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ÖVAG stellt alle Agrar-Spekulationsprodukte ein

14.08.2012 | 16:03 |   (DiePresse.com)

Die Bank warb für ein Zertifikat, bei dem Anleger von den Preissteigerungen bei Getreide profitieren. Nach heftiger Kritik ändert sie die Strategie.

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Nach heftiger Kritik an Nahrungsmittel-Spekulationen hat die teilstaatliche österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) alle Fonds- und Veranlagungsprodukte vom Markt genommen, die auf Agrarrohstoffen basieren. Der Bankvorstand versicherte in einer Mitteilung ferner, bei der Produktgestaltung künftig sensibler vorzugehen. Am Montag hat die ÖVAG ein neues Veranlagungsprodukt der Volksbank Investments ("Agrar Rohstoff Garant 2") beworben. Das Werbeversprechen: "Neues Zertifikat lässt Anleger zu 120 Prozent (ohne Cap) am Aufschwung der weltweit wichtigsten Agrarrohstoffe partizipieren", namentlich von Mais, Zucker, Sojabohnen und Weizen.

"Staatsbank zockt mit Lebensmitteln" titelte daraufhin am Dienstag die "Tiroler Tageszeitung". Kritisch hob das Blatt hervor, dass im Werbefolder auch mit der schlimmen Dürre argumentiert wird."Die ... schlimmste Dürre in den USA seit mehr als 50 Jahren und Ernteausfälle in wichtigen Anbauländern wie Russland, der Ukraine und Kasachstan führen zu einem erheblichen Anstieg der Preise für Mais, Weizen und Soja".

USA: Jahrhundertdürre lässt Maispreise explodieren

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"Wollen Produktangebot sensilber gestalten"

ÖVAG-Vorstand Martin Fuchsbauer erklärte in einer Aussage, der Handel mit jeglichen Produkten sei notwendig, um den Markt und somit die Wirtschaft stabil zu halten bzw. anzukurbeln. "Wir verstehen allerdings auch die Argumente der Kritiker und werden daher unser Produktangebot in Zukunft weitaus sensibler gestalten."

Auch bei anderen österreichische Banken verfolgt man die emotional geführte Debatte. Die Raiffeisen Centrobank (RCB) "hat die Diskussion schon seit längerer Zeit berücksichtigt" und lässt alte Agrar-Spekulationsprodukte auslaufen. Neue werden "seit geraumer Zeit" nicht mehr begeben. Bank Austria, Erste und Bawag haben hingegen laut Eigenangaben keine derartigen Produkte im Portfolio.

(APA)

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6 Kommentare

Der Staat soll sich schleich..

Wer sich Rohstoffe (auch Agrarrohstoffe) kauft ist meist kein Spekulant sondern er kauft sich eine Versicherung gegen die kommende Hyperinflation.

Diese Hyperinflation wird verursacht von unseren korrupten Gelddruckern (Notenbanken) und unseren korrupten Schuldenmachern (Politiker).

Gast: trader1
14.08.2012 20:17
4 0

in anlehnung an rudas :-)

es gibt böse derivate (auf getreide) und es gibt gute derivate (auf griechische staatsanleihen).
es gibt böse spekulanten (die an der wallstreet) und es gibt gute spekulanten (die auf der regierungsbank, und im rathaus)

dumm ist halt nur, dass die bösen spekulanten schlauer sind und gewinnen während die guten spekulanten dümmer sind und deshalb verlieren.

gibts nix

am freien Markt gibts Termingeschaeft und Ueberfluss

den Handel (" Spekulation") mit Commodities zu unterbinden errinnert ans fruehere Russland

da hatt dann keiner was

Ethanol subvention ist wirklich dumm
gibt's vielleicht noch wo einen Bereich wo die Politik nicht Mist gebaut hat?

Sensible Bank?
"The road to hell is paved with good intentions"

40% der Mais-Ernte

in den US gehen in die schwachsinnige Biosprit-Produktion!


Re: 40% der Mais-Ernte

Quelle? Link? oder doch aus der Kronenzeitung....

Re: Re: 40% der Mais-Ernte

War kürzlich in einer Zeitung zu lesen!

Vermutlich ein APA-Bericht!?

Unsere Medien übernehmen ja diese Meldungen.

Ist aber glaubwürdig,denn Biosprit ist das große Geschäft,nicht nur in den US.
Die Palmöl-Produktion in Indonesien mit Hilfe des WWF führt dort zu massiven Zerstörung der Urwälder.

Die Produktion von Bio-Sprit sollte deshalb sofort verboten werden,denn Nahrungsmittel für den Auto-Tank ist unmoralisch und verteuert massiv die Nahrungsmittel für arme und hungernde Menschen in den Entwicklungsländern.

Und die Grünen(innen) brüsten sich sogar mit Bio-Sprit für ihre Luxus-Autos als ökologischen Treibstoff.

Ein Skandal oder doch?

Hobbyökonom