[Wien/b. l.] Das Phänomen zeigt sich schon seit einigen Monaten: Die Inflationsrate (sie misst die Teuerung im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat) geht zurück, die Preise steigen dennoch. Im Juli kosteten Waren und Dienstleistungen in Österreich um 2,1 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie aus dem Verbraucherpreisindex der Statistik Austria hervorgeht. Das ist ein geringerer Wert als im Juni (2,2 Prozent). 2011 betrug die Teuerungsrate im Schnitt 3,3 Prozent.
Da sich Nahrungsmittel und Energie (Haushaltsenergie und Treibstoffe) überdurchschnittlich stark verteuert haben, müssen die Österreicher für den wöchentlichen Einkauf um 2,8 Prozent und für den täglichen Einkauf um 2,7 Prozent tiefer in die Tasche greifen als vor einem Jahr.
Lag die heimische Inflationsrate im Vorjahr meist über dem EU-Schnitt, so ziehen die anderen Staaten nun nach: Im Juli betrug die Teuerungsrate in der EU laut Eurostat im Schnitt 2,5 Prozent, in Österreich lag sie bei 2,1 Prozent. Vor einem Jahr lag der entsprechende EU-Wert bei 2,9 und jener für Österreich bei 3,8 Prozent.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.08.2012)

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