re: Re: typisch..

ja, das wissen die meisten nicht. Und von manchen Politikern scheint das sogar gewollt zu sein, weil sonst könnte man nicht über die Firmen schimpfen und den armen Kleinbauern als das Opfer darstellen.

Und wer soll die Subventionen stattdessen erhalten?

Es ist ja Steuergeld, das über Brüssel nach Österreich zurück fließt. Sollen es die ÖBB erhalten oder die Banken, die den PIGS Geld geborgt haben?

Antworten Gast: Mecha Tronic
13.08.2012 08:45
7 0

Re: Und wer soll die Subventionen stattdessen erhalten?

Offensichtlich ahnungslos.
Es sind nicht die Förderungen aus dem Topf der EU - die werden ja zumindest ansatzweise transparent vergeben.

Österreich vergibt ja noch fette nationale Mittel auf Bundes/Landes/Bezirks und Kommunalebene.
Diese Förderungen werden völlig intransparent vergeben und waren zB auch nie auf der trabsparenzdatenbank angeführt...

Re: Und wer soll die Subventionen stattdessen erhalten?

man könnte das Geld einfach dazu verwenden weniger Schulden zu machen.

die interessen des bauernbunds...

in meiner gegend werden schon seit längerer zeit höchstpreise für landwirtschaftliche flächen gezahlt.
gut für die verkäufer; schlecht für die kleinen und mittleren bauern, die da unmöglich mithalten können.
grund: die großen bauern erhalten am zahltag derart große beträge überwiesen, dass diese einfach investiert werden müssen. und es spielen auch landwirtschaftsfremde käufer wie unternehmer und andere mit. eigentlich sollten diese keine felder und wälder kaufen können. eigentlich, weil es das gesetz aus gutem grund so will.
doch die grundverkehrskommission, die hier entscheidet und in der die vertreter aus bauernbundkreisen das alleinige sagen haben, sehen die vorschriften des gesetzes nicht so eng... sind ja alles unsere freunde. die sollen auch einen acker ihr eigen nennen!

Antworten Gast: Bärenfalle...
13.08.2012 06:49
3 1

Re: die interessen des bauernbunds...

Die öst. Landwirtschaft hat nur dann eine Überlebenschance wenn es den Euro zerbröselt und damit die internationalen Warenströme.

Ansonsten sind die allermeisten Betriebe in den kommenden 10 Jahren erledigt.

Den Rentabilitätsdruck (+ die öst. gesetzlichen Auflagen) können sie nicht auf den internationalen Produktpreis umlegen weil die Strukturgröße fehlt.

Die paar großen öst. Betriebe, hauptsächlich Einzelkämpfer, können auch aufgrund der hohen Lohnkosten nicht weiterwachsen und Automatisierung kostet ebenfalls Geld welches derzeit einfach nicht mehr verdient wird sondern mittels Verschuldung aufgebracht wird.

Catch 22

Entweder von der Substanz leben und langsam in die Pleite rutschen oder Vollgas investieren und verschulden und mit Karacho in die Pleite wenn der letzte Acker als Sicherheit hinterlegt wurde.

In beiden Fällen ist man am Ende wirtschaftlich tot.

Mittlerweile beginnen ja die Banken schon damit auch bei den Bauern welche noch Kreditsicherheiten zum hinterlegen haben mit den Krediten zu knapsen.

Meine Vermutung ist folgende:

Den primären Sektor wird es innerhalb weniger Jahre mit lautem Knall implosionsartig zerlegen.

Die Roten werden dann auch draufkommen das Lebensmittel nicht im Regal wachsen und schwache Währungen beim Import nicht hilfreich sind.


Antworten Antworten Gast: Xaver 3
13.08.2012 17:38
0 0

Die Zahl der Betriebe

ist egal. Eigentlich wären deutlich weniger sogar besser da effizienter. Der bewirtschaftete Grund wird sowieso nicht weniger. Für 5 Bauern, die aufgeben, gibt es 1 Bauer, der übernimmt und meist sogar die Leistung ausbaut. Siehe das rege besuchte Nachfolgerforum auf der HP vom Bauernbund...

Re: Re: die interessen des bauernbunds...

Die österreichischen Bauern bekommen jetzt die Rechnung dafür präsentiert, dass sie lange Zeit geschützt waren.
Bis zum EU-Beitritt wurden sogar die Milchpreise von Politikern verhandelt. Es gab früher Obergrenzen für Handelbarkeit. In den 80-er Jahren waren Politiker der Meinung, ein Milchviehbetrieb dürfe keine Quote mehr kaufen, wenn er schon über 80.000 hatte. Das war damals schon zu wenig, um von der Milch leben zu können.
In diesen Jahren haben die Konkurrenten unserer Bauern in den anderen Ländern kräftig die Betriebe aufgestockt und ausgebaut. Während man in Österreich stolz drauf war, so viele Bauern zu haben. Stolz ist eben ein sehr gefährliches Gefühl. Es verhüllt häufig eine riesige Dummheit.

"Bauernbunddirektor Johannes Abentung zieht in seiner Argumentation eine altbewährte Trumpfkarte aus dem Ärmel: Er warnt vor dem Bauernsterben."

hat abentung einen schlag gegen den kopf bekommen? von seiner kuh vielleicht?

"Laut Schieder würden derzeit Großbetriebe die meisten Subventionen „absaugen“. Künftig müsse von unten nach oben gefördert werden und nicht umgekehrt."

das ist das genaue gegenteil dessen, was der bauernbund in der propagandaschlacht behauptet!

in der landwirtschaft ist es wie bei vielen anderen themen auch: das stimmvieh, gegen dessen interessen eigentlich gearbeitet wird, wird mittels brain-wash dazu gebracht, genau das zu unterstützen.

NOCH gibt es kleine und mittlere bauern. wenn diese überleben wollen, dann müssen sie den doppelzüngigen falotten vom bauernbund die rote karte zeigen anstatt sie zu wählen.

Re: "Bauernbunddirektor Johannes Abentung zieht in seiner Argumentation eine altbewährte Trumpfkarte aus dem Ärmel: Er warnt vor dem Bauernsterben."

Bauern die sich an Politiker halten und davon Hilfe erhoffen, sind sowieso schon verloren.

Wer wirklich den Betrieb halten will, der bildet sich weiter, investiert und vergrößert. Denen ist übrigens völlig egal, was österreichische Politiker zu etwas sagen, das in der gesamten EU gemeinsam geregelt ist.

Re: "Bauernbunddirektor Johannes Abentung zieht in seiner Argumentation eine altbewährte Trumpfkarte aus dem Ärmel: Er warnt vor dem Bauernsterben."

Wer braucht überhaupt Bauern,die ständig am Steuertopf hängen und noch Geld bekommen,dass sie z.B. die Wiederbewaldung der Alpen verhindern.

Bergwälder sind ökologischer als Alwiesen.

Start-Förderungen für INNOVATIVE Ideen ja,aber dann muß Schluß sein mit dieser Quasi-Pragmatisierung.

Danach Freier Markt für freie Bauern!

Gast: Gast 2012
13.08.2012 00:20
7 3

SPÖ vernichtet Arbeitsplätze?

der Hauptprofiteur der Agrarsuventionen ist die landwirtschaftliche Industrie, dort werden viele Arbeitnehmer ihren Job verlieren und der Orangensaft, der jetzt noch gefördert ist wird teurer! Auch kaufen die Landwirte Maschinen, dereren Produktion und Wartung Arbeitsplätze schafft. Es ist keine Frage, daß die jetzige Verteilung der Subventionen zum Tod der Kleinbauern führt und geändert gehört. Das Geld Österreichs wird von der EU aber verdoppelt und so ist das immer noch ein besseres Geschäft für Österreich als die Geldspenden an Pleitestaaten wie Griechenland.

Gast: gast2987
12.08.2012 23:17
6 1

SPÖ will Agrarsubventionen kürzen

und wer kürzt die subventionen in parteien und deren "ausläufer" (=metastasen")?

Gast: ROTFRONT
12.08.2012 22:45
6 8

Ist eine super Idee! Drehen wir den Scheuchs den Geldhahn zu!

Und die Bauern sollen endlich wieder mal Arbeiten lernen!

Gast: Arminius der Toitone
12.08.2012 22:42
5 4

Steuerzahlen ist Ehrensache!

Davon haben die Bauern recht wenig!

Gast: hans2
12.08.2012 22:41
4 0

Gute Geschäftsaussichten

Das wird für Steuerberater Schellmann und Kollegen ein Wahnsinnsgeschäft, wenn alle Bauern Bilanzen legen müssen. Auch eine Form von Absatzförderung...

9 1

NICHTS NEUES UNTER DER SONNE

Die Klientel der ÖVP bestand und besteht -mit Ausnsnahme von ÖAAB- Mitgliedern in Beschäftigung bei von der ÖVP geführten Ministerien, Landesregierungen, Gemeindestuben u.s.w.- aus Grossindustrie und wirtschaftlichen Grossbetrieben (fragen Sie einmal kleine Gewerbetreibende) . Warum sollte das in der Landwirtschaft nicht so sein.

8 11

dann sollen die bauern halt auch weniger produkte an die linken liefern.


Re: dann sollen die bauern halt auch weniger produkte an die linken liefern.

das geht natuerlich, die koennen sich dann viel weniger leisten!!


Gast: Nur Gast
12.08.2012 21:47
1 1

Jedes Jahr das gleiche Spiel

Jetzt sagt die ÖVP nächste Woche, sie will die ÖBB-Subventionen senken, und dann läßt die SPÖ das Thema der Landwirtschaftssubventionen wieder einschlafen.

10 0

und wieder einmal

Und wieder einmal wartete die ÖVP zu lange ihrem Klientel die Realität näher zu bringen und verschafft somit der SPÖ eine positive, "breitenwirksame" Schlagzeile.

Raab und Figl rotieren wahrscheinlich nicht einmal mehr im Grab über so viel Unvermögen und Stumpfsinn.

Hobbyökonom