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Geflügel steht Preissprung bevor

20.08.2012 | 17:39 |   (DiePresse.com)

Für Schweinefleisch und Brot wurden bereits Preiserhöhungen angekündigt. Das teure Futter lässt auch die Preise für Hühner- und Putenfleisch steigen.

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Die Welle an Preiserhöhungs-Ankündigungen bei Lebensmitteln ebbt nicht ab: In Österreich wird auch Hühner- und Putenfleisch teuerer werden. Das bestätigte Michael Wurzer, Geschäftsführer der Zentralen Arbeitsgemeinschaft der Österreichischen Geflügelwirtschaft, am Montag auf APA-Anfrage. Die Teuerungen des Mischfutters würden eine Preiserhöhung wahrscheinlich machen.

Vor den Geflügelzüchtern hatten bereits Fleischer - in erster Linie beim Schweinefleisch - Müller und Bäcker Teuerungen für Herbst angekündigt.

Der Preis von Sojaschrot, zu 20 Prozent im Hühner-Fertigfutter beigemischt, steigt in die Höhe. Auch Mais, der zu über 50 Prozent in die Hühnernahrung kommt, ist wegen der Dürre in den USA und weltweiten Minderernten teurer geworden. Zuletzt kostete eine Tonne gentechnikfreies Sojaschrot bei der Bestellung eines Lkw-Zugs mit 20 bis 25 Tonnen 652 Euro. Im Oktober 2011 waren es 396 Euro gewesen, heuer Ende Juni 526 Euro.

Hühnerhalter: Preise "existenzgefährdend"

Neben Mastgeflügelfleisch dürften auch Eier teurer werden, geht es nach den Hühnerhaltern. Sie sehen die steigenden Preise zunehmend als "existenzgefährdend".

"Es geht uns darum, dass der Mehrpreis durch die gestiegenen Futterkosten eins zu eins - also fair und nachvollziehbar - abgegolten wird. Nicht mehr aber auch nicht weniger", erklärte Michael Wurzer, Geschäftsführer der Zentralen Arbeitsgemeinschaft der Österreichischen Geflügelwirtschaft am Montag auf Anfrage. Die Erzeugerpreise pro Ei müssten um bis zu zwei Cent steigen, kündigte Bernhard Pürrer von der Erzeugergemeinschaft "Frischei" an.

"Handel sträubt sich noch"

"Der Handel sträubt sich noch vor einer Preiserhöhung bei Eiern, der aus unserer Sicht bereits vollzogen hätte werden müssen", kritisierten verschiedene heimische Eier-Produzenten gegenüber der APA.

Die Futtermittelpreise bei Puten sind heuer laut Wurzer um 30 Prozent auf 41 Euro pro Dezitonne gestiegen. Seit 1. Jänner 2010 betrage der Preissprung gar 65 Prozent. Pro Kilo müssten die Züchter daher pro Kilogramm Putenfleisch 25 Cent mehr bekommen als derzeit mit durchschnittlich 1,37 Euro pro Kilogramm "Lebendübernahmepreis".

(APA)

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12 Kommentare
Gast: Karl der Kleine
27.08.2012 16:42
0 0

Gentechnik

'Zuletzt kostete eine Tonne gentechnikfreies Sojaschrot bei der Bestellung eines Lkw-Zugs mit 20 bis 25 Tonnen 652 Euro.' WIEVIEL KOSTET EINE GENTECHNISCH MANIPULIERTE TONNE SOJASCHROT? Ist das vielleicht schon verstecktes PR für die Gentechnik????

Gast: Märchenonkel
27.08.2012 13:00
0 0

Stimmt das überhaupt


Seit längerer Zeit stelle ich im Supermarkt fest, dass viel weniger gekauft wird, allgemein, aber bei Fleisch fällt es besonders auf.

Die Erzeuger werden ja auch reichlich subventioniert, und es könnte genauso gut sein, dass ein verminderter Absatz einfach durch Preissteigerungen kompensiert wird.

Gast: Steuerhans
20.08.2012 20:29
1 1

Wartet mal...

...ab, was passiert wenn das mit dem "Euro" retten so weitergeht.
Die Politiker werden niemals zugeben, dass die Währung doch nicht sooo toll ist für die unterschiedlichen Länder.
Aber Gründe für die Preissteigerungen werden immer gefunden werden.

Schuld haben immer nur die Anderen...

Weniger konsumieren

Die logische Folge davon wird sein, dass die Menschen eben von den teureren Produkten weniger konsumieren werden. Sie verdienen ja jetzt nicht mehr, also werden sie sich einschränken müssen.

Antworten Gast: Hutbürger
20.08.2012 19:50
0 0

ein echt "durchdachtes" Wirtschaftssystem.

Was ist, wenn die Konsumenten ausfallen?

Re: ein echt "durchdachtes" Wirtschaftssystem.

Dann machen die Bauern weniger Gewinn und die Preise steigen weiter. Ein Teufelskreis.

Antworten Gast: Hans im Glück
20.08.2012 19:39
0 0

Re: Weniger konsumieren

Die die was auf der hohen Kante haben werden das Spiel in Gang setzen.

Sie bekommen eh keine Zinsen. Alles wird immer Teurer.

Aus diesem Grund werden sie ihre Sparscheine schlachten und was dafür kaufen.

Die Gehälter müssen nicht steigen um eine Inflation zu erzeugen. Die Inflation wird einfach durch das bereits ersparte Geld entfacht. Diese gebunden Kaufkraft wird innerhalb einer kurzen Zeitspanne freigesetzt und dadurch wie eine Welle aus dem Nichts über die Realwirtschaft fegen.

Da werden wir demnächst blöd drein schauen!

Jetzt verdienen wir auch schon nichts, aber bei den Erhöhungen sind wir Weltmeister, Fleisch Getreide usw.

"Zentralen Arbeitsgemeinschaft der Österreichischen Geflügelwirtschaft"

Sind das eigentlich Kommunisten? Klingt ja wirklich so.

Schaut auch nicht gerade marktwirtschaftlich aus, wenn Preise schon in der Zeitung vorausgesagt werden. Aber wir sind's ja gewohnt ...


na klar

beim futter wird die tonne um 3 eur teurer, umgelegt aufs hendl kommt da noch die eine oder andere katastrophenausredenzulage dazu. aber warum nicht, solange man die konsumenten schröpfen kann?

Antworten Gast: Birnstingl Pepi
20.08.2012 19:04
1 0

Futter wird um 3 Euro je Tonne teurer

und das Grillhendl am Standl kostet dann eben 1 Euro mehr.

Re: Futter wird um 3 Euro je Tonne teurer

Grillhendl am Standl ist jetzt schon viel zu teuer, das kauft kaum noch jemand.

Hobbyökonom