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Dayli-Konzept: Skepsis bei Kreditversicherern

20.08.2012 | 13:30 |   (DiePresse.com)

Der Leistungsmix, den Schlecker-Nachfolger Dayli anbietet, könnte zu groß für die vorhandenen Verkaufsflächen sein, fürchtet ein Kreditversicherer.

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Die Umwandlung der Drogeriekette Schlecker in den Nahversorger Dayli geht offenbar nur schleppend voran, wenngleich Neo-Eigentümer Rudolf Haberleitner heute erstmals in mehreren heimischen Tageszeitungen großflächig inserieren ließ. "Bei uns ist mehr für Sie drin", heißt es in dem Inserat.

Doch gerade das Konzept, neben Drogerieartikeln und Lebensmitteln unter anderem auch Putzerei- und Postdienstleistungen sowie Homeshopping anzubieten, stößt bei Kreditversicherern auf Skepsis. "Wir fürchten, dass die Verkaufsflächen dafür zu klein sind. Wir fragen uns, wie das logistisch erfolgen soll", sagte Prisma-Chefin Bettina Selden im Ö1 "Mittagsjournal". Es müsste viel investiert werden. Die Vorstandsdirektorin äußerte bereits vor drei Wochen entsprechende Bedenken.

Keine Warenkreditversicherungen

Warenkreditversicherungen wurden bis jetzt noch immer nicht übernommen. "Wir versichern bis dato nichts", so Selden. Das bedeutet, dass Daily die Lieferungen sofort bar bezahlen muss. Haberleitners Co-Geschäftsführer, der ehemalige dm-Manager Peter Krammer, wischt alle Zweifel weg: "Die Warenversorgung ist nicht gefährdet." Man habe dort und da Vorauskasse, aber es würden täglich weniger werden.

Zum vorhandenen Kapital oder den noch unbekannten Investoren äußerte sich Krammer im "Mittagsjournal" nicht. "Da gehen Sie davon aus, dass wir ausreichend kapitalisiert sind", meinte er. Schlecker sei in Österreich nie insolvent gewesen und werde es auch nie werden.

Haberleitner verteidigt sein Konzept jedenfalls mit Zähnen und Klauen. Selden richtet der Neo-Chef im APA-Gespräch aus: "Die kennt das Konzept gar nicht. Sämtliche Lieferanten, Vermieter und Konsumenten finden es hervorragend. Es bewerben sich Chefs von großen Ketten, die da mitarbeiten wollen."

Strategievergleich: Schlecker versus dm

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(APA)

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5 Kommentare

Die Skepsis ...

... ist nachvollziehbar.

Herr Haberleitner hält sich offenbar auch gegenüber Versicherern und möglicherweise auch den Lieferanten bedeckt. Das ist einerseits verständlich, aber andererseits auch nicht gerade vertrauensbildend.

Dayli, der neue alte Gemischtwarenhändler vulgo "Nahversorger":

Kehren wir jetzt mit Dayli in die Zeit zurück, in der es ein oder maximal zwei Brotsorten gegeben hat plus Semmeln, Kartoffeln, Reis, eine Sorte Milch, eine Sorte Joghurt, Salathäupl und als nonplusultra Schokolade und Zuckerln für die Süßen? Dazu blaue 08/15-Jeans, T-Shirts ... ein paar Spielzeugtierchen für die Kleinen, weiter das Drogeriesortiment auf die wirklich wichtigen Dinge reduziert wie eine Standard-Zahnpasta, Handseife und Kernseife, plus Vollwaschmittel, Besen, Kochtopf ...

Und das Ganze aufgepeppt um ein Internet-Terminal, damit man auch das bestellen kann, was man sonst in jedem besseren Supermarkt erhält ... Und das ganze wahrscheinlich in den meisten Filialen von nur einer oder zwei Verkäuferinnen betreut ...

Ist es das, was der heutige Konsument will?

Vielleicht weitab von anderen Einkaufsmöglichkeiten, sicher nicht dort wo Auswahlmöglichkeiten da sind. Und das betrifft sehr viele Schleckerfilialen ...

Wenn man die Wünsche an Daily in diversen Daily- und Schlecker-Foren liest, dann hat man fast diesen Eindruck ;-)

Ob das aufgeht? Man wird sich das wohl fragen dürfen ...

Antworten Gast: nicht intellektuell aber weit gereist
21.08.2012 10:45
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Re: Die Skepsis ...

die frau selden und der Inetllektuelle waren wohl noch nie im ausland unterwegs, weil dann wuessten sie was ein convenience store ist, und dass derartige shops mit einem bruchteil der schleckerfilialen auskommen.

diese convenience store bieten ein vielfaches des schlecker angebots auf wesentlich geringerem raum an.
ein blick ueber den tellerrand der sonntaeglichen frittatensuppe wuerde da sicher helfen.

aber ich vermute eher, dass sowohl Der Intellektuelle als auch fr selden von der katholischen kirche und deren engsten verbuendeten oegb und ak ordentlich bakschisch bekommen.

wer fuer convenience stores ist gebe mir ein gruenes stricherl (plus bei der presse) und dann schau ma wer recht hat...

Re: Re: Die Skepsis ...

Es dürfte Ihnen aber entgangen sein, dass Daily (nach dem was heute bekannt ist) aus den Schleckerläden offenbar aber keine Convenience Stores macht, sondern Drogeriemärkte mit einigen Zusatzprodukten um als "Nahversorger" den täglichen Bedarf abzudecken. Und dass diese Läden normale Öffnungszeiten haben werden ...

Aber schauen wir uns einmal an, was Haberleitner wirklich macht. Die ersten Shops sollen ja in wenigen Wochen umgestaltet sein!

Antworten Antworten Antworten Gast: Luxembourg
29.09.2012 11:38
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Re: Re: Re: Die Skepsis ...

ich verstehe die vorgetragene Skepsis nicht. Wir in Luxembourg freuen uns auf die neue Geschäftsidee, auch wenn wir nur 33 ehemalige Schleckerfilialen haben. Allerdings sind augenblicklich die Filialen hierzulande noch nicht wie bei Ihnen in Östereich zu 75% gefüllt. Wie Herr Haberleitner das logistische Problem lösen will ist mir noch nicht klar. Ich persönlich werde bestimmt weiterhin meine Drogerieartikel und eventuell weitere Artikel dort einkaufen!


selden

so eine kann das beste Konzept ruinieren, es wäre gut zu beweisen dass man sie sowieso nicht braucht

Hobbyökonom